Dear Diary… on the watch – Kalenderwoche 27 / 2019

Eigentlich hätte ich für diese Kalenderwoche nicht gar so lange gebraucht, da ich vieles einfach nur aus meinen Facebook-Posts kopieren musste. Aber irgendwie habe ich das die Woche über wieder ganz schön schleifen lassen. Dafür ist dieser Wochenrückblick ganz schön lang und ausführlich geworden, was aber keine Mehrarbeit darstellt, da ich die meisten Kurzrezensionen zeitnah verfasst habe. Im Blickpunkt lag diese Woche die als „Schulmädchen-Trilogie“ bekannte Filmreihe, bestehend aus Massimo Dallamanos DAS GEHEIMNIS DER GRÜNEN STECKNADEL und DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER sowie dem angeschlossenen ORGIE DES TODES seines Kumpels Alberto Negrin. Ich habe auch mein Interesse an den Filmen des Studio Ghibli wiedererweckt, konnte dem aber leider mangels Zeit noch nicht wirklich nachgehen. Mit der elften Staffel CSI bin ich flott weitergekommen und am Sonntag habe ich mit einer Sichtung der SF-Serie SPACE COPS – TATORT DEMETER CITY von Gerry Anderson begonnen.


KW27 (17 Filme, 34 Serienfolgen)


01.07.19

Filme

NAUSICAÄ AUS DEM TAL DER WIND (Hayao Mizayaki, 1984) 8/10

In einer fernen Zukunft ist die Erde ein Ödland, das nur noch in einigen abgelegenen Gebieten dem Menschen Unterschlupf bietet. Über alle Kontinent breitet sich eine giftige Vegetation, ein Pilz-Dschungel, „Meer der Fäulnis“ genannt, aus, die ausschließlich von teils riesigen Insekten bevölkert wird. Fünf Enklaven sind von der früheren Zivilisation übrig geblieben. Die Prinzessin Nausicaä lebt mit ihrem friedlichen Volk im Tal der Winde, das durch günstige Luftzirkulation vor den tödlichen Sporen verschont bleibt. Hingegen zu den anderen Königreichen lebt man hier im Einklang mit der Natur. Eines Tages stürzt ein Luftschiff über dem Tal ab: An Bord befinden sich eine entführte Prinzessin, die kurz nach dem Absturz stirbt, und ein altes mächtiges Wesen, ein Titan. Schon kurz darauf wird das Tal von Truppen aus dem Königreich Torumekia besetzt. Sie wollen sich die zerstörerischen Kräfte des Giganten zunutze machen. Doch Nausicaä sieht dadurch eine Katastrophe auf die Erde zukommen und versucht nun, diesen Plan zu stoppen…

Die Filme des Studio Ghibli sind nicht gerade für die Subtilität bekannt, mit der sie ihre Messages in ihren Filmen transportieren. Und da macht natürlich auch dieser Film keine Ausnahme. Wenn man allerdings diese Penetranz mal beiseite lässt, offenbart sich einen hier mal wieder ein fantastisches Abenteuer in einer liebevoll gestalteten, fremden Welt. Das Design der Umwelt, der verschiedenen Kreaturen ist einfach umwerfend, und manchmal kann man sich daran schier gar nicht satt sehen. Dazu kommt die Geschichte recht schnell in die Gänge und bleibt über den Film durchaus spannend. Etwas befremdlich fand ich es, dass die virtuelle Kamera anfangs keine Gelegenheit ungenutzt ließ, um unter den sowieso schon sehr, sehr kurzen Rock der Prinzessin zu linsen (natürlich, ohne dass es da jetzt explizit etwas zu sehen gegeben hätte).

DAS GEHEIMNIS DER GRÜNEN STECKNADEL (Massimo Dallamano, 1972) 7,5/10

Der italienische Sportlehrer Henry Rossini (Fabio Testi) lebt in London und unterrichtet an einer gehobenen Schule für junge Frauen. Da seine Ehe mit der frostigen Herta (Karin Baal) zunehmend unbefriedigend verläuft, beginnt er eine Liaison mit der jungen Elizabeth (Cristina Galbo). Als er sie eines Nachmittags bei einem Bootsausflug rumzukriegen versucht, glaubt sie im anliegenden Park einen Mord beobachtet zu haben. Zuerst glaubt Rossini ihr kein Wort, doch am nächsten Tag wird dort eine schrecklich zugerichtete Leiche gefunden, die sich als eine Schülerin Rossinis entpuppt. Als der sich am nächsten Morgen selbst ein Bild von der Sache machen möchte, gerät er in den Fokus von Inspector Barth (Joachim Fuchsberger). Der glaubt zwar nicht daran, dass er der Mörder ist, droht aber, seine Affäre auffliegen zu lassen. Als dann ein weiterer Mord an einer seiner Schülerinnen geschieht, stellt Rossini eigene Ermittlungen an…

Der erste Teil der sog. „Schulmädchen“-Trilogie wurde noch als Edgar-Wallace-Film finanziert und auch so in Deutschland (allerdings in einer leicht entschärften Version) vermarktet. Dallamano exerzierte den Film aber vorbildlich den angesagten Ingredienzien folgend als sleazigen, vor sexueller Gewalt strotzenden Giallo durch. Das Ergebnis ist dabei weniger spekulativ als erwartet, setzt er dieses doch meist ein, um eine unangenehme Art von Spannung zu generieren. Testi passt gut als zunächst eher schmieriger Macho, der sich gezwungen sieht, Detektiv zu spielen. Aber den besten Eindruck hinterlässt Karin Baal als seine Frau Herta, die sich zuerst eiskalt, zynisch und distanziert, gibt, aber als sie die Chance sieht, ihre Ehe zu retten, immer mehr auftaut. Schöner Giallo.


Serien

American Dad 8.07 – „Rohes Fest“

Futurama 1.07 – „Die Galaxie des Terrors“

Futurama 1.08 – „Müll macht erfinderisch“

Robot Chicken 2 Episoden


02.07.19

Filme

DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER (Massimo Dallamano, 1974) 8,5/10

Auf einem Dachboden baumelt die nackte Leiche der Schülerin Silvia (Sherry Buchanan). Es stellt sich schnell heraus, dass dies kein Selbstmord war. Inspektor Valentini (Mario Adorf) und Commissario Silvestri (Claudio Cassinelli) finden den richtigen Tatort, wo sich ihnen blutige Spuren eines weiteren Mordes offenbaren. Die Untersuchungen breiten vor Staatsanwältin Vittorio Stori (Giovanna Ralli) einen unglaublichen Fall von Prostitution von Minderjährigen aus. Die Hintermänner sind gut organisiert, ein brutaler Motorradfahrer in schwarzen Leder wurde ausgeschickt, um alle losen Enden zu kitten…

In seinem zweiten Film um Sex und Mord unter unschuldig wirkenden Schulmädchen legt Regisseur Dallamano noch eine gute Schippe drauf. Er kreuzte hier den Giallo mit dem Poliziesco, was ihm die Möglichkeit gab, noch unangenehmere Szenen aufzufahren, ohne dass es allzu schmierig und effektheischerisch wirkte. Zudem konnte er so eine gehörige Portion Action in die spannende Handlung einbauen. Dank dieser gut ausgewogenen, sich gegenseitig verstärkenden Mischung der beiden populären Genres, der schonungslosen Präsentation, den guten Darstellern und Dallamanos unglaublich dynamischer Inszenierung gehört DER TOD TRÄGT SCHWARZES LEDER zu den unumstößlichen Highlights des italienischen Genre-Kinos der 70er.

POLIZEI GREIFT EIN (Samuel Fuller, 1953) 7,5/10

Taschendieb Skip McCoy (Richard Widmark) erbeutet eine Damenhandtasche mit brisanten Inhalt: ein Mikrofilm, der die nationale Sicherheit gefährdet. Durch eine Informantin kommt Cpt. Tiger (Murvyn Vye) auf ihn, versucht ihn davon zu überzeugen, dass es sich um Beweise gegen Rauschgift-Gangster handelt. Als Candy (Jean Peters), der er die Tasche geklaut hat, sich an ihn wendet, versucht er Geld aus ihr herauszupressen. Ein Spiel mit dem Feuer, denn die Männer hinter Candy kennen keine Skrupel…

Guter Film Noir. Leider stört das Ende enorm. Außerdem habe ich Widmark erst letzte Woche in „Die Ratte von Soho“ gesehen, und mit dem kann es der Fuller-Film nicht aufnehmen, auch wenn Widmark wieder gut aufspielt.


Serien

Futurama 2.01 – „Panik auf Raumschiff Titanic“

Robot Chicken 2 Episoden

CSI: Den Tätern auf der Spur 11.03 – „Bis(s) zum Mord“

CSI: Den Tätern auf der Spur 11.04 – „Wer ist Sqweegel?“

CSI: Den Tätern auf der Spur 11.05 – „Vom Suchen und Finden der Leichen“


03.07.19

Film

ORGIE DES TODES (Alberto Negrin, 1978) 5,5/10

Der grausame Mord an einer Schülerin führt Kommissar Giovanni (Fabio Testi) an ein exklusives Internat. Mit seinem rüden Tonfall eckt er gleich beim Lehrkörper an, aber seine hartnäckigen Nachforschungen fördern einen Ring aus Erpressung, Prostitution und Mord zu Tage…

Es ist echt schade, dass Dallamano die Regie bei „Enigma Rosso“ nicht mehr selbst übernehmen konnte. Sein Kumpel Negrin setzt auf sleazige Exploitation und lässt das Fingerspitzengefühl, das Dallamano noch an den Tag legte, vollkommen missen. Es gibt dafür auch einige Pluspunkte, wie etwa Danneberg, der Fabio Testi spricht. Außerdem gibt es eine Intensiv-Befragung von Jack Taylor (ohne Bart) in einer Achterbahn, das hat man auch nicht alle Tage. Trotzdem nur ein mäßiger Krimi, der durch seine doofe Handlung mehr stolpert als zu führen.


Serien

American Dad 8.10 – „Rolli, Beinmann und Opas Schlüssel“

American Dad 8.11 – „Der Berg ruft“

Futurama 2.02 – „Das Experiment der Mars-Universität“

Futurama 2.03 – „Wenn Außerirdische angreifen“

Rick & Morty 02.01

CSI: Den Tätern auf der Spur 11.06 – „Opfer der Vergangenheit“

CSI: Den Tätern auf der Spur 11.07 – „Venusmuscheln à la Card“


04.07.19

Filme

KILLER STELLEN SICH NICHT VOR (Jaques Deray, 1980) 6,5/10

Der Berufsspieler Michel Gerfault (Alain Delon) bringt das vermeintliche Opfer eines Verkehrsunfalls ins Krankenhaus. Als er sich später nach dem Mann erkundigt, hat der sich schon verpieselt, nach Auskunft der Schwester mit zwei Kugeln im Bauch. Kurz darauf wird im Urlaub mit seiner Freundin Beá (Dalila Di Lazzaro) ein Mordanschlag auf ihn verübt. Anscheinend haben es die Schergen eines Waffenschiebers jetzt auf ihn abgesehen. Doch Michel ist derart erfolgreich darin, die ausgeschickten Killer abzuwehren, dass man ihn bald selbst für einen Profi hält…

Eiskalter, gradliniger Thriller, der zeitweise leider unfreiwillig komisch wirkt.

HIPPIE NICO VON DER KRIPO (Sergio Corbucci, 1976) 6/10

Tomas Milian muss in seinem zweiten Auftritt als Nico Giraldi den Mord an einem Einbrecher, einem kleinen Ganoven, den er gut kannte aufklären, der in die Villa von US-Diplomat Robert Webber eingebrochen war. Am Ende führt es ihn dabei sogar nach New York City. Der Film ist leider ziemlich sprunghaft in seiner Dramaturgie, und die eigentliche Geschichte spielt sich erst zur Hälfte des Films in den Vordergrund. Dabei macht Milian als Giraldi schon Spaß, ihm schaut man gerne bei seinem Umgang mit den Menschen in seiner Umgebung und der Bewältigung seines Alltags als Polizist und Beschützer der Armen und Schutzlosen zu, er ist halt ein zwar geschwätziger, aber sehr sympathischer Typ. So verbringt man nun keine schlechte Zeit, bis sich Giraldi dann ans Werk macht, den Umständen um den Tod des Kumpels nachzugehen. Auf die Dauer macht sich aber auch hier etwas Langeweile breit, denn wenn die Handlung erst einmal  am Rollen ist, bleiben auch häufig die Gags aus. Schlimm wird es dann, wenn das letzte Kapitel die ganze Sache in den Big Apple verlegt: Hier wirkt dann alles wie dran gepappt und der Culture-Clash-Humor ist angereichert mit allerlei rassistischen Ressentiments. Im Ganzen aber guckbar.


Serien

American Dad 8.12 – „Der Herr der Ringer“

American Dad 8.13 – „Dr. Klaustus“

Futurama 2.04 – „Die Party mit Slurm McKenzie“

Robot Chicken 2 Episoden

CSI: Den Tätern auf der Spur 11.08 – „Pesthauch des Todes“

CSI: Den Tätern auf der Spur 11.09 – „Friedhof der kuschelnden Tiere“


05.07.19

Filme

THE GUYS FROM PARADISE (Takashi Miike, 2000) 7,5/10

Der Japaner Kohei Hayakawa wird in Manila wegen des Verdachts auf Drogenschmuggel in der berüchtigten Strafanstalt „Paradise“ inhaftiert. Verwundert muss er feststellen, dass dies ein eigener anarchischer Mikrokosmos ist. Ganz oben in der Nahrungskette steht der Gangsterboss Yoshida, ein Landsmann Koheis. Als er seine Chancen schwinden sieht, freigesprochen zu werden und das Gefängnis alsbald zu verlassen, nimmt er ein Arbeitsangebot Yoshidas an. Das verbessert zwar seine Lage, birgt aber neue Gefahren…

Für einen Miike-Film scheint der erstaunlich konventionell, gerade wenn man seine Entstehungszeit berücksichtigt. Doch schaut man genauer hin, entdeckt man eine in das Geschehen im Gefängnis-Panoptikum und der Unterwelt Manilas eingebettete ruhige und sanfte Geschichte von Freiheit, Freundschaft und Menschlichkeit. Es ist ein kleine, glänzende Perle im Dreck des Rinnsteins der Gassen einer vibrierenden, gewalttätigen Metropole.

DAS ULTIMATUM LÄUFT AB (Stelvio Massi, 1975) 7/10

Mark Terzi (Franco Gasparri) wurde nach Genua strafversetzt und gerät gleich in eine Entführung und eine anschließende Verfolgungsjagd. Der Entführte stellt sich als alter Bekannter heraus: Verbrecher Benzi (Lee J. Cobb), Marks Nemesis. Und das Schicksal der beiden Erzfeinde scheint weiterhin verknüpft. Ein mysteriöser Mann namens Sphinx schickt Mark auf der Suche nach drei Bomben auf eine Schnitzeljagd durch die Metropole. Außerdem muss er dabei bis zu einem bestimmten Zeitpunkt auf Benzi Acht geben…

Flotter Action-Krimi ohne großartigen Tiefgang. Muss auch nicht sein, Gasparri, der hier wie in seinen Fotoromanen eigentlich nur am Posen ist, würde man sowieso keine Charakterrolle abnehmen. Ist spannend, macht Spaß. Was will man mehr…

FAUSTRECHT DER GROßSTADT (Otto Preminger, 1950) 8,5/10

Detective Marc Dixon (Dana Andrews) ist ein zynischer Ermittler, der für die Verbrecher New Yorks nur Verachtung übrig hat. Aufgrund seiner gewalttätigen Ader muss sein Chef immer ein Auge auf ihn haben. Doch als er den Mord an einem Spieler untersucht, gerät er mit dem angetrunkenen Verdächtigen Paine (Craig Stevens) aneinander. Er schlägt den versehrten Kriegshelden tot. Es geschah unbeabsichtigt, doch Dixon versucht, seine Tat zu vertuschen. Er macht sich weiter auf die Jagd nach dem Mörder, denn Paine sollte wohl nur den Sündenbock geben. Er sorgt dafür, dass seine Kollegen unter Lt. Thomas (Karl Malden) währenddessen hinter dem vermeintlich flüchtigen Veteranen her schnüffeln. Und er verliebt sich zu allem Überfluss auch noch in dessen Freundin Morgan Taylor (Gene Tierney)…

Es geht mal wieder um die Sünden des Vaters, für die der Sohn Sühne sucht. In diesem Fall ist es der harte Polizist Dixon, dessen Vater ein Verbrecher war. Er hasst Verbrecher, in seiner Art, mit denen umzugehen, wandert er in seiner Arbeit aber immer auf einem schmalen Pfad und droht, selbst das Gesetz zu überschreiten und zum Gewalttäter zu werden. Als das dann tatsächlich passiert, versucht er es erst zu vertuschen, es somit auch vor sich selbst zu verstecken. Als die ungewollten Auswirkungen aber auch (weitere) Unschuldige erreichen, ist er bereit sich selbst zu opfern. Preminger schickt Dixon durch eine dunkle Welt, eine persönliche Höllenfahrt. Herausgekommen ist nicht nur ein Krimi, sondern ein vielschichtiger, teils wirklich unangenehm anzuschauender Thriller, an dessen Ende er seinen Antihelden aber doch die erhoffte Absolution erteilt.


Serien

American Dad 8.14 – „Hundeliebe“

American Dad 8.15 – „Ohne Moos nichts los“


06.07.19

Filme

LANCE – STIRB NIEMALS JUNG (Gil Bettman, 1986) 7/10

Der verrückte Hermaphrodit Velvet Von Ragner (Gene Simmons) will die Wasserversorgung einer US-Großstadt vergiften und die Regierung erpressen. Doch dazu fehlt ihm eine Disc, die er bei Drew Stargrove (George Lazenby) vermutet. Das erweist sich als Trugschluss, kostet den Superagenten allerdings das Leben. Sein Sohn Lance (John Stamos) rückt nun in den Blickpunkt des Weibmannes. Aber die hübsche Danja Deering (Vanity) steht dem jungen Mann, der nun Rache will, gegen die zerzauste Armee des Psychopathen Von Ragner bei…

Was für Namen, was für Typen, was für eine Punk-Armee! Ja, der war in der Tat sehr lustig. Es herrschen Dauer-Action, dumme Sprüche und garstige Verbrechen gegen den Dresscode vor. Dazu Gene Simmons als Hermaphrodit, und Vanity macht sich nackig – was will man mehr?

TERRORGANG (Tomás Aznar, 1980) 6,5/10

Chema, Nico und Lola sind ganz miese Type, für die ein Menschenleben nicht viel zählt. Um sich Drogen kaufen zu können, überfallen sie einen Diner. Doch als die Polizei anrückt, töten sie Gäste und Personal. Sie kapern das Auto von Jorge und Linda, fliehen mit den beiden als Geiseln aus der Stadt. Auf dem Land dringen sie in ein Haus ein und zünden es an. Die alte Dame, die dort lebt, und ihren Enkel lassen sie verbrennen. Doch die Alte stößt noch während ihres Todeskampfes einen Fluch aus, der die Bande schon bald ereilen soll…

Schmierige Trash-Granate. Sex, Gewalt und eine deutsche Synchro zum Grölen. Wir haben hier viel Spaß damit gehabt, auch wenn der Horror-Part im letzten Drittel, trotz einiger atmosphärischer Szenen, nicht mehr ganz so unterhaltsam war.

HERR DER ZOMBIES (Jean Yarbrough, 1941) 6/10

Auf der Suche nach dem vermissten Admiral Waynwright müssen James (Dick Purcell) und Bill (John Archer) mit ihrem Diener Jeff (Mantan Morland) auf einer abgelegenen Insel notlanden. Dort finden sie Unterschlupf beim zwielichtigen Dr. Sangre (Henry Viktor), der dort mit seiner Frau Alyce und ihrer Nichte Barbara sowie einigen Personal in aller Abgeschiedenheit lebt und obskure Forschungen betreibt. In der Nacht meint Jeff auf willenlose Sklaven, Zombies, gestoßen zu sein. James und Bill sind skeptisch, aber auch überzeugt davon, dass hier etwas nicht stimmt. Schon bald kommen sie hinter das schreckliche Geheimnis von Dr. Sangre…

Der Film ist eine ziemlich billige Variante von WHITE ZOMBIE. Und wenn man mal einen Film sucht, in dem möglichst viele rassistische Klischees und Stereotypen versammelt sind, ist hier genau richtig. Die zeitgenössische deutsche Synchro (die verdächtig nach Hörspielschmiede klingt) rückt das Geschehen unangenehm nahe Richtung Klamauk. Wir haben viel gelacht, dieser Trasher ist in der vorliegenden Form stellenweise unglaublich neben der Spur.

DER SCHLÄCHTER (Carl Monson/Dwayne Avery/Bethel Buckalew/Harry Nowak, 1973) 3,5/10

Officer Haskell bekommt mit dem unerfahrenen Streeker einen neuen Partner zugeteilt. Gerade macht ein grausamer Frauenmörder die Stadt unsicher. Und zwischendurch müssen sich die beiden ungeschickten Gesetzeshüter auch noch mit Autodieben, Bankräubern und einem Spanner herumplagen…

Schmierfilm-Produzent Harry Nowak verpackte einige Fick-Szenen mit einer Krimi-Rahmenhandlung um einen verrückten Transvestiten, der mitten am Tag im Park Frauen mordet. Die Handlung ist hanebüchen, die Charaktere sind lahm und die das Geficke zu allem Überfluss alles andere als einfallsreich (Höhepunkt ist eine Nummer im Bordell mit leichten Spanking- & Massage-Einlagen). Manche Szenen sind allerdings dann wieder ziemlich Kracher, was durch die mal wieder ungeheuerliche deutsche Synchro noch unterstützt wird. Insgesamt aber eher vergessenswert, da viel zu langweilig.


Serie

CSI: Den Tätern auf der Spur 11.10 – „Stadt der verlorenen Kinder“


07.07.19

Filme

DAS GEHEIMNIS DER DREI DSCHUNKEN (Ernst Hofbauer, 1965) 6,5/10

CIA-Agent Michael Scott (Stewart Granger) wird nach Hongkong geschickt, um den Tod zweier Kollegen zu untersuchen. Seine Kollegin Carol (Rosanna Schiaffino) reist mit ihm, um den Platz der Sekretärin von Pierre Milot (Sieghardt Rupp) einzunehmen. Der Unternehmer steht in Verdacht, mit Schmugglern (u.a. Horst Frank) zusammenzuarbeiten. Als ortsansässiger Führer hilft ihm der chaotische Smokie (Harald Juhnke)…

Der war ganz nett, für einen Hofbauer handwerklich erstaunlich kompetent und leider nicht so trashig wie erhofft.

DER ATTENTÄTER (Lewis Allen, 1954) 4,5/10

Das beschauliche Städtchen Suddenly gerät ins Visier des Secret Service, denn der US-Präsident passiert den Ort auf seiner Route. Ihnen ist der Plan eines Attentats zu Ohren gekommen, und nun überprüfen sie mit Sheriff Todd Shaw (Sterling Hayden) die Haushalte. Im Haus der Witwe Ellen Hanson (Nancy Gates), die Shaw becirct, werden sie von John Baron (Frank Sinatra) und seinen Männern überrascht. Er nimmt Shaw und Ellen, sowie ihren Sohn Pidge und Vater Pop (James Gleason) als Geisel und bereitet die Tat vor…

Eingefärbt und mit einer hölzernen neuen Synchro versehen, machte Frankies Auftritt als fieser Auftragsmörder nicht wirklich was her. Das Duell zwischen ihm und Sterling Hayden als patriotischen, gar reaktionären Sheriff (der an sich schon furchtbar peinlich wirkte) scheint mit seinen platten Dialogen reichlich konstruiert. Da kam weder Freude noch Spannung auf. Ein Film für den aufrechten Amerikaner der damaligen Zeit, aber leider ist Propaganda nicht immer unterhaltsam.

DIE BESTIEN (Eddy Matalon, 1978) 4/10

Während eines Stromausfalls im Big Apple gelingt vier Strafgefangenen, angeführt vom sadistischen Christie (Robert Carradine) die Flucht. Sie verstecken sich in einem Hochhaus, wo sie unbemerkt von den ausgesandten Gesetzeshütern deren Einwohner. Nur der Cop Dan Evans (James Mitchum) stößt auf die richtige Fährte und ist für die Einwohner die letzte Hoffnung…

Langeweiliger Thriller, der versucht, durch einige sadistische Szenen die Aufmerksamkeit des Publikums hoch zu halten, aber heute angestaubt und müde daher kommt.


Serien

Space Cops: Tatort Demeter City Episode 1 – „Im Xyronfieber“

Space Cops: Tatort Demeter City Episode 2 – „Das Geheimnis von Viana“

Space Cops: Tatort Demeter City Episode 3 – „Mit Leib und Seele“

CSI: Den Tätern auf der Spur 11.11 – „Verschwendeter Mut“

CSI: Den Tätern auf der Spur 11.12 – „Nächte der Burlesque“

CSI: Den Tätern auf der Spur 11.13 – „Die zwei Mrs. Grissom“


Dear Diary – Das Filmtagebuch

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