Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 27 / 2020

So, heute bin ich dann mal wieder richtig in der Spur. Aber da ich noch mehr zu tun habe, spare ich mir weitere Worte, hier ist das Filmtagebuch für letzte Woche…

29.06.20

DIE KLASSE VON 1999 (Mark Lester, 1990)

In einer düsteren Zukunft des Jahres 1999 herrscht auf den Straßen Krieg. Um wieder Zucht und Ordnung unter die marodierenden Jugendlichen zu bringen, kooperiert der Staat mit MegaTec, die versuchsweise unter dem neuen Rektor Langford (Malcolm McDowell) drei Roboter-Lehrer (u.a. Pam Grier) auf die Kennedy High School in Seattle schicken. Der gerade aus dem Knast entlassene Cody Culp (Bradley Gregg) muss dort schon bald feststellen, dass sich die Reihen unter den bösen Jungs auf der Schule auffällig lichten, was mit den neuen Lehrkörpern zusammenzuhängen scheint…

Schmissige Fortführung von Lesters eigenen DIE KLASSE VON 1984, zwar kein Sequel in dem Sinne, aber ein Schwippschwager im Geiste, der eine ähnliche Geschichte in einem SF-Setting erzählt. Die Besetzung auf Seiten der Bösen ist handverlesen, ob nun Malcolm McDowell als erfolgsgeiler Direktor, Stacey Keach als fieser Feldforscher oder die Roboter – die toughe Pam Grier, der ewig fies dreinschauende Patrick Kilpatrick und John P. Ryan, der auch einen guten Soziopathen abgeben würde. Einzig Bradley Gregg in der Rolle des Helden, des einstig aufsässigen Rebellen, der nun geläutert scheint (weil seine Perspektiven mit einem dauerhaften Aufenthalt im Knast ansonsten alles andere als rosig ausschauen), passt nicht so recht, sieht eher aus wie ein vergessener „Corey“. Davon ab gibt es ein versifftes Vorstadt-Ghetto, ein urbanes Kriegsgebiet direkt vor der Schule und brutale Gewalt durch Roboter-Lehrer, die die unartigen Schüler als Feinde sehen, die es auszumerzen gilt. Das ist ein großer Spaß!

30.06.20

CLASS OF 1999 PART 2 (Spiro Razatos, 1994)

John Bolen (Sasha Mitchell) scheint auf den ersten Blick ein normaler, ambitionierter Aushilfslehrer. Doch in seinem Innern schlägt kein Herz, denn er ist ein militärischer Cyborg mit Bildungsauftrag. Und er nimmt die Bande von Sanders (Gregory West) ins Visier, die die junge Lehrerin Jenna (Caitlin Dulany) bedroht, die in einer Mordanklage gegen den Bandenchef aussagen will. Doch ihm ist schon Bundesagent Ash (Rick Hill) auf den Fersen…

Das war mal eine reichlich doofe Fortsetzung. An sich ist die Idee des Vigilante-Killer-Cyborg, der durch die USA zieht und böse Schüler richtet, ja nicht schlecht. Der Film funktioniert auch dann am besten, wenn der stocksteife Boden der jungen Lehrerin beisteht und zeitweilig als Good Guy aufgebaut wird. Das ist ziemlich putzig, da man ja noch die Vorstellung des eiskalten Killer-Roboters im Hinterkopf hat. Den Killer nimmt man Sasha Mitchell hingegen kaum ab. Die Action ist nicht der Rede, auch gewalttechnisch sollte man hier nicht zu viel erwarten. Zum Ende hin warten dann noch eine ganze Handvoll Wendungen, eine dümmer als die andere. Leider trotzdem kein „so bad, it’s good“, der ist einfach nur „bad“.

SISTER STREETFIGHTER (Kazuhiko Yamaguchi, 1974)

Als ihr Bruder nach einem Martial Arts Turnier spurlos verschwindet, tritt die Polizei an Li Koryu (Etsuko Shihomi) heran. Denn der gute Mann war ein Undercover-Agent, der einen Drogenring infiltrieren sollte. Die schlagkräftige Tina lässt sich nun einspannen, um selbst bei den japanischen Schmugglern eingeschleust zu werden. Doch die Gangster erwarten sie schon. Nur der Karate-Lehrer Seiichi Kýo (Sonny Chiba) kämpft an ihrer Seite…

Schöner Klopper-Streifen, der sich gar nicht erst zu sehr seiner Standart-Story aufhält, sondern schnell in die Vollen schlägt. Etsuko Shihomi kann sich gut behaupten, die eher kleine Frau verteilt ordentlich Haue und kann auch in Gegenwart eines ausgemachten Alphas wie Sonny Chiba, der hier angenehm zurückgenommen agiert (für seine Verhältnisse), locker bestehen. Der Streifen ist flott unterwegs, die Kampf-Choreographien können sich wirklich sehen lassen, alles in allem ein empfehlenswerter Spaß für alle Martial Arts-Fans.

01.07.20

HAND OF DEATH (John Woo, 1976)

Kämpfer Yan Fei (Tan Tao-Liang) wird ausgesandt, um den bösen Shih Shao-Feng (James Tien) zur Strecke zu bringen. Doch dessen Technik der eisernen Klaue scheint kaum schlagbar, so dass Yan Fei eine eigene Technik entwickeln muss, um sie zu kontern…

Routiniert inszenierter Eastern von John Woo, der noch nicht an seinen tollen Schwertkampf-Film LAST HOORAH FOR CHIVALRY (1979) herankommt, aber dennoch Spaß macht. Jackie Chan spielt hier nur eine Nebenrolle, aber zumindest eine größere als seine Kumpels Sammo Hung und Yuen Biao. Die Fights sind guter Standard, auch wenn es gerne etwas mehr Action hätte sein dürfen.

02.07.20

M:I-2 (John Woo, 2000)

Mitten im Urlaub wird Ethan Hunt (Tom Cruise) direkt in den Dienst beordert. Ex-Kollege Sean Ambrose (Dougray Scott) hat es nämlich auf die Bio-Waffe Chimera abgesehen – den Erfinder hat er schon ermordet, das Gegenmittel in seinen Besitz gebracht. Nun beginnt ein Wettlauf um die Biowaffe aus den Labors der Firma Biocyte. Doch neben Hunt und Ambrose hat auch Diebin Nyah Hall (Thandie Newton) ihre hübschen Finger im Spiel…

Ich halte die Schelte, die dieser zweite Teil immer bekommt, auch für überzogen. Damals hatte wohl tatsächlich jeder einen John-Woo-Film erwartet, was der Film nur im sehr eingeschränkten Maße hergibt. Denn Woo hält sich mit seinem gepflegten Pathos, ganz im Gegensatz zu IM KÖRPER DES FEINDES, sehr zurück, und das ist gut so. Dass es hier nicht blutige Einschüsse zu bestaunen gibt, war aufgrund der Materie und seines Status als kommender Blockbuster doch eh klar. Der Film hat eher strukturelle Probleme, da er immer wieder Phasen einlegt, in denen er grundlos zwei Gänge rausnimmt, was aber wohl mehr der dünnen Geschichte geschuldet ist, die Braga und Morre dafür ersonnen haben. Ansonsten gibt es am Cast und der Inszenierung wenig auszusetzen. Klar, die Biocyte-Schießerei und das Motorrad-Finale mögen heute im Vergleich zu einem M:I – FALLOUT schon etwas unspektakulär erscheinen, machen aber immer noch Spaß. Innerhalb der Reihe einer der schwächeren, auch kein wirklich guter Action-Thriller, aber immerhin noch gut goutierbar.

UNFORGETTABLE (John Dahl, 1996)

Als seine Frau brutal ermordet wird, steht auch Forensiker Dr. David Krane (Ray Liotta) im Fokus der Ermittlungen seiner Kollegen. Tatsächlich kann er sich an den fraglichen Abend gar nicht mehr erinnern. Deswegen interessiert er sich für die Forschungen von Dr. Martha Briggs (Linda Fiorentino), der es angeblich gelungen ist, mittels eines Serums Erinnerungen von einer Laborratte auf die andere zu transferrieren. Er drängt sie dazu, an ihm den ersten Feldversuch mit einem Menschen durchzuführen…

Hoia, das war mal ein Stoff, der einen mit den Augen rollen lässt. Das Gedöns ums Serum muss man natürlich erst einmal schlucken, aber dann entwickelt sich auch schnell ein Thriller mit Sogwirkung, der bis zum feurigen Finale sauspannend bleibt. Dahl wartet auch nicht lange, sondern steigt zügig ein, während die Hintergrund-Story um den Mord an Kranes Frau erst nach und nach freigelegt wird. Etwas schade ist, dass Linda Fiorentino mit ihren Reizen geizt und ihre Figur doch ein wenig sehr zurückhaltend agiert; ein wenig mehr Mad Scientist hätte da sicher gut getan. Aber so ist UNFORGETTABLE noch pulpig genug, um Fans schlockiger Thriller gut zu unterhalten.

03.07.20

I AM NOT A SERIAL KILLER (Billy O’Brien, 2016)

John Wayne Cleaver (Max Records) ist kein normaler Teenager. Fasziniert von Mord und Tod ist er ein Außenseiter und flüchtet sich in Mordphantasien. Um sich nicht in diese zu versteigen, konzentriert er sich auf die Arbeit in der Leichenhalle seiner Mutter (Laura Fraser), er besucht einen Therapeuten und verbringt viel Zeit mit seinem kauzigen alten Nachbarn Mr. Crowley (Christopher Lloyd). Doch dann geschieht in der verschlafenen Kleinstadt eine Serie von Morden und aufgrund Johns besonderer Veranlagung kommt er dem Täter ungesund nahe…

Insgesamt war der ganz nett, die Story ist interessant, die Darsteller sind gut, aber vollends konnte er mich nicht überzeugen. Dazu fehlte es ihm dann doch an Eigenständigkeit, bzw. Finesse und Glaubwürdigkeit. Das Aufstellen von Regeln, die Verlockungen des Alltags, die Ablehnung durch die Mitmenschen, das alles erinnerte dann doch wieder sehr an DEXTER, auch wenn der Film dabei in eine ganz andere Kerbe, nämlich des Coming-of-Age, schlägt (was ich später in bspw. der englischen Serie THE END OF THE FUCKING WORLD besser abgehandelt fand). Die Krimi-Handlung, die nebenbei aufgebaut wird und im letzten Drittel das Geschehen bestimmt, ist leider nicht so wahnsinnig fesselnd oder überraschend, das Ende war sogar eher enttäuschend. Nicht schlecht, aber auch nichts außergewöhnliches.

RIFIFI (Jules Dassin, 1955)

Der alternde Gangster Tony (Jean Servais) kommt gerade nach 5-jähriger Gefängnisstrafe aus dem Knast, da tritt sein Kumpel Jo (Carl Möhner) mit einem vermeintlich sicheren Coup an ihn heran. Aus dem Diebstahl von Auslegeware entwickelt sich der Plan eines verzwickten Juwelenraubs. Doch Tony nimmt Kontakt zu seiner alten Liebe Viviane (Magali Noél) auf, die jetzt eigentlich mit dem zwielichtigen Nachtclubbesitzer Rémy (Robert Hossein) liiert ist. Und als einer der Diebe entgegen der Abmachungen ein Schmuckstück verschenkt, ist die Polizei noch die kleinste Sorge der Bande…

Wohl der Großvater aller Heist-Movies. Die Formel, die Dassin mit diesem Film etablierte hat im Groben sogar heute noch Gültigkeit. Dazu baut der Meister-Regisseur ein düsteres Krimi-Drama auf, dessen Fatalismus am Ende über alle hinwegrollt. Der Höhepunkt des Films, der Heist, läuft in fast 20 Minuten ab, in denen kein Wort gesprochen wird. Einer der größten French Noir.

DIE SCHLANGENDRUBE UND DAS PENDEL (Harald Reinl, 1967)

Roger (Lex Barker) bricht auf zum Schloss von Graf Regula (Christopher Lee), um etwas über seine Vergangenheit zu erfahren. Auch Baroness Lillian (Karin Dor) wurde dahin geladen. Zusammen mit dem Geistlichen Fabian (Vladimir Medar) machen sie sich auf dem Weg durch einen gruseligen Wald. Auf dem Schloss begrüßt sie Anatol (Carl Lange), der untote Diener des Grafen, der in dieser Nacht zum Karfreitag aufersteht, um ein 13. Jungfrauen-Opfer, das ihm noch fehlte, zu bringen und Unsterblichkeit zu erlangen…

Ein naiver Spaß, und das im besten Sinne. Dieser deutsche Horrorfilm ist wie eine Geiterbahnfahrt oder ein kindlicher Alptraum in Zelluloid – zwar nicht sehr spannend, aber nie langweilig, nie um den nächsten vermeintlichen Höhepunkt verlegen. Es gibt Wälder mit Toten in den Bäumen, von Totenschädeln gesäumte Hohlengänge, einen Raum voll mit gefolterten, weiblichen Leichen; Karin Dor wird vom einfallenden Nebel mit Krabbelviechern belegt und steht dann vor einer Schlangengrube, und Lex Barker landet unter dem Todespendel in einem Raum mit irrem Wandgemälde. Christopher Lee bleibt zwar blass, darf aber in seinem Labor aus allerlei blubbernden Behältnissen ein Lebens-Elixier brauen. Das Ende ist ein wenig deppert, aber wie gesagt, Spannung oder Logik braucht man hier ehedem nicht erwarten.

04.07.20

IT! DER SCHRECKEN LAUERT IM ALL (Edward L. Cahn, 1958)

Col. Carruthers (Marshall Thompson) ist der einzige Überlebende einer ersten Mars-Mission, er erzählt eine unglaubliche Geschichte eines Monsters, das seine Crew dezimierte. Das Rettungsraumschiff von Col. Van Heusen (Kim Spalding) soll ihn nun zur Erde bringen, wo ihn ein Kriegsgericht erwartet. Doch das Monster hat sich an Bord geschlichen und wird auch für Van Heusen und seine Leute zur tödlichen Gefahr…

Reichlich naiver, aber durch sein klaustrophisches Raumschiff-Setting auch recht spannender SF-Horror. Das Monster sieht ziemlich scheiße aus, bewegt sich aber meist im Schatten. Eigentlich verlegte man nur die Handlung von DAS DING AUS EINER ANDEREN WELT (1951) in den Weltraum, was damals aber noch originell war und später wohl auch Ridley Scotts ALIEN (1979) nicht unwesentlich beeinflusste. Zweitsichtung zwecks Review auf Badmovies.de

DAYBREAKERS (The Spierig Brothers, 2009)

In einer düsteren Zukunft haben die Vampire die Herrschaft über die Welt erlangt und die Menschheit beinahe ausgelöscht. Um ihren Blutdurst zu stillen, werden einige der letzten Exemplare auf Blutfarmen gehalten, was nicht bei allen Vampiren auf Gegenliebe stößt. Der vampirische Wissenschaftler Dr. Edward Dalton (Ethan Hawke) forscht derweil nach einem Blutersatz, weil er Mitleid mit den Menschen hat. Und auch die Gesellschaft der Vampire ist auf diesen Ersatzstoff dringend angewiesen, denn bei mangelnder Ernährung degenerieren sie zu sog. „Subsiders“, die sich in ihrer Verzweiflung von sich selbst und anderen Vampiren ernähren, was die Verwandlung noch beschleunigt. Bei einem Unfall kommt Edward in Kontakt mit einigen Menschen, er hilft ihnen zur Flucht vor der herbei nahenden Polizei. Kurz darauf nimmt der menschliche Widerstand Kontakt auf, denn einer von ihnen, Elvis (Willem Dafoe), war schon einmal Vampir, konnte sich jedoch zurückverwandeln. Nun soll der Hämalogin Dalton ihnen helfen, ein Gegenmittel gegen den Vampirismus zu entwickeln…

Nicht langweilig, aber stellenweise etwas dröge und insgesamt dann doch ein bisschen zu doof. Gut, wenn es um Vampire geht, setzt man normalerweise nicht auf Logik, aber wer hier dann die Schiene eines Sci-Fi-Thrillers fährt, anstatt eines Horrorfilms, und mit pseudo-wissenschaftlichen Tineff um sich wirft, muss damit rechnen, dass die Sinnhaftigkeit dessen hinterfragt wird. Und dabei verrennen sie sich nun mal in gesteigerten Unsinn. Dazu kommt noch, dass Ehtan Hawke in der Hauptrolle eher ein Ritter der traurigen Gestalt darstellt, der nicht gerade mitzureißen vermag. Auch die interessantere Rolle von Sam Neill als skrupellosen Konzern-Chef lässt man dafür am langen Arm verhungern. So hält sich dann leider auch die Spannung in Grenzen. Insgesamt gut gefilmt, die vampirische Welt kommt gut rüber, aber letztlich nur mittelprächtiges, blutleeres Entertainment.

DAS TÖDLICHE INSERAT (Juan Carlos Desanzo, 1985)

Eine Bande brutaler Gangster verschafft sich Zutritt zum Haus des Bankiers Beltrán (Rodolpho Machado) und bringen die Familie in ihre Gewalt. Sie vergewaltigen seine Frau (Marta González) und bedrängen seine minderjährige Tochter Patricia (Andrea Tenuta), der Alte jedoch überlebt den Überfall nicht. Um ihren Vater zu rächen, taucht Patricia in die Unterwelt der Stadt ab und freundet sich mit der Club-Besitzerin Mónica (Luisina Brando) an. Sie ist fest entschlossen, die Täter zu finden und ihrer gerechten Strafe zuzuführen…

Von dem hatte ich mir tatsächlich ein wenig mehr Sleaze und Gewalt erhofft. Der Überfall am Anfang macht ob der Dreistigkeit der Räuber dann doch schmunzeln (sie sind noch den ganzen Nachmittag dort zu Gange und locken Käufer eines vermeintlichen Mercedes dort in die Falle, um sie auszurauben). Auch wird der Film in seinen Gewaltdarstellungen so richtig fies, trotzdem wirken die Bösewichte (allesamt Brüder) bedrohlich. Später sucht Patricia die Nähe von Mónica, um an die Männer heranzukommen, aber sie ist nun keine wirkliche Kämperin, die gnadenlos Rache übt. Es fügt sich schließlich alles mehr zufällig aneinander. Der Film versucht sich dann zwischenzeitlich als Drama, wozu er aber auch nicht vollends taugt. Irgendwie war der nicht scheiße, aber weder Fisch noch Fleisch.

05.07.20

DIE NÄCHTE DER WÜRGERIN (Alfred Shaughnessy, 1957)

Richard Johnson (Jack May) eröffnet seiner Nichte Leonora (Barbara Shelley), dass ein Familienfluch auf ihr Laste und ihre Seele mit der einer Raubkatze verbunden sei. Noch in der gleichen Nacht wird er von einem Leoparden getötet. Leonora ist verständlicherweise verstört und der Psychologe Dr. Marlowe (Robert Ayres), ausgerechnet ihre alte Jugendliebe, kümmert sich um sie. Er tut ihre wirren Aussagen als Nachwirkungen eines Schocks ab. Doch Leonora ist von dem Fluch überzeugt…

Eher billiger, dennoch reizvoller Abklatsch von Tourneurs Klassiker KATZENMENSCHEN (1942), der aber zu keiner Zeit dessen inszenatorische Klasse und dichte Atmosphäre erreicht. Barbara Shelley überzeugt jedoch als schizophren wirkende Frau zwischen Panik und Wahnsinn, auch die oftmals in dunkle Schatten getauchte Szenerie macht schon was her. Aber letztlich überflüssig, da das Original halt so viel besser ist.

IM ZEICHEN DES BÖSEN (Orson Welles, 1958)

Der mexikanische Polizeichef Vargas (Charlton Heston) gerät nach einem Mord per Bombenanschlag mit dem amerikanischen Polizisten Quinlan (Orson Welles) aneinander.  Da Vargas dessen Methoden nicht gut heißt und anfängt in dessen Vergangenheit zu graben, verbündet sich Quinlan mit dem mexikanischen Gangster Grandi (Akim Tamiroff), der Vargas Frau (Janet Leigh) entführen lässt und einen Skandal inszenieren soll…

Dieses Mal hab ich mir die Kinofassung angesehen, die natürlich einige Szenen missen ließ, was mir in Kenntnis des DC sofort aufgefallen ist. Vor allem aber tun sich auch abseits dieser Kenntnis zumindest eine Lücke auf (nämlich wenn Quinlans rechte Hand Janet Leigh ins Hotel bringt). Ansonsten macht sich das höhere Tempo dieser Fassung, der ganze 13 Minuten fehlen, nicht wirklich bemerkbar, so dass jeden, der nicht unbedingt auf die (sehr gute) deutsche Kinosynchronisation angewiesen ist, die wiederhergestellte Fassung dieses Meisterwerk empfohlen sei.

Dear Diary – Das Filmtagebuch

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