Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 35 / 2019

Puh, ich muss wirklich mal aufholen. Aber derzeit hab ich so viel um die Ohren, dass das schwer wird. Die Schule ist zwar vorüber, aber es ist dabei auch viel anderes liegen geblieben. Ich hinke mit meinen Klassiker-Reviews bei Filmtoast genauso hinterher. Dazu kommt jetzt noch meine neue Website Geisterhaltung. Und bewerben muss ich mich zwischendurch ja auch noch. Die 35. Kalenderwoche war recht unspektakulär. Mit „Die Zeitkapsel“ gab es aber immerhin eine der besten Folgen von THE ORVILLE bisher. Seither hab ich auch nicht mehr weitergesehen.


KW35 (13 Filme/9 Serienepisode/8 Hörspiele)


26.08.19

Film

FUTUREWORLD – DAS LAND VON ÜBERMORGEN (Richard T. Heffron, 1976) 6/10

Reporter Peter Fonda (EASY RIDER) wird mit Kollegin Blythe Danner (DOBERKILLER) nach Futureworld eingeladen, um über ihren Aufenthalt dort eine Reportage zu schreiben. Sie kommen dabei düsteren Machenschaften hinter den Kulissen auf die Spur…

Rein optisch eine nette Fortführung von WESTWORLD, geht man inhaltlich gänzlich andere Wege. Das Ganze entpuppt sich als futuristischer Verschwörungs-Thriller, ist damit ganz ein Kind der Zeit. Handlungstechnisch gestaltet sich das zum Ende als etwas deppter, ist aber halbwegs spannend anzusehen.


Serie

The Orville 2.11 – „Die Zeitkapsel“


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (80) Geheimakte UFO
Die drei Fragezeichen (82) … und die Karten des Bösen


27.08.19

Film

THE WITCH: SUBVERSION (Park Hoon-jeong, 2018) 6/10

Die Schülerin Ja-yoon nimmt an einer Talentshow im Fernsehen teil. Als sie mit ihrer besten Freundin zur Endausscheidung nach Seoul reist, spricht sie schon im Bus ein junger Mann an, der behauptet, sie zu kennen. In der Hauptstadt versucht eine geheimnisvolle Gruppe von Leuten, Kontakt mit ihr aufzunehmen. Es geht soweit, dass auch ihre Freundin und Familie bedroht werden. Doch dann platzt die verdrängte Erinnerung an ein früheres Selbst aus ihr heraus und sie nimmt den Kampf auf…

Koreanischer Mystery-Thriller, der sich in der ersten Hälfte viel Zeit für seine Hauptfigur nimmt, um dann in zugegebenermaßen furiose, aber furchtbar platte Splatter-Action umzuschwenken. Das macht auch schon Spaß, aber hinterlässt einem mit dem komischen Gefühl, dass das ganze Drama davor eigentlich ziemlich für die Katz‘ war. Das offene Ende (und der internationale Zusatz Part 1) lassen auf ein baldiges Wiedersehene schließen.


Serie

Preacher 4.05 – „Über die Erde wandeln“


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (85) Feuerturm
Die drei Fragezeichen (83) Meuterei auf hoher See


28.08.19

Film

FRIEDHOF DER KUSCHELTIERE (KEVIN KÖLSCH/DENNIS WIDMYER, 2019) 4/10

Das Remake des beliebten King-Romans ändert einige Kleinigkeiten und versucht der Geschichte neue Facetten abzuringen, was eigentlich der richtige Ansatz ist. Nur leider offenbart das Drehbuch keinerlei Interesse daran, die aufgeworfenen Gedanken auch zu Ende zu spinnen, weswegen jegliche Art der Neuerung versandet. Das ist schade, denn atmosphärisch hätte das Konzept einiges zu bieten gehabt, einzelne Szenen sind wirklich spannend. Letztlich lässt sich aber alles ohne Probleme vorhersehen. Eigentlich Zeitverschwendung.


Serie

Longmire 6.05 – „Absturz“


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (84)… und die Musik des Teufels
Die drei Fragezeichen (81) Verdeckte Fouls


29.08.19

Film

DIE ORGANISATION (Don Medford, 1971) 6/10

Polizist Virgil Tibbs (Sidney Poitier, FLUCHT IN KETTEN) wird von einer geheimen Bürgerwehr um Hilfe gebeten. Ihnen wird nach dem Überfall auf ein Drogen-Depot ein Mord angehängt. Tibbs willigt ein, ihnen bei der Überführung der Hintermänner zu helfen. Doch das bringt ihn nicht nur in Lebensgefahr, sondern auch auf dem Revier in Teufels Küche…

Auch der zweite Nachklapp zu Poitiers großen Hit und Oscar-Abräumer IN DER HITZE DER NACHT ist ein eher mäßiger Krimi, der mit seiner eigenen Moral hadert.


Hörspiel

Die drei Fragezeichen (88)… und Vampire im Internet


30.08.19

Filme

THE HOUSE THAT JACK BUILT (Lars von Trier, 2018) 8,5/10

Nach außen hin ist Ingenieur Jack (Matt Dillon, FACTOTUM) ein biederer Durchschnittstyp. Doch in seiner Freizeit treibt er, von inneren Stimmen getrieben, als Serienmörder Mr. Sophisticated sein Unwesen. Doch weil er dem Drang immer schwerer wiederstehen kann, macht er immer häufiger Fehler. Doch bisher scheint es das Schicksal gut mit ihm zu meinen…

Matt Dillon brilliert als überzogene Karikatur des Biedermann-Killers, Lars von Triers (IDIOTEN, ANTICHRIST) Film strotzt dabei nur vor bissig-ätzendem Humor, den er immer mal wieder mit krassen Gewalt-Darstellungen garniert. Besonders gelungen ist die finale Höllenfahrt des bösen Buben.

DAS MÖRDERISCHE PARADIES (Phillip Borson, 1985) 6,5/10

Der war ganz nett, auch wenn etwas zu nett. Dem inneren Konflikt des Reporters Kurt Russell, der sich zunehmend zum Komplizen eines Serienmörders auf der Suche nach Aufmerksamkeit macht, mangelt es an Ambivalenz. Dazu werden alle anderen Reibungspunkte, z.B. mit seiner Frau, der Polizei oder seinem Chefredakteur, allerhöchstens angespielt. Mit Mariel Hemingway werde ich nicht so recht warm, und Joe Pantoliano wird als Fotograf an der Seite von Russell leider verschenkt.


Hörspiel

Die drei Fragezeichen (89)… Tödliche Spur


31.08.19

Filme

LAUF UM DEIN LEBEN (Sergio Sollima, 1968) 8/10

Tagedieb Cuchillo (Tomas Milian) lernt im Gefängnis den Revolutionär Ramirez (José Torrez) kennen, der ihn 100 Dollar dafür bietet, wenn er ihn noch in der Nacht zur Flucht verhilft. Eigentlich soll dieser am nächsten Tag entlassen werden, fürchtet aber die Häscher seiner Feinde, die auf ihn warten. Als Ramirez dann doch von ehemaligen Weggefährten erschossen wird, übergibt er Cuchillo den Lageplan eines Goldschatzes in Texas. Doch den wollen sich auch andere unter den Nagel reißen…

Ich muss ja ehrlich zugeben, dass die Western von Sollima bei mir immer etwas im Schatten von Leone versauert sind. Mit den erneuten Sichtungen der inzwischen ungeschnitten erhältlichen Fassungen hat sich das grundlegend geändert. Die vormals zwecks Straffung entfernten Handlungspassagen bringen Tiefe in die Geschichte und arbeiten die politischen Bezüge, die den Verleihern damals wohl schnurz waren, viel besser heraus. Das hebt gerade Sollimas Western wohltuend aus der Masse der Italo-Western heraus, rein technisch sind sie sowieso hervoragend in Szene gesetzt. Und die Trademarks dieser europäischen Western wie bis zum äußersten ausgespielte Standoffs, der starke Kontrast zwischen grundverschiedenen Frauenfiguren und vor allem die Gier als Triebfeder des Handelns des auf mehrere Fraktionen aufgeteilten Ensembles finden sich hier lehrbuchmäßig aufbereitet.

VON ANGESICHT ZU ANGESICHT (Sergio Sollima, 1967) 8,5/10

Der lungenkranke Universitätsprofessor Fletcher (Gian Maria Volonté) reist nach Texas, in der Hoffnung, dass ihm das dortige trockene Klima zur Genesung verhilft. Er gerät aber an den flüchtigen Bandenchef Bennet (Tomas Milian), der den unbedarften Gelehrten als Geisel nimmt. Es entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den grundverschiedenen Männern. Dies geht soweit, dass sich Fletcher der Bande Bennets, genannt „Die wilde Horde“, anschließt. Doch dann schleust sich der Detektiv Siringo (William Berger) in die Bande ein, die er im Auftrag einiger reicher Unternehmer der Gegend zerschlagen und Bennet festsetzen soll…

Und wieder ein herausragender Italo-Western von Sollima, ein weiteres Mal darf Milian den Banditen geben. Dieses Mal jedoch ohne einen Anflug von Komik. Das Zusammenspiel mit Volonté ist großartig, die wechselseitige Beziehung, die ihre Charaktere im Laufe der Handlung verändert, nachvollziehbar dargebracht. Ich bin ja wirklich geflashed, denn diese Western sind nach über 20 Jahren wirklich wie eine Neuentdeckung für mich.

DIE BRAUT DES SATANS (Peter Sykes, 1976) 5/10

Der verstört wirkende Beddoes (Denholm Elliott) sucht den Autoren John Verney (Richard Widmark) auf. Er sucht ihn an, seine Tochter Catherine (Natasja Kinski) vor einem satanischen Kult zu beschützen. Deren Anführer Pater Michael (Christopher Lee) erhofft sich von ihr die Niederkunft des Antichristen…

Der Film war doch etwas müder, als ich ihn in Erinnerung hatte. Dem Fernduell zwischen Widmark und Lee fehlte ein wenig die Würze, und das Finale ist halt ein schlechter Witz. Aber beide spielen gut, was diesem eher behäbigen Okkult-Horror vor der vollkommenen Belanglosigkeit rettet.

BEZAHLT WIRD IN MARSEILLE (Daniel Vigne, 1973) 7/10

Der Mord an einem Pariser Gangsterboss tritt eine Welle der Gewalt los. Die beiden Ganoven Fanto (Michel Constantin) und Vinci (Marcel Bozzufi) drohen dabei, in den darauf folgenden Expansionsplänen ihres amerikanischen Geschäftspartners Everett (Henry Silva) zwischen den Fronten zerrieben zu werden…

Melancholisches Gangster-Film über das Ende einer Freundschaft, die über die Jahre nur noch Fassade war. Anhand dessen zerlegt er Begriffe wie Ganovenehre und die romantische Verklärung des organisierten Verbrechens, seziert die wahren Beweggründe, die eher in Macht, Geld und manchmal auch Rache zu finden sind.

THE ODD ONE DIES (Patrick Yau, 1997) 7/10

Der glücklose Mo (Takeshi Kaneshiro) verzockt sein ganzes Geld und noch mehr. Um seine Schulden bezahlen zu können, nimmt er einen Auftrag als Killer an. Mit einem Vorschuss begibt er sich wieder an den Spieltisch. Und dieses Mal ist ihm das Glück hold, er verlässt das Casino mit einem kleinen Vermögen. Die Aussicht, seinen Verpflichtungen als Auftragsmörder nachkommen und sein Leben aufs Spiel setzen zu müssen, behagen ihn auf einmal gar nicht mehr. Also versucht er, einen Ersatz anzuheuern. Doch niemand will den Auftrag annehmen, bis er auf eine lebensmüde junge Frau (Carman Lee) trifft, die einwilligt. Aber eigentlich gilt ihr Todeswunsch jemand ganz anderen…

Tragische Action-Romanze. Die Musik hat mich manchmal etwas genervt, aber die Figuren sind sehr sympathisch, das Finale mitreißend. Hat gefallen.

DIE HEISSE NACHT DER KILLER (Juan Bosch, 1974) 6/10

Während sich ihr Liebster, der Kriegsreporter Michael in Vietnam aufhält, vermietet die junge Autorin Peggy (Gillian Hills) eine Hälfte ihres gemeinsamen Londoner Appartments. Der neue Untermieter ist der schmierige John Kirk Lawford (Bruno Corazzari). Dann erhält sie einen Anruf von Michael, der sagt, dass er sich doch in London aufhalte und sie dringend sehen muss. Am Treffpunkt entgeht sie allerdings nur knapp einem Mordanschlag. Zurück zuhause muss sie feststellen, dass sich ihr Untermieter aus dem Fenster gestürzt und im Zimmer eine Tasche voller Geld hinterlassen hat. Bevor sie die Lage richtig realisieren kann, steht ein Mann (Angel de Pozo) vor ihrer Tür, der sich auch als John Kirk Lawford vorstellt und sein gemietetes Zimmer beziehen will…

Natürlich kein guter Film im eigentlichen Sinne, aber schön schmandig, auch wenn er ein wenig mehr Sleaze gut vertragen hätte. Die eher spanischen Wurzeln sind nicht zu leugnen, gerade was den Cast (del Pozo, Hills, Solar) und die Locations/Sets angeht, aber auch die Art des Filmens. Das erinnert mitunter dann auch an Paul Naschys Gehversuche auf diesem Terrain (Seven Murders for Scotland Yard, Todeskreis Libelle).


01.09.19

Film

STUCK (Stuart Gordon, 2007) 7/10

Auf dem Nachhauseweg überfährt die eigentlich gewissenhafte Altenpflegerin Brandi (Mena Suvari), die in Gedanken schon ihre Beförderung zur Stationsleiterin feiert, einen Obdachlosen und begeht Fahrerflucht. Zu Hause angekommen muss sie feststellen, dass das Opfer, der glücklose Arbeitssuchende Thomas (Stephen Rea), das in ihrer Windschutzscheibe steckt, immer noch lebt…

Ja, böses Filmchen. Hat mir gut gefallen. Der Gore tut wirklich weh und der tiefschwarze Humor teils auch genauso; da bleibt einem oftmals das Lachen im Hals stecken. Gordons Filme der 2000er gefallen mir eigentlich alle ziemlich gut.


Serien

Die Simpsons 24.03 – „Homers vergessene Kinder“
Castle 6.21 – „Der Tod kommt auf heißen Reifen“
Space Cops – Tatort Demeter City Episode 15 – „Die Augenzeugin“
CSI: Den Tätern auf der Spur 15.14 – „Wenn Gefahr gefällt“
CSI: Den Tätern auf der Spur 15.15 – „Erst Held, dann aus der Welt“
CSI: Den Tätern auf der Spur 15.16 – „Schweigen ist Silber“


Dear Diary – Das Filmtagebuch

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