Inoffizielles B-Film Basterds Online Festival 26.05.-01.06.2021

Da das offizielle Festival in Nürnberg aus bekannten Gründen abgesagt werden musste, haben wir uns mit ein paar Leuten privat auf Cytube zusammengetan und ein eigenes, sechstägiges Programm (plus Extrarunde) zusammengestellt, inklusive selbstgebastelten Festival-Trailer…

(Inoffizielles) B-Film Basterds Online Festival

26.05.2021 VJ Sahnehorst

Ninja: American Warrior (Cheng Kei-Ying, 1987) 7,5/10

Kriegstrauma, Drogenschmuggel & Ninjas! Eine Spaßgranate! Justin führt eine Ninja-Armee an und schmuggelt Drogen aus Fernost in die USA, weswegen ein CIA-Mann nach Hongkong geschickt wird, um ihn zur Strecke zu bringen (Story 1). Dort hat auch schon die Super-Polizistin Amazonia ihre Ermittlungen aufgenommen (Story 2). Lustvolles Cut’n’Paste mit ordentlich Action und irrwitzigen Wendungen.

Das Söldnerkommando (Patrick G. Donahue, 1982) 8/10

„Veteran Joe (Jeff Risk) und seine Frau werden eines Nachts zuhause überfallen – er landet im Rollstuhl, sie im Sarg. Sein alter Kamerad Larry (Jean Gaudé) macht sich sofort auf, um die alte Truppe wieder zusammenzutrommeln und mit denen der Sache auf den Grund zu gehen. Und um ordentlich ass zu kicken, ‚cause that’s what friends are for…“

Unter den Grindhouse Exploitern sicherlich ein Klassiker, gerade hier in Deutschland wegen der unglaublich schnodderigen Synchro, die aber auch wirklich gut passt. Denn ein guter Film ist DAS SÖLDNERKOMMANDO freilich nicht, schwächelt dann auch gerade in der zweiten Hälfte, wenn die Dichte an dummen Sprüchen nachlässt. In der ersten ist das Pacing allerdings phänomenal, die ersten 35 Minuten bieten beste Action-Trash-Unterhaltung. Die Rolle von CAMERON MITCHELL als Bösewicht ist leider ein wenig klein geraten, aber typisch für seine Auftritte zu dieser Zeit. Als Held kann der unglaublich sympathische Jean Gaudé den Film allerdings auch dann schultern, wenn es gerade nicht heiß her geht. Für Grindhouse- und Trash-Fans ist der Film eh unverzichtbar.

Mad Foxes – Feuer auf Rädern (Paul Grau, 1981) 7/10

Der ist natürlich auch Wahnsinn in Tüten, allerdings lahmt er auch zwischendurch etwas. Der Held ist so toll, dass er sich schon vor 8 Jahren mit der minderjährigen Nachbarstochter auf ein Date zu ihrem 18ten Geburtstag verabredet hat. Dafür wird sie glatt von ein paar Nazis (mal mit, mal ohne Hakenkreuz wegen Schweizer Drehbestimmungen) vergewaltigt, was der Held von befreundeten Karatekas rächen lässt.

Macho Man (Alexander Titus Benda, 1985) 7/10

Auch immer wieder spaßig, wenn auch nicht vollends überzeugend. Mehr dazu: https://thehomeofhorn.wordpress.com/2019/03/22/obscure-shit-no-19-der-macho-man-schlaegt-zu/

27.05.2021 VJ Reini

Pieces (Juan Piquer Simon, 1982) 7,5/10

Slasher-Trash-Klassiker aus Spanien mit einer hirnschmelzend schlechten deutschen Synchro. Der Film bietet in der Hauptrolle Christopher Connelly (plus Ehefrau) und Bud-Spencer-Lookalike Paul Smith in einer Nebenrolle. Killer zersägt Schülerinnen, weswegen Frau Connelly undercover ermitteln geht. Blutig, lustig, classic!

Contraband (Lucio Fulci, 1980) 7,5/10

Luca, der Schmuggler, gerät in Neapel in einen Bandenkrieg. Fabio Testi ist cool, Enrico Maisto der verlässlich-brüderliche Schnäuzer an seiner Seite und Marcel Bozzuffi gibt den gnadenlosen Gegenspieler; daneben gesellen sich noch allerlei bekannte Gesichter dazu. Der Film ist sauber inszeniert und brutal wie Hulle. Eigentlich ist DAS SYNDIKAT DES GRAUENS tatsächlich ein wenig fehl am Platze auf diesem inoffiziellen Badmovies-Festival gewesen.

27.05.2021 Auszeitfilm (non-festival)

Tödlicher Irrtum (Desmond Davis/Alan Birkshaw, 1984) 4/10

Cannons Prestige-Projekt nach Agatha Christie. Zwar mit Donald Sutherland in der Hauptrolle wie auch in den Nebenrollen (u.a. Faye Dunaway, Christopher Plummer, Ian McShane) superb besetzt, aber einfallslos gescriptet und fade inszeniert.

28.05.2021 VJ Horni (moi)

Magnum Thunderbolt (Godfrey Ho, 1985) 8,5/10

„Der Killer Richard (Richard Harrison) kommt mit einem Sack voll Diamanten nach Hong Kong. Doch bei der Übergabe funkt ihm sein Konkurrent Phillip (Phillip Ko) dazwischen. Der wird nun von den Männern eines Gangsterbosses gejagt, während die Diamanten in den Händen des Stiefsohn des mächtigen Mr. Chen landet. Doch das ist sein Todesurteil, und seine Frau landet in den Händen der Verbrecher. Nun sind Chen, Richard und Phillip hinter den Diamanten her, genauso ein ominöses Killerpärchen…“

Der typische Ho’sche Cut’n’Paste-Wahnsinn, und das im positivsten Sinne. Der zugrundeliegende Taiwan-Streifen bietet zahlreiche Action-Szenen und einige bekannte Gesichter, die zuvor für die Shaw Brothers vor der Kamera standen. Die zusätzlich gedrehten Szenen mit Richard Harrison und Phillip Ko ergeben im Kontext kaum Sinn, weswegen man oftmals schlicht ratlos aus der Wäsche guckt. Das ist so, und das muss so sein. Und auch wenn es hier keine Ninjas mit Stirnbändern zu bewundern gibt, bereitet es dem geneigten Tash-Fan einen Heidenspaß!

Wir kommen und werden euch fressen! (Tsui Hark, 1980) 8/10

„In einem abgelegenen Dorf auf einer Insel hat sich ein abtrünniger Offizier mit seinen Getreuen ein eigenes kleines Reich geschaffen. Da das Eiland nicht viel hergibt und man auf Handelsbeziehungen keinen Wert legt, werden Zugereiste als Nahrungsquelle verwurstet. Doch als ein Betrüger und ein Ermittler dort einkehren, gerät die Diktatur ins Wanken…“

Tsui Harks zweiter Film ist eine irrwitzige Mischung aus Martial Arts, Horrorfilm und schwarzer Komödie (teils auch Slapstick), die unglaublich viel Spaß macht.

Virgins from Hell (Ackyl Anwari, 1987) 8/10

Bikerinnen legen sich mit fiesem Gangster an, der an einer Liebesdroge bastelt. Folter, Vergewaltigug und Mord haben wohl nie zuvor und wieder so viel Spaß gemacht. Abgefahrener Indonesien-Trash für Hartgesottene.

Jungle Virgin Force (Danu Umbara, 1983) 10/10

Das ist der Hammer vorm Herrn, das war Alpha UND Omega, der filmgewordene Wahnsinn in handlichen ALDI-Tüten. Shit, was die Indonesier hier an Nonsens zusammenhauen, treibt einem am laufenden Meter Freudentränen in die Augen – es springt von Abenteuer ala INDIANA JONES zu Kannibalenfilm ala Jess Francos MONDO KANNIBALEN, dazu noch gemischt mit etwas CAVEMAN & SHEENA und HK-Horror und Martial-Arts-„Spektakel“! Wer einmal die Macht der Dschungel-Jungfrauen gespürt hat, will nie wieder etwas anderes sehen. Das ist der Trashfest-Jackpot, hier gibt es Weihnachten und Ostern an einem Tag, und sie feiern eine feucht-fröhliche Party, die nicht jeder überlebt. Man hat nicht gelebt, wenn man JUNGLE VIRGIN FORCE nicht gesehen hat! Der Film, der alle anderen Filme überflüssig macht!

Gun Woman (Kurando Mitsutake, 2014) 6,5/10

„Die Junkie-Hure Mayumi (Asami) wird von Dr. Mastermind (Kairi Narita) gekauft und zur Killerin ausgebildet, außerdem implantiert er ihr Waffenteile, die sie so an jeglicher Kontrolle vorbeischmuggeln kann. Sie soll einen Milliardärssohn töten, der einst seine Frau vergewaltigte, tötete und verspeiste. Mayumi wird zur Gun Woman und dringt in das Reich des wahnsinnigen Serienmörders ein…“

Sichtbar kostengünstig produziertes Gore-Movie, das man wohl auch in die Sexploitation-Ecke stellen könnte. Denn neben einigen derben Sex-Einlagen, inklusive Rape, Nekrophilie und Kannibalismus, dreht es sich im Schlussakt darum, dass die attraktive Asami sich nackt den Weg zu ihrem Opfer vorkämpft, bevor sie verblutet. Das gestaltet sich dann auch so surreal, wie es sich anhört. Der milliardenschwere Rapist residiert nämlich an einem Ort, der vorsorglich schon mal komplett mit weißer Plane ausgelegt und verkleidet ist. Die mit HD-Cam gefilmten Shoot-outs präsentieren einige digitale Spielereien, die aber kaum das schmale Budget verschleiern können. Erwähnenswert ist auch der Score von Dean Harada, der herrlich oldschool daherkommt. Insgesamt kein spannender, kein guter Film, aber nicht gänzlich uninteressant.

Commando Wild Cat (Maman Firmansyah, 1987) 8/10

„Cobra, der Pornograf, Entführer, Drogen- und Waffenhändler, und seine Handlanger entführen und vergewaltigen Irma, eine Frau, die harten Sex mit ihrem starken Ehemann Rudy mag. Irmas Ehemann befreit sie, doch bei der Flucht erleidet sie einen Unfall und bricht ab. Irmas Ehemann vergewaltigt Cobras Schwester aus Rache. Die Bande greift Rudy an, foltert ihn und zieht ihn hinter einem Motorrad her, bis er fast verblutet. Dann schlägt ihn der Drogenlord noch mehr. Irma, die misshandelte Hausfrau, verwandelt sich plötzlich in ein sexy wildes Kommando-Girl, in engen Shorts und Stiefeln, einem ärmellosen, tief geschnittenen Oberteil und einem Kopftuch, das zufällig eine handliche Panzerfaust hat, um die Bande mit großen Vorurteilen zu beenden. Dann umarmt sie Rudy, der stark genug war, um die Bande zu überleben. Wird er die Lady Exterminator überleben?“

Durchgedrehter Trash, moralisch höchst fragwürdig bis sogar ziemlich widerlich, dabei aber so unbedarft, dass es schon wieder lustig ist. Der ist echt derbe, wer mal richtig beschissene, tierisch schmierige Asia-Action sehen will, ist hier genau richtig. Love it!

29.05.2021 VJ Bentley

She (Avi Nesher, 1985) 6/10

Debiler Endzeit-Trash, dem es an zündenden Ideen und vor allem Charme mangelt. Regisseur und Autor Avi Nesher schmiss einfach alles rein, was andere, bessere Produktionen vorgemacht haben, kann aber selbst kaum Eindruck schinden. Witzig ist allein der Voice-Over-Erzähler, der allerdings eine Idee des deutschen Synchro-Studios war. Sandhal Bergman und David Goss bleiben in den Hauptrollen blass, den Antagonisten gibt Gordon Mitchell.

Karate Kill (Kurando Mitsutake, 2016) 6,5/10

„Kenji (Hayate Masao) fährt nach Amerika, um in Los Angeles seine Schwester Mayumi zu suchen, die in Übersee studiert und sich schon lange nicht mehr gemeldet hat. Unter ihrer alten Adresse ist sie nicht zu finden, und seine Nachforschungen führen Kenji in die Unterwelt der Stadt der Engel, wo eine komische Sekte mit ihrem verrückten Messias Snuff-Filme für die Online-Gefolgschaft anfertigt. Dort empfängt man ihn nicht mit offenen Armen, sondern geballten Fäusten. Doch Kenji ist ein Meister des Karate…“

Hat mir einen Tick besser gefallen als GUN WOMAN. Natürlich gibt es wieder Geballer, blutverschmierte Weiber und sonstiges Gekröse, aber hier versucht sich Mitsutake an einer richtigen Story, um das Gemetzel in angemessenen Kontext zu setzen. Der Wahnwitz, der Fetisch und ein gewissen 80s-Flair mischen sich hier zu recht amüsanter Actiongülle. Da muss man drauf können, das ist nichts für die breite Masse, aber das ist auch gut so.

29.05.2021 Auszeitfilme (non-festival)

Wheels on Meals (Sammo Hung, 1984) 7,5/10

Das Trio Jackie Chan, Yuen Biao und Sammo Hung blödelt sich recht launig durch die Handlung, bis in der zweiten Hälfte die Actiondichte merklich zunimmt. Das Finale auf dem Schloss ist toll, der Kampf zwischen Chan und Benny the Jet natürlich der Höhepunkt. Insgesamt eine gute Mischung, die gut funktioniert und unterhält.

Once Upon a Time in China II (Tsui Hark, 1992) 8,5/10

„In Guanghzou wird Wong Fei-Hung mit der Sekte „Weißer Lotus“ konfrontiert, die alle Ausländer töten will…“

Jet Li trifft im zweiten Teil der Saga auf einen recht jungen Donnie Yen und Shaw-Altstar David Chiang. Dafür musste Yuen Biao als Foon ersetzt werden. Weit straighter als der Vorgänger, nicht ganz so pompös, aber mit einigen wirklich tollen Fights. Braucht sich hinter Teil 1 nicht zu verstecken.

30.05.2021 VJ Crowley

Mortal Kombat: Annihilation (John R. Leonetti, 1997) 3,5/10

„Trotz des Sieges von Raidens (James Remar) Schützling Liu Kang (Robin Shou) im letzten Mortal Kombat, ist Shao Khan (Brian Thompson), der Herrscher des Outworld, der Meinung, dass die Zeit für die Menschheit gekommen ist. Zu diesem Zweck hat er seine alte Königin Sindel (Musetta Vander), Kitanas (Talisa Soto) Mutter, wieder erweckt, und fällt mit seinen Befehlshabern auf der Erde ein. Raiden schickt Sonya Blade (Sandra Hess) in die Stadt, um ihren Partner Jax (Lynn Williams) für das Team zu rekrutieren. Doch Shao Khan hat auch längst seine Fühler ausgestreckt und den Cyborg Cyrex (J.J. Perry) entsendet. Und den Freunden läuft die Zeit davon, sie haben nur sechs Tage, um einen Weg zu finden, die Invasion der dunklen Armee zu verhindern…“

Naja, vierzehn Minuten Abspann, nicht schlecht. Da kann man dann auch nochmal Rammstein und „Engel“ verbraten, macht sich ja gut auf der Soundtrack CD.

Zum Film selbst, ganz ehrlich? Von der Storyline kommt der einem MK-Spiel tatsächlich am nächsten, denn solch sinnlose Scheiße war da an der Tagesordnung. Aber was für ein Arcade Fighting Game ausreichend scheint, funktioniert im Kino i.A. nicht so wirklich gut. Aber so etwas kommt halt dabei raus, wenn man die Macher einer Videospiel-Reihe an einen Kinofilm lässt.

Aber Story ist ja nun nicht das wichtigste, wenn es um einen MK-Film geht, right? Da geht es nur darum, dass sich ein paar coole Kämpfer, mancher gut, mancher bös, mit viel Schmackes und möglichst fantasievoll in einem Turnier aufs Fressbrett kloppen. Okay, drei Schritte rückwärts, die Macher des Spiels durften ans Drehbuch und haben kein richtiges Turnier eingebaut? Naja, man kann nicht alles haben. Zumindest haben wir mit Robin Shou und Talisa Soto zwei Darsteller des Erstlings mit an Bord. Christopher Lambert kehrt als Rayden nicht zurück, aber seine krächzige Stimme werde ich nicht vermissen. Allerdings ist James Remar auch wieder kein gleichwertiger Ersatz, den Kämpfer-Gott nehme ich den genauso wenig ab, wie Vin Diesel einen Babysitter. Linden Ashby kehrt nicht als Johnny Cage zurück, aber das hat man dahingehend elegant gelöst, als dass Cage in den ersten Minuten gleich mal das Genick durchgeknackst wird (wieso ging das nicht auch mit Rayden, verdammt?). Problem solved. Bridgett Wilson vermisse ich als Sonya auch nicht wirklich, ich mochte sie eh nur als Schwarzeneggers Film-im-Film-Tochter in LAST ACTION HERO. Ob Sandra Hess eine bessere Wahl ist, sei mal dahin gestellt. Ein neues Gesicht gab es auch für Jax, der allerdings im ersten Teil arg unterrepräsentiert war, also auch latte. Mit Red Williams hat man zumindest einen echten „American Gladiator“ ins Spiel gebracht, passt schon. Einziges echtes Highlight: Brian Thompson spielt den Oberbösewicht Shao Khan, und Thompson rult!

Okay, die Story ist hirnrissig, die Darsteller zweitklassig, also wie sieht es mit der Action aus? Solala, leider. Regisseur Leonetti weiß zumindest, wo die Kamera stehen soll, und es war auch noch nicht die Zeit der hip-zerschnittenen BOURNE-Szenen, aber irgendwie hakt es bei der Montage zeitweise gewaltig. Da werden Szenen, in denen jemand durch die Luft oder gegen die Wand fliegt, gerne zwei-, dreimal wiederholt. Wozu? Im Hongkong-Kino hat man damit einen besonders gefährlichen Stunt gewürdigt, aber jemand bewegungslos durch die Luft zu katapultieren zähle ich nicht dazu. Aber gut, ich bin auch kein Stuntman und kann das schlecht beurteilen. Ich bin jedoch Zuschauer, Publikum, zahlender Kunde, und als der sage ich, ne, muss ich nicht haben. Dazu scheinen sich die Produzenten vorgenommen zu haben, noch mehr hässliche Studio-Sets und schlechtes CGI als im Vorgänger schon in den Film zu quetschen. Weil Meer ist Wasser, und Wasser ist nass, oder so ähnlich.

Bei aller Liebe zur Action-Dauerbeschallung (ach ja, der Soundtrack ist auch für’n Arsch), nach ein bisschen was aussehen darf das Ganze schon. Und wenn dann zum Ende hin nur noch CGI die Fights übernehmen, wieso nicht gleich ein Animationsfilm? Aber genug gemeckert, ich hatte MK: ANNIHILATION als noch schlechter in Erinnerung, was heißt, dass dies kein dampfender Haufen Durchfall-Scheiße ist, aber noch weit von gehaltvollen Kuhdung entfernt. Ich freu mich schon auf MORTAL KOMBAT: CONQUEST, oder Camel-Toe-Invasion, wie ich sie früher immer genannt habe. Horrido!!

31.05.2021 Auszeitfilm (non-festival)

Electra Glide in Blue (James William Guercio, 1973) 7,5/10

Mehr dazu: https://www.filmtoast.de/electra-glide-in-blue/

31.05.2021 VJ Riddler

Help, Help, the Globolinks! (Gian Carlo Menotti, 1969) 2,5/10

Kinder-Musical um die Invasion von außerirdischen Spiralen, die durch Musik abgewehrt wird. Weird, weird, weird. Mir fehlen die Worte, aber es war kein Vergnügen.

Spookies (Genie Joseph/Thomas Doran/Brendan Faulkner, 1986) 6/10

Recht sympathischer Haunted-House-Horror mit einigen netten Masken.

01.06.2021 Extra-Time!

Ultracop 2000 (Phillip Ko, 1992) 6,5/10

Schwulen-, AIDS- und Pissewitze – Phillip Ko ist schon ein Virtuose auf der Klaviatur des feinsinnigen Humors. Dazu noch eine depperte Story von Außerirdischen, die sich auf der Erde jagen, was nicht von ungefähr an DARK ANGEL erinnert, ein paar müde und blutleere Schießereien, fertig ist der billige B-Schlonz, der einen zumindest 80 Minuten Zeit stiehlt, ohne einzuschläfern. Als Trashfilm unter Freunden sehr erheiternd.

Born to Fight 2 (Phillip Ko/Godfrey Ho, 1992) 6,5/10

„Wong (Phillip Ko) überfällt auf den Philippinen die „Big Circle Gang“ und klaut ihnen wertvolle Juwelen, die er dem „Golden 9“-Boss Ma (Chen Kuan-Tei) nach Hong Kong bringt. Der unterhält auch einige Bordelle und entführt zu diesem Zweck junge Japanerinnen, die hier Urlaub machen. Auch die Tochter von Barry Lee (Dick Wei) verschwindet auf diese Weise, weswegen der Vater nun auf eigene Faust ermittelt. Aus Japan reist die Agentin Cynthia (Yukari Oshima aka Cynthia Luster) an, um nach den verschwundenen Mädchen zu suchen. Dabei findet sie heraus, dass ihre eigene Mutter mit den „Golden 9″ unter einer Decke steckt…“

Nach seiner Cut’n’Paste-Phase in den 80ern versuchte sich Godfrey Ho wieder an originären Filmen. Sehr viel kohärenter als seine früheren Werke kommt BORN TO FIGHT 2 mit seinen wirren Handlungssträngen allerdings auch nicht daher. Das liegt wahrscheinlich daran, dass neben Ho auch noch Stuntman Chris Lee und Co-Star Dick Wei einiges davon herunterkurbelten und man sich wohl erst im Schneideraum Gedanken um Anschlussfehler und Story-Fluss machte. Zumindest wird es dank der verschiedenen kleinen Geschichten nie langweilig, für Action ist auch ausreichend gesorgt. Und wenn am Ende im finalen Aufeinandertreffen alle Parteien aufeinandertreffen, geht es dementsprechend zünftig zur Sache. Wer also die dümmlich verknüpften Storylines früherer Ho-Werke nicht missen möchte, kommt hier genauso auf seine Kosten, auch wenn es von dem schreienden Wahnsinn manch anderen Films schon ein Stückweit entfernt ist, auch wenn die deutsche Synchro sich hier müht, indem man bspw. behauptet, dass die jungen Japanerinnen zurückgeholt werden sollen, bevor sie später AIDS ins Land schleppen könnten.

Manborg (Steven Kostanski, 2011) 6/10

Ich mag die Astron-6 Sachen sehr gern, war wieder sehr witzig. Mehr dazu: https://badmovies.de/reviews/manborg

Auch wenn ich leider nicht alle Filme (es waren wohl um die 28) sehen konnte, war das ein sehr spaßiges, verlängertes Wochenende mit gleichgesinnten Filmverrückten (die Zahl der Zuschauer schwankte, aber war mit, über den Daumen gepeilt, 10 Leuten pro Film erfreulich hoch). Danke nochmal an alle, die mitgewirkt und zugeschaut haben! Ich freue mich schon darauf, die ganzen Chaoten nächstes Jahr dann vor Ort in Nürnberg beim offiziellen 11. B-Film Basterds Festival zu treffen!

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