Dear Diary… on the watch – Kalenderwoche 40

Das war eine Woche, in der vieles zum Abschluss kam. Die letzten Folgen von PREACHER und LONGMIRE flimmerten über den Bildschirm, beide Serien hatten mir vier, bzw. sechs Staffeln viel Freude bereitet. Mit GRABESSTILLE von Quentin Tarantino habe ich auch meinen CSI-Marathon abgeschlossen. Film-mäßig startete ich natürlich mit einigen Horrorfilmen in den Oktober.


KW40 (16 Filme/23 Serienepisoden/8 Hörspiele)


30.09.19

Film

HÖLLENFAHRT INS UNGEWISSE ((Katsumune Ishida, 1975) 5/10

Eine afrikanisch-asiatische Terror-Einheit kapert einen Supertanker und platziert ihn in der Bucht von Tokio. Sie drohen damit, ihn hier in die Luft zu jagen, wenn die japanische Regierung nicht ihre Ölreserven in die Luft jagt. Um ihre Drohung zu untermauern, sprengen sie in der Nacht einen anderen Tanker auf hoher See. Eine Ölkatastrophe in der Bucht würde Japan ins Chaos stürzen, Städte würden vergiftet, hunderttausende Menschen sterben. Während man an Land an einem waghasligen Manöver arbeitet, spitzt sich die Lage an Bord zu…

Katastrophen-Thriller aus dem Hause Toho. Leider weniger Thriller, streckenweise eher lahm und unspannend, kann der Film eigentlich nur in der Visualisierung des Öl-Disasters überzeugen, dass die Entscheidungsträger im Parlament durchspielen. Wäre natürlich schön gewesen, wenn dies auch mehr handlungstragendes Element gewesen denn bloßes Gimmick gewesen wäre, aber man nimmt, was man kriegt. Ansonsten dürfen Tetsuro Tanba als Kapitän und Hiroshi Fujioka als Sicherheitschef ganz heldenhaft die Ruhe bewahren, während die Rollen von Joe Shishido und Tetsuya Watari unter „ferner liefen“ rangieren. Ob der Film in seiner mehr als zehn Minuten längeren Originalfassung besser gewesen? Ich weiß es nicht. Es gibt zudem noch eine US-Fassung mit nachgedrehten Material, die da heißt HIGH SEAS HIJACK und mit der Prominenz von Peter Graves wuchern kann.


Serien

Longmire 6.10 – „The End“

Dazu hatte ich ja schon ein paar Worte verloren…

Preacher 4.10 – „The End of the World“

Was soll ich sagen? Schade, dass es vorbei ist. Jesse, Tulip und Cassidy sind mir einfach ans Herz gewachsen, gerade die letzten beiden. Die letzte Staffel strotzte wieder vor schwarzem Humor, teils blutig-makaber. Gott, Jesus, Hitler und Herr Starr; arm an schrägen Typen war die Serie gewiss nicht. Aber das Ende war wenigstens konsequent, die letzte Staffel folgte der guten dritten in gleicher Qualität. Und die letzte Szene am Grab war sehr ergreifend. Ich werde PREACHER in ein paar Jahren sicherlich nochmal beginnen.

Space Cops – Tatort Demeter City Episode 22 – „Das Attentat“
American Dad 14.09 – „Eine endlose Geschichte“
American Dad 14.10 – „Zug um Zug“


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (107)… und der Schatz der Mönche
Die drei Fragezeichen High Strung – Unter Hochspannung


01.10.19

Filme

SCHOCK (Mario Bava, 1977) 6/10

Dora (Daria Nicolodi, PROFONDO ROSSO) zieht mit ihrem kleinen Sohn Marco (Davind Colin Jr.) und ihrem zweiten Mann Bruno (John Steiner, VERDAMMTE, HEILIGE STADT) in das Haus, in dem sie mit ihrem ersten Mann, dem drogensüchtigen Carlos, gelebt hatte. Schon bald geschehen merkwürdige Dinge, gerade Marco legt ein teils sehr befremdliches Benehmen an den Tag…

Bis zum letzten Drittel läuft der Film recht häufig Gefahr zu kippen und richtig öde zu werden. Mit dem Jungen bin ich diesmal auch nicht warm geworden. Wenn’s im Gebälk klappert und die Nicolodi im Bett rotiert, ist’s nett. Das Ende ist auch fein, und der Schlussgag typisch Mario Bava. Aber alles in allem fehlten dem Meister hier die Möglichkeiten, um den Film optisch soweit interessant zu gestalten, da wird’s dann auch mal langweilig.

DIE STUNDE, WENN DRACULA KOMMT (Mario Bava, 1960) 10/10

Die Hexe Asa Vajda (Barbara Steele, NIGHTMARE CASTLE) wird mit einer Dornenmaske von ihrem eigenen Bruder, den sie verflucht, hingerichtet, aber aufgrund widriger Witterungsbedingungen nicht dem Feuer übereignet. Etliche Jahre später gräbt Dr. Thomas Kruvajan (Andrea Checci, DIE 1000 AUGEN DES DR. MABUSE), der mit seinem Assistent Dr. Andreas Gorobec (John Richardson, NEUN GÄSTE BIS ZUM TOD) eigentlich nur auf der Durchreise ist, die Leiche der Hexe aus und erweckt sie mit seinem Blut. Thomas hat inzwischen die Bekanntschaft mit Prinzessin Katia Vajda (ebenfalls Barbara Steele) gemacht. Und während sich zwische ihnen zarte Bande entspinnen, vollzieht Asa mittels ihres Gehilfen Igor (Arturo „Scary Guy“ Dominici, DER MOLOCH) ihre Rache. Dabei dürstet ihr es auch nach dem Blut von Nachfahrin Katia…

Mario Bavas reguläres Regie-Debüt ist ein meisterlich fotografierter, unglaublich atmosphärischer Gothic-Horror. Barbara Steele ist hier noch jung, frisch und unverbraucht, versprüht auf der einen Seite als Hexe eine verstörende Aura, auf der anderen als Katia eine herzerweichende Unbedarftheit. Auch heute noch eine willkommene Alternative zu den gängigen Vampir- und Hexen-Mythologien.


Serien

American Dad 14.22 – „Endstation Borax“
American Dad 15.01 – „Fantasie-Baseball“


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (109) Gefährliches Quiz
Larry Brent (11) Sylphidias Rachegeister


02.10.19

Filme

RABID DOGS (Mario Bava, 1974) 7,5/10

Nach einem brutalen Überfall, der u.a. ihrem vierten Mann das Leben kostete, zwängen sich Stiletto (Don Blacky, DIE BANDITEN VON MAILAND), Doc (Maurice Poli, 5 DOLLS FOR AN AUGUST MOON) und Thirty-Two (George Eastman, MANEATER) mit ihrer Geisel Maria (Lea Lander, BLUTIGE SEIDE) unversehens in das Auto des überrumpelten Riccardo (Riccardo Cuccioella, SACCO UND VANZETTI). Der ist eigenlich mit seinen Sohn ins Krankenhaus, muss sich aber der Gewalt der drei Männer beugen. Widerwillig steuert er das Auto aus der Stadt heraus aufs Land. Doch die Zeit für den kranken Jungen wird knapp und auch seine Fahrgäste verlieren langsam die Nerven…

Den hab ich damals unterschätzt. Aber es liegt wohl auch daran, dass ich mir zuerst die deutsche Synchronfassung angesehen habe, denn die Charaktere haben mich in diesem Kammerspiel im Auto schnell genervt. Im O-Ton lässt sich das schon anders an. Bava schafft es, die Spannung über die volle Laufzeit hoch zu halten, indem er die zermürbenden Spannungen in der Zwangsgemeinschaft aus Gewaltverbrechern und Geiseln stetig und nachvollziehbar anzieht. Die Darsteller wissen stets zu überzeugen, selbst Eastmans überzogenes Spiel passt hier einfach gut rein. Sicherlich ist das alles recht dick aufgetragen, das trägt aber auch immer zur Unterhaltung bei. Und so hält auch CANI ARRABIATI Anschluss an Bavas Glanzzeiten, der Meister nämlich auch hier alle Möglichkeiten, die ihm Kamera-Arbeit und Schnitt bieten, um selbst auf kleinsten Raum ordentlich Bewegung in die Sache zu bringen.

WOLFMAN (Joe Johnston, 2010) 5/10

Lawrence Talbot (Benicio Del Toro, THE WAY OF THE GUN) kehrt auf den Familiensitz und zu seinem Vater Sir John (Anthony Hopkins, DIE BOUNTY). Als er in einem Zigeunerlager, bei der Rettung eines kleinen Jungen, von einer unheimlichen Bestie gebissen wird, wenden sich die Bewohner der Grafschaft von ihm ab. Und tatsächlich macht Lawrence eine Verwandlung durch. Seine einzige Sorge gilt dabei Gwen (Emily Blunt, DER PLAN), der Verlobten seines Bruders, zu der auch er sich hingezogen fühlt…

Behäbiges, zu jeder Zeit gekünstelt wirkendes Spektakel, das alle Figuren (z.B. Hugo Weavings Abeline), die dafür sorgen könnten, hier Spannung reinzubringen, sorgsam aussperrt.

DER WOLFSMENSCH (1941) 6/10

Larry Talbot (Lon Chaney Jr., DRACULAS SOHN) ist gerade auf den Familiensitz in Wales zu seinem Vater Sir John (Claude Rains, DER UNSICHTBARE) zurückgekehrt, da lernt er im Antiquitätenladen die schöne Gwen (Evelyn Ankers, DRACULAS SOHN) kennen. Er macht der jungen Frau den Hof, obwohl sie bereits verlobt ist. Bei einem Spaziergang mit Gwen und ihrer Freundin Jenny werden sie von einem riesigen Wolf angegriffen. Jenny wird getötet, Larry verletzt. Während die Dorf-Bevölkerung sich für die Jagd auf das Untier wappnet, macht der arme Larry schwerwiegende Veränderungen durch – er wird selbst zum Werwolf…

Ich mag den schon irgendwie; wegen der nebligen Kulissen, wegen der sympathischen Gwen (und ihrem alles andere als eifersüchtigen Verlobten), wegen der alten Zigeunerin und Bela Lugosis kleiner Rolle. Aber er gehört für mich eindeutig zu den lesser classics aus dem Universal Monsters Stall. Lon Chaney Jr. schaut die ganze Zeit penetrant bedröppelt rein, der Typ ist einfach sieben Tage Regenwetter. Da ist es schwer, Sympathien zu entwickeln. Auch wirken viele Szenen lieblos aneinander gereiht, der Film hat keinen Fluss, baut kaum Spannung auf. Da ziehe ich als tragischen Klassiker die Hammer-Version DER FLUCHT VON SINIESTRO mit einem grandiosen Oliver Reed klar vor. Andere gelungene Variationen wie AMERICAN WEREWOLF, THE HOWLING, WOLFEN und DIE ZEIT DER WÖLFE (die 80er waren eh eine fruchtbare Zeit für den Werwolf) vor, größtenteils auch gerne die Filme der Waldemar-Daninsky-Reihe. Nur den schönen, dichten Nebel, den hat DER WOLFSMENSCH den meisten von ihnen voraus.


Serie

Raumschiff Enterprise 2.02 – „Der Tempel des Apoll“


Hörspiel

Die drei Fragezeichen (111)… und die Höhle des Grauens
Larry Brent (12) Atomgespenster


03.10.19

Filme

KILL BABY, KILL (Mario Bava, 1966) 9,5/10

Der Leichenbeschauer Dr. Paul Eswai (Giacomo Rossi Stuart, GATES OF HELL) wird in eine abgelegene Ortschaft geschickt, um dort für Inspector Kruger (Piero Lulli, MY DEAR KILLER) die Leiche einer vermeintlichen Selbstmörderin zu untersuchen. Die Leute im Ort, allen voran Bürgermeister Karl (Luciano Catenacci, DER CLAN, DER SEINE FEINDE LEBENDIG EINMAUERT), wollen die Autopsie verhindern. Doch Lulli setzt sich durch, Paul beginnt seine Arbeit mit der Krankenschwester Monica Schuftan (Erika Blanc, TODESKREIS LIBELLE), wobei sie eine Münze im Herzen der Toten finden. Kurz darauf verschwindet Kruger auf dem nahe gelegenen Schloss Graps, und der Doktor versucht nun selbst, hinter das Geheimnis um ein geisterhaftes junges Mädchen, dessen Erscheinungen die Dorfbewohner in Angst und Schrecken versetzt, zu kommen…

Mario Bavas Gothic-Masterpiece ist der vielleicht schönste Film des klassischen Euro-Horrors und ein schwungvoller Gegenentwurf zum tristen Verfall, der seit den 50ern in Horrorfilmen der Hammer Studios vorherrschte. Nach DIE DREI GESICHTER DER FURCHT perfektionierte Bava hier seine Optik aus grandioser Beleuchtung und dem Einsatz von Spektralfarben, der jede dunkle Ecke, jeden bedrohlichen Schatten im Bild noch weiter hervorhebt. Und durch sein Spiel mit den Perspektiven, gerade im psychedelisch anmutenden Finale setzt Bava dem Ganzen noch einmal einen drauf. So etwas hat es vorher nicht und auch später nie wieder gegeben.

DER KUSS DES VAMPIR (Don Sharp, 1963) 7/10

Auf dem Weg in die Flitterwochen stranden Gerald (Edward de Souza, JAMES BOND 077 – DER SPION DER MICH LIEBTE) und Marianne Harcourt (Jennifer Daniel, DAS SCHWARZE REPTIL) in der südeuropäischen Provinz. Sie sind am Abend zu Gast im Schloss von Dr. Ravna (Noel Willman, DAS SCHWARZE REPTIL) und seiner ausgelassenen Gesellschaft. Am nächsten Morgen erwacht Gerald allein. Marianne scheint verschwunden, und jeder will ihm einreden, dass er allein hier angekommen sei. Nur der von allen gemiedene Professor Zimmer (Clifford Evans, DER FLUCH VON SINIESTRO) schenkt ihm Glauben…

Schicker Grusler, der mehr Okkult-Horror denn Vampirfilm darstellt. Er braucht ein wenig, um wirklich in Schwung zu kommen, und wenn es dann losgeht, ist er eigentlich viel zu schnell wieder vorbei. Dafür kann er mit einer durchgehend unheimlichen Atmosphäre überzeugen.


Serien

Rick & Morty 1.04 – „M. Night-Shaym-Aliens!“
Robot Chicken 2 Episoden
CSI 5.23+24 – „Grabesstille“


04.10.19

Filme

THE BLACK CAT (Edgar J. Ulmer, 1934) 8,5/10

Auf dem Weg in ihre Flitterwochen lernen Peter (David Manners, DRACULA) und Joan Alison (Julie Bishop, KARAWANE DER FRAUEN) den genauso geheimnisvollen wie charmanten Dr. Verdegast (Bela Lugosi, DIE SCHRECKENSKAMMER DES DR. THOSTI) kennen. Sie teilen sich ab dem Bahnhof von Budapest ein Taxi, da der Doktor versichert, auf dem Weg mit seinem Diener nur abgesetzt werden zu müssen. Doch nach einem Unfall, bei dem der Fahrer stirbt, werden die Frischvermählten gezwungenermaßen auch Gast des unheimlichen Hjalmar Poelzig (Boris Karloff, IM BANNE DES DR. MONSERRAT). Verdegast hat mit seinem alten Weggefährten noch eine Rechnung offen. Doch der praktizierende Satanist mit seiner dunklen Aura hat bald ein Auge auf Joan geworfen, und sein Haus, Marmarosa, birgt so manches dunkle Geheimnis…

Großartiges Horror-Drama. Immer wenn die Ikonen sich gegenüberstehen, scheint es Funken zu schlagen. Dem Film kommt merklich zugute, noch vor der verpflichtenden Einführung des Hays Code (knapp ein Monat trennte sie) entstanden zu sein. Gerade die sexuellen Motive, ausgedrückt in den Turteleien der Frischvermählten, aber vor allem in Karloffs Verlangen nach hübschen Frauen, die er auch schon mal in ihrer Schönheit für die Ewigkeit im Keller konserviert. Karloff sah nie böser aus, und das, obwohl er keine Maske trägt oder auch nur großartige Gesten bemühen muss. Seine Performance ist erkennbar an den berühmten Satanisten Aleister Crowley angelehnt. Das Duell zwischen ihm und Lugosis Verdegast spielt sich nie auf Augenhöhe ab, weswegen letzterer schon vorplant, um seine Rache auf jeden Fall zu bekommen. Düster, tragisch und mit hohem Tempo schickt Edgar J. Ulmer (DETOUR, DIE TOTENGRUFT DES DR. JEKYLL) den Zuschauer durch seine Geschichte von vergangenen Verbrechen, persönlichen Verrat und dem Durst nach Rache, von dem sich Verdegast aber nie komplett steuern lässt. Er inszeniert sie kühl und rational, bis ihm schließlich alles aus den Händen zu gleiten droht. THE BLACK CAT ist Ulmers kleines Meisterwerk und einer der besten Universal-Horrorfilme.

SILENT HILL (Christophe Gans, 2001) 4/10

Sharon, die Stieftochter der Eheleute Da Silva, leidet unter Somnambulismus, und ihr Zustand verschlechtert sich trotz Medikation zusehends. Während Christopher (Sean Bean, DER HERR DER RINGE – DIE GEFÄHRTEN) darauf drängt, sie in stationäre Behandlung zu geben, nimmt Rose (Rhada Mitchell, THE CRAZIES) mit ihr reißaus und sucht nach einer Stadt, die die Kleine immer wieder erwähnt: Silent Hill. Der Ort entpuppt sich als Geisterstadt. Als sie dort mit der Polizistin Cybill (Laurie Holden, THE WALKING DEAD) aneinander gerät, mündet das in einem Unfall. Sharon verschwindet. Die Suche nach ihrer Tochter in dem geheimnisvollen Ort wird für Rose zu einem Trip in die Hölle…

Die grandios langweilige erste Hälfte ist schwer durchzustehen, denn der Film ertränkt seine Ansätze von Atmosphäre und Horror zielsicher in mäßigen CGI. Ab der Halbzeitmarke wird der Film tatsächlich besser, was daran liegt, dass hierfür stimmungsvolle Sets gebaut wurden. Auch die Handlung bewegt sich hier ein Stückweit weg von einer reinen Geisterbahnfahrt. Letztendlich begeht auch SILENT HILL den Kardinalsfehler der meisten Videospiel-Verfilmungen, dass das, an dem der Spieler aktiv teilnimmt, als passiver Zuschauer noch lange nicht interessant oder gar spannend ist. Größter Lichtblick ist mal wieder Alice Kridge (SCHLAFWANDLER), die als Christabella eine verdammte Gemeinde tief in den Herzen der Ruinen als fundamentale Sekte befehligt. Sie kann den Film aber auch nicht retten.

LIGHT SLEEPER (Paul Schrader, 1992) 6/10

Mit 40 Jahren ist Drogendealer John (Willem Defoe, SAIGON) zwar clean, aber nur ein Angestellter von der unternehmerisch begabten Ann (Susan Sarandon, EINE KLASSE FÜR SICH). Als diese verkündet, bald aufzuhören, ziehen dunkle Wolken an Johns Horizont auf. Das Wiedersehen mit Ex-Freundin Marianne (Dana Delany, DESPERATE HOUSEWIVES) treibt alte Gefühle an die Oberfläche. Das Schicksal meint es jedoch nicht gut mit John und so treibt er unversehens der Katastrophe entgegen…

Somewhat pointless. Paul Schraders (BLUE COLLAR) Hochglanz-Crime-Drama wartet mit einem (wie eigentlich immer) gut aufgelegtem Willem Defoe auf, der dafür sorgt, dass man seinen Loser ins Herz schließt und damit den Film am Leben hält. Am Ende läuft der Film wie auch sein Hauptdarsteller ins Leere: Lerne zu schätzen, was Du hast.


Serien

Rick & Morty 1.05 – „Der Fantastische Mr. Meeseeks“
Robot Chicken 1 Episode
Navy CIS 16.15 – „Der Tote im Meer“


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (112)… und die Schlucht der Dämonen
Larry Brent (13) Der Dämon mit den Todesaugen


05.10.19

Filme

SINDBADS FÜNFTE REISE (Shahin Sean Solimon, 2014) 5,5/10

Um die Tochter des Sultans heiraten zu können, muss Sindbard mit seiner Crew zahlreiche Abenteuer bestehen. Denn der böse Deev hält seine Braut als Geisel…

Als aufwändiger Fan-Film und Ray-Harryhausen-Hommage sehr sympathisches Abenteuer, das einen Stop-Motion-Kampf an den nächsten reiht. Die Qualität dieser teils nachgerenderten Szenen bewegt sich von ganz nett bis ziemlich mies. Spaß macht es trotzdem. Allerdings macht es sich schon stark bemerkbar, dass Sets, CGI und auch die Darsteller eher C-Klasse haben. Und die Struktur der Story, deren Quest kaum mal vorwärts geht, da man immer wieder in der Zeit herumspringt, dass man kaum mehr weiß, was wann geschieht, nervt zunsehends. Insgesamt für Fans altmodischer Monsterfilme ganz nett.

DAS BELKO EXPERIMENT (Greg McLean, 2016) 5/10

In Bogota werden 80 amerikanische Angestellte (u.a. John Gallagher Jr, Tony Goldwyn, Ted McGinley) des Konzerns Belko in ihrem Bürogebäude eingeschlossen und durch eine Stimme über die Lautsprecheranlage aufgefordert, zwei ihrer Kollegen zu töten, wenn sie überleben wollen. Darauf wird der ganze Komplex abgeriegelt. Allmählich realisieren die Eingeschlossenen, dass dies bitterer Ernst ist und sie nun alle Gegner in einem mörderischen Spiel sind…

Der Australier Greg McLean (WOLF CREEK 1+2) lieferte hier die erwartbare emotionslose, blutige Schlachtplatte, die nicht mit graphischen Effekten geizt. Die oberflächliche Abhandlung und die schablonenhaften Charaktere lassen leider keinen Raum, das gezeigte Massaker zu reflektieren. Das Drehbuch von James Gunn (SLITHERS, SUPER – SHUT UP, CRIME!) zeigt sich zu keiner Zeit wirklich interessiert, irgendetwas davon intellektuell aufzuarbeiten. Dennoch kurzweilig, wenn auch nicht besonders spannend.

KILLER-CROCODILE (Fabrizio De Angelis, 1989) 4/10

Kevin (Anthony Crenna) untersucht mit seinen Kollegen die Belastung eines südamerikanischen Flusses mit Umweltgiften. Die Werte erweisen sich als abnormal hoch, denn hier wurde Atommüll verklappt. Das hat sich auch auf die hiesige Fauna ausgewirkt, und schon bald wird die Gruppe von einem riesigen Alligator dezimiert…

Von der Inszenierung her einer von De Angelis‘ (THUNDER) besseren Filmen. Doch leider setzt uns das Drehbuch nur Pappkameraden vor, so dass die meiste Zeit, in denen er Alligator nicht angreift, eher Füllmaterial ist. Und auch die Action mit dem tierischen Killer gestaltet sich eher unterwältigend, da den Italienern mal wieder das Geld für ein ordentliches Monster-Design und anständige Gore-Effekte fehlte. Nicht gänzlich scheiße, aber zumeist furchtbar dröge.

DER MÖRDER-ALLIGATOR (Lewis Teague, 1980) 7,5/10

Ein Baby-Alligator wird durch die Toilette in die Chicagoer Kanalisation gespült. Jahre später sieht sich der Polizist David (Robert Forster, DAS SCHWARZE LOCH) einer Reihe von angespülten Leichenteilen konfrontiert. Nach eingehenden Untersuchungen wird klar, dass der Alligator es sich mit der Zeit unter der Stadt gemütlich gemacht hat und dank medizinischer Abfälle aus einem Forschungslabor zu beachtlicher Größe herangewachsen ist. Zusammen mit der Wissenschaftlerin Marisa (Robin Riker, REICH UND SCHÖN) versucht er, das Tier festzusetzen. Aber da dem aggressiven Monstrum nicht so einfach beizukommmen ist, wird der Großwildjäger Brock (Henry Silva, GHOST DOG – DER WEG DES SAMURAI) hinzugezogen, um das Biest zu erlegen…

Rasant-vergnüglicher Tierhorror, der sich selbst nicht zu ernst nimmt. Da lässt man den Riesen-Alligator schon mal eine Zwischenmahlzeit auf der Hochzeitsgesellschaft des Unternehmers machen, der mit für diesen Schlamassel verantwortlich ist. Karma is a Bitch. Forster und Riker geben ein schnuckeliges Pärchen ab, und Silvas Auftritt passt da, wie die Faust aufs Auge, welches dabei kaum trocken bleibt. Ja, der hat Spaß gemacht.


Serien

Law & Order: Special Victims Unit 12.22 – „Frauenjäger“
American Dad 14.11 – „Das Keuschheitsgelübde“
American Dad 14.12 – „Der Oregon Trail“
Navy CIS 16.16 – „Hohe Einsätze“


06.10.19

Film

KILLER-CROCODILE II – DIE MÖRDERBESTIE (Gianetto De Rossi, 1990) 5,5/10

Reporterin Liza (Debra Kerr) ist hoch erfreut, hat sie doch beim Chef die erste fette Story an Land gezogen. In karibischer Idylle soll demnächst ein Freizeitpark entstehen, und sie soll dort in einem Fall von Umweltverschmutzung recherchieren. Doch ein durch Atommüll zu rießiger Größe mutierter Alligator macht die Gegend unsicher…

Im direkten Vergleich mit dem Vorgänger gefiel mir De Rossis Kroko-Horror tatsächlich eine Spur besser. Das liegt alleine an dem Pärchen Crenna und Karr, das einen etwas zum mitfiebern gibt. Auch fällt die Story etwas interessanter aus. Zudem hat De Rossi die Effektszenen mit dem Krokodil-Modell besser im Griff. Immer noch kein guter, aber nicht langweilig.


Serien

Futurama 7.09 – „Freier Wille“
Robot Chicken 1 Episode
Navy CIS 16.17 – „Funkstille“
Navy CIS 16.18 – „Das Haus brennt“


Dear Diary – Das Filmtagebuch

Schaut auch gerne auf meiner neuen Seite Geisterhaltung vorbei!

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