Top List No.2: Die Filme aus Die (Rückkehr/Rache der) Galerie des Grauens von Anolis – Update

Seit Mitte 2009 erfreut uns Anolis Entertainment in ihren Reihen Die Galerie des Grauens, Die Rückkehr der Galerie des Grauens und Die Rache der Galerie des Grauens mit B-Movies aus den 50er-Jahren (einzige Ausnahme ist DER MANN MIT DEN RÖNTGENAUGEN von 1963), und das in absoluter Top-Qualität. Die Filme sind größtenteils aus dem Trash-Sektor, liefen damals im Doppel-Programm der beliebten Autokinos. Dabei ist natürlich nicht alles Gold, was glänzt, deswegen hier meine persönliche worst-to-best Liste:

30. DAS GRAUEN KAM UM MITTERNACHT (Bernard L. Kowalski, 1958)

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Der deutsche Verleiher schnitt noch Szenen aus ATTACK OF THE GIANT LEECHES in NIGHT OF THE BLOOD BEAST, was zwar recht erheiternd wirkt, da man diese Szenen recht leicht identifiziert, da sie offensichtlich nicht passen, aber der lahme Sci-Fi-Horror wir dadurch leider auch nicht besser.


29. GIGANT DES GRAUENS (Bert I. Gordon, 1958)

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Sequel zu Gordons DER KOLOSS, und der recycelt hier ausführlich Szenen des Vorgängers. Es passiert nicht sehr viel und so ödet der Monsterfilm um den Riesenmenschen schnell an.


28. AUSGEBURT DER HÖLLE (Roger Corman & David Kramarsky & Lou Place, 1955)

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Mehr Familiendrama als Horrorfilm. Das abgestürzte Alien spielt nur eine kleine Nebenrolle. Das Drama an sich ist jetzt nicht schlecht, aber der Film leider weit entfernt von unterhaltsam, die Zeit scheint manchmal still zu stehen.


27. DER FLUG ZUR HÖLLE (Virgil W. Vogel, 1957)

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Billige Variante von Sir Arthur Conan Doyles THE LOST WORLD. Einige der Trickaufnahmen sind zum wiehern, aber streckenweise passiert nicht viel.


26. AUF U-17 IST DIE HÖLLE LOS (Spencer Gordon Bennet, 1959)

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U-Boot-Filme sind bei mir immer so eine Sache. Dieser hier gebiert ein telepathisches Unterwasser-Alien, dass die Welt beherrschen will.


25. DIE TOTENGRUFT DES DR. JEKYLL (Edgar G. Ulmer, 1957)

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Zu gleichen Teilen unheimlich wie doof. Trotz des Titels eigentlich eine (gefakte) Werwolf-Story.


24. DIE TEUFELSWOLKE VON MONTEVILLE (Quentin Lawrence, 1958)

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Hat viele atmosphärische Nebelaufnahmen und ist ansonsten doof genug, um durchgängig zu unterhalten, auch wenn die Handlung hier & da auf der Stelle tritt.


23. DER UNGEHEUER VON LOCH NESS (Eugène Lourié & Douglas Hickox, 1959)

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Die Tricks sind von dem Mann, der den ersten KING KONG animierte. Hier leider weniger überzeugend, die erste Hälfte, in der das Monster nicht zu sehen ist, ist weitaus besser.


22. DER SATAN MIT DEN 1000 MASKEN (Herbert L. Strock, 1958)

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Spielt in einem Filmstudio, kommt immer gut. Und ja, so etwas gab es schon früher – Filme, die Umstände anprangern, aus denen sie selber entsprungen sind.


21. DIE RACHE DER SCHWARZEN SPINNE (Bert I. Gordon, 1958)

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Billiger Spinnenhorror auf der Tarantula-Welle. Der ist einigermaßen zackig, die Spinnenszenen machen Spaß.


20. UNGEHEUER OHNE GESICHT (Arthur Crabtree, 1958)

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Unsichtbare Ungeheuer sind immer gut, wenn man nicht viel Geld für die Produktion hat. Hier wird das recht gut umgesetzt. Wenn sie dann später zu sehen sind, dann hat der Film Hirn; also optisch, nicht inhaltlich.


19. DAS GEHEIMNIS DES STEINERNEN MONSTERS (John Sherwood, 1957)

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Der Film entstand erstaunlicherweise parallel zum sehr ähnlichen, aber weit erfolgreicheren THE BLOB. Statt einer schleimigen Masse ist es hier ein wuchernder Fels. Solide, aber weniger hilarious als erhofft.


18. DER 27. TAG (William Asher, 1957)

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Mal wieder die gute, alte Mischung aus Cold War Propaganda und First Contact Szenario, in dem Außerirdische einigen einfachen Menschen aus den jeweiligen Konflikt-Parteien eine vernichtende Waffe in die Hand drücken, um zu sehen, ob die Menschheit sich gegen ihren eigenen Untergang zu wenden vermag. Teils recht spannend, aber ziemlich unspektakulär.


17. RAKETE 510 (Robert Day, 1959)

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Klaut ein bisschen bei den Landsleuten von Hammer und deren THE QUATERMASS EXPERIMENT. Das aber durchaus gekonnt, der Film ist tragisch wie spannend.


16. BESTIE DES GRAUENS (Richard E. Cunha, 1958)

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Tohuwabohu um den ersten Mondflug eines ambitionierten Wissenschaftlers, dem sich Kriminelle anschließen. Und natürlich gibt es (böses) Leben auf dem Mond.


15. DIE NACHT DER UNHEIMLICHEN BESTIEN (Ray Kellog, 1959)

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Erstmal ein paar Hunde maskiert und ’nen Teppich drüber geworfen, dazu das bewährte Belagerungsszenario. Hier gibt es eine der klischeehaftesten Darstellungen eines schwarzen Gehilfen, die ich je gesehen habe. Das kommt heutzutage so daneben, dass man eigentlich nur ungläubig lachen kann.


14. DIE SCHRECKENSKAMMER DES DR. THOSTI (Reginald Le Borg, 1956)

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Basil Rathbone gibt den Mad Scientist, der in seinem Verlies allerlei gescheiterte Experimente hält. Dazu tummeln sich noch Altstars wie Tor Johnson, John Carradine, Lon Chaney Jr. und ein bedauernswerter Bela Lugosi rum. Akim Tamiroff spielt als jüdischer Zigeuner übel auf. Schlechter Film, großes Trashfest.


13. IN DEN KLAUEN DER TIEFE (Virgil W. Vogel, 1956)

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John Agar klugscheißt sich durch einen zusammen geklauten Plot um ein unterirdisches Reich und klauenbewährte Mutanten. Macht durchaus Spaß, auch wenn kein Mehrwert besteht.


12. DAS GRAUEN SCHLEICHT DURCH TOKIO (Ishiro Honda, 1958)

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Mal wieder ein japanischer Monsterfilm ( und wieder von Honda), der mit der Angst vor Radioaktivität spielt. Allerdings ist diese monströse Erscheinung eine eher unscheinbare, undefinierbare Masse, die sich ab und an als Mensch maskieren kann.


11. IM SUMPF DES GRAUENS (Roy Del Ruth, 1959)

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Wie bei vielen Billigfilmen dieser Zeit kommt der Clou, nämlich die Sicht auf das Monster erst ganz am Schluss. Aber ein spannender Film in einem schönen, na klar, Sumpf-Setting.


10. PLANET DER TOTEN SEELEN (Roger Corman, 1958)

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Roger Corman ist ein sorgfältiger Handwerker, und auch, wenn er kein Geld für Masken und Effekte hat, ist die filmische Umsetzung und die Führung der Schauspieler beispielhaft.


09. FRANKENSTEINS TOCHTER (Richard E. Cunha, 1958)

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Trash-o-matic. Das Monster-Makeup ist zum schreien…komisch. Und der Nachfahre von Frankenstein ist ein arrogantes Arschloch, das sorgt für einige sehr lustige Szenen. Keine Sekunde langweilig.


08. KRIEG IM WELTENRAUM (Ishiro Honda, 1959)

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Die Honda-Filme erinnern mich manches Mal sehr an Roland Emmerich, so auch dieser. Leider ist der KRIEG IM WELTENRAUM teilweise auch genauso dröge wie die Werke des Schwaben, dafür aber naiv charmant.


07. DIE LETZTEN SIEBEN (Roger Corman, 1955)

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Nochmal Roger Corman, diesmal mit einem, wieder sehr kostengünstigen, Endzeitfilm. Trotz eines lachhaften Monsters, auf das man gerne hätte verzichten dürfen, ein guter Film, der sich mehr auf die Spannungen in der Gruppe der Überlebenden konzentriert.


06. SCHREI WENN DER TINGLER KOMMT (William Castle, 1959)

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Sau-spannender Mad Scientist Film mit einem, wie immer, souveränen Vincent Price. Einzig die übel animierten Monstren reißen einen oftmals raus, der wäre sonst noch viel besser.


05. DAS VERMÄCHTNIS DES PROFESSOR BONDI (Roger Corman, 1959)

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Aus meiner Corman Top 10. Beschwingte schwarze Komödie mit einem gut aufgelegten Dick Miller. Der Film fliegt geradezu durch seine nicht gerade ausufernde Laufzeit.


04. DER MANN MIT DEN RÖNTGENAUGEN (Roger Corman, 1963)

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Ein weiterer Film aus meiner Corman Top 10. Ray Milland spielt großartig, trägt den Film mühelos, der die Tragik der Figur immer weiter nach außen trägt, je tiefer diese in die Materie blicken kann.


03. DIE AUGEN DES SATANS (Nathan Juran, 1957)

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Es gibt wieder Hirn, diesmal aus dem Weltall. Fieses Verbrecher-Gehirn bemächtigt sich John Agars, der mal wieder richtig das Alpha-Männchen und Arschloch raushängen lassen darf, um die Welt mit seinen immensen mentalen Fähigkeiten zu unterwerfen. Natürlich gibt es auch ein Sheriff-Hirn, das ihm auf den Fersen ist. Herrlichster Trash, immer ein Fest.


02. ANGRIFF DER RIESENKRALLE (Fred F. Sears, 1957)

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Der Alpha-Männchen Award geht allerdings an Jeff Morrow, dessen Rollen denen Agars oftmals ähnlich sind. Sein Kampf mit dem, damals in Mexiko animierten, Riesenvogel, der aussieht, als würde er gerade verwesen, ist die größte Trashkanone der Reihe. Die deutsche Synchro, damals von RTLplus angefertig, ist ziemlich gut, auch wenn man unpassende Fussball-Vergleiche bemüht.


01. DER FLUCH DES DÄMONEN (Jaques Tourneur, 1957)

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Meine große Entdeckung dieses Jahr; Tourneurs Okkulthorror hatte ich vor Jahren schon einmal aus den Dritten aufgenommen, aber bisher nie geglotzt. Ist ja auch nur einer der unheimlichsten und besten Filme seines Genre, egal wie man dazu steht, dass der Dämon gegen den Willen Tourneurs doch zu sehen ist. Ganz großes Horrorkino!


Die meisten der Filme sind natürlich längst vergriffen und nur dementsprechend teuer zu erstehen. Aber wenn  ich mal im Lotto gewinnen sollte, hole ich mir die alle…

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