Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 36 / 2019

So, ich versuche jetzt mal im Eiltempo aufzuholen, wo ich gerade noch ein wenig Zeit dafür erübrigen kann. Anfang September gab es bei mir nochmal den Abschluss der CSI-Ur-Serie. Am Sonntag habe ich Sergio Sollimas REVOLVER aufgefrischt, zu dessen HD-Veröffentlichung von filmArt/Colloseo Films im Rahmen der Polizieschi Edition ich einen Text fürs Booklet beitragen durfte.

KW36 (14 Filme, 10 Serienfolgen, 7 Hörspiele)

02.09.19

Film

CODENAME U.N.C.L.E. (Guy Ritchie, 2015) 6,5/10

Mitten im Kalten Krieg bündeln CIA und KGB ihre Kräfte, um einer außergewöhnlichen Bedrohung entgegenzutreten. Der Amerikaner Napoleon Solo (Henry Cavill) und der Russe Illya Kuriyakin (Armie Hammer) sollen in Italien eine kriminelle Organisation von der Entwicklung ihrer eigenen Atombombe abhalten…

Ich war als Kind schon Fan der Filme mit Robert Vaughn und David McCallum und hatte befürchtet, dass der Film von Guy Ritchie sich als Schlag ins Wasser erweist. Doch weit gefehlt, das ist eine kurzweilige, actionbetonte Agentenkomödie geworden. Schade, dass das schlechte Einspiel die Chancen auf ein Sequel vereitelt haben. Denn die Organisation U.N.C.L.E. wird hier erst am Ende des Films eingeführt.

Serien

American Dad 12.22 – „Standardabweichung“
Robot Chicken
Castle 6.13 – „Im Rampenlicht“

Hörspiele

Die drei Fragezeichen (90) … und der Feuerteufel
Die drei Fragezeichen (86) Nacht in Angst


03.09.19

Film

EVIL ED (Anders Jacobsson, 1995) 6,5/10

Als der Cutter Edward Svensson von seinem Boss an das Horror-Department ausgeliehen wird, verliert er ob der Grausamkeiten, denen er jeden Tag ausgesetzt ist, langsam seinen Verstand. Schon bald kann er nicht mehr zwischen Realität und Tagtraum unterscheiden und richtet ein unglaubliches Gemetzel an…

Schwedischer Kult-Splatter-Komödie mit pfiffigen Meta-Humor. Leider etwas zu lang geraten, aber voller schräger Ideen und natürlich jeder Menge kruder Splatter-Effects.


Serie

American Dad 14.14 – „Die Aufgeberin“
American Dad 14.15 – „Flavortown“


04.09.2019

Film

DARK WATERS (Mariano Baino, 1993) 6,5/10

Elizabeth (Louise Salter) reist nach dem Tod ihres Vaters auf eine Insel vor der russischen Küste. Der Verstorbene unterstützte dort ein Kloster über etliche Jahre. Dort kommt sie mit der Novizin Sarah (Venera Simmons) mysteriösen Ereignissen auf die Spur. Es wird für sie ein Horror-Trip in die Abgründe ihrer Identität und der eigenen Herkunft…

Ich bin da ja echt zwiegespalten. In seinen guten Momenten erinnert er an Avati, Fulci, vielleicht sogar Argento; in seinen schlechten an die mäßigeren Lovecraft-Filme der Fantastic Factory wie CASTLE FREAK oder DAGON. Nicht schlecht, für die damals miese Zeit in der italienischen Filmindustrie eindeutig ein Ausreißer nach oben, aber nicht vollends überzeugend, da ihm auch etwas originäres fehlt.


Serien

CSI – Den Tätern auf der Spur „Am Ende gilt nur, was wir getan 1+2“ 7,5/10

Im Casino von Katherine (Marge Helgenberger) sprengt sich ein Mann in die Luft. Ihre Rückkehr bringt sie mit Brass (Paul Guilefoyle), inzwischen Sicherheitschef, und ihrem alten Team zusammen. D.B. Russell (Ted Danson), Fynn (Elisabeth Shue) und das Team ermitteln, erste Anzeichen deuten auf Terrorismus hin. Für Sarah (Jorja Fox) wird der Fall emotional, als auch Grissom (William Peterson) nach Vegas zurückkehrt. Denn nach einem zweiten Anschlag in einer Grundschule verdichten sich die Hinweise, dass Lady Heather (Mindy Clarke) in die Sache verwickelt ist…

Nachdem sich Fans ob des Endes der Serie beschwerten, die mit Russells Story-Arc um die Winthrops endete, hatten die Verantwortlichen bei CBS ein Einsehen. Man spendierte der Fan-Gemeinde ein Fernsehfilm, der ein letztes Mal die beliebten Figuren von Peterson und Clarke zusammenbrachte und dabei tatsächlich noch einige lose Enden schloss. Hat mir erst jetzt bei der zweiten Ansicht überzeugen können. Ein schöner Abschluss.

American Dad 13.01 – „Der vergessene Vatertag“


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (91) … und das Labyrinth der Götter
Die drei Fragezeichen (87) … und Wolfgesicht


05.09.2019

Filme

THE PREMONITION (Robert Allen Schnitzler, 1976) 5,5/10

Eine Frau kämpft mit richtigen Mutter um ihre Adoptiv-Tochter, zu der sie eine nahezu telepathische Verbindung pflegt. Dieses Mystery-Drama wäre ja ganz nett, wäre er die ersten 50 Minuten nicht so einschläfernd langweilig. Die letzte halbe Stunde ist dann sogar richtig gut. Aus der Abteilung: „Sachen, die Richard Lynch in den 70ern drehte.“

STARFLIGHT ONE – IRRFLUG INS WELTALL (Jerry Jameson, 1983) 6/10

Lee Majors muss die hochmoderne Starflight One tatsächlich ins All steuern, als ein zerstörter Satellit auf dem Jungfernflug seinen Weg kreuzt. Dieser TV-Film (Original-Titel: THE PLANE THAT COULD’NT LAND) versucht, die beliebten Flugzeug-Katastrophenfilme mit dem angesagten SF-Genre zu kreuzen. Zum einen ist er dafür schon recht spät dran, zum anderen ist das All-Setting reine Makulatur, der Film eine mäßige Kopie von VERSCHOLLEN IM BERMUDA-DREIECK (1977). Allerdings bin ich ihm schon rein nostalgisch sehr verbunden und sehe ihn immer wieder gerne.


Serie

American Dad 13.03 – „Die Erleuchtung des Ragi-Baba“


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (93) … und das Geisterschiff
Die drei Fragezeichen (94) … und das schwarze Monster


06.09.2019

Filme

DAS HAUS DER TAUSEND FREUDEN (Jeremy Summers, 1967) 5/10

FBI-Agent Stephen Armstrong (George Nader) ermittelt mit seiner dänischen Kollegin Maria (Ann Smyrner) gegen einen international operierenden Mädchenhändlerring. Dahinter scheint der Illusionist Felix Manderville (Vincent Price) mit seiner Assistentin Rebecca (Martha Hyer) zu stecken…

Eher belangloser Euro-Crime, der von seinen Stars Nader und Price auf Kurs gehalten wird.

EXPECT THE UNEXPECTED (Patrick Yau, 1998) 8,5/10

Nach einem dilettantisch ausgeführten und gescheiterten Raub scheucht die Polizei auf der Suche nach den Tätern eine schwer bewaffnete Bande von fiesen Soziopathen auf, die nach einer brachialen Schießerei entkommen kann. Tatsächlich kann nur einer von den unglücklichen Räubern, der tapsige Collins (Suet Lam), geschnappt werden. Die Truppe von Ken (Simon Yam) und Sam (Lau Ching-Wan) ermittelt darauf in der Umgebung um das Restaurant von Macy (Ruby Wong), der beide Polizisten zugetan sind..

Meine Herren, das hab ich auch selten. Ich versuche gerade, das sacken zu lassen. Und ich bin sauer auf Patrick Yau. Ein wundervoller Film, der gerade in seiner Sprunghaftigkeit modern wirkt und mitreißt.
Simon Yam, Lau Ching-Wan, Ruby Wong, YoYo Mung, Hui Shiu-Hung, Raymond Ho-Yin Wong; sie alle sind sympathische, aber verirrte Seelen, die sich alle nach Liebe sehnen, aber ihr in ihrer Passivität ständig hinterher hecheln. Das ist beschwingt, traurig-heiter, und dieser Reigen wird immer wieder aufgebrochen. Bis dann das Finale kommt.
Ich möchte hier nicht allzu viele Worte mehr verlieren, denn der Streifen lebt nunmal davon, dass er einen vollkommen unerwartet erwischt. Ich wollte EXPECT THE UNEXPECTED sehen, seit ich auf einem Asia-Blog vor ca. 15 Jahren eine überschwenglich lobende Kritik gelesen hatte. Daher wusste ich, dass der Film einen auf eine Achterbahnfahrt schickt, die mehr auf einem Wechselbad der Gefühle setzt, denn dem Dauerfeuer aus adrenalin-fördernder Action (die es aber auch gibt, und was für Action das ist!). Daher entlasse ich auch jeden, der das hier liest, mit ungefähr derselben Vorahnung, damit er immer noch genauso überrascht, nein überwältigt ist, wenn er diesen Film endlich zu sehen bekommt.
Eine absolute Empfehlung für Fans der Milky Way Studios! Der Film verbindet alle Tugenden seiner Produzenten Johnnie To und Wong Kar-Wai.

DAS CONCORDE INFERNO (Ruggero Deodato, 1979) 6,5/10

Als eine Concorde bei einem Testflug in der Karibik ins Meer stürzt, wird der Journalist Moses Brody (James Franciscus) von seiner Ex-Frau Nicole (Fiamma Maglione) nach Martinique gerufen, um darüber zu berichten. Doch als er dort ankommt, ist sie tot. Bei seinen Nachforschungen stolpert er über die Stewardess Jean Beneyton (Mimsy Farmer), die den Abstutz überlebt hat. Doch die Häscher des Gangsters Forsyth (Venantino Venantini, was für ein Name!), der den Sabotage-Akt im Auftrag eines konkurrierenden Flugzeugbauers ausgeführt hat, sind ihnen schon auf den Fersen…

Solider Italo-Ripoff trendiger Flugzeugkatastrophenfilme. Das titelgebende Flugzeug spielt ehedem nur eine Nebenrolle, denn Deodato war eher an einer actionreichen Hetzjagd interessiert. Kam lustigerweise noch vor dem gemockbusterten AIRPORT ’79 – DIE CONCORDE in die Kinos, und interessanter ist er sowieso.


Serie

Robot Chicken 2 Episoden


Hörspiel

Die drei Fragezeichen (95) Botschaften von Geisterhand


07.09.19

Filme

BULLET IN THE HEAD (John Woo, 1990) 8,5/10

Die Freunde Ben (Tony Leung Chiu-Wai), Frank (Jackie Cheung) und Tom (Waise Lee) leben Ende der 60er in ärmlichen Verhältnissen und träumen davon, ihre triste Welt zu verlassen. Als der frisch vermählte Ben bei einer Auseinandersetzung den Boss einer Gang tötet, fliehen sie nach Saigon. Dort treffen sie den Auftragskiller Luke (Simon Yam), mit dem sie einem Gangsterboss Gold rauben und sich auf eine gefährliche Flucht in das Kriegsgebiet begeben…

War lange Zeit mein liebster Woo. Überzeugt auch heute noch als episches Kriegs-Abenteuer, und die Szenen im Gefangenlager gehen wirklich unter die Haut. Allerdings ist die Charakterzeichnung etwas sehr platt, und Woo findet keinen richtigen Abschluss. Das ist dann aber auch wahrlich Gemecker auf hohem Niveau.

BIG HEAT (Andrew Kwam/Johnnie To/Tsui Hark, 1988) 7,5/10

Eigentlich will Inspektor Wong (Waise Lee) wegen einer schlimmer werdenden Handverletzung den Dienst quittieren. Doch als sein alter Partner Tse in Malaysia ermordet wird, nimmt er noch diesen letzten Fall auf…

Sehr straighter und blutiger Action-Kracher. Absolut empfehlenswert für Freunde des HK-Action-Kinos. Das typische Melodram hält sich dabei in Grenzen, was einige Action-Fans bestimmt gut heißen werden.

DAS HAUS IM NEBEL (Francisco Lara Polop, 1972) 6,5/10

Motorradfahrer Fred (Andrés Resino) und Anhalterin Laura (Lisa Leonardi) verfahren sich auf einer abgelegenen Landstraße im Nebel und geraten beinahe in einen Unfall. Sie treffen auf Elsa (Analia Gade), die gerade eine unheimliche Begegnung auf einem Friedhof hatte. Gemeinsam sucht man einen Unterschlupf für die Nacht und landet in einem Landhaus, wo sich, eher notgedrungen, auch andere ihnen bekannte Gesichter eingefunden haben…

Etwas unbeholfener Mix aus Gothic-Grusler und Psycho-Thriller, der mit stimmungsvoller Atmosphäre punkten kann.

HEXENSABBAT (Michael Winner, 1976) 7,5/10

Das Model Alison Parker (Christina Raines) zieht in ein New Yorker Appartment, um etwas Abstand von ihrem Verlobten Michael (Chris Sarandon) zu bekommen. Die Nachbarschaft erscheint ihr schrullig, so feiert man hier sogar den Geburtstag eines Katers. Ihre körperlicher und mentaler Zustand verschlechtert sich im Folgenden zusehends. Als sie von ihrer Maklerin (Ava Gardner) erfährt, dass eigentlich nur der blinde Father Halliran (John Carradine) mit ihr hier wohnt, und alle anderen Nachbarn, die kennengelernt hat, eigentlich tot sind, schliddert ihr Verstand immer weiter gen Wahnsinn. Michael beginnt aus Sorge um seine Verlobte nachzuforschen und fördert Ungeheuerliches zu Tage…

Starbesetzter Okkult-Horror, u.a. spielen hier noch Eli Wallach und Christopher Walken als Polizisten, dazu gesellen sich noch Martin Balsam, José Ferrer, Arthur Kennedy, Burgess Meredith, Jerry Orbach und Beverly D’Angelo, vom englischen Regie-Exzentriker Michael Winner. Teils etwas verworren, teils schwerfällig, aber durchaus unheimlich und unterhaltsam.

TERMINUS (Pierre-William Glenn, 1987) 5/10

Im Jahre 2037 herrscht auf der Erde Endzeit. Nach einem ausufernden Atomkrieg gibt es nur noch Militärs und Wissenschaftler, die sich feindselig gegenüberstehen. Letztere wollen mit geklonten Superkindern ohne Gefühle die Macht wiedererlangen. So schickt der Doc (Jürgen Prochnow) die tuffe Gus (Karen Allen) mit einem aufgemotzten Kampf-Truck durch das feindliche Gebiet. Aus der Ferne unterstützt sie der kleine Mati (Gabriel Damon). Als sie schwer verwundet kurz vor dem Scheitern ihrer Mission steht, erweist sich der Wastelander Stump (Johnny Hallyday) als letzte Hoffnung…

Doofe Euro-SF, die teils trashig, teils durchaus aufwändig auftritt. Hallyday überzeugt als Held, Prochnow als Wissenschaftler, auch wenn ihre Charaktere äußerst dünn gezeichnet sind. Das ist schon an sich lustiger, actionreicher Trash. Wenn er nicht manchmal, trotz der kurzen Spielzeit, so sehr auf der Stelle treten würde, könnte ich glatt eine Empfehlung für anspruchslose Allesseher aussprechen.


08.09.19

Film

REVOLVER (Sergio Sollima, 1973) 8/10

Gefängnisdirektor Oliver Reed wird erpresst, den Strafgefangenen Fabio Testi aus der Haft zu befreien. Als Druckmittel hat man seine junge Frau Agostina Belli entführt. Als Reed sich darauf Testi vorknöpft, wird ihm klar, dass er keine Ahnung hat, was hier vor sich geht. Also muss er erst einmal mitspielen und befindet sich schon bald mit Testi zusammen auf der Flucht. Grandioser, wendungsreicher Thriller, der mit Fortschreiten der Geschichte dem Helden wie auch dem Zuschauer eine Situation offenbart, die weit außerhalb seiner Handlungsfähigkeit liegt.


Dear Diary – Das Filmtagebuch

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