Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 26 / 2020

Und wieder bin ich spät dran. Aber was soll’s, ab nächste Woche wird es wohl nicht mehr so ausführliche Tagebucheinträge geben, da mir einfach die Zeit dafür fehlt. Sie werden aber, wie gewohnt und hoffentlich dann auch wieder pünktlich weiterlaufen.

22.06.20

DER SCHWANZ DES SKORPIONS (Sergio Martino, 1971)

1 Million Dollar aus der Lebensversicherung ihres verunglückten Mannes wecken Begehrlichkeiten im Umkreis der Witwe Lisa (Evelyn Stewart). Zwischen den kreisenden Aasgeiern, u.a. einem ehemaligen Liebhaber und die Nebenbuhlerin Lara (Janine Reynaud), nimmt Versicherungsagent Peter Lynch (George Hilton) seine Ermittlungen auf. Als Lisa ermordet wird, wittert auch Reporterin Cléo (Anita Strindberg) eine heiße Story…

Ich mag den ja, wegen des Settings, das etwas Urlaubsstimmung versprüht, auch wenn man leider nicht wirklich zum Sightseeing kommt; wegen dem charmanten Hilton und der sexy Strindberg, den schlagfertigen Pistilli und De Mendoza; wegen des Soundtracks, der zwar immer wieder das kitschige Thema bemüht, aber in den entscheidenden Szenen auch dramatische Töne anzuschlagen vermag. Und doch merkt man dem Film schon irgendwie an, dass er vor allem einen wohl kalkulierten Nachzügler zum erfolgreichen DER KILLER VON WIEN darstellt. Das Autoren-Team Manzano/Gastaldi/Scavolini bemüht sogar einen ähnlichen Aufbau und Figurenkonstellation, reicht in der Ausarbeitung aber bei weitem nicht an den grandiosen Vorgänger heran. Als Giallo-Fan dennoch ein unverzichtbarer Film, der klar aus der Masse herausragt.

GANG WAR IN MILAN (Umberto Lenzi, 1973)

Der Tag des Zuhälters Toto Cangemi (Antonio Sabato) beginnt statt mit einem luxuriösem Frühstück am Hotelpool mit einer Frauenleiche im Wasser. Es ist nur der Auftakt zu einer gewalttätigen Auseinandersetzung auf den Straßen Mailands, denn der brutale Korse Roger Daverty (Philippe Leroy) ist in der norditalienischen Metropole eingetroffen und will hier sein Kokain verkaufen, am liebsten über Cangemis Pferdchen. Doch der Lebemann Toto weiß sich dagegen durchaus zur Wehr zu setzen…

Schöner, sehr amerikanischer Gangsterfilm, dem Lenzi dementsprechend einen smoothen Jazz-Soundtrack und lange Einstellungen angedenkt. Dazu holt sich Toto zur Hälfte des Films mit einem italo-amerikanischen Gangster im sizilianischen Exil, der ihm bei der Bekämpfung von Daverty helfen soll, sein eigenes Ende selbst ins Haus. Wird der gutmütige, beliebte und vor allem unabhängige Zuhälter anfangs noch als Sympathiträger dargestellt, demontieren Lenzi und Sabato die Figur zusehends. Der Plot ist gut geschrieben und wird auch nicht von zu viel Action und gewalttätigen Ausschweifungen, wie sie für italienische Gangsterfilme dieser Zeit nicht unüblich waren, zerrieben, sondern geht folgerichtig seinen Weg bis zum bitteren Ende. Da es aber eigentlich keine Nebenfiguren gibt, an denen sich die Geschichte nebenher abarbeiten kann, kommt es aber in der zweiten Hälfte des Films zu ein wenig Leerlauf. Aber das ist nicht weiter schlimm, spannend bleibt es allemal.

23.06.20

THE DEVIL’S RAIN (Robert Fuest, 1975)

In einer stürmischen Nacht sieht Mark Preston (William Shatner), wie sein Vater Steve im Regen wie Wachs schmilzt, nachdem er ihn vor dem Satanisten Corbis (Ernest Borgenine) gewarnt hat. Als in der selben Nacht auch seine Mutter (Ida Lupino) entführt wird, entschließt er sich, in die Geisterstadt Red Stone zu fahren, wo Corbis seine Anhänger um sich versammelt hat. Er kann jedoch nichts gegen den Sektenführer, der er es auf ein Buch aus dem Familienbesitz abgesehen hat, ausrichten. Kurze Zeit später macht sich auch sein Bruder Tom Preston (Tom Skerrit) mit seiner telepathisch begabten Frau Julie (Joan Prather) auf den Weg dorthin, um nach nach seiner Familie zu suchen…

Gut, es gibt sicherlich einiges an dem Film zu kritisieren, etwa, dass die Story sehr, sehr dünn ist, Shatner nach gut 20 Minuten erst einmal lange aus dem Film verschwindet, Skerritt als nomineller Held (mal wieder) sehr blass agiert und auch die charismatische Joan Prather in ihrer Rolle viel zu wenig Platz eingeräumt. Das führt unweigerlich dazu, dass Ernest Borgenine mit Sektenführer Corbis die einzig interessante Person im Film darstellt, welches er durch sein extrovertiertes Schauspiel noch unterstreicht. Aber auch er macht sich etappenweise rar, und dann hängt der Film an Regisseur Fuest und dem erfahrenen, mexikanischen Kameramann Alex Phillips Jr., die hier voll auf die Kacke hauen, um mit schrägen Kamera-Winkeln, dunklen Räumen und Zwielicht Bilder des Verfalls zu präsentieren und vor allem auch Bilder den beunruhigten Gesichtern der Menschen. Das ist zwar auch reichlich platt, sorgt aber alleine mit der unheimlichen, gerne auch mal disharmonischen und atonalen Musik von Al de Lory für eine dichte, selbst angesichts Bildern der Wüstenstadt, fröstelnden Atmosphäre. Mit Gewalt hält sich der Film angenehm zurück, bietet dafür aber einige hübsche Melting-Effekte von zerschmelzenden Gesichtern und Körpern auf, das Finale ist dann sogar ein gottverdammtes Schmelzfest. Style over Substance, wer seinen Okkult-Horror mit einer komplexen Thriller-Handlung haben will, ist hier definitiv fehl am Platz.

24.06.20

UNDERWATER – ES IST ERWACHT (William Eubank, 2020)

Als die Tiefsee-Forschungsstation Kepler Leck schlägt, fliehen die Crew-Mitglieder, u.a. die junge Forschungsassistentin Nora (Kristen Stewart), unter Führung von Cpt. Lucien (Vincent Cassel) über ein kleines U-Boot in Richtung der nahe gelegenen Bohrstation Roebuck. Die Evakuierung kostet schon Opfer, doch bald müssen die Überlebenden erkennen, dass noch irgendetwas anderes, monströses in dieser Tiefe es auf ihr Leben abgesehen hat…

Also, eigentlich mag ich Unterwasser-Filme sehr gerne, wegen der beengten Atmosphäre, obwohl der Ozean um den Schauplatz herum unendlich groß scheint, und wegen der grandiosen Unterwasser-Optik (ähnlich Filmen im All). Doch davon bietet UNDERWATER – erst einmal gar nichts. Statt auf dichte Atmosphäre und Schauwerte setzt der Film darauf, seine Pappkameraden (Charakter-Entwicklung oder zumindest eine Einführung hält man schlichtweg wohl nicht für nötig) durch das trübe Wasser von einem Jump-Scare zum nächsten zu jagen, alles festgehalten von einer brechreizerregenden Wackelkamera im hypernervösem Schnittgewitter. Klar, das soll natürlich die Panik der Crew reflektieren, mehr der man sich aber leider überhaupt nicht identifizieren kann. Erst nach einer geschlagenen Stunde kommt der Film zu Besinnung, nimmt das Tempo raus und verfolgt die einsame Kristen Stewart, die über den Meeresgrund tapert und dann auf die letzten Überlebenden trifft. Von da an verfällt er für die ganze letzte halbe Stunde kein einziges Mal mehr in die Hektik, das Chaos der vorangegangenen Stunde und baut tatsächlich noch Spannung auf.
Ich finde es höchst ärgerlich, wenn ein Film so gut aufhört, wie er eigentlich hätte beginnen können/sollen/müssen, denn alleine das letzte Drittel kann den Film nicht retten, sondern den Absturz nur abfedern. Hier bekommen wir beklemmende Spannung und einen passenden Score, hier darf man mitfiebern und als i-Tüpfelchen gibt es ein famoses, lovecraftian Monster obendrauf. Zu einem Drittel ein guter Film, zu zwei Dritteln nahe an der Katastrophe; bezogen auf die Story schon passend, aber kein wirkliches Vergnügen.

MISSION: IMPOSSIBLE (Brian De Palma, 1996)

Als Spezialagent Ethan Hunt (Tom Cruise), bis auf Claire (Emanuelle Beard), die junge Frau seines Mentors Jim Phelbs (John Voigt), bei einem Einsatz sein gesamtes Team verliert, wird er als Verräter verfolgt. Um seine Unschuld zu beweisen, heuert er mit Claire einige Spezialisten an, um eine brisante Einsatz-Liste von Agenten aus dem CIA-Hauptquartier zu stehlen und so den echten Maulwurf aus der Reserve zu locken…

Wenn man den ersten M:I-Film, der unter der Regie von Thriller-Spezialist Brian DePalma entstand, mit dem letzten Teil M:I – FALLOUT vergleicht, fällt schon auf, dass der Erstling zwar auch spektakuläre Action-Setpieces bietet, die im Vergleich mit dem, was noch kommen sollte, geradezu mickrig aussieht. Aber MISSION: IMPOSSIBLE von ’96 setzte eigentlich schon alle Trademarks, die von der Serie bis heute noch durchexerziert werden: Der Auftrag als Opening Sequence, die Situation, dass Hunt, sein Team oder gleich der ganze IMF in Verruf gerät, die Spannungssequenz, die das zweite Drittel abschließt, sowie das doppelbödige Finale gibt es schon hier; und an der Formel wurde bis heute kaum etwas verändert. Der Film ist gut gealtert, sieht man von einigen nicht mehr ganz taufrischen Rückprojektionen und CGIs ab. Der große Plus der Reihe, da macht der Erstling keine Ausnahme, war ja, dass Tom Cruise alle Stunts selbst macht. MISSION: IMPOSSIBLE lässt sich auch heute noch gut anschauen, auch wenn ich ihn nicht mehr als besten Film der Reihe bezeichnen würde.

DER RICHTER, DEN SIE SHERIFF NANNTEN (Yves Boisset, 1977)

Untersuchungsrichter Fayard (Patrick Dewaere) gilt als hart, aber gerecht. Vor allem aber behandelt er jeden Anklagen gleich, vollkommen unabhängig von Ethnie oder gesellschaftlicher Stellung, was ihn bisweilen den Zorn von Staatsanwaltschaft und Bürgermeisteramt einbringt. Als er einen Überfall auf einen Geldtransporter nachgeht, rückt er dem „Doctor“ (Michel Auclair), der vom Gefängnis eine Bande führt, und dem einflussreichen „Capitaine“ (Marcel Bozzuffi) auf die Pelle, die Verbindungen zu Polizei und Militär unterhalten…

Bockstarkes Krimi-Drama um einen Richter, dem die Gerechtigkeit zur Obsession wird, in der er unweigerlich als Mensch und als Richter scheitert. Denn die kriminellen Kräfte, gegen die er kämpft, sind verstrickt bis in die höchsten Kreise der lokalen Politik. Seine Anstrengungen, sein Idealismus fällt nicht nur er zum Opfer, sondern jeder, der sich davon anstecken lässt. Patrick Dewaere spielt in der Hauptrolle wieder einmal unglaublich gut, man merkt, dass viel seines eignenen Wesens als getriebener Künstler in die Figur mit einfloss. Der Cast um ihn herum wird toll ergänzt von Philippe Léotard als Ermittler an seiner Seite, Aurore Clément als seine Freundin, Marcel Bozzuffi als Handlanger des Verbrechers und Michel Auclair als kriminelles Mastermind.

25.06.20

SHOT (Mitch Brown, 1973)

Die beiden jungen Detectives Ross und Wilson schieben Dienst in einer miesen Kleinstadt und sind mit ihrer nachlässigen Art ihrem Captain ein Dorn im Auge. Sie freuen sich über jede Gelegenheit, eine Schusswaffe zu gebrauchen und sich zu beweisen. Als sie bei einer Razzia auf die Freundin des Kleinganoven Danny stoßen, bedrängen sie die junge Frau, als Spitzel zu arbeiten und ihnen den Gangster Little Don bei einem Drogendeal ans Messer zu liefern…

Sympathischer semi-professioneller Krimi, bei dem es zwar mit Logik hapert, der aber seine Grenzen kennt und innerhalb derer ein nicht gänzlich ernst gemeintes Porträt zweier Loser im öffentlichen Dienst abliefert. Die Macher Mitch Brown und Nate Kohn setzen dabei auf lockere Dialoge, blutige Shootouts und Verfolgungsjagden. Nicht alle Darsteller können überzeugen, was aber nicht ins Gewicht fällt, da man immer einen leicht ironischen Ton pflegt, ohne in Selbstparodie zu verfallen. Das Ganze sieht dann auch recht wertig aus, mit guter Kamera-Arbeit, zumal ihnen auch ein Hubschrauber zur Verfügung stand, den sie, wann immer es sich anbot, nutzten. Das ist jetzt kein 70s-Kleinod, aber durchaus unterhaltsam, wenn man die kleinen Fehler verzeiht.

26.06.20

ACCELERATION – GEGEN DIE ZEIT (Michael Merino/Daniel Zirilli, 2019)

Dolph Lundgren hetzt Natalie Burn durch Los Angeles, als Faustpfand hält er ihren Sohn gefangen. Sie soll Dokumente einholen, die der böse Rivale Sean Patrick Flanery auch haben wll. Billiger Actionfilm im sterilen Look und mit den billigstem Mündungsfeuer, was ich je außerhalb einer 90er-Jahre-Amateur-Produktion gesehen habe.

Mehr bei Filmtoast.de

MAD MAX II – DER VOLLSTRECKER (George Miller, 1981)

Nach einer weltweiten Ölkrise bricht die Zivilisation endgültig zusammen. Der Einzelgänger Mad Max (Mel Gibson) durchstreift in seinem modifizierten Ford Falcon das Ödland, immer auf der Suche nach Benzin und Essen. Er stößt auf eine Ölpumpstation in der Wüste, die von einer brutalen Bande belagert wird. Darauf schließt er mit den Bewohnern der Station einen Pakt. Gegen eine Bezahlung von mehreren Gallonen Benzin soll er einen Trek von Tanklastern anführen, um aus der Belagerung auszubrechen…

Immer noch ein Brecher von Film. Aber mir ist jetzt mal wieder aufgefallen, dass die finale Verfolgungsjagd weit kürzer war, als in meinem Gedächtnis; das sind wirklich nicht ganz 20 Minuten. Das macht aber nichts – die apokalyptische Ödnis des australischen Outbacks ist vereinnehmend genug, dazu noch Max, der abseits jedweder Moral steht, die marodierende Bande des Humungus (und Vernon Wells als schwuler Handlanger an der Leine; ganz schön Fetisch-fixiert, das Ganze…) und die letzte Enklave von Menschlichkeit, die mitten auf dem Öl hockt. Das passt alles so gut zusammen, da vergeht die Zeit wie im Flug; immer wieder schön.

MOTORWAY (Soy Cheang, 2012)

Wegen seines aufbrausenden Temperaments und seinem Hang zu schnellen Verfolgungen landet der junge Cop Chan Cheung (Shawn Yue) mit seinem älteren Partner Lo Fung (Anthony Wong) bei der Radarkontrolle. Doch die erste Gelegenheit nutzt Cheung wieder zu einer Verfolgungsjagd und kann so einen Raser dingfest machen, der sich als Fluchtfahrer Jiang Xin (Guo Xiaodong) entpuppt. Er wurde von Gangsterboss Tan Yi (Li Guangjie) beauftragt, den inhaftierten Huang Zhong (Li Haitao) zu befreien. Jiang Xin kann zwar ausbrechen, doch Cheung lässt nicht locker und verfolgt die Gangster…

Ich würde ja gerne sagen, solch eine dünne Story ist so universell, dass diese sich unausweichlich auch mal wiederholt, aber die Ähnlichkeit zum italienischen HIGHWAY RACER mit Maurizio Merli ist dermaßen auffällig, dass ich kaum an Zufälle glauben mag. Allerdings ist der 70s-Italo-Schinken klar vorzuziehen, auch wenn die Fahrszenen nicht so schnittig sind, aber damit geht auch MOTORWAY in seinen nicht einmal 90 Minuten nicht gerade wuchern. Und wo die Action schon so knapp ausfällt, ist es umso ärgerlicher dass das Drama erst recht nicht zünden will, da jeder Charakter ohne Probleme auf eine Seite eines Bieruntersetzers passt. Da können auch mal 85 Minuten ziemlich lang werden. Zumindest sieht der von Johnnie To produzierte Streifen wirklich schnieke aus, retten kann ihn der Altmeister genauso wenig wie der normalerweise ziemlich kreative Regisseur Soi Cheang oder seine Stars Shawn Yue und Anthony Wong (ja, richtig gehört, der HK-Star bleibt hier so blass, wie ich ihn noch nie in einem Film gesehen habe). Also, Finger weg!

27.06.20

DONOVANS HIRN (Felix E. Feist, 1953)

Der Wissenschaftler Dr. Patrick Cory (Lew Ayres) hat es gerade geschafft, mit Hilfe seiner Frau Janice (Nancy Davis) und des alkoholkranken Chirurgen Dr. Frank Schratt (Gene Evans) ein Affenhirn zu extrahieren und am Leben zu halten, da wird er zu einem Flugzeugabsturz gerufen. Er bringt einen schwerverletzten Mann, einen gewissen Donovan, zu sich, kann ihn aber nicht mehr retten. Doch er packt die Gelegenheit beim Schopf und entnimmt ihm sein immer nohc lebendes Gehirn. Bei seinen Versuchen mit dem Gehirn zu kommunizieren übernehmen die Gedanken des einstigen Multimillionärs die Kontrolle über den beinahe schon wahnhaften Cory…

Die Geschichte an sich bietet einiges an Potenzial, das diese Filmumsetzung leider nicht umzusetzen vermag. Man mäandert hier eher zwischen dem Kontrollverlust des Dr. Cory und den Machenschaften des eigentlich toten Donovans hin und her, ohne wirklich den Thriller-Part, noch die SF-Geschichte oder den Horror-Anleihen vollends Rechnung zu tragen. Kein schlechter Film, bisweilen auch durchaus spannend, der aber dennoch hätte besser sein können.

TERROR (Norman J. Warren, 1978)

Vor mehr als 300 Jahren soll die Hexe Mad Dolly die Familie der Hexenjäger Garrick verflucht haben. Als sich Ann Garrick (Carolyn Courage) nach der Preview des neuen Horrorfilms ihres Bruders James (John Nolan) auf dem Familiensitz zum Spaß hypnotisieren lässt, setzt dies mörderische Ereignisse in Gang. Im Umfeld der Geschwister kommen darauf immer wieder Menschen gewaltsam ums Leben…

Warrens übernatürlicher Slasher um einen alten Familien-Fluch kommt über weite Strecken nicht so recht in die Pötte, zumal die Geschichte sich größere Überraschungen auch ausspart. Ganz nett sind die Mordszenen, die mittelalterlichen Hinrichtungsarten nachempfunden sind. Auch einzelne Szenen im Landsitz sind ganz nett geraten. Aber bisher fand ich ALIEN PREY und INSEMINOID zumindest weitaus interessanter.

28.06.20

GOLGO 13 – THE PROFESSIONAL (Osamu Desaki, 1983)

Golgo 13 gilt als einer der weltbesten Auftragsmörder. Doch als er Frederick Dawson, den Sohn des milliardenschweren Industriellen Robert Dawson, bei der feierlichen Übergabe der Firmenleitung tötet, wird der amerikanische Geheimdienst auf ihn aufmerksam. Und auch der der Vater des Toten, seines einzigen Erben, setzt all seine Mittel dafür ein, ihn zur Strecke zu bringen und schickt ihm Jäger mit übermenschlichen Kräften auf den Hals…

Man merkt deutlich, dass die eigentlich Haupt-Story eigentlich nur für ein OVA (normalerweise um und bei eine Stunde) ausgereicht hätte, weswegen man das Ganze mit einem vollkommen unwichtigen Nebenstrang aufstreckt, der dem Helden Gelegenheit zu einem Techtelmechtel und dem Film etwas Erotik gibt. Ansonsten immer noch ein formidabler Action-Thriller, in seinem Stil erstaunlich westlich ausgerichtet. Macht immer noch Spaß.

BUÑUEL IM LABYRINTH DER SCHILDKRÖTEN (Salvador Simó, 2018)

Zeichentrickfilm über die Entstehung der Dokumentation LAND OHNE BROT (1933) – Nach dem Skandalwerk DAS GOLDENE ZEITALTER steht Luis Buñuel dank der Intervention der katholischen Kirche auf einer schwarzen Liste unerwünschter Filmemacher. Auch seine Freundschaft zu Salvador Dalí ist zerbrochen. Der Reporter Ramón Acin kann ihn überreden, mit ihm eine Dokumentation über ein armes Dorf in Extramadura zu drehen. Doch die Arbeit mit dem Surrealisten erweist sich als schwierig, denn Buñuel neigt dazu, der Realität seinen eigenen Anstrich zu verleihen und Szenen zu inszenieren, wie etwa den Tod eines Esels. Letztlich übt diese Erfahrung aber großen Einfluss auf den Künstler aus. Dieser Zeichentrickfilm ist so gehalten, dass er sicherlich auch ohne allzu große Vorkenntnisse über das Schaffen Buñuels goutierbar ist, aber sind diese natürlich hilfreich.

Mehr demnächst bei Filmtoast.de

Dear Diary – Das Filmtagebuch

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