Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 04/2019

Ich hatte diesen Tagebucheintrag eigentlich schon seit zwei Tagen fertig, aber dachte mir, dass ich vorher noch Obscure Shit No 18 schreibe und hier einpflege. Das habe ich bis heute leider nicht gebraten bekommen, also jetzt ohne weitere Umschweife die Serien und Filme der vierten Kalenderwoche.

KW04 (21 Filme, 30 Serienfolgen)

28.01.19

Filme

CASBAH – VERBOTENE GASSEN (John Berry, 1948) 5/10

=> Obscure Shit No 17: Dunkle Gassen, sonniges Gemüt

STADT OHNE MASKE (Jules Dassin, 1948) 8,5/10

In einem Appartementhaus in Manhattan wird das junge Model Jean Dexter tot aufgefunden. Detective Muldoon (Barry Fitzgerald) und sein Partner Halloran (Don Taylor) fühlen darauf dem Hochstapler Frank Niles (Howard Duff) auf den Zahn, der jedoch ein Alibi vorweisen kann. Ein weiterer Anhaltspunkt ergibt sich durch den Ring der Toten, das sich als wertvolles Diebesgut herausstellt…

Großartiger Noir mit vereinnehmender Atmosphäre. Der halb-dokumentarische Stil ist fesselnd und die technische Umsetzung mit vielen einfallsreichen Kamera-Winkeln und -Fahrten teils atemberaubend.

Serien

MARVEL’S THE PUNISHER 02.09 – Ein Haufen Scheiße

FUTURAMA 05.12 – Lustkrise auf Omnicrom Persei Acht

KOJAK – EINSATZ IN MANHATTAN 04.25 – Die Toten vom Central Park

ROBOT CHICKEN 08.08-10

29.01.19

Filme

STUNG (Benni Diez, 2015) 3,5/10

Durch Pflanzendünger zu 2 Meter großen Monstern mutierte Killer-Wespen fallen über eine Gartenparty her…

Okay, der war scheiße. Kaum ein Gag sitzt, die Action ist fade und so zieht sich die Chose merklich durch die müßigen 80 Minuten. Es ist ja schön, wenn man versucht, möglichst viele praktische Effekte in solch ein Creature Feature zu packen, doch sollte man es dann auch bewerkstelligt bekommen, es mit den CGI in Einklang zu bringen. So ziemlich alles, was ein Billo-Film wie „Infestation“ richtig macht, um den Zuschauer durchgängig zu unterhalten, macht „Stung“ schlicht falsch. Eine Qual.

DER MANN MIT DER NARBE (Steve Sekely, 1948) 7,5/10

Gerade aus dem Knast gekommen, will Ganove Muller ein Casino der Mafia ausrauben. Doch das geht gehörig in die Hose. Auf der Flucht vor den Mobstern trifft er auf den Arzt Dr. Bartok, der ihm beinahe bis aufs Haar gleicht. Durch ihn wittert er eine Chance, seinen Kopf aus der Schlinge zu ziehen…

Die Plotpoints sind teils unglaubwürdig bis ins Mark. Allerdings wissen die schicke Inszenierung, die kühl-düstere Atmosphäre und ein stoisch kaltherziger und egozentrischer Paul Henreid in seiner Doppelrolle das recht gut zu übertünchen. So bleibt das ganze bis zum finalen Twist recht spannend.

Serien

MARVEL’S THE PUNISHER 02.10 – Die dunklen Herzen der Männer

MARVEL’S THE PUNISHER 02.11 – Der Abgrund

TATORT 126 – Duisburg-Ruhrort

CRIMINAL MINDS 14.05 – Der heimliche Freund

CSI: MIAMI 06.04 – Im Schatten von Tim Speedle

ROBOT CHICKEN 08.11-13

30.01.19

Film

DIE MASKE RUNTER! (Richard Brooks, 1952) 7,5/10

Ed Hutcheson (Humphrey Bogart) ist ein integerer Mann der Nachrichten: hart, ehrlich und unbestechlich. Doch seine Zeitung soll verkauft und aufgelöst werden. Seine Ex-Frau Nora will neu heiraten und von Versöhnung nichts wissen. Er stürzt sich in die Arbeit, um die Zeitung zu retten. Doch dann wird der junge Reporter Burrows übel zugerichtet. Ed wittert eine große Story, und versucht mit der Jagd auf den Gangster Rienzi, den er hinter einem Frauenmord vermutet, innerhalb der letzten drei Ausgaben noch den großen Knüller an Land zu ziehen…

Teils etwas dick aufgetragenes Hohelied auf den Enthüllungsjournalismus. Das Fernduell zwischen Hutcheson und Rienzi bleibt aber stets spannend, die Recherche und auch das Ende nahe an der Realität.

Serien

MARVEL’S THE PUNISHER 02.12 – Kollisionskurs

MARVEL’S THE PUNISHER 02.13 – Der Wirbelwind

Man hat sie ja jetzt doch lieb gewonnen, Frank, die Kleine, Madani, Curtis. Und auch Billy, den verrückten Hund. Die letzte Folge war wirklich gut, ein besserer Abschluss als am Ende der ersten Staffel. Ein paar Sachen trotzdem:

– Warum müssen mitten in der Staffel Nichtigkeiten (Billys Amnsie bspw.) zu Tode geritten werden, während der Gedanke, ein Mörder zu sein, den Billy Castle durch die toten Mädchen in den Kopf zu pflanzen versucht, kaum eine Episode lang durchhält?

– Und warum, zum Teufel, suggeriert uns das Ende der zweiten Staffel erst, dass wir vielleicht in der nächsten den Punisher sehen dürfen, wie wir ihn haben wollen: im Totenkopf-Dress mit gezogenen MPs Horden von Gangster metzelnd…

TRUE DETECTIVE 03.03 – Das große Nie

CSI – DEN TÄTERN AUF DER SPUR 02.18 – Letzte Ausfahrt

ROBOT CHICKEN 08.14-17

31.01.19

Nachruf

Vor 5 Jahren erst wurde ihm mit „That Guy Dick Miller“ ein kleines filmisches Denkmal gesetzt. Ich habe mich immer gefreut, ihn in den alten Filmen Cormans und später in den Filmen von dessen Schützlingen, wie Martin Scorsese, James Cameron und vor allem Joe Dante, zu erspähen. Er hatte selten Hauptrollen, was schade ist. Ich hätte ihn gern in mehr Rollen wie etwa in Cormans schwarzer Komödie „Das Vermächtnis des Dr. Bondi“ gesehen, wo er eher zufällig zum angesagten Künstler wird, der für seine Skulpturen tote Körper benutzt. In Zukunft wird man ihn nicht mehr in Bit-Parts erspähen können. Eine kleine Freude, die leider mit ihm gegangen ist. Ruhe in Frieden, Dick Miller. Wir werden Deinen mürrischen Blick wie auch Dein verschmitztes Lächeln nie vergessen!

Filme

A BUCKET OF BLOOD (Roger Corman, 1959) 7,5/10

Walter Paisley (Dick Miller) arbeitet als Tellerwäscher und Kellner im Café „Yellow Door“. Er würde gerne zu den Künstlern gehören, die dort verkehren, doch für sie ist er schlicht eine Witzfigur. Als er eines Nachts versehentlich die Katze seiner Vermieterin tötet, weiß er sich nicht anders zu helfen, als den Kadaver in einer Plastik aus Gips und Ton zu verstecken. Sein Kunstwerk erweckt sofort großes Aufsehen, weil es so lebensecht wirkt. Paisley steigt zum Shooting Star der Szene auf, steht aber vor dem Problem, ein Folgewerk abliefern zu müssen, das seinem Erstling gerecht wird…

Dick Miller brilliert als einfältiger Möchtegern-Künstler, dem es danach dürstet, in die Reihen der selbstgefälligen Intellektuellen aufgenommen zu werden. Die Krimi-Handlung am Rande ist recht gut eingebunden. Der schwarze Humor ist lakonisch und ziemlich böse.

BLADE OF THE IMMORTAL (Takashi Miike, 2016) 8/10

Blutiges Schwertkampf-Epos um einen unsterblichen Kämpfer, der ein junges Mädchen auf ihrem Rachefeldzug unterstützt. Wunderschön gefilmt und mit einigen tollen Kämpfen.

SEVEN – DIE SUPERPROFIS (Andy Sidaris, 1979) 8/10

Nach dem Anschlag auf einen Senator wird William Smith angeheuert, um mithilfe von sechs anderen Profis eine Bande von Auftragskillern zu liquidieren. Hilarious! Die minutiös geplanten Mordanschläge – alle Killer müssen innerhalb von einer halben Stunde ausgeschaltet werden, damit sie sich nicht gegenseitig warnen können – sind umständlich as fuck. Dumpf-doofer Action-Trash vom Girls’n’Guns-Gott Sidaris.

GEHEIMAUFTRAG CIA – ISTANBUL 777 (Riccardo Freda, 1965) 6,5/10

Wirre Agentenplotte um zwei Atomforscher der Nazis, die verschwunden sind. Als einer von ihnen, versteckt in einem Fass und ziemlich tot, auftaucht, setzt die CIA Jeff Collins auf den Fall an. Zusammen mit seinem israelischen Kollegen Shaimoun einem zwielichtigen ägytischen Waffenschieber auf die Spur. Freda scheint sich einen Spaß daraus zu machen, dem Zuschauer alle handlungsrelevanten Infos vorzuenthalten, jeder Dialog scheint einen zu verhöhnen, so dass man sich eigentlich bis zum Finale alles selbst zusammenreimen muss. Nicht ohne Reiz, aber recht anstrengend.

Serien

CSI – DEN TÄTERN AUF DER SPUR 02.16 – Eisiger Tod

NAVY CIS 16.04

ROBOT CHICKEN 08.18

01.02.19

Filme

THE TRAVELLER – NOBODY WILL SURVIVE (Michael Oblowitz, 2010) 3,5/10

Eines verregneten Abends steht ein dicker, anonymer Mann (Val Kilmer) im Eingang einer Polizeiwache. Er sagt, dass er einen Mord gestehen möchte. Sie nehmen ihn in Gewahrsam. Als sie ihn schließlich verhören und er einen Mord schildert, kommt ein Officer in einer Zelle ums Leben. Die Art seines Todes und seiner Verletzungen erinnert seine Kollegen an etwas Schreckliches, dass sich vor einem Jahr hier ereignete. Als die Tochter von Detective Black entführt wurde, griff er sich mit seinen Leuten einen Landstreicher und folterte ihn so lange, bis er ins Koma fiel. Ist der dicke Mann nur eine Vorhut ihres Opfers, damit der aus dem Hintergrund seine Rache vollziehen kann?

Dickes Kilmer hockt zwischen seinen stoischen Monologen gelangweilt im Knast, während um ihn herum die Deputies blutig draufgehen. Der war nicht wirklich gut. Aber er war auch nicht durchschnittlich.Der war mies. Ein Supernatural Slasher, der mit fortschreitender Laufzeit nur immer noch dämlicher wird und am Ende sogar noch versucht, die Untaten der Polizisten schmierig zu relativieren. Die Splatter- und Gore-Szenen begnügen sich zumeist damit, einfach etwas Blut und Gedärme irgendwo aus dem Off auf Böden oder gegen Wände zu schmeißen. Einfach links liegen lassen, Kilmer ist sowieso zu fett, um Dir zu folgen.

PROUD MARY (Babak Najafi, 2018) 4/10

Die Killerin Mary nimmt im Boston den kleinen Danny bei sich auf. Dafür tötet sie den Gangster, für den er arbeitet. Dadurch löst sie einen Bandenkrieg aus. Das ist aber nicht das Problem, denn eigentlich will sie aus ihrem Leben ausbrechen, was ihr Ziehvater und Boss aber nicht zulässt. Und auch ihr Interesse an Danny ist nicht zufällig…

Reiht ambitionslos ein Klischee ans nächste und versteht es dabei noch nicht einmal, seine Figuren ernst zu nehmen oder gar nachvollziehbar zu zeichnen. Die Schusswechsel sind für die 18er-Freigabe relativ zahm und die Einschüsse durch zweitklassige CGI umgesetzt. Es gibt keinerlei Chemie zwischen Mary und Danny, und ihre Berührungspunkte werden ihnen wie ein Stempel aufgedrückt und dann möglich schnell abgehandelt; könnte sich ansonsten noch ein Zuschauer dafür interessieren. Der ist weder spannend, noch fies, blutig oder gar unterhaltsam. Und „tschiktschik – gelöscht!“

31 (Rob Zombie, 2016) 3,5/10

Und da ich mich gerade eh in der Scheiße wühle, kann ich ja auch gleich zu den White-Trash-Clowns des Zombies hinabsteigen, und mir ein paar Dutzend „Fucks“ und in Sepia-Filter getauchten Gore vor die Augen und Ohren klatschen lassen…

Ich muss leider sagen, dass der mir schon nach wenigen Minuten unheimlich auf die Nerven ging. Und Zombies White-Trash-Stylegewichse wird mit zunehmender Dauer immer schlimmer. Dabei ist das ganze dreckige Ambiente schon ganz nett gelungen und erinnert nicht von ungefähr an „Texas Chainsaw Massacre II“. Doch der rüde Humor Hoopers geht ihm dabei vollkommen ab. Das Gemetzel ödet dazu auch ziemlich schnell an, da der Film die Grausamkeiten am Fließband abspult. McDowells Ansprache ist ganz nett. Und am Ende schließt der Film dann sogar mit einer wirklich schönen Einstellung, was mich schon fast wütend macht, da das hier ziemlich verschwendet wirkt. Der Film darf sich geflissentlich zu „Das Haus der 1000 Leichen“, „Halloween“ und „El Superbeasto“ in die Ecke begeben und dort auf den Müllmann warten. Es bleibt dabei, Zombie ist bei mir „hit & miss“.

DER LIQUIDATOR (J. Lee Thompson, 1984) 8/10

Als sein alter Freund George vom Verhörspezialisten Dr. Molloch (Joseph Maher) zu Tode gefoltert wird, nimmt der Profikiller Holland (Charles Bronson), eigentlich im Ruhestand, den Auftrag an, diesen auszuschalten. Zusammen mit Rhiana (Theresa Saldana), der Witwe seines Freudes, und ihrer Tochter Sarah reist er nach Südamerika. Doch Molloch wird vom dortigen Regime hofiert und ist andauernd von Bodyguards umgeben…

Gnadenloser, spannender Reißer, der Bronson nochmal in Bestform präsentiert, bevor es mit seinen Filmen in den 80ern immer weiter bergab ging.

Serien

ROBOT CHICKEN 09.05-07

02.02.19

Filme

DIE HORDE (Yannik Daham & Benjamin Rocher, 2009) 5/10

Als ihr Kollege Rivoallan von ein paar üblen Gangstern, den Markudis, ermordet wird, schwören die Polizisten seiner Einheit der Witwe, ihn zu rächen. Sie finden heraus, dass sich die Markudis in ein heruntergekommenes Hochhaus verkrochen haben. Sie dringen dort ein, um die Gangster, die sich dort schwer bewaffnet verschanzt haben, gnadenlos auszulöschen. Die Sache gerät zum Desaster. Doch als eine Zombie-Seuche in der Stadt ausbricht, sehen sich Gangster und Cops gezwungen, erst einmal zu kooperieren, um wenigstens aus dem bald von untoten Wiedergängern überlaufene Hochhaus lebendig zu entkommen…

Beim ersten Mal hat der mir ja überhaupt nicht gefallen. Auch jetzt muss ich sagen, dass das keiner der besseren Zombiefilme der 2000er ist, aber es gibt noch weit schlechtere. Die Mischung aus handgemachten Effekten und CGI-Gore ist nicht immer stimmig, und auch viele Greenscreen-Aufnahmen trüben das Bild. Zumindest ist der Film verdammt flott unterwegs, langweilig wird es definitiv nicht. Ich habe ja ansonsten kein Problem, mir aus einer Gruppe von Arschlöchern den „less hateful“ für mich rauszupicken, aber „Die Horde“ torpediert das dadurch sehr gekonnt, dass der einzige, der dafür infrage kommt, nämlich der ältere Markudi-Bruder, einfach nur hier und da einen Brocken Background hingekotzt bekommt und wie alle anderen Knallchargen fürchterlich blass bleibt. Dazu gleitet der Film gelegentlich in die unfreiwillige Komik ab, wenn z.B. ein gebissener Polizist sich in der Tiefgarage opfert und die Horde der Zombies auf sich lenkt- Das gipfelt darin, dass er (wie auf dem Poster Art) auf einem Auto steht und, umringt von geifernden Untoten, wild in die Menge feuert. Am Ende wird er dann von den Zombies herunter gezogen. Das sollte wohl eine Hommage an Romero sein, aber letztlich fehlte wohl einfach das nötige Kleingeld, um ihn dann auch noch zerfetzen zu lassen. Kann man mal sehen und dann wieder vergessen.

BATTLE ROYALE (Kinji Fukasaku, 2000) 8/10

Klasse 9b! Antreten zum Sterben!

Im Japan der Zukunft sind die Erwachsenen verweichlicht und die Jugendlichen außer Kontrolle. Um dem Nachwuchs wieder Disziplin einzuhämmern und die Hackordnung gerade zu rücken, wird jedes Jahr eine Abschlussklasse auf eine abgelegene Insel geschickt, wo sie sich gegenseitig töten müssen, bis nur noch einer übrig ist. Dieses Jahr hat es die Klasse 9b erwischt. Am Austragungsort erwartet sie ihr ehemaliger Klassenlehrer Kitano-sensei, der an der Wahl nicht ganz unbeteiligt war…

Kontroverses Schlachtfest, das aber recht geschickt das Unverständnis der Welt der Erwachsenen der modernen Jugend gegenüber widerspiegelt, die ihrerseits, durch die erdrückende Etikette der Gesellschaft klein gehalten, in Minderwertigkeitskomplexen erstickt. Dabei scheint ihre Welt der der Erwachsenen nicht sehr unähnlich, denn die Schüler offenbaren alltägliche Probleme untereinander. In der Welt von BATTLE ROYALE werden sie nun gezwungen, Gewalt als einizige Lösung zu akzeptieren, was die Perversität des Systems, unter dem sie nun zu leiden haben, zum Ausdruck bringt.

THE MANCHU EAGLE MURDER CAPER MYSTERY (Dean Hargrove, 1975) 6,5/10

=> Obscure Shit No 18

KREUZFAHRT DES GRAUENS (Guido Leoni, 1971) 4/10

Öder Terror-Movie mit Herbert Fux, in dem ein paar ausgebrochene Irre in Seenot von einer reichen Gesellschaft auf einer Yacht aufgenommen wird. Am Ende ist’s dann doch ein doppeltes Spiel, dass einer der Irren vorantreibt.

Serien

CRIMINAL MINDS 14.06 – Luke

ROBOT CHICKEN 09.09+10

03.02.19

Filme

FERRIS MACHT BLAU (John Hughes, 1986) 8/10

=> Rezension auf Movic Freakz

DIE DAME IM SEE (Robert Montgomery, 1946) 7/10

Privatdetektiv Philip Marlow (Robert Montgomery) wird bei der Redakteurin Adrienne Fromsett (Audrey Totter) vorstellig, um ihrem Chef, dem Herausgeber Derace Kingsby (Leon Ames) einen Kriminalroman zu verkaufen. Adrienne ist aber nicht an seinen Ergüssen interessiert, sondern heuert ihn an, um Chrystal Kingsby, die Frau ihres Chefs und Liebhabers aufzuspüren, die sich nach Mexiko abgesetzt haben soll. Schnell wird er in ein Intrigenspiel mit mehreren Morden verwickelt…

Den fand ich ganz nice. Der ganze Film wird aus der Ego-Perspektive von Regisseur und Hauptdarsteller Robert Montgomery gezeigt, was etwas gewöhnungsbedürftig ist, denn viele Szenen werden sehr lange ausgespielt, wo normalerweise abgeblendet würde, und die anderen Charaktere müssen dazu immer in die Kamera spielen. Der sarkastische Marlow macht aber Spaß, auch wenn viele Dialoge etwas zu lang sind. Der Fall selbst ist solide. Audrey Totter fand ich sweet. Ganz besonders hat mir der zitterige Choral gefallen, der dem ganzen eine sehr düstere, beklemmende Atmosphäre verleiht. Nicht ganz rund das Paket, aber einen Blick wert.

TEUFEL IN BLAU (Carl Franklin, 1995) 7/10

Der arbeitslose Veteran Eazy Rawlins (Denzel Washington) wird Ende der 40er vom zwielichtigen Albright (Tom Sizemore) angeheuert, um Daphne Monet (Jennifer Beals) ausfindig zu machen, die gerne unter Afro-Amerikanern verkehrt. Er hat mithilfe eines Freundes schon bald ihre Fährte aufgenommen, doch dann gerät er in den Mittelpunkt einer Mordintrige…

Eigentlich ein feiner Neo Noir, der mit einem frischem Setting im Schwarzen Amerika der späten 40er punkten kann. Die Besetzung taugt sehr, und auch die Geschichte schlägt geschickt Haken. Doch irgendwie mag der mich nicht wirklich abholen, was auch ein wenig an den zur Hälfte auftauchenden Kumpel Mouse liegt, der zwar von Don Cheadle gut dargeboten wird, sich für mich aber nicht nahtlos in die Figurenkonstellation einfügen mag; er erscheint eher als eine Ausrede, Denzel Washingtons Eazy nicht mehr richtig recherchieren lassen zu müssen. Durch das gewalttätige Einwirken von Mouse fliegt ihm so manche Erkenntnis, über den Fall und seine eigene Situation, einfach zu. Aber davon ab ein guter Film, ohne Frage.

Dear Diary – Das Filmtagebuch

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3 Gedanken zu “Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 04/2019

  1. Ich glaube, Rob Zombie fällt so ein bisschen in die gleiche Kerbe wie Eli Roth. Das Filmherz am richtigen Fleck, aber es mangelt am Talent, den Geschichten den finalen Touch zu geben und das wird dann eben durch „Style“ versucht, zu übertünchen. Wobei ich Roth da nochmal eine ganze Ecke schlechter finde, denn seine Filme sind dann auch noch absolut langweilig dabei.

    Gefällt 1 Person

    1. TomHorn

      Ich bin schon der Meinung, dass Rob Zombie was kann, denn der grandiose „The Devil’s Rejects“ war nun kein Zufall. Er hat halt das Problem, dass er zum einen denkt, immer seine Fans wie auch seinen White-Trash-Faible unbedingt bedienen zu müssen, und zum anderen einfach auch nicht mehr genug Geld für seine Blutorgien zusammen bekommt. Denn „31“ hat noch nicht einmal vernünftige Gore- und Splatter-Szenen. Und wenn er mal etwas ausgefallenes auffährt, wie etwa den trippigen „Halloween II“, wird er in der Luft zerrissen. „Lords of Salem“ hat mir übrigens auch gut gefallen. Wenn ich danach gehe, müsste „The Three From Hell“ wieder gut werden, denn nach meiner Rechnung wird jeder zweite Film von ihm zumindest ansehbar.

      Gefällt 1 Person

      1. Das Budget kann da natürlich dann irgendwann auch eine Rolle spielen und vor allem auch, die von dir erwähnte White-Trash-Richtung, die sich natürlich irgendwann abnutzt. Handwerklich kann ich ihm auch nichts vorwerfen, aber seine Filme (zumindest die paar, die ich kenne), haben mir meist einfach wenig gegeben. Im Sinne von: Der Wille war da, aber irgendwas fehlte. Rejects muss ich mal nachholen, vielleicht kann er mich damit dann wirklich überzeugen. Bei Roth habe ich die Hoffnung hingegen schon lange aufgegeben.

        Gefällt 1 Person

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