Die 5 besten Biographien

Diese Woche sind es die Biopics, nach denen es Gina dürstet. Das ist ein ergiebiges Feld, das ich schon oft beackert habe. Es gibt viele interessante Menschen, deren Schicksale guten Filmstoff lieferten, wobei bisweilen auch der ein oder andere gute Film bei rumgekommen ist. Das ruft mir auch wieder ins Gedächtnis, das ich neuere Vertreter wie CONTROL, CAPOTE, EDGAR J, THE LIFE & DEATH OF PETER SELLERS und THE DIRT auch noch nachholen muss. Aber jetzt erst mal zu denen Fünf, die ich für die Liste dieser Woche erwählt habe…


1. CITIZEN KANE (Orson Welles, 1941)

Der Film, der nebenbei als einer der besten Filme (oder sogar der beste Film) aller Zeiten gilt, stellt nicht wirklich eine offizielle Biografie dar. Welles‘ Meisterwerk, er war beim Dreh gerade mal 25 Jahre alt, nahm sich die Lebensgeschichte des enorm einflussreichen Verlegers William Randolph Hearst zum Vorbild. Er schien jedenfalls einen Nerv bei Hearst getroffen zu haben, der versuchte, die Veröffentlichung des Films zu verhindern, und danach die Karriere des Ausnahmetalents torpedierte.


2. ED WOOD (Tim Burton, 1980)

Ja, ich geb es zu, dieser Film gehört erzählerisch vielleicht nicht zu besten des Genres, zeichnet sich aber vor allem durch die Liebe aus, die Burton dem Trash-Regisseur Wood entgegenbrachte. Dazu kommen großartige Performances von Jeffrey Jones, Martin Landau und natürlich Johnny Depp.


3. GOODFELLAS – DREI JAHRZEHNTE IN DER MAFIA (Martin Scorsese, 1990)

Ich mag eigentlich CASINO lieber, aber GOODFELLAS ist im Endeffekt dem realen Henry Hill wohl näher, als De Niros Rothstein den echten Frank „Lefty“ Rosenthal. Es ist auch davon ab ein großartiger, extrem unterhaltsamer Gangsterfilm mit einem irrsinnigen Tempo und tollen Darstellern.


4. DER MONDMANN (Miloš Forman, 1999)

Der erste Film, in dem Jim Carrey sein Talent für dramatische Rollen offenbarte, auch wenn der reale Andy Kaufman teils einen absurden Gaga-Humor praktizierte, der auch Carrey nicht fremd war. Aber sein Auftritt ist geradezu entwaffnend charmant, Kaufmans Schicksal mitreißend, und die Interaktion mit Wrestler Jerry „The King“ Lawler legendär.


5. THE DOORS (Oliver Stone, 1991)

Der kam für mich damals genau zur richtigen Zeit, als der junge Thomas nach einer Sturm- und Drang-Phase mit extremen Metal auch den klassischen und den Psychedelic Rock für sich entdeckte. Den haben wir damals sehr oft, und meist nicht nüchtern, gesehen. Eine Jahrhundertvorstellung von Val Kilmer, aber auch Kyle MacLachlan und Michael Wincott liefern.


Honorably mentioned: WIE EIN WILDER STIER (1980), SERPICO (1973), THE WOLF OF WALL STREET, DER GEFANGENE VON ALCATRAZ, THE KILLING FIELDS, DER LETZTE KAISER, DER ELEFANTENMENSCH, DIE GLENN MILLER STORY, LARRY FLINT, THE SOCIAL NETWORK

Schaut doch auch mal bei Blaupause, Filmlichter, Gnislew, Wortmann und Bullion rein.

Die besten 5

10 Kommentare zu „Die 5 besten Biographien

Gib deinen ab

    1. Scorsese ist ja eigentlich auch der King der Biopics, ich hätte die ganze Liste auch nur mit ihm füllen können: WIE EIN WILDER STIER, GOODFELLAS, CASINO, KUNDUN, AVIATOR, THE WOLF OF WALL STREET, im gewissen Sinne auch THE IRISHMAN (oder vielleicht DIE LETZTE VERSUCHUNG CHRISTI :-D)

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      1. Jetzt wo Du es sagst, stimmt. Und ‚Hugo‘ war eigentlich auch nur „Tarnung“, um Georges Melies Leben und Werk darzustellen.

        DIE LETZTE VERSUCHUNG CHRISTI war wieder so ein Fall, wo die „das Buch ist aber besser“ Fans besonders laut waren… 😉

        Gefällt 1 Person

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