Dear Diary… on the watch 05.08.-03.09.18

Und da ist es wieder ein ganzer Monat gewesen, den ich hier nachtragen muss. Ich muss mir echt mal überlegen, das anders zu händeln, wenn ich das Filmtagebuch hier weiter führen will…

Montag, 06.08.2018

LONGMIRE (2016) Season 5.02 –“Gute und böse Erinnerungen“

THE CHILD – EINE STADT WIRD ZUM ALPTRAUM (Aldo Lado, 1972)

Die kleine Roberta Serpieri besucht ihren Vater, den Bildhauer Franco, in Venedig, ansonsten wohnt sie bei ihrer Mutter Elizabeth in London. Als Franco sie am Abend vom Spielen nach Hause holen will, ist sie verschwunden. Die Suche nach ihr, auch Gespräche mit ihren Spielkameraden, bleiben ergebnislos. Dann wird ihre Leiche im Fluss treibend gefunden. Franco ist sich sicher, dass der Mörder in seinem näheren oder weiter gefassten Bekanntenkreis zu suchen ist, und beginnt, parallel zur Polizei mit seinen eigenen Ermittlungen. Doch je näher er dem Geheimnis um den Mörder seiner Tochter kommt, dass in den schmutzigen Verwicklungen seiner Freunde zu liegen scheint, desto mehr dünnt der Mörder den Kreis etwaiger Mitwisser aus…

Aldo Lado lässt seinen Star George Lazenby, und damit auch den Zuschauer, zu einer unschönen Suche durch die anrüchige Subkultur und die schmutzigen Seiten seiner Heimatstadt antreten. Er zeigt, dass auch im sonst so malerische Venedig in den Ecken, in denen das Proletariat haust, der Anstrich nicht immer erneuert wird, in diesen Hinterhöfen steht der Müll, spielen sich die menschlichen Dramen ab, von denen niemand Notiz nehmen will. Das hinterlässt optisch dann auch so viel Eindruck und wird von Ennio Morricones eindringlicher Musik so hervorragend unterlegt, dass man gerne gewillt ist, die Stolpersteine der Dramaturgie, die der Geschichte im Wege liegen, wenn Franco bei seinen Ermittlungen richtiggehend in Richtung Ziel geschubst wird, nicht weiter stören. Zu diesem Zeitpunkt hat sich dann auch schon, wie entschuldigend, die schöne Anita Strindberg als Elizabeth in den Blick des Betrachters gedrängt. Nicht so stark wie Lados früherer Genre-Beitrag, doch ist Venedig auch hier immer wieder eine Reise wert.

PREACHER (2018) Season 3.07 – „Hitler“

Dienstag, 07.08.2018

SAINT ANGE – HAUS DER STIMMEN (Pascal Laugier, 2004)

1958 tritt die junge Anna eine Stelle als Putzfrau im abgelegenen Waisenhaus Saint Ange an. Nach dem unaufgeklärten Tod eines kleinen Jungen wurde der Betrieb eingestellt, und jetzt leben hier nur noch die langjährige Köchin Helenka und die geistig etwas unstabile Judith. Die junge Frau erzählt Anna etwas von Kinderstimmen und Erscheinungen. Daraufhin wird Anna, die auch ein kleines Geheimnis, das Ergebnis einer Vergewaltigung durch ihren letzten Arbeitgeber, in sich trägt, von Alpträumen und bald darauf von unheimlichen Visionen während des Tages geplagt. Sehr zum Leidwesen von Helenka versucht Anna nun, dem Geheimnis der Kinderstimmen, die mit dem abgesperrten Gemeinschaftswaschraum, in dem vor Jahren der Junge ums Leben kam, zusammenhängt, zu ergründen…

Laugier erzählt in seinem Debütfilm eine ruhige Geistergeschichte aus der Nachkriegszeit. Wie auch in seinen folgenden Filmen steht dabei eine junge Frau im Mittelpunkt, und auch das Grauen hat hier seinen Ursprung in der Vergangenheit. Das Tempo des Films ist sehr gemächlich, Hauptdarstellerin Virginie Ledoyen traumwandelt teilweise durch das schön fotografierte alte Haus, während der Grusel großteils durch subtile Geräusche auf der Tonspur transportiert werden. Das stellt sich leider über weite Strecken als recht eintönig und langweilig heraus, wobei Laugier auch nichts weiter einfällt, als den Zuschauer durch einige kurze, in schnellen Schnittfolgen abgespielte Schockmomente wieder ein wenig wach zu rütteln, was zumeist aber nicht so wirklich zünden will. Neben der schönen Fotografie und der ansehnlichen Hauptdarstellerin sind noch der Casting-Coup von Catriona MacColl, die die Besitzerin des Hauses spielt, aber nur zu Anfang und Ende des Films auftritt, sowie die zurückhaltende Musik von Joseph LoDuca als positiv hervorzuheben, alles andere ist schnöder Durchschnitt.

THE TALL MAN (Pascal Laugier, 2012)

Das Bergbau-Städchen Cold Rock ist ziemlich heruntergekommen, seit die Mine, an der die Gemeinde prosperierte, dicht gemacht und so die meisten Familien in Armut gestürzt hat. Die jungen Witwe Julia kümmert sich um das Wohlbefinden der Bewohner. Ihr verstorbener Mann war als Arzt der Gemeinschaft hoch angesehen, ihr begegnen viele herablassend, da sie keine Ärztin, sondern nur Krankenschwester ist. Sie bringt auch die Kinder der oftmals sehr jungen Mütter zur Welt. Seit Jahren verschwinden Kinder in der Stadt, es treibt sich die Legende von einem schwarzen, bedrohlichen Mann, genannt der „Tall Man“, um, der des nächstens kommt, um die Kinder, schon 17 an der Zahl, zu entführen, weswegen sogar schon die Staatspolizei hier ermittelt. Eines Abends kommt Julia nach Hause hat eine dunkel gekleidete Gestalt sich ihren Sohn David geschnappt und macht sich daran, in einem Lieferwagen zu verschwinden. Doch Julia gibt nicht auf und hetzt hinter dem Wagen her. Doch damit hat ihr persönlicher Leidensweg erst begonnen…

Der Franzose Laugier beweist in seinen bisher amerikanischsten Film, dass er ein großer Manipulator ist und es versteht, die Erwartungen des Publikums zu unterlaufen und es immer wieder in die Irre zu führen. Es ist schwer, auf diesen Film einzugehen, ohne zu viel zu verraten, doch sei gesagt, dass er wie bei MARTYRS und später GHOSTLAND den ersten großen Twist bereits zum Ende des ersten Drittels aus dem Hut zaubert und einen damit kalt erwischt. Auch danach weiß er die Spannung hoch zu halten, da der Zuschauer nicht weiß, welchen der Protagonisten noch zu trauen ist, da die Motive bzw. Hintergründe lange nicht geklärt werden und auch die Figur des „Tall Man“ als abstrakte Bedrohung noch im Hintergrund lauert. Das Ende allerdings erweist sich dann als moralisch fragwürdig, da Laugier recht offensichtlich Stellung bezieht und sein abschließendes Hinterfragen der Ausführungen somit reine Makulatur zu sein scheint. Ein abrupteres Ende 1-2 Minuten zuvor, einen herben Schnitt, um den Zuschauer alleine mit seinen Gedanken zu lassen, wäre wohl die klügere Wahl gewesen. So hinterlässt das ganze einen eher bitteren Nachgeschmack, der das vorherige Vergnügen unschön übertüncht. Schade drum.

DER TAG AN DEM DIE ERDE FEUER FING (Val Guest, 1961)

Die Erde wird durch gleichzeitige Atomtests von Ost & West aus der Bahn geworfen. Ein Reporter deckt dies mit der Hilfe von einer Sekretärin auf. Doch ist die Erde noch zu retten? Netter Katastrophenfilm, der natürlich eine recht grobe, deutliche Anti-Atom-Agenda fährt. Spannend und menschlich nachvollziehbar.

Mittwoch, 08.08.2018

GOLDRAUB IN LONDON (Guglielmo Morandi, 1968)

Ed verkehrt in den besten Londoner Kreisen. Doch sein Leben hier ist eine Fassade, denn insgeheim rekrutiert er aus der Unterwelt einen Trupp von Spezialisten, um einen von langer Hand geplanten Coup durchzuführen, bei dem er Gold im Wert von einer Million Pfund abzugreifen gedenkt. Als man den letzten vakanten Platz mit dem Kleinkriminellen Joe besetzt, beginnen die harten Vorbereitungen für den minutiös organisierten Raub einzustudieren. Doch als es ernst wird, macht ihnen Gevatter Zufall das Leben schwer…

Wurde in Italien fälschlicherweise als Edgar-Wallace-Film vermarktet, auch wenn dieser mäßige Heist-Movie keinerlei Trademarks des Schriftstellers aufweist. Der Film macht es einem schwer, da er keine Identifikationsfigur aufbietet. Durchschnittskost.

BLUTIGER ZAHLTAG (Flavio Mogherini, 1977)

Am Strand von Sidney wird die halbverbrannte Leiche einer jungen Frau in einem gelben Pyjama aufgefunden. Der alternde Inspector Thompson wird mit dem Fall betraut und durchstreift bei seinen Ermittlungen die Halbwelt der australischen Metropole. Doch die Ergebnisse lassen auf sich warten, also wagt die Polizei einen drastischen Schritt und stellt den toten, nackten Körper aus, in der Hoffnung, dass sie jemand wieder erkennt. Sie wird vorgeblich identifiziert und auch ein Tatverdächtiger ausgemacht, Thompson jedoch schmeckt der Braten nicht. Seinen Vorgesetzten dagegen ist es nur recht, wenn der Fall nun so schnell und unkompliziert wie möglich über die Bühne geht…

Ray Milland ermittelt als abgehalfterter Kommissar kurz vor dem Ruhestand in einem Fall nach einer wahren Begebenheit. Teils herrlich schmuddelige, wenn auch recht einseitige Milieu-Zeichnung. Die Paralell-Montage von Ermittlungen und den Ereignissen, die wirklich zum Mordfall des Mädchens im gelben Pyjama führten, erweisen sich mitunter als holprig, werden aber von einer guten Besetzung getragen.

Donnerstag, 09.08.2018

HEISSE KATZEN (Ralph Thomas, 1967)

Versicherungsagent Bulldog Drummond kommt einer Bande von hübschen Killerinnen auf die Spur, die großen Unternehmen bei der Durchsetzung ihrer wirtschaftlichen Interessen nachhilft, wobei die mörderische Initiative von ihnen selbst ausgeht. Zusammen mit seinem Neffen Robert, einem jungen Möchtegern-Casanova, macht er sich auf von London an die malerische Mittelmeerküste, um den nächsten Coup der heißen Katzen zu verhindern und ihre Organisation zu Fall zu bringen…

Lustiger, wenn auch nicht immer stimmiger Agenten-Spaß. Elke Sommer ist mal wieder eine Augenweide, gerade sie passt hier wunderbar rein, während Richard Johnson augenzwinkernd den coolen Agenten gibt. Dem ironischen Spaß mangelt es etwas an guter Action und auch nicht jeder Seitenhieb aufs Genre sitzt, gerade weil der Film selbst den üblichen Sexismus, trotz dominanter Frauen, nicht ausspart, weil eben diese Rollen auch durch den Kakao gezogen werden. Der Running Gag um Sommers diebische Partnerin ist köstlich. Kein gelungener, guter Film, aber ein spaßiger.

Mehr dazu auf MovicFreakz.de

DER LEICHENGIEßER (Ted Hooker, 1971)

Der Kunsthändler John Davies hat auf seiner Ausstellung großen Erfolg im Verkauf der Arbeiten, die Michael Clare seinen Vater Victor entwendet hat. Die Faszination an Victors Skulpturen bereitet John aber auch Ärger, denn sein Finanzier besteht darauf, ein Stück zu kaufen, dass allerdings schon veräußert ist. Da er nun die Einlage des beleidigten Geldgebers vorzeitig zurückzahlen muss, fährt er mit Michael, begleitet von ihren Frauen, zu seinem Vater auf den Familiensitz, um den Künstler zu überreden, weitere seiner Arbeiten zu verkaufen. Die Familie Clare stellt sich als skurrile, teils verkommene Sippschaft heraus, die vor allem den Frauen, Jane und Millie, unheimlich sind…

Ödes Horror-Drama, das betulich auf der Stelle tritt. Die Familie Clare mutet anfangs noch nett schräg an, doch die Geschichte teilt sich dann auf in Victors Obsession für die jungen Frauen, die nicht auf den Punkt kommt, und Johns Suche nach neuen Geldgebern, um Viktor sein anstehendes neuestes Werk abzukaufen, was vollkommen belanglos erscheint, da keine Spannung und auch kein böser Humor daraus gezogen, weil der Zuschauer zwar ahnt, was kommt, aber es nicht weiß, da auch nichts angeteasert wird. Kann man sich sparen.

DAS SYNDIKAT DES TODES (Al Adamson, 1976)

Afroman Kicks ist mit Partner Tony in Las Vegas hinter Waffenhändlern her. Doch Tony hat schon andere Probleme, seine Schwester Terry muss sich nämlich an ihrem Arbeitsplatz, einem zwielichtigen Stripclub, vom schmierigen Ziggy belästigen lassen. Als Tony dem mal verklickert, dass er das zu lassen hat, passt Ziggy ihm am Highway ab, drängt ihn von der Straße ab, womit Terry zum Einzelkind wird und sich mir Glücksspiel ablenkt. Also fällt es Kicks zu, mit seiner Ficke nicht nur die Waffenhändler, die sein Informant Alphonse auftut, zur Strecke zu bringen, sondern muss auch noch Terry zu retten und Tony rächen…

Ich bin schockiert! Ich hatte Ultra-Trash erwartet, aber Al Adamson scheint in seiner Blaxploitation-Phase (auch wenn man das vorliegende Machwerk nur mit viel Wohlwollen da einsortieren kann) stinknormale B-Krimis heruntergekurbelt zu haben. Neben einigen Filmen mit dem unvermeidlichen Jim Kelly war einer seiner anderen Stars der Ex-Footballstar Timothy Brown, der allerdings besser die Ladies zum umgarnen weiß, als dass er Ass kicken kann. Die Krimi-Plotte ist natürlich lächerlich, drei ganze Story-Stränge laufen hier recht unmotiviert nebeneinander her, und Adamson muss sich schon etwas verbiegen, um am Ende wieder alles unter einen Deckel zu bringen. Einzig für Komplettisten interessant.

ROBOMAN (Bruno Mattei, 1988)

Eine Spezialeinheit wird auf eine Pazifikinsel geschickt, um dort einen amoklaufenden Kampfroboter zur Strecke zu bringen. Im Dschungel folgen sie einer Spur von Leichen, die der brutale Roboman hinterlässt…

Zünftiger PREDATOR-Ripoff mit einen kleinen Schlag ROBOCOP. Mattei klaut mal wieder ganze Einstellungen beim Original, auf den in der OFDB versprochenen ZOMBIE-Soundtrack habe ich umsonst gewartet, aber dafür war der Synthie-Score von Al Festa recht ordentlich. Spaßige Angelegenheit.

War auch ein Teil der Philippino Brownies

LONGMIRE (2016) Season 5.03 – „Der Kokon“

Freitag, 10.08.2018

DES SATANS SATELLIT (Fred C. Brannon, 1958)

Fiese Marsianer wollen mit Hilfe eines verräterischen Wissenschaftlers eine riesige Wasserstoffbombe auf der Erde zünden, um sie aus ihrer Umlauf zu werfen. Dann soll der Mars ihren Platz einnehmen. Raketenmann Larry Martin nimmt den Kampf gegen die außerirdische Bedrohung auf…

Drolliger Kino-Zusammenschnitt des 50s-Serial ZOMBIES OF THE STRATOSPHERE um böse Aliens und den Raketenmann Larry Martin, der später das Vorbild für das Computerspiel ROCKET RANGER von Cinemaware und den Disney-Film ROCKETEER werden sollte. In einer kleinen Rolle als zweiter Außerirdischer ist ein junger Leonard Nimoy zu sehen. Für Trash- und 50s-Fans halbwegs amüsant, leidet der recht kurze Film daran, dass das alles teils furchtbar blöd und ziemlich unspektakulär daherkommt.

DER KÖNIG DER RAKETENMÄNNER (Fred C. Brannon, 1949)

Beide Serial-Zusammenschnitte habe ich auch unter Aliens, Villains, Rocket Men (Teil 1) besprochen

MARVEL’S AGENTS OF SHIELD (2017) Season 5.05 – „Alles auf Anfang“

Samstag, 11.08.2018

RADAR MEN FROM THE MOON (Fred C. Brannon, 1953) Episoden 1-6

Sonntag, 12.08.2018

RADAR MEN FROM THE MOON (Fred C. Brennan, 1953) Episoden 7-12

Auch unter Aliens, Villains, Rocket Men (Teil 1) zu finden

JACOB’S LADDER (Adrian Lyne, 1990)

Jacob Singer verdankt seinem Einsatz in Vietnam nicht nur chronische Rückenbeschwerden, sondern ist auch psychisch gezeichnet. Der geschiedene Vater dreier Kinder, von denen der Lieblingssohn Gabe als Kind von einem Bus überfahren wurde, leidet in letzter Zeit häufig an Wahnvorstellungen, was seine Lebensgefährtin Jezebel wahnsinnig macht. Als er einen alten Kriegskameraden trifft, der ihm erzählt, auch unter einer Psychose zu leiden, dämmert ihm, dass die Army ihnen während ihrer Dienstzeit irgendetwas angetan haben muss…

Der Film muss damals für Kinogänger, die nur der Namen, die die Plakate zierten, wegen ins Kino sind, ein Kulturschock gewesen sein. Adrian Lyne hatte mit 9 1/2 WOCHEN und EINE VERHÄNGNISVOLLE AFFÄRE an- bis aufregendes Kino abgeliefert, doch mit Tim Robbins verband man gemeinhin Filme wie HOWARD THE DUCK oder ERIK DER WIKINGER.
Aber mit solchen Filmen hat JACOB’S LADDER nun nichts mehr gemein. Lyne erschuf hier einen Mystery-Horror-Thriller, der den Zuschauer in den zunehmend fiebrigen Alptraum schickt, der sich aus der geschundenen Psyche von Tim Robbins Jacob Singer schält. Dabei gibt er über den ganzen Film Andeutungen, aus denen sich erst gegen Ende ein konkretes Bild ergibt und in einem traurig-schönen Abgang mündet. Ein verstörend-spannender Trip in die Gedankenwelt eines Verdammten.

ROCKETEER – DER RAKETENMANN (Joe Johnston, 1991)

Der mittellose Kunstflieger Cliff Secord und Mechaniker Peevy fällt ein Raketen-Rucksack in die Hände, durch den Cliff zum gefeierten Helden Rocketeer wird, als er bei einer Flugshow ein Unglück verhindert. Doch der sinistre Schauspieler Neville Sinclair ist hinter der Erfindung her und schmeißt sich auch noch an Cliffs große Liebe Jenny ran…

Der hat mir vor 25 Jahren irgendwie mehr zugesagt. Die Effekte sind wirklich schlecht gealtert, und besonders spektakulär sieht das alles sowieso nicht aus. Er hat schon Charme, gerade Bill Campbell und Jennifer Connelly geben ein schnuffiges Pärchen ab, herausragend agiert einmal mehr Timothy Dalton als arroganter Bösewicht, doch irgendwie fehlt dem Film der letzte Punch. Unverzeihlich ist dabei, dass die Nazis erst viel zu spät auf den Plan treten, wenn der Film sich schon auf der Zielgeraden befindet.

Montag, 13.08.2018

DER SIZILIANER (Carlo Lizzani, 1972)

Der gutmütige Arbeiter Rosario wird für einen Mord während eines Fußballspiels und verurteilt. Um seine Unschuld zu beweisen und die Aussagen der Belastungszeugen zu widerlegen, engagieren seine kleinen Söhne Mino und Lello einen Anwalt. Doch durch ihre Ermittlungen bringen sie sich selbst in Gefahr…

Guter Krimi mit Bud Spencer in einer kleinen, aber entscheidenden Rolle als zu unrecht inhaftierter Rosario.

DIE TEUFLISCHEN VON MYKONOS (Nico Mastorakis, 1976)

Eine ausführliche Besprechung dieses schönen Inselfilms gibt es auf Evil-Ed.de

KALTER SCHWEISS (Terence Young, 1970)

Ex-Legionär Bronson muss mit seinen alten Kameraden, die seine neue Liebe bedrohen, einen Drogen-Deal durchziehen. Doch er dreht den Spieß um. Passabler Action-Thriller.

Dienstag, 14.08.2018

DER EXORZIST III (William Peter Blatty, 1990)

Der alternde Cop George C. Scott findet auf der Suche nach einem Serienmörder das Böse in der Gestalt von Brad Dourif in einer Nervenheilanstalt. Der war ganz okay, natürlich nicht mit dem ersten zu vergleichen.

COMMANDO CODY: SKY MARSHAL OF THE UNIVERSE (1952) Episoden 1-4

RAW FORCE – JÄGER DER TÖDLICHEN JADE (Edward D. Murphy, 1982)

Auch dieser spaßige Trash wurde von mir auf Evil-Ed.de näher beleuchtet…

EIN MANN GEHT ÜBER LEICHEN (Michael Winner, 1973)

Cop Charles Bronson ist in L.A. dem Komplott von Gangsterboss Martin Balsam auf der Spur, sich einer anderen Mafia-Familie in einem Massaker zu entledigen. Spannender Action-Krimi mit ordentlich Krachbumm.

Mittwoch, 15.08.2018

Film- und Serien-frei!

Donnerstag, 16.08.2018

THE MOST DANGEROUS GAME (Steven LaMorte, 2017)

Wrestler John Hennigan erleidet mit einer Fotoreporterin Schiffbruch auf der Insel des Jägers Zaroff, der dort mit seinem glatzköpfigen Diener eine Hütte bewohnt und alsbald zur Jagd auf die neue Beute bläst. Sauschlechtes Remake des Menschenjagd-Klassikers.

GRAF ZAROFF – GENIE DES BÖSEN (Irving Pichel & Ernest B. Schoedsack, 1932)

Das Original ist immer noch ein nettes Action-Abenteuer, das zwar kein Meisterwerk ist, aber doch einen großen Einfluss auf viele nachfolgende Filme mit ähnlicher Thematik hatte.

Freitag, 17.08.2018

SURVIVING THE GAME – TÖTET IHN! (Ernest R. Dickerson, 1994)

Der Obdachlose Jack Mason wird angeheuert, um bei einem Jagd-Ausflug als Survival Guide für die Gruppe um den reichen Thomas Burns zu fungieren. Doch schon bald muss er feststellen, dass die Geschäftsmänner in ihm die wehrhafte Beute in ihrer Treibjagd sehen…

Annehmbare MOST DANGEROUS GAME-Variante mit Ice-T, der als obdachloser Ex-Soldat einen Haufen Geschäftsleute, u.a. Rutger Hauer und F. Murray Abraham, als neues Jagd-Vieh dienen soll.

JÄGER DER VERSCHOLLENEN GALAXIE (Kevin Dixon, 1987)

Die Sklavinnen Tisa und Daria können aus einem intergalaktischen Straflager entkommen, müssen aber auf der Flucht notlanden. Der Planet, der sie per Leitstrahl zu sich gelenkt hat, wirkt wild und unbewohnt, doch in einer Höhle entdecken sie den Eingang zur Behausung von Zed, der über zwei große Roboter, der sich gerne mal streiten, gebietet und sich als Herrscher des Planeten aufspielt. Auch ein Geschwisterpaar, Rik und Shala, sind hier gestrandet. Als Shala verschwindet, deucht ihnen, dass der begeisterte Jäger Zed etwas ganz bestimmtes mit ihnen vor hat…

Und noch ein Ableger des Menschjagd-Klassikers, dieses Mal in Form von sleazigen 80s-Trash. Der Film hält sich recht nah an das Original, bringt aber auch einige frische Ideen ein. Viel besser als er eigentlich sein dürfte.

Samstag, 18.08.2018

DEATH WISH (Eli Roth, 2018)

Als Dr. Paul Kersey gerade eine Notoperation im Krankenhaus durchführt, dringen ein paar üble Kerle in sein Haus ein. Der Einbruch verläuft nicht nach Plan, und sie schießen Frau Lucy und Tochter Jordan über’n Haufen. Lucy stirbt und Jordan verweilt nach der lebensrettenden OP im Koma. Kersey findet keine Ruhe, weil die polizeilichen Ermittlungen stocken. Er greift zur Waffe und erschießt bei einem Streifzug durchs nächtliche Chicago zwei Autodiebe. In den sozialen Medien wird er als Grim Reaper gefeiert und kritisiert. Als er durch Zufall auf die Spur der Mörder seiner Frau kommt, startet er einen unbarmherzigen Rachefeldzug…

Okay, das Drehbuch von Joe Carnahan trivialisiert die Thematik dahingehend, dass Kersey sich tatsächlich auf die Jagd nach den Tätern macht. Deswegen muss man sich schon einmal fragen, warum es jetzt ein DEATH WISH Remake sein musste, wenn man das Alleinstellungsmerkmal des Vorbilds komplett außer Acht lässt. Dass Gevatter Zufall ihm dabei auch noch zu Hilfe kommen muss, macht es nicht besser. In der Selbstjustiz-Kontroverse wird dazu viel Augenwischerei betrieben, da man am Ende doch nur versucht, sich mit einem halbgaren Fazits eine Wertung zu verkneifen. Auch der Dreh im Finale ist ganz schwach, aber ich möchte hier nicht spoilern. Willis wird eine letzte Auseinandersetzung durch einen Wink des Schicksals aufoktroyiert, das macht einen doch schon Kopfschütteln. Und war ich anfangs noch überrascht, wie zurückhaltend Roths Inszenierung schien, konnte er sich nicht verkneifen, später Folter-Elemente und derben Splatter mit einzubringen, was in seiner selbstzweckhaften Weise vollkommen deplatziert wirkt. In seiner Stimmung wechselt der Film, auch ausgelöst durch die Wahl der Musik, unbeholfen zwischen dramatisch und cool. Schade daran ist vor allem, dass die dramatischen Anteile für sich allein viel besser funktionieren, als die auf cool getrimmte Rache-Action.
Willis reißt sich in der Rolle kein Bein aus und beschränkt sich wieder darauf, der 90er-Willis zu sein (der Willis, den ihn Terry Gilliam bei 12 MONKEYS verboten hatte). Vincent D’Onofrio kann einen schon leid tun, denn seine Figur funktioniert keinen Meter, da sie eigentlich überflüssig ist. Die Widersacher sind bloße Abziehbilder, auch hier ergibt sich kein einheitliches Bild. Gerade der Anführer der Einbrecher, der sich zuerst noch als kühler Profi gibt, wird am Ende zum einfachen, eindimensionalen Arschloch degradiert. Es soll sich ja keiner schlecht fühlen, wenn auf der Leinwand das Gesocks stirbt.
Und so hat der Film letztendlich nur die Ausgangssituation mit dem Original gemein, er verkommt nach dem ersten Drittel immer mehr zum konventionellen Rache-Thriller, und ist dabei leider nur leidlich unterhaltsam. Man erkennt durchaus Roths Bemühungen, hier einen richtigen Kracher abliefern zu wollen, doch am Ende fehlt dem Film die Konsequenz aus irgendeinen der vielen verbratenen Ansätze etwas Substanz zu ziehen. Darin ähnelt er sehr DER MANN OHNE GNADE (1982), obwohl ich mich jetzt nicht festlegen möchte, welcher der beiden, wenn man so will, jetzt das Schlusslicht der Reihe darstellt.

DER KAMPFGIGANT 2 – HUNDE DES KRIEGES (Jun Gallardo, 1988)

Mark Hardin ist ein freiberuflicher Berater für das Militär einer mittelamerikanischen Bananenrepublik. Als er gegen die Vorgehensweise seiner Auftraggeber Vorbehalte einräumt, wird er als mutmaßlicher Spion verhaftet. Er kann fliehen, die Blondine Sandra Spencer, die mit ihm auf die Abschussliste geraten ist, einsammeln, und sich zu den Rebellen durchschlagen, um an deren Seite die Militär-Diktatur zu stürzen…

Reb Brown, mit Pornobalken, darf sich zwischen den Kämpfen an Shannon Tweed ranschmeißen, wobei die Chemie zwischen beiden gen Null tendiert. Die deutsche Synchro ergibt kaum Sinn, macht aber gerade deswegen zeitweise Spaß. Doch der Film ergeht sich leider in monotonem Dauer-Geballere.

COBRA FORCE (Bruno Mattei, 1988)

Für eine Besprechung lese man die Philippino Brownies

Sonntag, 19.08.2018

INVASION U.S.A. (Joseph Zito, 1985)

Der russische Terrorist Mikhail Rostov will die USA von Florida aus destabilisieren, in dem er mit seinen Mann in Verkleidung von Staatsbediensteten die gut situierte Mittelschicht in Angst und Schrecken versetzt. Nur ein Mann kann ihn stoppen: seine Nemesis Matt Hunter…

Zwar reaktionärer, aber sehr lustiger und vor allem actionreicher Cannon-Film. Wohl das beste, weil unterhaltsamste Norris-Feature, gerade auch wegen Rostovs/Lynchs Hunter-Trauma.

BLOB – SCHRECKEN OHNE NAMEN (Irvin S. Yeaworth Jr, 1958)

Ein Meteor bringt eine unförmige, wabbelige Masse mit auf die Erde, die auf ihrem Weg durch eine Kleinstadt alles verschlingt und dabei immer größer wird…

Horror-Klassiker mit Steve McQueen, der nicht vom Schrecken des Monsters lebt, sondern seine Spannung aus der Ignoranz der Erwachsenen gegenüber den Heranwachsenden zieht.

DIE BARBAREN (Ruggero Deodato, 1987)

Die Zwillingsbrüder Gore und Kutchek des friedlichen Volk der Ragnicks werden vom bösen Tyrannen Kadar entführt und getrennt. Der Dirtmaster bildet sie zu erbarmungslosen Kriegern aus. Als Prüfung sollen sie gegeneinander antreten, nicht ahnend, dass sie Brüder sind. Doch sie erkennen sich wieder und brechen aus. Auf ihrer Flucht lesen sie die junge Ismene auf. Zusammen machen sie sich auf, einen magischen Rubin zu finden, um Kandars Herrschaft zu beenden…

Lustiger Barbaren-Trash aus der Cannon Italia-Schmiede. Dem Niveau der Paul-Bros angemessener Klamauk, der zumindest keine Sekunde langweilig ist.

Montag, 20.08.2018

MARVEL’S AGENTS OF S.H.I.E.L.D (2017) Season 5.06 – „Brot und Spiele“

TERRA FORMARS (2014) Episode 1 – „Symptom – Mutation“ + Episode 2 – „Departure – Aufbruch“

DAS GRAUEN AUS DER TIEFE (Robert Gordon, 1955)

Vor den Philippinen hat das U-Boot von Commander Matthews einen Zusammenstoß mit einem unidentifizierten Objekt, dass ein großes Stück organisches Gewebe hinterläßt. Zurück in Peark Harbor fordert Matthews die Hilfe von Dr. Carter und der bezaubernden Prof. Lesley Joyce an, um das Gewebe zu untersuchen. Sie kommen zu dem Schluss, dass es sich hier um einen riesigen Oktopoden handeln muss und gehen von einer drohenden Gefahr aus. Doch niemand will ihnen so recht Glauben schenken…

Der semi-dokumentarische Ansatz gefiel mir, aber ansonsten war er doch sehr unspektakulär (und das ist nicht auf die Tricks bezogen, die aber doch etwas schlecht gealtert sind). Das Liebes-Dreieck war öde, und irgendwie fehlte es mir auch an Reibung zwischen den staatlichen Instanzen. Dort gibt es zwar Skepsis, aberes ziehen dann doch alle an einem Strang (sogar die Presse). Es gab keinen richtigen Konflikt, irgendetwas, das Spannung aufbauen könnte. Daher kommt er bei mir über ein „ganz nett“ leider nicht hinaus.

EINER GEGEN DAS IMPERIUM (Antonio Magheriti, 1983)

Reb Browns erster Auftritt in italienischem Auftrag. Sci-Fi-Barbaren-Mischung. Kann man mal sehen.

Dienstag, 21.08.2018

DIE SIMPSONS (2017) Season 28.02 – „Sad Girl“

SLUGS (Juan Piquer Simon, 1988)

Schleimige Schnecken morden sich durch eine Kleinstadt. Hübsch-ekliger, aber auch doofer Horror.

Mittwoch, 22.08.2018

COMMANDO CODY: SKY MARSHAL OF THE UNIVERSE (1952)

MR. LONG (SABU, 2017)

Mehr dazu bei MovicFreakz.de

FINAL SCORE (Arizal, 1986)

Indonesischer Actioner mit Christopher Mitchum. Demnächst mehr dazu.

LONGMIRE (2016) Season 5.04 – „Bedrohte Tiere, bedrohte Menschen“

PREACHER (2018) Season 3.08 – „Der Tom/Brady“

Donnerstag, 23.08.2018

TERRAR FORMARS (2014) Episode 3 – „To Mars – Unheilvoller Planet“ + Episode 4 – „War – Totaler Krieg“

LONGMIRE (2016) Season 5.05 – „Wie bei Peckinpah“

LADY TERMINATOR (Tjut Djalil, 1988)

Sleazige Mischung aus dem TERMINATOR und Okkult-Horror. Alte Hexe wird wiederbelebt und verführt die Nachkommen ihres Bezwingers, um sich zu rächen. Nicht gut, aber teils recht unterhaltsam.

THE LAST SHARKNADO: IT’S ABOUT TIME (Anthony C. Ferrante, 2018)

Enttäuschender letzter Teil der Trash-Reihe. Nicht, dass die anderen nun viel besser gewesen wären, aber der hier war unterwältigend.

DEAD SPACE – GALAXIE DES GRAUENS (Fred Gallo, 1991)

Billiges Remake von MUTANT – DAS GRAUEN AUS DEM ALL. Kann man sich schenken.

Freitag, 24.08.2018

TERRA FORMARS (2014) Episode 5 – „Exceptional Two – Wunderkinder“

THE STABILIZER (Arizal, 1986)

Mehr unter Indonesische Rache ist ein heißes Gericht

Samstag, 25.08.2018

SPECIAL SILENCERS (Arizal, 1979)

Bösewicht hat es auf den Bürgermeister-Posten seines Dorfes abgesehen, und räumt seinen Rivalen samt Beratern hinterhältig aus dem Weg, in dem er Zauberbohnen unter ihr Essen mischt, die in ihrem Magen in Windeseile wachsen und sie dabei töten. Ein junger Held rettet der Nichte des Hingweggestorbenen das Leben und stellt sich gegen die bösen Machenschaften…

Den habe ich mich unter Indonesische Action-Pfanne mit Bohnen gewidmet

FANGS OF THE LIVING DEAD (Amando D’Ossorio, 1969)

Model Sylvia reist in eine abgelegene Gegend, um ein Erbe anzutreten. Auf dem Familiensitz, einem Schloss, erwartet sie schon ihr Onkel, der böse Pläne mit der Jungfrau hat…

Stilvoller Gothic-Grusel. Meine Fassung war allerdings sehr kurz, und daher manches schwer nachvollziehbar.

GORGO (Eugène Lourié, 1961)

Fischer fangen im Meer eine Riesenechse. Diese wird als Attraktion in London ausgestellt, bis man bemerkt, dass dies nur ein Junges ist. Und die wütende Mutti lässt nicht lange auf sich warten…

Der wohl aufwändigste britische Riesenmonster-Film. Macht Spaß, hat aber keinen fiesen Michael Gough wie Gevatter KONGA.

LASERBLAST (Michael Rae, 1978)

Außenseiter Billy findet in der Wüste eine Alien-Waffe. Nach mehrmaligen Gebrauch sind ihm nicht nur Regierungsagenten auf den Fersen, er mutiert auch zu einem fiesen Monster…

Etwas ereignisloser, dafür recht kurzer Trash. Blutig.

Sonntag, 26.08.2018

TERRA FORMARS (2014) Episode 6 – „2 Minutes – 2 Minuten“, Episode 7 – „Crap – Tapfere Krieger“, Episode 8 – „Der Zitteraal, elektrisches Lebewesen“

DIE VIER SCHÄDEL DES JONATHAN DRAKE (Edward L. Cahn, 1959)

Unheimlicher Gruselkrimi um eine Mordserie, die die männlichen Nachfahren einer verfluchten Familie zu treffen scheint. Mit Voodoo-Einsprengseln.

Montag, 27.08.2018

MARVEL’S AGENTS OF SHIELD (2016) Season 5.07 – „Teile und herrsche“

TERRA FORMARS (2014) Episode 9 – „Too sad to die – Ein Tropfen Gewitterregen“, Episode 10 – „Desire – Wunsch“, Episode 11 – „Boxer – Boxer“

REVENGE (Coralie Fargeat, 2017)

Jen verbringt ein Wochenende mit ihrem Freund, dem verheirateten Geschäftsmann Richard, in seiner Villa in der Wüste. Als seine zwei besten Kumpels auftauchen, gestaltet sich zunächst ein netter, zugedröhnter Abend, an dem Jen ausgelassen mit den Männern feiert. Als Richard am nächsten Tag noch Erledigungen in der Stadt hat, verbleibt sie alleine mit seinen Freunden. Stan macht sich Hoffnungen, bei der jungen Schönheit zu landen. Als sie ihn abblitzen lässt, vergewaltigt er sie, Dimitri dreht indes den Fernseher lauter, um ihre Schreie nicht hören zu müssen. Als Richard zurückkehrt, erweist er sich nicht als Galan, und Jen landet in einer Schlucht, wo sie von den Männern zum sterben zurückgelassen wird. Doch den Gefallen tut sie ihnen nicht…

Mit meiner Meinung setze ich mich bestimmt wieder zwischen alle Stühle, denn ich fand den Film einfach nur ganz okay. Zuerst einmal muss ich zugeben, dass der Look und die Mukke mir natürlich ziemlich zugesagt haben. Da konnte ich dann auch darüber hinweg sehen, dass der Film recht doof daher kommt. It’s one beer short of a sixpack. Zu einem Kracher fehlten ihm damit definitiv mehr Action und Thrill über die zu langen 105 Minuten. Eine spannende Grundstimmung will sich bei dem anfänglichen Kopfschütteln auch einfach nicht einstellen. Dann nimmt der Film nach etwas mehr als einer halben Stunde ein bisschen das Tempo raus, wo man erst einmal eine Toilettenpause einlegen oder sich eine Sportzigarette drehen kann, was auch immer. Allerdings bietet der Film kurz vor Ende dann doch noch eine längere, fulminante Sequenz, wenn Jen sich mit ihrem Vergewaltiger auseinander setzt. Hier gibt es die wohl fieseste „Scherbe im Fuß“-Szene zu bestaunen, die je das Licht der Leinwand erblickt hat. Hier löst der Film für kurze Zeit sein Versprechen ein, da ist Action, da ist Thrill,.sogar etwas grimmiger Humor gesellt sich noch dazu. Insgesamt also eine eher zwiespältige Angelegenheit, und ich kann einfach nicht über die angesprochene Doofheit ganz hinwegsehen (oder sie zu meinem Vergnügen heranziehen), so dass ich ihn auch nicht unumwunden weiterempfehlen kann.

Dienstag, 28.08.2018

TERRA FORMARS (2014) Episode 12 – „Shooting Star – Haltlos im Orbit“ + Episode 13 – „Terra For Mars“

Die Anime-Serie hat mir gut gefallen, auch wenn es mit einem üblen Cliffhanger endet.

PREACHER (2018) Season 3.10 – “The Light Above”

Wenn auch nicht so gut und ereignisreich wie die Vorgänger-Staffel hat die dritte nach Anlaufschwierigkeiten den Erwartungen gerecht geworden. Alles deutet auf einen großen Showdown um die Zukunft der Menschheit in Staffel 4 hin. Ich hasse es, zu warten…

DIE SIMPSONS (2017) Season 20.03 – “Talent mit Pfiff”

DIE SCHÖNSTE FRAU – RECHT UND LEIDENSCHAFT (Damiano Damiani, 1970)

Als der Mafioso Don Antonino ins Gefängnis geht, gibt er seinem aufbrausenden Neffen Vito den Rat, sich in Geduld zu üben. Und sich eine Frau zu suchen, ein anständiges Weib aus einfachen Verhältnissen. Dieser Rat wird zu einem fixen Gedanken, und seine Wahl fällt auf die 15-jährige Francesca. Diese ist den Avancen des ungestümen Vito nicht abgeneigt, aber als er anfängt, sie herum zu kommandieren, widersetzt sich das schlagfertige Mädchen…

Ich muss ja sagen, dass mir Damianis Filme, in denen der unmenschliche Druck von Verbrechern, und ganz speziell der Mafia, auf den kleinen Mann dargestellt wird, am besten gefallen. Hier kann man weit schneller und intensiver Sympathien und Mitleid entwickeln für die hilflosen Opfer des oppressiven Mob. Gerade die Frau als Ziel des ausgeprägten Machismo, der Dominanz der Männer in einer harten, ungerechten Welt, geben da viel Reflexionsfläche. Und gerade starke Frauen, denen übel mitgespielt wird, die sich aber nicht brechen lassen, hinterlassen nachhaltig Eindruck. Schon die Cardinale in „Der Tag der Eule“ brennt sich einem ins Gedächtnis, gerade weil sie letztlich scheitert. Schon in Damianis Erstling „Unschuld im Kreuzverhör“ ist es eine Lawine aus Lügen und Boshaftigkeit, die über ein Mädchen her bricht, nur damit ihre Wahrheit kein Gehör findet. Doch das Gefühlschaos und der Ungerechtigkeit, der sich Ornella Muti hier ausgesetzt sieht, ist noch einmal das Leid der 12-jährigen Laura Vivaldi potenziert. Ornella als Francesca, als 15-jährige damals im durchaus heiratsfähigen Alter, wird nicht nur bedrängt, gedemütigt und entehrt, sondern auch die Existenz ihrer Familie bedroht. Sie bleibt standhaft, begeht ihrer Jugend geschuldet aber in ihrer Wut eine tragische Tat. Am Ende steht nur der Erkenntnisgewinn, das eben keiner gewonnen hat, es nur ein symbolischer Sieg ist. Ein toller, wenn auch deprimierender Film. Ein echter Damiani halt. 8/10

THE GOLDEN TRIANGLE – VORGARTEN ZUR HÖLLE (Wu Ma/Rome Bunnag, 1975)

Action-Krimi aus Thailand, in dem Lo Lieh sich in eine Bande von Drogenschmugglern einschleust. Etwas doof, aber mit laufender Spieldauer auch ansprechend mit Action gefüllt.

Mittwoch, 29.08.2018

CHINA SALESMAN (Tan Bing, 2018)

THE ASIAN CONNECTION (Daniel Zirilli, 2016)

Zu den beiden vorangegangenen Filmen mit Steven Seagal gibt es demnächst mehr auf MovicFreakz.de; nur so viel sei verraten, sie sind beide schlecht.

ZU: WARRIORS FROM THE MAGIC MOUNTAIN (Tsui Hark, 1983)

Wire-Fu Klassiker. Unbedarfter Soldat tappt aus dem Kampfesgetümmel zweier verfeindeter Häuser in den Kampf der Mächte des Lichts gegen einen Dämonen, der sein Verlies im magischen Berg zur nahenden Mondfinsternis verlassen will. Fantastischer Action-Spaß.

DER TÖDLICHE SCHATTEN DES MR. SHATTER (Michael Carreras/Monte Hellman, 1974)

Kooperation zwischen Hammer Films und Shaw Brothers. Stuart Whitman gerät als Killer in Hongkong auf die Abschussliste von Peter Cushing. Nur Ti Lung und Lily Li stehen ihm bei. Netter, aber unausgegorener Mix aus Krimi und Eastern.

Donnerstag, 30.08.2018

LONGMIRE (2016) Season 5.06 – “Einspruch”

NIGHTMARE IN A DAMAGED DREAM (Romano Scavolini, 1981)

Durchgeknallter Mörder entzieht sich bei Drogen-Therapie der Kontrolle seiner Ärzte in New York und begibt sich auf einen Mord-Trip in Richtung Heimat, Florida. Krasse Kills, aber wenig spannend.

Freitag, 31.08.2018

JACK RYAN (2018) Episoden 1-3

Die neue Prime-Serie machte bisher keinen guten Eindruck.

DIE MACHT DER FÜNF (Robert Clouse, 1981)

Joe Lewis, Richard Norton und Benny Urquidez gehen undercover in eine Sekte, um dort eine Industriellen-Tochter zu befreien. Wahnwitzig trashiges Martial Arts-Spektakel. Ein großer Spaß!

Samstag, 01.09.2018

STEREO (David Cronenberg, 1969)

Cronenbergs erster Film ist eine Sci-Fi-Mockumentary über Experimente mit Telepathie. Mehr dazu demnächst bei Evil-Ed.de

TERRA FORMARS (Takashi Miike, 2016)

Live Action-Version des Mangas. Trotz guter Animationen erwartungsgemäß schlechter als die Anime-Serie.

DIE FLIEGE (David Cronenberg, 1986)

Eines der besten Horror-Remakes. Ein eklig-blutiger Klassiker mit einer tragischen Liebesgeschichte. Klassiker.

DIE FLIEGE 2 (Chris Walas, 1989)

Trashiges Sequel mit vielen Ekel-Effekten. Teils erheiternd, aber lange nicht gut.

Sonntag, 02.09.18

PLATOON TO HELL (Romano Scavolini, 1985)

Gerade dem Gefangenen-Camp des Vietcong entronnen, wird ein Trupp Soldaten sogleich auf eine geheime Mission geschickt. Sie sollen dem Feind einige Kisten voll Gold abjagen, die angeblich der Beschaffung neuer Waffen aus dem Ausland dienen sollen. Unter Verlusten kämpft man sich mit der schweren Last durch den Dschungel. Einige der Soldaten spielen mit dem Gedanken, das Gold selbst zu behalten. Sie ahnen nicht, dass ihr Verbindungsoffizier Captain Newport sie für seine eigenen Zwecke missbraucht…

Zünftiger Vietnam-Actioner mit einigen Anleihen von Klassikern wie DER SCHATZ DER SIERRA MADRE. Ganz okay.

SHIVERS – PARASITEN-MÖRDER (David Cronenberg, 1975)

Ekliger Parasiten-Horror, in dem die Bewohner einer Luxus-Wohnanlage zu sexuell übereifrigen Monstern werden.

Montag, 03.09.18

THE DEAD ZONE (David Cronenberg, 1983)

Der Lehrer Johnny Smith fällt nach einem Autounfall ins Koma. Als er nach 5 Jahren wieder erwacht, fühlt er sich von Gott gestraft; er hat seinen Job verloren und seine Verlobte hat einen anderen geheiratet. Doch erweist sich seine wahre Bürde als viel schwerer zu tragen. Er stellt fest, dass er schwerwiegende Ereignisse in der Vergangenheit wie Zukunft von Menschen sehen kann, deren Hand er hält. Nach anfänglicher Scheu hilft er der Polizei, einen Serienmörder dingfest zu machen. Die Begegnung mit einem aufstrebenden Politiker offenbart ihm monströses, und der Gedanke an die Möglichkeit, eine Katastrophe zu verhindern, bringt ihn in ein schweres moralisches Dilemma…

Einer der besten King-Filme. Cronenberg bringt die Geschichte auf den Punkt, während Christopher Walken als geplagter Wahrsager eine bravouröse Leistung abliefert.

GEHEIMAGENT BARRETT GREIFT EIN (John Sturges, 1965)

In einem geheimen Forschungslabor werden zwei Kampfstoffe entwendet. Der eine tötet effektiv nur Menschen und hat eine geringe Halbwertszeit. Der andere hingegen könnte, einmal freigesetzt, das gesamte Leben auf der Erde auslöschen. Geheimagent Barrett wird auf den Fall angesetzt und kommt über Umwege auf die Spur eines größenwahnsinnigen Multi-Millionärs…

Agenten-Thriller nach Alistair McLean, der seinen Plot geschickt in zwei Teile gliedert; während unser Held sich auf ein Duell mit dem Super-Bösewicht begibt, läuft die Jagd nach dem später eine Großstadt bedrohenden Gift in einem auch nicht unspannenden Subplot ab. Held Barrett bleibt selbst leider etwas blass, dafür impft die grandiose Optik mit ihren vielen Panorama-Shots dem ganzen ein (un)gutes Gefühl für die globale Tragweite des geplanten Terror-Anschlags mittels Virus-Waffe ein. Ich fand den ja als Kind schon gut und kann mich immer noch dafür begeistern.

3 Kommentare zu „Dear Diary… on the watch 05.08.-03.09.18

Gib deinen ab

    1. Ich habe mich in den letzten Wochen zu einem neuen Großprojekt entschlossen, in dem ich mich weitläufig den Filmen widme, die THE MOST DANGEROUS GAME über die Jahre folgten. Zum einen Filme, die ein direktes oder indirektes Remake, in denen als Sport Menschen gejagt werden, darstellen, zum anderen die Abwandlungen in Form von Menschjagden zum Amüsement eines Millionenpublikums, die sich seit DAS ZEHNTE OPFER abspalteten. Bis jetzt hab ich schon gut 30 Filme auf der Liste, die geguckt, besprochen und in den historischen Kontext gesetzt werden wollen…

      Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken

Kais geheime Tagebücher

Filme, Bücher, Tatorts die man vielleicht nicht kennt

Mothersdirt

Nachrichten - hart aber ehrlich

Apokalypse Film

Schaut vor der Apokalypse keine schlechten Filme!

GREIFENKLAUE - BLOG

Rollenspiel ^ Fanzines ^ Podcast ^ RPG-Szene ^RPG-News ^LARP ^ Tabletops ^ Dungeons ^Maps ^Minis

moviescape.blog

Texte über Filme, Serien, Popkultur, Laufen und das Vatersein.

Blaupause7

die Pause zur blauen Stunde

Mike's Take On the Movies

Rediscovering Cinema's Past

filmlichtung

There are no rules in filmmaking. Only sins. And the cardinal sin is dullness. (Frank Capra)

%d Bloggern gefällt das: