Die besten 5 Filme in Großstädten

Und, surprise! surprise!, in dieser Woche sind es dann Filme in Großstädten, die Gina von uns wissen wollte. Der Großstadtfilm ist auch ein Faible von mir, hier habe ich es mir nicht leicht gemacht, und ich bin mir sicher, dass ich bestimmt den ein oder anderen übersehen habe. Es sind einfach so viele. Gleiche selbstauferlegten Einschränkungen wie immer, die Stadt muss ein essentieller Bestandteil des Films sein, nur Filme aus der eigenen Sammlung.


1. LIMBO (Choi Seang, 2021)

Heute mal eine Ausnahme von der Regel, denn der letzte Film von Soi Cheang ist noch gar nicht auf einem Heim-Medium erschienen. Ich durfte ihn aber auf der diesjährigen Berlinale sehen, es ist ein großartiger Neo-Noir in monchrome Grautöne, nie sah Hongkong so düster und verkommen aus. Vielleicht der bisher beste aktuelle Film, den ich dieses Jahr gesehen habe.


2. HEXENKESSEL (Martin Scorsese, 1973)

Eigentlich würde hier natürlich TAXI DRIVER stehen, der aber eine Lücke in meiner Sammlung darstellt. Also ersatzweise dieser tolle New-York-Film von Scorsese, auch mit einem souveränen Harvey Keitel und Robert De Niro als phänomenale Nervbacke.


3. AKIRA (Katsuhiro Ôtomo, 1988)

Einer der besten Animes, immer noch, und ein Film über ein dystopisches Tokio der Zukunft, das nahe am Abgrund steht. Toll animiert, fasste man die epische Manga-Reihe in den grundlegenden Thematiken zusammen und schuf einen fesselnden SF-Action-Thriller mit Tiefgang.


4. DRILLER KILLER (Abel Ferrara, 1979)

Ferraras Erstling ist immer noch einer meiner Lieblingsfilme, ein Film wie ein No-Wave-Song, ekstatisch, improvisiert und gegen den Strich gebürstet. Der Künstler läuft Amok, weil die Stadt ihn nicht schlafen lässt.


5. DIVA (Jean-Jacques Beineix, 1981)

Wenn schon einen Paris-Film (und da boten sich ja einige an, die ich aber großteils auch nicht in der Sammlung habe), aber dieser ist schon etwas besonderes. Ich weiß noch, dass der Film über Jahre seinen Platz in einem Hamburger Kino hatte, ich glaube, es war sogar ein Rekord, weil er über mehr als zwei Jahrzehnte dort zu sehen war.


Honorably mentioned: TOKYO GODFATHERS (Satoshi Kon – Tokio), DAS ENDE (John Carpenter – Los Angeles), FANGO BOLLENTE (Vittorio Salerno – Turin), CAMORRA – EIN BULLE SIEHT ROT (Umberto Lenzi – Neapel), ES WAR EINMAL IN AMERIKA (Sergio Leone – New York), MANIAC (William Lustig – New York), MS. 45 (Abel Ferrara – New York), DIE KLAPPERSCHLANGE (John Carpenter – New York), GHOST IN THE SHELL (Mamoru Oshii – Tokio), BLADE RUNNER (Ridley Scott – Los Angeles)


Schaut doch auch mal bei Bullion, MWJ, Gnislew, Anica, Wortmann, Blaupause, Aequitas et Veritas, Corly, Nellindreams, Stepnwolf oder Filmlichter vorbei!

14 Kommentare zu „Die besten 5 Filme in Großstädten

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    1. Echt? Das ist wirklich meine mainstreamigste Liste seit Langem… Okay, LIMBO gab es nur bei der Berlinale, aber AKIRA? HEXENKESSEL? Das sind eigentlich zwei wirklich bekannte Filme. DIVA ist Kult, Ferrara eigentlich auch.
      Da besteht wohl noch Nachholbedarf. 😉

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    1. Ich weiß leider nicht genau, ob es ganz zwanzig waren, aber ich weiß noch, dass ich ihn in den 90ern immer gesehen hatte, wenn ich die Kinospielzeiten jeden Donnerstag in der MoPo durchgeblättert habe.
      Robert De Niro ist echt heftig in HEXENKESSEL, man denkt andauernd „Hey, Keitel! Lass ihn doch die Schläge kassieren, er hat es verdient!“

      Gefällt mir

  1. Abel Ferrara erinnert mich, dass ich auch Ms. 45 hätte nennen können. Kaum einer hat dieses „grimy“ New York so eingefangen wie er. Ich bin so froh keine Honorably mentions gemacht zu haben. Das wär viel zu lang geworden. 😉

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  2. Mir fällt grad auf: Meine Lieblings-Filmstadt ist wohl tatsächlich Berlin: „Berlin: Die Sinfonie der Großstadt“, „Metropolis“, „Menschen am Sonntag“, „M: Eine Stadt sucht einen Mörder“, „Der Himmel über Berlin“, „Lola rennt“, „Oh Boy“, „Atomic Blonde“ …

    Gefällt 1 Person

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