Dear Diary… on the watch 09.-26.07.18

Sicherlich kann man schon am Look der Seite, obwohl das wahrscheinlich noch nicht final ist, erkennen, dass sich hier gerade einiges ändert. Und davon ist auch das Filmtagebuch (das, seien wir ehrlich, eh kaum Arsch liest) betroffen, denn ich werde mich demnächst wieder von den formelhaften, altbackenen Kurz-Reviews lösen, die ein Jahr lang hier zu finden waren und einen eher lockereren, offeneren Umgang mit Filmen und Serien, die ich mir zu Gemüte führe, pflegen. Ich habe mal wieder ganz schön was nachzuholen, weswegen einige Filme nur ganz kurz angesprochen werden, und andere, die mehr verdient hätten, wohl auch nicht ganz die Aufmerksamkeit bekommen, die sie eigentlich verdienen. Aber aller (Neu-)Anfang ist schwer und voller Entbehrungen…

Montag, 09.07.18

PREACHER – SEASON 3.3 – „Es wird weh tun“

PUSHER (Luis Prieto, 2012)

Drogendealer Frank versorgt mit Kumpel Tony reiche Schnösel mit Kokain und macht gerne mit ihm die Club-Szene unsicher. Nebenher vertickt seine Freundin Flo (zuckersüß: Agyness Dayn) seinen Stoff für ein Festgehalt, ein lukrativer Nebenverdienst für die Tänzerin. Doch eigentlich träumt Frank vom großen Coup und hat die Stewardess Danaka mit Geld für ein halbes Kilo Koks nach Amsterdam geschickt, den sie ihm in das Vereinigte Königreich schmuggeln soll. Tony vermittelt ihm ungefragt einen Deal über ein Kilo Kokain, dass er sich bei Gangsterboss Milo leiht, der es ihm nur widerwillig zur Verfügung stellt, da Frank ihm noch Geld schuldet. Doch der Deal wird von der Polizei unterbrochen, Frank kann sich zwar kurzzeitig dem Zugriff entziehen, muss den Stoff aber im Fluss versenken. Und nun steht er da, ohne Stoff, ohne Geld, und hat Milo und seine rechte Hand Hakan im Nacken…

Grundsätzlich übernimmt das britische Remake von Nicholas Winding Refns Indie-Hit aus dem Jahre 1996 die Story nahezu 1:1, verlagerte das Geschehen aus dem schmierigen Heroin-Sumpf in Kopenhagen in die auf Dauer-Party befindliche Koks-Szene der Themse-Metropole, was zur Folge hat, dass der Film einen ganz anderen Look’n’Feel heraufbeschwört, was ihn zumindest darin vom Original abhebt. Technisch kann man dem Film auch kaum etwas ankreiden, der Look ist slick, die Musik groovt und auch das Tempo ist angenehm hoch, sogar die Darsteller, allen voran Richard Coyle als Frank, machen ihre Sache ordentlich. Doch letztendlich erzählt er wirklich nur noch einmal die gleiche Geschichte, und als englischer Gangsterfilm im Drogenmilieu betritt er damit halt schon reichlich ausgelatschte Pfade. Wer darüber hinwegsehen kann, wird sich nicht langweilen, wer aber den originalen Film wie auch andere ähnliche Filme schon kennt, dem könnte über die Laufzeit doch mal ein leichtes Gähnen entfleuchen, denn, wie gesagt, originell ist der Film in keinster Weise. 5,5/10

GEWALT ÜBER DER STADT (Carlo Ausino, 1977)

Turin geht in einer Welle von Gewalttaten schier unter; Raub, Mord, Vergewaltigung und Erpressung sind dabei an der Tagesordnung. Besonders eine Bande von Gangstern, die junge Mädchen unter Drogen setzt, vergewaltigt und dabei fotografiert, um sie und ihre Angehörigen weiter zu erpressen, machen den Ermittlern Moretti und Danieli zu schaffen. Doch auf den nächtlichen Straßen der Stadt hinterlässt auch ein Vigilant seine blutige Spur. Hat sich gar ein Polizist zum Richter und Henker erhoben, um die Straßen Turins vom Pack zu säubern?

Der brutale Polizei-Thriller mit George Hilton als Moretti zeichnet ein düsteres Bild einer vom Verbrechen in Geiselhaft gelegten Metropole, in dem die Polizei immer den entscheidenden Schritt hinterher hechelt, was es für sie unmöglich macht, dem Einhalt zu gebieten. Doch der mysteriöse Vigilant, dessen Identität zum letzten Drittel gelüftet wird, ohne eine Überraschung zutage zu fördern, wird mitnichten als ein Dienstleister an der Gerechtigkeit dargestellt, er handelt aus einem Gefühl der sprichwörtlichen Impotenz heraus und offenbart klar psychopathische Züge, so dass es am Ende nur darauf hinauslaufen kann, nicht nur die Bande, sondern auch den Racheengel zur Strecke zu bringen. Der Film ist dabei durchweg spannend erzählt, auch wenn einiges ungelöst bleibt und anderes recht früh ersichtlich ist. 7/10

Dienstag, 10.07.18

THE JOE SPINELL STORY (2001)

Freunde, Kollegen, Weggefährten zollen dem durch MANIAC zu Berühmtheit gekommenen New Yorker Schauspielers, der 1989 in seiner Wohnung an einer Schnittwunde verstarb, weil er Bluter war. Ein interessantes wie unterhaltsames Porträt eines Originals…

EISKALTE TYPEN AUF HEIßEN ÖFEN (Ruggero Deodato, 1976)

Alfredo und Antonio, Polizisten der Spezialeinheit, sind schon zwei so richtige Herzchen und brechen Verbrechern auch gerne mal prophylaktisch das Genick, um den Staat nicht mit unnötigen Gerichtskosten für den Prozess an unbelehrbaren Gewaltverbrechern zu belasten. Ihr Vorgesetzter drückt bei ihrem brutalen Vorgehen meist ein Auge zu und ist auf dem anderen blind, aber der Erfolg gibt ihnen recht, und so setzt er sie auf den Gangsterboss Pasquini an…

Ruggero Deodatos erster großer Kino-Erfolg ist ein Action-Krimi der rüden Sorte, in dem die beiden Polizisten den Verbrechern in der Wahl ihrer Mittel in nichts nachstehen. Das Drehbuch von Fernando Di Leo, selbst als Regisseur eine Koryphäe auf dem Gebiet, gibt nichts auf eine durchdachte oder wendungsreiche Story, sondern driftet teils recht deutlich in das Gebiet der Eigen-Parodie ab. Mit Marc Porel, Ray Lovelock und Alfredo Celi ist der Film perfekt besetzt, denn sie spielen dermaßen ernst, dass die Chose umso unglaublicher rüberkommt. Trotzdem nur ein Streifen für hartgesottene Genre-Fans und Leute, die mit den aus Deodatos Misanthropie geschöpften Zynismus etwas anfangen können. 7,5/10

VERFLUCHTES AMSTERDAM (Dick Maas, 1988)

Ein mordender Taucher macht die Grachtenstadt Amsterdam unsicher. Die Öffentlichkeit verfolgt die unheimliche Mordserie genau, was Kommissar Eric Visser, seines Zeichens alleinerziehenden Vater einer pubertierender Tochter, gehörig unter Druck setzt. Bei seinen Ermittlungen lernt er in einem Tauchclub die schöne Laura kennen. Es scheint, als ob der Mörder aus ihrem Umfeld kommt…

Dick Maas hatte sich in den 80ern gerade als Hollands Blockbuster-Regisseur Nummer 1 etabliert und griff für seinen Action-Krimi, dessen Markenzeichen einige spannende Verfolgungsjagden sind, auf Motive des italienischen Giallo-Genres zurück. Dabei ist er in seiner Inszenierung erfolgreicher als bei späten Vertretern aus Italien selbst, ist genauso actionreich wie spannend. Huub Stabel war damals der Star unter Maas und macht sich auch hier gut als Action-Star und alleinerziehender Vater. Der Film zählt zurecht zu den kleinen europäischen Action-Klassikern der 80er. 7/10

Mittwoch, 11.07.18

BRIAN ENO – THURSDAY AFTERNOON (1984) ist ein gut 80-minütiges Ambient-Video

DER NINJA-MEISTER Episode 1 – „Der neue Schüler“ & Episode 2 – „Heißer Tanz in San Francisco“

Ein Hoch auf Lee Van Cleef und Sho Kosugi!

OCTAGON (Eric Karson, 1980)

Scott James lernt bei einer Theater-Premiere die Tänzerin Nancy kennen. Doch als sie später zum Haus ihrer Eltern fahren, werden sie dort aus dem Hinterhalt von Ninjas angegriffen, und Nancy wird ermordet. Wenig später trifft Scott auf Janine, die eine Autopanne hat. Er hilft ihr aus der Patsche und kann darauf auch einen Anschlag auf ihr Leben verhindern. Doch die Sache ist gestellt, Millionenerbin Janine will Scott engagieren, um den Mord an ihrem Vater zu rächen, hinter dem Ninja Seikura steckt, der derzeit ein Ausbildungslager für Terroristen mitten in den USA betreibt. Scott lehnt ab, holt aber über seinen alten Ausbilder McCarn Information über den Übeltäter ein. Und Seikura hat schon Männer ausgeschickt, um Scott wie auch Janine zu ermorden…

Früher, reichlich lahmer Ninja-Heuler aus den USA, der erst zum Finale endlich in die Puschen kommt. Die deutsche Synchro lässt die Zuschauer am Innenleben des von Chuck Norris dargestellten Scott teilhaben, was damals ein kurioses Markenzeichen der Norris-Kracher war. Recht cool kommt Lee Van Cleef als undurchsichtiges Rauhbein McCarn. Aber insgesamt ist der Film leider eher eine Schlaftablette, die einen nur alle 20 Minute mal mit einer mäßigen Action-Sequenz aus der Lethargie zu ziehen versucht. 4/10

Donnerstag, 12.07.18

DER NINJA-MEISTER Episode 3 – „Alles Gute kommt von oben“ & Episode 4 – „Das Mädchen mit dem Motorrad“

DIE RACHE BIN ICH (Pasquale Squitieri, 1977)

Cesare Mori, der eigentlich als Antifaschist gegen die Machtergreifung Mussolinis gekämpft hatte, wird von eben diesem als neuer Präfekt nach Sizilien geschickt, denn er ist auch als unnachgiebiger, harter Hund bekannt. Er soll dort gegen die vor Ort vorherrschende Mafia vorgehen. Und er wird seinem Ruf gerecht und entzieht der Mafia erst einmal den Rückhalt der Bevölkerung, indem er zuerst die unfreiwilligen Helfershelfer zur Verantwortung zieht. Um die Verbrecher-Hochburg Ganji zu Fall zu bringen, die Briganten wie den seit 45 Jahren flüchtigen Don Banditi beherrbergt, ist ihm jedes Mittel recht. Er lässt die auf einer Anhöhe befestigte Stadt belagern. Für seine Methoden schlägt ihn aus dem niederen Volk vor allem Hass entgegen und auch den höher gestellten, von der Mafia profitierenden Ständen sind Moris Erfolge ein Dorn im Auge…

Der historische Polizeifilm von Pasquale Squitieri gibt die Situation auf Sizilien zur Zeit der Machtergreifung durch den Duce gut wieder, er schildert die mafiösen Verbindungen, die sich durch alle Gesellschaftsschichten ziehen und von denen auch gerade viele einfache Menschen abhängig sind, denn die Armut ist hier zu dieser Zeit groß. Die Charakterisierung des von Guilano Gemma dargestellten Mori stellt sich als ziemlich nüchtern dar, von ihm als Privatperson erfährt man nur sehr wenig. Und so stellt der Story-Strang um Claudia Cardinale, die hier eine Bauersfrau spielt, der Mori zugetan ist, eher eine Anbiederung an die Gesetze des Unterhaltungskinos, als eine Art Love Interest, dar, denn diese Nebenhandlung gerät, sobald es um die Belagerung Ganjis geht, erst einmal in Vergessenheit und wird erst am Ende, quasi als Nachklapp, noch einmal aufgegriffen. Ansonsten ist Squitieris Werk großes, aufwendiges Historien-Kino mit ein wenig politischer Färbung, das um die genaue Darstellung eines zeitlichen Kontexts bemüht ist, auch wenn die Person Mori dem Zuschauer am Ende doch eher fremd bleibt. 8/10

AUDITION (Takashi Miike, 1999)

Der Witwer Shigeharu Ayoma lebt seit dem Tod seiner Frau ein einsames Leben, in dem nur seine Arbeit und die Erziehung seines Sohnes Platz haben. Und Sohn Shigehiko, der sich als Teenager inzwischen selbst für Mädchen zu interessieren beginnt, regt an, dass sich sein alter Herr doch auch wieder eine Frau suchen sollte. Bei einem Gespräch mit seinem Freund Yoshikawa erzählt er ihm davon, meint, dass er sich nicht noch einmal auf die traditionelle Frauensuche begeben möchte, um nicht viel Zeit mit Fehlschlägen zu vergeuden, da er sich dafür zu alt fühlt. Sein Freund bietet an, dass er sich passende Kandidatinnen im Rahmen eines Castings, dass er demnächst abhält, heraussuchen könnte. Ayoma willigt ein, und nach gründlicher Befragung entwickelt er ein reges Interesse an der schönen Asami Yamazaki, die etwas geheimnisvolles umgibt. Und in der Tat muss er, je weiter ihre Beziehung fortschreitet, feststellen, dass sich in der jungen Frau Abgründe auftun…

Fieser Schocker, der den Zuschauer in der ersten Hälfte des Films in relativer Sicherheit wiegt und auf Musik weitestgehend verzichtet. Erst als Aeyoma auf eine Beziehung mit der zierlichen, aber undurchschaubaren Frau eingeht, kündigen leicht verstörende Bilder ein Mysterium, wenn nicht sogar Unheil an. Als er merkt, dass etwas nicht stimmt, beginnt der Mann selbst zu ermitteln, die Erkenntnisse, die er gewinnt, künden übles an. Und dann nimmt der Film noch einmal eine Wendung, die zwar schon angedeutet wurde, aber in ihrer Drastik den Zuschauer quasi überrollt. Ein schöner, wie verstörender und grausamer Film. 9/10

Freitag, 13.07.18

DIE TÖCHTER SATANS (Hollingsworth Morse, 1972)

Kunsthändler James Robertson kauft in Manila ein Bild, dass eine Hexenverbrennung zeigt, weil ihn die dargestellte Hexe an seine Frau Chris erinnert. Die zeigt sich von der Neuanschaffung wenig begeistert, empfindet sogar Abscheu für das eher schlichte Werk. Am nächsten Tag taucht auf dem Grundstück der Robertsons ein Hund auf, der genauso aussieht wie der Hund, der auf dem Bild vor der Hexe Platz genommen hat, doch der Hund dort scheint zu vergilben. Dazu taucht auch noch die Haushälterin Juana auf, die sofort das Kommando im Haus übernimmt. Nun fühlt sich auch James unwohl in seinem eigenen Heim, auch weil der Hund ihm nicht wohlgesonnen scheint, Chris aber wortlos gehorcht. Er wendet sich an den Okkultisten Dr. Changle, der die Theorie aufstellt, dass die Hexen auf dem Bild sein Heim übernehmen und übles im Schilde führen…

Ein weiterer Filipino-Trasher der frühen 70er-Grindhouse-Phase, der dritte, den ich in den letzten Wochen gesehen habe. Und, auch wenn dies noch lange kein guter Film war, der beste davon. Interessant ist hier sicherlich die Mitwirkung des jungen Tom Selleck, der schon aussieht wie später zu Magnum-Zeiten; gab es den je ohne Schnauzer? Doch er ist schon eines der Highlights dieses Okkult-Heulers, dem zwar einige unheimliche Szenen gelingen und ein paar satanische Züchtigungsszenen beinhaltet, in der sogar nackte Brüste zu sehen sind (das hat er den anderen beiden auf jeden Fall voraus), denn dazwischen plätschert der Film nur so vor sich hin. Dabei ist die Grundidee gar nicht mal so übel, zwar nicht originell, aber durchaus ausbaufähig, aber es fehlte wohl an einem guten Autor, der die Geschichte überzeugend untermauern konnte. Und so kann man den Film in die Kategorie „nett, aber nutzlos“ packen. 5/10

DAMIEN Episoden 1-4: Der nächste Antichrist hat seine Vergangenheit vergessen und bereist als Fotojournalist die Krisenherde der Welt. Doch dann geschehen in seinem Umfeld mehrere Morde und eine Frau behauptet, schon sein ganzes Leben für einen Geheimbund über ihn gewacht zu haben.

Samstag, 14.07.18

DAMIEN Episoden 5+6

Trash Session-Film:

LEICHEN UNTER BRENNENDER SONNE (Helene Cattenet & Bruno Forzani, 2017)

Drei Gangster überfallen an der Küste einen Geldtransporter. Auf der Flucht in ihr Versteck steht plötzlich eine Frau auf der Straße. Sie hat noch eine Mutter mit ihrem Sohn im Schlepptau, ihr Ziel ist die Pension, zu der auch sie unterwegs sind. Dort erwartet der Anwalt die drei Gangster, die Frau mit Kind ist die neue Frau vom Hausbesitzer, der hier mit einer alten Freundin wohnt. Gangster und Anwalt wollen nicht lange verweilen, doch schon am nächsten Tag treffen zwei Polizisten an dem abgelegenen Ort ein, und die Situation eskaliert…
Nach AMER (den zweiten Film der beiden kenne ich noch gar nicht) hatte ich nicht erwartet, dass Cattet & Forzani von ihrem was anderes abliefern als eine Ansammlung von Motiven, Klischees und die Reduktion auf ein beeindruckendes audio-visuelles Erlebnis. Doch was bei eben AMER noch durch die Aufteilung der Geschichte gut funktionierte, da man die Geduld des Zuschauers nicht über Gebühr strapazierte, entwickelt sich bei LAISSEZ BRONZER LES CADAVRES mit zunehmender Dauer zu einer Strapaze. Beginnt der Film mit dem Überfall noch sehr dynamisch, zerfällt er in der Nacht, in der die zweite Hälfte des Films spielt, zunehmend in seine Fragmente und offenbart all den Glanz der Oberfläche als eine schönem aber leere Hülse. Das ist zwar durchaus so gewollt, aber auch unglaublich anstrengend durchzustehen, da die Abfolge der berauschenden Bildkompositionen emotionslos und öde abgespult werden. Und so bleibt ein stellenweise unglaublich schöner Film, der dem Luxus von wirklichen Charakteren entsagt und deswegen die Aufmerksamkeit des Zuschauers mit der Zeit einfach verliert, sobald er sich satt gesehen hat. 4,5/10

DIE DÄMONISCHEN (Don Siegel, 1956)

Paranoia-Klassiker, der die Angst der McCarty Era vor Überfremdung durch sich einschleusende kommunistische Subjekte thematisiert. Die heimliche Invasion von Außerirdischen in einer Kleinstadt, die nur dem Stadtarzt auffällt, ist immer noch spannend anzusehen. 8/10

HOMELAND – SEASON 7.7 + 7.8

Sonntag, 15.07.18

DAMIEN Episoden 7+8

DIE BRUT DES BÖSEN (Christian Anders, 1979)

Schlager-Sänger Anders macht auch gerne mal einen auf Karate-Kämpfer und schneiderte sich deshalb diesen Film zurecht, in dem er gegen einen drogendealenden Zwerg antritt, der ihn und sein Dojo vertreiben will. Unglaublich naiv, und, nun ja, einfach unglaublich. Muss man sehen, ums zu glauben. 7/10

WM-Finale: FRANKREICH GEGEN KROATIEN 3:1

Die Franzosen waren halt die beste Mannschaft während der WM, also geht auch der Sieg im Finale gegen tapfer kämpfende Kroaten in Ordnung.

ACCIDENT (Soi Cheang, 2009)

Profikiller arrangiert Mordanschläge, die wie Unfälle aussehen. Als einer seiner Komplizen selbst bei einem Unfall ums Leben kommt, glaubt er, dass er selbst ausgeschaltet werden soll. Paranoider Thriller, der die Ungläubigkeit der Zuschauer schon sehr strapaziert, aber dermaßen geschliffen daherkommt und auch zügig zur Sache kommt. Spannend. 7/10

DAMIEN (2016) Episoden 9+10

TV-Serie von A & E
Tja, was soll man sagen, war ein recht dämlicher Kack, aber definitiv nicht langweilig, denn dafür war zuviel los. Irgendwie fehlte da aber auch einiges Story, was Damiens Jugend betraf und nur 2-3 mal kurz angerissen wurde. Überhaupt blieb vieles recht vage, und das Ende war ziemlich unspektakulär. Muss man nun nicht gesehen haben, auch nicht als Omen-Fan, aber wenn man mal sonntags nichts anderes zu tun hat, kann man das auch mal durchlaufen lassen…

Montag, 16.07.18

EUROCRIME! (Mike Malloy, 2012)

Kongeniale Doku zu einem meiner liebsten Genre der 70s; neben der Sezierung des Polizeifilms italienischer Prägung an sich, bilden die Interviews mit alten Stars wie Franco Nero, Fred Williamson oder Richard Harrison das Herzstück dieses unterhaltsamen Rückblicks. 9/10

DIE VIPER (Umberto Lenzi, 1976)

Lenzi, Milian, Merli; mehr braucht es nicht, um einen Poliziesco-Fan glücklich zu machen. Merli gibt Commissario Eisenhart, Milian mimt unnachahmlich den buckligen Gangster. 7,5/10

Dienstag, 17.07.18

PREACHER – SEASON 3.4 – „Die Gruft“

Mittwoch, 18.07.18

DARK SHADOWS (Tim Burton, 2012)

Okay, das war tatsächlich das moderne Blockbuster-Equivalent der DARK SHADOWS-Nachzieher von Dan Curtis; lahm, uninspiriert und wohl nur für Fans von belang. Und er sah für einen Tim Burton-Film erstaunlich unspektulär aus. Ohne den spielfreudigen Cast (Bella Heathcote war bezaubernd) wäre der einfach nur Zeitverschwendung gewesen. 5/10

SELBSTJUSTIZ… MEIN IST DIE RACHE (Harry Kerwin, 1977)

Ein Quartett geistig minderbemittelter Arschlöcher vergewaltigt und tötet zwei Frauen. Sie werden zwar von der Polizei geschnappt, aber wegen eines Formfehlers platzt der Prozess. Also macht sich der Bruder des ersten Opfers daran, die Gerechtigkeit selbst in die Hand zu nehmen…

Hört sich unoriginell an? Ist es auch, bis auf die Tatsache, dass die Täter hier tatsächlich so etwas wie geistig behindert sind. Das erhöht den Schmierigkeitsfaktor ungemein, auch wenn der Film davon ab nur ein bisschen nackte Haut zu bieten hat. Den Rächer gibt hier ein junger Chris Mulkey, der später seine Charakterfresse in so ziemlich jede bekannte US-Serie gehalten hat, meist als Cop, manchmal auch als Gangster. Co-Autor Wayne Crawford ist als Anführer der hilarious horde zu sehen; und Harry Kerwin schleifte natürlich auch wieder Bruder William vor die Kamera. Der Streifen mag kurios anmuten, aber letztlich kann man sich den selbst als Grindhouse-Fan eher schenken. 4/10

DAS MONSTER AUS DER TIEFE (Kenneth Hartford/Herbert L. Strock, 1980)

Ein Zementwerk verschmutzt in Kolumbien die umliegenden Gewässer. Und während die Bevölkerung des Fischerortes aufgrund katastrophaler Ausbeute allmählich durchdreht, ein Filmteam vor Ort rumschnüffelt und einheimische Öko-Terroristen einen Anschlag auf das Werk planen, entsteigt dem See ein grässliches Monster. Doch auch eine Firmendelegation ist schon auf dem Weg. Oha!

Hier haben wir es natürlich wieder mit einem Öko-Creature-Horror auf den Spuren des Klassikers DER SCHRECKEN VOM AMAZONAS zu tun, eben nur dass hier zeitgemäß der Übeltäter, natürlich ein Großkonzern, benannt wird, und das Moster, trotz putziger Patscherchen, mehr nach Nessie als dem amazonischen Ungeheuer kommt (es handelt sich hier auch um ein stehendes Gewässer). Die Macher wussten, dass sie nicht mit einem spektakulären Monster-Kostüm aufwarten konnte, also verlegten sie die Enthüllung des Monsters schlauerweise ganz ans Ende. Auf dem Weg dorthin bedient sich die Story jedes müden Klischees, dem man in dem Genre habhaft werden konnte; ein Bürgermeister, der um das Wohl der Stadt fürchtet, fiese Konzernleute, die nur die Produktion aufrecht erhalten wollen, eine Reporterin auf der Jagd nach Sensationen, ein paar Jugendliche, die das Monster entdecken, und nächtliche Morde, von denen man nicht viel sieht, na, weil es eben Nacht ist.
Der Film ist besser als bspw. OCTAMAN, da er zwar billig, aber nicht soo billig daherkommt, aber wer sich wirklich gut unterhalten will, greift lieber zum Original oder den fickenden Fischmenschen aus DAS GRAUEN AUS DER TIEFE/HUMANOIDS FROM THE DEEP, der bereits 1980 mit seinem billigen Vetter den Boden wischte. 4/10

Donnerstag, 19.07.18

DAS VERFAHREN IST EINGESTELLT: VERGESSEN SIE’S! (Damiano Damiani, 1971)

Der Architekt Vanzi sitzt wegen Fahrerflucht hinter Gittern, unschuldig, wie er behauptet. Der gut situierte, gebildete Mann gewöhnt sich nur schwerlich an den Alltag im Gefängnis und die hier etablierte Hierarchie. Sein Vermögen gereicht ihm in dem korrupten System zu einigen Annehmlichkeiten, doch für seine Zellengenossen ist er nur ein willkommenes Opfer, das ihnen einen gewissen Luxus ermöglicht. Als der unberechenbare Biro, der wieder einmal für Mord an einem Mitgefangenen verurteilt wurde, bei ihnen einquartiert wird und ihn bedroht, wendet sich Vanzi an den einflussreichen Campoloni, der als Opferlamm für einige hohe Tiere einsitzt und gute Beziehungen zum Gefängnisdirektor unterhält. Er besorgt ihm einen Platz in der Zelle mit dem introvertierten Pesenti. Doch dadurch gerät Vanzi in die Schusslinie eines politischen Komplotts…

Fuck, das war mal wieder ein ziemlich deprimierendes Erlebnis! Aber Damiani war ja zu der Zeit auch nicht gerade für leichte Stoffe und Happy Ends bekannt. Die Schilderung des Gefängnis-Alltags, gerade aus der Sicht des privilegierten, sich selbst als aufrechten Menschen sehenden Architekten, zeigt ein korrumpiertes System, das von Geld und Einfluss bestimmt dominiert wird. Und gerade das Ende, das, eigentlich harmlos erscheinend, klar macht, dass Franco Neros guter Vanzi letztlich doch gebrochen wurde, und den Gedanken aufkeimen lässt, dass sein Prozess und seine Inhaftierung nicht reiner Zufall und er von Anfang an eine Schachfigur in einem groß angelegten Komplott gewesen sein könnte, lässt den mit einer Mischung aus Wut und Ohnmacht zurück. 8/10

DER VERNICHTER (Umberto Lenzi, 1975)

Der Biker Rambo kehrt nach einigen Jahren zurück nach Mailand, wo sein Bruder Pino ihn überreden will, für einen Sicherheitsdienst zu arbeiten, der reiche Leute beschützt. Als der Sohn eines Auftraggebers gekidnappt wird, ermittelt Pino auf eigene Faust. Als er den Hintermännern zu nahe kommt, wird er hinterrücks erschlagen. Um den Mord zu rächen, macht sich Rambo daran, die beiden größten Banden der Metropole gegeneinander auszuspielen, um herauszubekommen, wer hinter der Entführung steckt…

Ich finde ja, dass Umberto Lenzi seine unterhaltsamsten Filme mit Tomas Milian und Maurizio Merli gekurbelt hat; allerdings waren die besten diejenigen, in denen immer nur einer von den beiden die volle Aufmerksamkeit des brüllenden Regisseurs hatte, denn in den gemeinsamen Filmen der beiden Stars, die sich Lenzi auch nicht besonders grün waren, konnte keiner von ihnen wirklich glänzen. Und tatsächlich gebe ich den Filmen mit Milian gewissermaßen auch den Vorzug vor Merlis eisenharten Polizisten, denn Milians Darstellungen reizen mich mehr, seine Charaktere sind interessanter, allen voran der Psychopath aus DER BERSERKER. Aber auch Rambo aus eben DER VERNICHTER (oder FLASH SOLO, so der deutsche Kino-Titel), der kleinkriminelle Biker mit nur vage angedeuteter Vergangenheit, hat mehr Ecken und Kanten als Merlis meist stereotyper, rechts-konservativer Super-Cop. Und als ob es nicht reichen würde, dass Milians Figuren vielschichtiger sind, mit ihnen bekommt man auch mehr Action geboten, sie hetzen quasi rastlos durch ihre Filme, auch weil sie als zwielichtige Figuren keine Diskussionen mit Vorgesetzten, politisch andersdenkenden Freundinnen oder genervten Partnern haben; sie können sich auf das konzentrieren, was wichtig ist. DER BERSERKER ist Lenzis und vielleicht sogar Milians bester Film, aber alles andere als leichtverdaulich – DER VERNICHTER ist nun auch kein Kinderkram und wartet immer noch mit einigen Härten auf, aber ist auf der anderen Seite auch ein knalliger Actionfilm von hohem Tempo und hohem Unterhaltungswert. 7,5/10

Freitag, 20.07.18

WITCHING & BITCHING (Alex de la Iglesias, 2013)

Der Loser José findet sich nach einem Raubüberfall auf einem Wertmetall-Pfandleiher mit seinem kleinen Sohn, den er dabei hatt, um wenigstens etwas Zeit mit ihm zu haben, mit seinem Komplizen Antonio, den er vor dem Coup nicht kannte, und einer Geisel im Kofferraum in einem entführten Taxi wieder, das Manuel gehört. Josés Ex Silvia heftet sich an seine Fersen, zwei Polizisten an ihre, und alle landen sie im Kaff Zugarramurdi, wo eine Gruppe Hexen versucht, ihre Göttin zwecks Übernahme der Weltherrschaft durch das Matriarchat vorbereitet, bei der die Flüchtigen, und vor allem Josés Sohn, eine entscheidende Rolle spielen sollen…
Der Film entpuppt sich nach teils recht blutigem Beginn als eine turbulente, für de la Iglesias‘ Verhältnisse recht zahme Fantasy-Horror-Comedy, die Stellenweise daran krankt, dass viele Fragen in Bezug auf die Mythologie der Hexen unbeantwortet bleiben und der Film zum Ende doch eher so etwas wie einen heiteren Schwank darstellt. Ganz nett und teilweise auch sehr komisch, aber ihm fehlt das gewisse Etwas. 6,5/10

THE SECT (Michele Soavi, 1991)

Dario Argento schrieb nach THE CHURCH ein zweites Mal ein Drehbuch für seinen Schützling Soavi, der hier Herbert Lom als bösen Sekten-Opa in Szene setzt, der in einer jungen Lehrerin die Mutter für den noch zu zeugenden Antichristen findet. Bietet einige nette Grusel-Momente und hübsche Kamerafahrten. Hat aber auch einige Längen. 6,5/10

Samstag, 21.07.18

DER NINJA-MEISTER Episode 6 – „Das Tal der Dürre“ & Episode 7 – „Hoher Einsatz in Las Vegas“

Trash Session-Film 1:

DAS RÄTSEL DER GEHEIMNISVOLLEN MASKE (Terence Fisher, 1962)

Und noch einmal Herbert Lom; hier gibt er für Terence Fisher und die Hammer Studios das Phantom der Oper. Heimliche Stars des Films sind aber Michael Gough als Fiesling Lord Ambrose, den man sofort tot sehen möchte (einen Wunsch, den der Film letztlich leider nicht erfüllt) und Set-Designer Bernard Robinson, der aus spärlichem Budget tolle Bauten zauberte. 6,5/10

Trash Session-Film 2:

THE VOID (James Gillespie & Steven Kostanski, 2016)

Komisch bemützte Sektenmitglieder belagern einen Deputy und die Besetzung eines abgelegenen, fast ausgebrannten Krankenhauses, das sich immer mehr als die Hölle auf Erden entpuppt. Die Regisseure von MANBORG und FATHER’S DAY lösen sich hier von Astron-6. Das ganze ergibt keinerlei Sinn, dafür gibt es hübsch eklige handgemachte Effekte und eine überzeugende Kamera-Arbeit. Man sollte sich nur keine Gedanken darüber, was die Leute da von sich absondern, das macht nur Kopfschmerzen. 6/10

DEEP RED (Dario Argento, 1975)

David Hemmings beobachtet einen Mord, ist kurzzeitig (und als noch mehr Morde geschehen, wieder) verdächtig, und so macht er sich mit Reporterin Daria Nicolodi auf, den wahren Mörder zu finden. Argentos Masterpiece ist immer noch sauspannend und wahrscheinlich der beste Giallo. 9,5/10

Sonntag, 22.07.18

A HATCHET FOR THE HONEYMOON (Mario Bava, 1970)

John Harrington ist ein schwer gestörter Serienmörder, der durch sein Geschäft mit Brautmoden immer wieder in den Kontakt mit jungen Frauen kommt, die er dann mit der Axt ermordet und die Leichen verbrennt. Dazu wird er noch vom Geist seiner Frau Mildred heimgesucht, die er einst auch ermordete. Nach jedem Mord offenbart sich ihm ein Bild aus seiner Kindheit, eine Spur zu einem Ereignis in der Vergangenheit, das ihn dermaßen verstörte und in der Gegenwart zum Mörder werden lässt. Und während er nun mordet, in seinem Kopf nach seiner Vergangenheit forsch und nebenbei mit der attraktiven Helen anbandelt, kommt ihm ein Inspektor langsam, aber sich auf die Schliche…

Schräger Psycho-Thrill, den Bava schön und nicht ohne Humor filmte. Macht Spaß. 7/10

NIGHT OF THE WEREWOLF (Paul Naschy, 1981)

Werwolf Waldemar wurde vor Jahrhunderten mit Lady Bathory verscharrt. Er ist inzwischen wieder draußen und fröhnt seinem heulendem Dasein. Als ein paar junge Frauen daher kommen, ist auch eine unter ihnen, die die Blut-Lady wieder erweckt, und nun ist es an Waldemar, sie zu töten. Immer noch recht lustiger Vollmond-Heuler von Naschy, auch wenn er im letzten Drittel ein wenig vor sich hinröchelt. 6,5/10

HOMELAND – SEASON 7.9 + 7.10 SEASON-FINALE

Ich hegte nach dem Ende der dritten Staffel und der endgültigen Beendigung des Brody-Strangs Befürchtungen, dass die Serie im Sand verläuft. Doch weit gefehlt, auch im Jahr Nummer 7 schaffen es die Macher, immer am Puls der Zeit zu bleiben, nur dem Charakter Carry Matheson nimmt man ihre ganzen Ups und Downs kaum mehr ab.

Montag, 23.07.18

TWIN PEAKS – A LIMITED EVENT SERIES, Episodes 1+2 (David Lynch, 2017)

Beginnt etwas sonderbar, aber am Ende der zweiten Episode kloppt Lynch mal mit der Nostalgie-Keule drauf, und puff, man fühlt sich, als wäre man nie weg gewesen!

INFERNO UNTER HEIßER SONNE (Edoardo Mulargie & Giampaolo Lomi, 1972)

George Hilton hat in Haiti eine geheime Formel entwickelt, hinter der mehrere Parteien her sind. Auch sein alter Freund Gabriele Tinti schaut mit seiner Frau Anita Strindberg vorbei. Und dann treibt noch ein skrupelloser Mörder unter den Interessenten sein Unwesen. Recht rassistischer Reißer, an dem kein guter Schauspieler verloren ging (vor allem nicht Hilton), der aber trotzdem eine solide Grundspannung aufbietet, um Trash der besseren Sorte zu sein. 7/10

FUTURAMA: BENDER’S BIG SCORE (Dwayne Carey-Hill, 2007)

Zeitreise-Abenteuer um die Crew aus Fry, Leela, Bender & Co, mit allerlei Paradoxen und melodramatischen Verwicklungen. 7,5/10

Dienstag, 24.07.18

TWIN PEAKS – A LIMITED EVENT SERIES Episoden 3+4

Und es geht bizarr weiter. Ein bisschen Geduld muss man schon mitbringen. Es war ein Fehler von mir, nur die ersten beiden Staffeln vorher zu wiederholen, sondern hätte die Gelegenheit nutzen, endlich mal INLAND EMPIRE und MULHOLLAND DRIVE nachzuholen, denn es handelt sich hier ja nicht um David Lynch anno 1990, sondern David Lynch anno 2017.

MÄDCHEN IN DEN KRALLEN TEUFLISCHER BESTIEN (Aldo Lado, 1975)

Die Studentinnen Lisa und Margaret fahren über Weihnachten zu Lisas Familie nach Italien. Nach dem Umsteigen landen sie in einem Abteil mit den Ganoven Teppista und Curly. Während der Nacht bedrängen sie die Mädchen und werden gewalttätig. Auch eine reiche Dame, die mit ihnen das Abteil teilt, kann die beiden nicht daran hindern, sexuell übergriffig zu werden, sie sieht die Vergewaltigung als harmlosen Spaß. Bis einer der Männer ein Messer zückt…

Aldo Lado etabliert von Anfang an eine unangenehme Atmosphäre, woraus sich eine solide Grundspannung ergibt; man weiß, dass etwas schlimmes passieren wird. Durch den Wechsel zwischen den drei Story-Strängen erlebt der Zuschauer die Veränderungen im Gefühlsleben der Protagonisten, wie die Unbekümmertheit der beiden Mädchen sich in Furcht wandelt, das etwas brutale, aber eher spielerische Treiben der beiden Ganoven in tödlichen Ernst, und wie Lisas Eltern die Risse in ihrer ehelichen Gemeinschaft, die fast nur noch Fassade ist, offenbaren. Und wenn dann die Tragödie über alle hereinbricht, ist das schonungslos und von unsagbarer Brutalität.

FUTURAMA: DIE ÄRA DES TENTAKELS (Peter Avanzino, 2008)

Am Ende des vorherigen Abenteuers tat sich ein Riss in eine andere Dimension auf, aus der der liebeskranke Fry ein Tentakelwesen mitbringt, das sich mit allen Lebenwesen verbindet, ob sie es wollen oder nicht. Das zweite Spielfilm-Abenteuer weist einige Längen auf und bietet nicht häufig den gewohnt anarchischen Humor der Serie. 6,5/10

Mittwoch, 25.07.18

TWIN PEAKS – A LIMITED EVENT SERIES Episoden 5-7

Allmählich nimmt das ganze Form an; man sieht überall bekannte Gesichter, Miguel Ferrer und Harry Dean Stanton weilen jetzt schon gar nicht mehr unter uns. Und Kyle McLachlan ist eine Wucht!

FEUERTANZ – HORROR INFERNAL (Dario Argento, 1980)

Nach dem Haus in Freiburg, ist es jetzt das Hexenhaus in New York, dessen dunkles Geheimnis von einem Studenten gelüftet wird. Surreales Abenteuer in bunten Bildern und zu schauriger Musik von Keith Emerson. Nicht unbedingt ein spannender Mord-Reigen, aber ein schönes Erlebnis allemal. 8/10

FUTURAMA: BENDER’S GAME (Dwayne Carey-Hill, 2008)

Bender entdeckt seine Fantasie und dreht durch, während die anderen auf einer Mission sind, das Schwarze-Materie-Monopol von Mom zu durchbrechen. Wieder etwas besser als sein Vorgänger, zieht der Film in der zweiten Hälfte vor allem Rollenspiele und die Herr-der-Ringe-Filme durch den Kakao. 7/10

Donnerstag, 26.07.18

DIE DREI ??? Episode 192 – „Im Bann des Drachen“

Das war nichts. Der Plot der Folge – Peter wird nach China entführt – setzt gleich unvermittelt ein, was nicht davor täuschen kann, dass die Geschichte, selbst für Drei-???-Verhältnisse, vollkommen unglaubwürdig ist, wenn die drei Freunde in Shanghai den Machtkampf zwischen Triadenmitgliedern beilegen müssen.

DER NINJA-MEISTER Episode 8 – „Die falsche Tochter“, Episode 9 – „Deckname Habicht“ & Episode 10 – „Der Java-Tiger“

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