Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 22 / 2020

Dieses Mal bin ich wirklich spät dran, was daran liegt, dass ich letzte Woche noch rein gar nichts zu den gesehenen Filmen geschrieben hatte. Im Blickpunkt lag die DR. MABUSE-Reihe von Produzent Arthur Brauner, die die Klassiker von Fritz Lang fortsetzten und gleichzeitig auch am Erfolg der Wallace-Filme prosperieren wollte.

25.05.

TODES-BRIGADE (Max Pécas, 1985)

Kommissar Gérard (Thierry de Carbonnièrs) untersucht den brutalen Mord an einigen Prostituierten. Ein Wink seiner Ex-Geliebten Veronique (Lillemour Jonsson) führt zu einer Razzia in einem Swinger-Club. Als die Besitzerin aus dem Polizei-Gewahrsam fliehen will, stürzt sie von einem Baugerüst und stirbt. Doch sie war die Frau des „Griechen“ (Jean-Pierre Bernard), und der mies gelaunte Gangster kommt selbst nach Paris, um sie zu rächen. Eines der Opfer ist Gérards schwangere Schwester. Der legt nun die Fesseln des Gesetzes ab und schreitet seinerseits zur blutigen Abrechnung…

Meine Meinung zum Film an sich hatte ich ja schon letzte Woche kund getan. Doch auf der Veröffentlichung von filmArt befindet sich noch eine deutsche Synchronfassung, die so unglaublich ist, dass wir uns diese auch noch reinzerren mussten. Hier hat der französische Produzent ohrenscheinlich eine deutsche Synchronisation in einem französischen Studio vornehmen lassen, mit Synchronsprechern, die teilweise scheinbar gar nicht der deutschen Sprache mächtig waren. Das Ganze klingt dementsprechend, der Sprachausdruck ist durch die Bank katastrophal, und einiges geht im Genuschel der Sprecher auch vollkommen unter. Den Film, an sich schon ein derber Exploiter, kann man nun natürlich in keinster Weise mehr ernst nehmen. Im Endeffekt ist es ein netter Party-Gag, den man am besten auf unvorbereitete Trash- und Exploitation-Freunde loslässt. Zum Genuss allein zu Hause nicht so sehr zu empfehlen, denn das kann ganz schnell nervig werden.

IT! DER SCHRECKEN LAUERT IM ALL (Edward L. Cahn, 1958)

Als Missionsleiter Van Heusen (Kim Spalding) in einer Rettungsmission auf dem Mars nur noch Col. Carruthers (Marshall Thompson) als letzten Überlebenden der vorangegangenen Expedition findet, gibt der eine schier unglaubliche Geschichte zu Protokoll, die in ihm den Verdacht erweckt, er könnte der Mörder seiner Crew sein. Doch auf dem Rückflug muss er feststellen, dass Carruthers‘ Horrormär von einem Monster der Wahrheit entsprach, bedroht es doch nun die Mitglieder seiner Besatzung. Auf engstem Raum nimmt man den nahezu hoffnungslosen Kampf mit dem außerirdischen Ungetüm auf…

Streckenweise recht doofer, aber durchgehend atmosphärischer 50s-SF-Horror-Kintopp, der neben Bavas PLANET DER VAMPIRE wohl den deutlichsten Einfluss auf Ridley Scotts ALIEN gehabt haben dürfte. Das Geschehen, bzw. das Vorgehen an Bord des kleinen Raumschiffs wird oft in der Mannschaft diskutiert, wer hier Logiklücken sucht, wird schnell fündig. Aber darum geht es in diesen alten Krachern ja auch gar nicht, so etwas schaut man pur am Spaß an der Freud‘.

26.05.

NARROW MARGIN – 12 STUNDEN ANGST (Peter Hyams, 1990)

Gene Hackman muss Kronzeugin Anne Archer per Zug aus dem kanadischen Hinterland in die USA bringen, während Killer sie verfolgen. Guter Thriller, mehr dazu in meinem Review auf Filmtoast.de

GEOSTORM (Dean Devlin/Danny Cannon, 2017)

In der nahen Zukunft verhindert ein riesiges Satelliten-Netzwerk, dass das Wetter auf der Erde verrückt spielt. Als sich Unfälle im All häufen und damit Katastrophen auf der Erde auslösen, wird der ungehobelte Ingenieur Jack Lawson (Gerald Butler), der den Apparat mitentwickelt hat, auf die zur Kontrolleinheit umfunktionierte ISS geschickt, um der Sache nachzugehen. Zusammen mit seinem Bruder Max (Jim Sturgess) auf der Erde kommt er einer großen Verschwörung auf die Spur…

Durchgehend behämmerter Mix aus Katastrophenfilm, wie ihn Devlins Kumpel Emmerich gerne losbricht, halbgarer Weltraum-SF und Verschwörungsthriller. Gerald Butler grummelt sich schlecht gelaunt durch ein löchriges Skript und muss sich im All auch noch mit einer hölzern agierenden Alexandra Maria Lara herumplagen. Dagegen verleihen Alt-Stars wie Ed Harris und Andy Garcia dem Film ein wenig Format, was er eigentlich nicht verdient hat. Die Effekte sehen zwar aufwändig, aber genauso auch ziemlich künstlich aus. Irgendwie wirkt das trotz des betriebenen Aufwands lustlos und unspektakulär. Ich hab auch die Familienverhältnisse der Lawsons nicht so richtig kapiert, denn scheinbar lebte Max‘ Tochter bei Bruder Jack, warum auch immer. Egal, denn Devlin bekommt das Familien-Drama und die Zerstörungsorgie richtig unter einen Hut, während der Verschwörungsplot in vorhersehbaren Bahnen verläuft.

DIE 1000 AUGEN DES DR. MABUSE (Fritz Lang, 1960)

Ein blinder Hellseher (Wolfgang Preiss) sagt einen Mord voraus, was den Berliner Kommissar Kras (Gert Fröbe) auf den Plan ruft. Das Opfer ist Journalist Barter, der scheinbar einer heißen Story auf der Spur war. Der Selbstmordversuch der hübschen Marion (Dawn Adams) treibt sie in die Arme des amerikanischen Industriellen Henry Tavers (Peter van Eyck). Und alle Fäden scheinen im Hotel Luxor zusammenzulaufen, wo Hoteldetektiv Berg (Andrea Checchi) allen Fragen auszuweichen scheint, während Vertreter Mistelzweig (Werner Peters) sich immer wieder in den Mittelpunkt drängt…

Meisterregisseur Fritz Lang selbst, der 1922 und 1933 die ersten beiden Mabuse-Filme inszenierte und seit Mitte der 50er aus seinem Amerika-Exil nach Deutschland zurückgekehrt war, setzte für Produzent Arthur Brauner den Startschuss für die sechsteilige Mabuse-Reihe. Hingegen zu seinen vorangegangenen Meisterwerken gestaltet sich diese lose Fortsetzung als eher pulpig, auch wenn Lang den Film mit Verweisen auf seine Vorgänger spickte. Was den Film vor allem auszeichnet, ist die Wahl des geteilten Berlins in der Frühphase des Kalten Krieges als Schauplatz der Verbrecherjagd. Außerdem verknüpft er die Geschichte auch noch mit den ideologischen wie auch logistischen Hinterlassenschaften des dritten Reichs. Inhaltlich bietet die wendungsreiche Geschichte gehobene Krimi-Kost, die sich an den ersten erfolgreichen Wallace-Verfilmungen orientiert, was durch gute Darsteller wie Fröbe, van Eyck und Werner Peters getragen wird. Eindeutig der beste Film der neuen Reihe.

27.05.

DIE NACHT DER SCHREIE (Jeff Burr, 1987)

Julian White (Vincent Price), Onkel eines gerade hingerichteten Mörders, erzählt der Reporterin Beth Chandler (Susan Tyrell) vier Geschichten aus seiner Heimatstadt, um ihr dadurch zu beweisen, dass das Böse hier zuhause ist…

Die Geschichten sind von unterschiedlicher Qualität, aber eigentlich alle für eine Überraschung und einige handgemachte Gore-Effekte gut. Vincent Price ist sowieso ein großes Plus als Erzähler und so erweist sich dieser Episoden-Horror als durchaus brauchbare Unterhaltung.

IM STAHLNETZ DES DR. MABUSE (Harald Reinl, 1961)

Eigentlich wollte Kommissar Lohmann (Gert Fröbe) in den Urlaub. Doch der Mord an einem Interpol-Agenten erfordert seine ganze Aufmerksamkeit. Eine ansässige Verbrecher-Organisation sucht anscheinend den Kontakt nach Chicago, und alle Spuren führen in das Gefängnis von Direktor Wolf (Fausto Tozzi). Als hartnäckig erweist sich Journalistin Maria Sabrehm (Daliah Lavi), die bei der Sache eine größere Rolle spielt, als es zunächst den Anschein hat. An anderer Stelle beginnt der zwielichtige Joe Como (Lex Barker) mit eigenen Ermittlungen, er lässt sich zum Schein mit den Gangstern ein, hinter denen niemand geringerer als Dr. Mabuse stehen soll…

Schon im zweiten Teil der Reihe greift Regisseur Reinl allerlei Tropes auf, die auch für die Wallace-Reihe kennzeichnend waren. Er bringt diese ganzen Teile aber noch ziemlich gut in Einklang, platziert die Twists an der richtigen Stelle und treibt die Handlungsstränge gleichermaßen voran, weswegen das STAHLNETZ durchweg spannend bleibt. Erst im letzten Drittel, wenn das meiste davon schon offenliegt, flacht der Film leider merklich ab. Dennoch ein überdurchschnittlicher Vertreter deutscher Krimikost in den 60ern.

DER PUMA-MAN (Alberto De Martino, 1980)

Der Azteke Verdinho (Miguel Angél Fuentes) eröffnet Prof. Tony Farms (Walter George Alton), dass genau er der Puma-Man sei. Und tatsächlich offenbaren sich ihm mithilfe einer außeririschen Maske übermenschliche Kräfte, die er einsetzen muss, um die Menschheit vor der Herrschaft des Bösewichts Kobras (Donald Pleasence) zu bewahren…

Über weite Strecken entwaffnend dämlicher Superhelden-Trash, dessen Held allerdings ziemlich blass bleibt. Denn gegen den hühnenhaften Fuentes sieht der nominelle Hauptdarsteller Alton ziemlich alt aus. Donald Pleasence darf als nomineller Star ordentlich auf die Kacke hauen, erzählte aber später in Interviews, dass dies wohl der schlechteste Film sei, in dem er je mitgespielt hätte. Sei es drum, PUMA-MAN ist sicherlich nicht der langweiligste. Die Effekte sind einfach gestrickt, die Kostüme billig und die Handlung so naiv wie der Comic-Strip einer Tageszeitung. Und mehr braucht es manchmal nicht für 90 lustige Minuten.

28.05.

GRÜNE AUGEN IN DER NACHT (David Lowell Rich, 1969)

Friseurin Kassia (Gayle Hunnicutt) plant, zusammen mit Wylie (Michael Sarrazin) dessen totkranke Tante Danny (Eleanor Parker) zu überreden, ihr Vermögen statt ihren Katzen ihm zu vererben, um danach ihr Ableben zu beschleunigen. Doch sie haben die Rechnung ohne die Katzen gemacht, denn Wylie hat Angst vor Katzen…

Atmosphärischer Horror-Thriller, dessen vordergründige Thriller-Plotte sich zwar nicht spannunglos, aber doch vorhersehbar entwickelt. Seinen eigentlich Reiz zieht er durch eine Mysterium im Hintergrund, was der Film immer mal wieder vage andeutet. Mehr dazu demnächst auf Filmtoast.de

29.05.

TOTAL RISK (Wong Jing, 1995)

Seit seine Familie bei dem Anschlag des Terroristen „The Doctor“ (Kelvin Wong) ums Leben kam, hat Bombenexperte Kit (Jet Li) den Polizeidienst quittiert. Er verdient nun seine Brötchen als Stuntdouble für den Action-Star Frankie (Jackie Cheung). Doch als das Hotel, in dem gerade gedreht wird, wegen einer Schmuckausstellung ins Visier von „The Doctor“ gerät, muss Kit wieder seinen Mann stehen…

Launiges STIRB LANGSAM-Ripoff des emsigen Wong Jing, das sich nicht für eine Hauptfigur entscheiden mag. Es beginnt zwar mit den Witwer Jet Li, spring dann aber schon bald zu dem strauchelnden Filmstar Jackie Cheung. Im Folgenden entwickeln sich beide Handlungsstränge gleichberechtigt nebeneinander, sind aber nur lose verknüpft, weswegen sie sich auch immer wieder Wind aus den Segeln nehmen. Aber das schmälert das Vergnügen kaum, denn das Tempo des Films erweist sich als teils irrwitzig, tonal poltert er sich  durch maue Gags und spektakuläre, teils sehr gorige Action. Langeweile kann da jedenfalls keine aufkommen.

SNITCH – EIN RISKANTER DEAL (Ric Roman Waugh, 2013)

Um seinen Sohn zu helfen, der mit Drogen, die eigentlich für einen Freund bestimmt waren, erwischt wurde, lässt sich Spediteur John Matthews (Dwayne Johnson) auf einen Deal mit der ultra-konservativen Oberstaatsanwältin Joanne Keeghan (Susan Sarandon) und dem DEA-Agent Cooper (Barry Pepper) ein. Durch seinen vorbestraften Daniel James (John Bernthal) sucht er Kontakt zu Drogendealer Malik (Michael Kenneth Williams) und bietet sich als Schmuggler an. Ein gefährliches Spiel beginnt…

Entgegen meiner Gewohnheit hab ich den Film tatsächlich in zwei Sitzungen gesehen, da ich beim ersten Mal eingepennt war und nicht von vorn anfangen wollte. Nicht wirklich schlimm, denn SNITCH besitzt keinerlei Flow, der dadurch gebrochen werden könnte. Und da sind wir schon beim Knackpunkt des Ganzen, denn der Film gestaltet sich oberflächlich und unspektakulär, und das auf allen Ebenen. Er bietet kein ernstzunehmendes Drama, da alle Figuren viel zu stereotyp und flach geraten sind, die Action findet viel zu selten statt, und wenn der Film dann mal kurz spannend wird, ist er plötzlich auch schon zu Ende. Selbst eine etwaige politische Botschaft bleibt hierbei viel zu vage, auch wenn es ansatzweise thematisiert wird. Das war nichts.

FREIE FAHRT INS JENSEITS (Robert Clouse, 1974)

Der Detektiv Black Belt Jones (Jim Kelly) wird beauftragt, brisante Dokumente aus den Händen einiger Mafiosi zu besorgen. Wie der Zufall so will, sind diese gerade dabei, sich die Karate-Schule von Papa Byrd (Scatman Crothers) unter den Nagel zu reißen, dessen Familie Jones freundschaftlich verbunden ist. Zusammen mit der kessen Sydney (Gloria Hendry) mischt er die Gangster auf…

Blaxploitation und Martial Arts waren eine naheliegende Mischung im Exploitation-Kino der 70er, und nach dem Erfolg von DER MANN MIT DER TODESKRALLE und dem frühen Tod seines Stars Bruce Lee schickte man Nebendarsteller Jim Kelly unter der Regie von Robert Clouse gegen fiese Schurken. Kelly besaß zwar eine gewisse Lockerheit und einen angesagten Afro-Look, schlingert in seinen meisten Szenen eher müde über den Screen. Seine Kämpfe sind gekennzeichnet durch eine vollkommen überdrehte Schlaggeräusche und seinen irgendwie schon irrsinnig klingenden Kampfschrei, was sehr zur Erheiterung beiträgt. Es ist aber schon bedenklich, dass ihm Co-Star Gloria Hendry ansonsten in allen Belangen überlegen scheint, sie ist cool und hat Präsenz. Als Teil des Blaxploitation-Triples neben Fred Williamson und Jim Brown in DREI EISKALTE PROFIS oder in den sinnbefreiten Trash-Krachern eines Al Adamson machen seine Auftritte dann doch mehr Spaß, auch wenn Blaxploitation- und 70s-Fans BLACK BELT JONES nicht abschreiben sollten.

CHICAGO POKER (Jonathan Kaplan, 1974)

Truck Turner (Isaac Hayes) und Partner Jerry (Alan Weeks) sind knallharte Kopfgeldjäger. Nur widerwillig nehmen sie den Auftrag des Kautionsagenten Fogarty (Dick Miller) an, den brutalen Zuhälter Gator (Paul Harris) zurückzubringen, gilt er doch als besonders gefährlich. Und tatsächlich kommt es nach einer turbulenten Verfolgung zu einer Schießerei, bei der Gator stirbt. Der einflussreiche Gangster Harvard Blue (Yaphet Kotto) setzt darauf ein Kopfgeld auf die beiden an, und die halbe Unterwelt ist hinter ihnen her…

Mit seiner imposanten Erscheinung schien Soul-Legende Isaac Hayes sowieso prädestiniert für das Blaxploitation-Kino. Er war sogar schon im Gespräch für die Rolle des SHAFT (1971), die dann aber an Richard Roundtree ging, ihm aber eine Oscar-Nominierung für den besten Song einbrachte. 1974 gab Hayes dann in Duccio Tessaris TOUGH GUYS, an der Seite von Fred Williamson und Lino Ventura, sowie als TRUCK TURNER seinen Leinwandeinstand. Tatsächlich erweist sich eben TRUCK TURNER/CHICAGO POKER als quasi Hayes auf den Leib geschneidert, denn der Film atmet zu jeder Sekunde die Präsenz seines Stars und verlangt ihm im Gegenzug schauspielerisch nicht allzu viel ab. Regisseur Kaplan treibt die fettfreie Chose flott voran, es gibt quasi Action im Fünf-Minuten-Takt. Schade ist nur, dass der großartige Yaphet Kotto als Antagonist ein wenig unter Wert verkauft wird. Aber es ist halt die Show von Isaac Hayes, der hiernach nie wieder eine Hauptrolle spielen sollte.

30.05.

DIE UNSICHTBAREN KRALLEN DES DR. MABUSE (Harald Reinl, 1962)

An einem Berliner Theater wird Agent Nick Prado auf einen Unsichtbaren aufmerksam, der die Darstellerin Liane (Karin Dor) zu beobachten scheint. Doch kurz darauf wird er von den verbrecherischen  Darstellern des Metropol entdeckt und getötet. Darauf mischt sich sein Partner Joe Como (Lex Barker) in die Ermittlungen von Kommissar Brahm (Siegfried Lowitz) ein. Er ist überzeugt davon, dass Dr. Mabuse hinter dem Mord steckt, während Brahm Informationen erhält, dass der Wissenschaftler Erasmus (Rudolf Fernau) als unsichtbarer Verbrecher die Fäden zieht. Comos Beobachtung von Liane fördert Unglaubliches zutage…

Teils recht wirrer Krimi, der die Mabuse-Story mit Versatzstücken aus DER UNSICHTBARE und DAS PHANTOM DER OPER mischt. Die Streitgespräche zwischen Barker und Lowitz nerven zunehmend, zudem bremst die Häufigkeit dieser den Film immer wieder aus. In der Geschichte ist dabei kaum eine klare Linie erkennbar, weswegen auch nie wirklich Spannung aufkommen will.

MISSION THUNDERBOLT (Godfrey Ho, 1983)

Zwischen den Banden der Scorpions und der Cobras bricht ein Krieg aus. Es geht um Macht, Rache und Verrat…

Verworrener Patchwork-Heuler mit viel Action. Demnächst mehr bei Badmovies.de

31.05.

DAS TESTAMENT DES DR. MABUSE (Werner Klingler, 1962)

Der Kleinkriminelle Jonny Briggs (Helmut Schmid) lässt sich, sehr zum Missfallen seiner Verlobten Nelly (Senta Berger), mit einer Bande ein, die Berlin durch verschiedene Überfälle in Angst und Schrecken versetzt. Die Ermittlungen von Kommissar Lohmann (Gert Fröbe) fördern immer wieder den Namen „Mabuse“ zu Tage, doch der Superverbrecher (Wolfgang Preiss) vegetiert schon seit Jahren in dem Sanatorium von Prof. Pohland (Walter Rilla) vor sich hin…

Remake von Langs legendären Klassiker, das natürlich bei weitem nicht an sein Vorbild heranreicht. Die Geschichte an sich ist aber immer noch so gut, um auch diesen Film zu tragen, zumal der Film mit Gert Fröbe, Wolfgang Preiss und Walter Rilla in den wichtigen Positionen wieder exzellent besetzt ist. Als Remake solide, mit Blick auf die sechsteilige Reihe ist der Film vielleicht sogar der zweitbeste Beitrag nach Langs eigenem DIE 1000 AUGEN DES DR. MABUSE.

SCOTLAND YARD JAGT DR. MABUSE (Paul May, 1963)

Der Geist des Dr. Mabuse hat Besitz über den Psychiater Dr. Pohland (Walter Rilla), der nun mit einer Hypnose-Maschine Verbrecher um sich schart und auch die Polizei unterwandert. Das erschwert die Arbeit des ermittelnden Inspektor Vulnius (Werner Peters), der auf die Hilfe von Scotland-Yard-Agent Bill Tern (Peter van Eyck) angewiesen ist. Doch Pohland will auch dessen Tod und ihm ist jedes Mittel recht…

Dem Film gelingt es recht gut, eine bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, auch wenn ihm das Verwirrspiel, das die ersten Mabuse-Filme analog zu den erfolgreichen Wallace-Verfilmungen auszeichnete, etwas entgleitet, auch wenn er mit seiner teilweisen Verlagerung auf die britischen Inseln klar in deren Gebiet wildert. Langeweile kommt zwar nicht auf, aber ein großer Wurf ist Paul May hier auch nicht gelungen, eher solides, deutsches Krimi-Entertainment.

DIE TODESSTRAHLEN DES DR. MABUSE (Hugo Fregonese, 1964)

Dr. Pohland (Walter Rilla) ist am Ende und hockt in einer Nervenklinik. Beim Verhör mit Major Bob Anders (Peter van Eyck) lässt er sich nur noch das Wort „Todesstrahlen“ entlocken. Anders reist daraufhin inkognito nach Malta, da dort der Forscher Larsen (O.E. Hasse) tatsächlich an einer Strahlenkanone arbeitet, die allerlei kriminelles Ungeziefer auf den Plan ruft…

Der letzte Teil der Reihe könnte genauso gut ein x-beliebiger Eurospy sein, die Verbindung zu Mabuse scheint weit hergeholt und man schielte recht augenscheinlich gen JAMES BOND JAGT DR. NO, dessen Plot er sich halbherzig entlieh. Als Mabuse-Film also vergessenswert und auch als Eurospy eher durchschnittlich.

DER GEFÄHRLICHSTE MANN DER WELT (J. Lee Thompson, 1969)

Biochemiker Dr. Hathaway (Gregory Peck) wird unter dem Vorwand der Kooperation nach China geschickt, soll aber eigentlich die Formel für ein Enzym stehlen. Ihm wird vorher ein Chip implantiert, mit dem er jederzeit überwacht werden kann. Doch gleichzeitig enthält der Chip auch eine Bombe…

Relativ nüchterner Spionagethriller, der seine Spannung vor allem daraus zieht, dass er ethische Fragen durchspielt, ob nun in der amerikanischen Zentrale unter den Militärs oder zwischen Gregory Pecks Wissenschaftler und dem Vorsitzenden des Politbüros. Das ist mitunter interessant, aber auch zumeist arg oberflächlich und deswegen nicht sehr spannend.

Dear Diary – Das Filmtagebuch

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