Deary Diary… on the Watch: Nachtrag – November 2021

Kuan – Der unerbittliche Rächer (1970)
„Der Gangster Feng Kai-shan (Feng Ku) hat es auf die Frau von Schauspieler Kuan Yu-Lou (Ti Lung) abgesehen. Der stellt ihn zur Rede und macht ihn unmissverständlich klar, dass er seine Wichsgriffel bei sich behalten soll. Doch Feng ist kein guter zweiter Gewinner und lässt ihn von seinen Männern ermorden. Sein Bruder Kuan Hsiao-Lou (David Chiang) schwört darauf blutige Rache…“

Formidabler Rache-Actioner, der vor allem vom Charisma David Chiangs zehrt. Ti Lung verabschiedet sich leider recht früh aus dem Film, das eingespielte Duo hat zusammen kaum Szenen. Es gibt drei große Action Set Pieces, die gut choreographiert und das Blut spritzt. Wohl einer der Filme, die Chang Chehs Ruf als Meister der blutigen Eastern-Action zementierte. 7,5/10

Wang Yu – Stärker als 1000 Kamikaze (1972)
„Japanische Verbrecher stürmen ein chinesisches Dorffest und richten ein Massaker an. Unter den Opfern befindet sich auch die Familie von Wang Yu. Der schwört blutige Rache…“

Trotz des simplen Rache-Themas mal wieder ein teils um Aussöhnung bemühtes Wang Yu Feature. Der Held erkennt, dass nicht alle Japaner böse sind, erhält sogar Unterstützung vom vermeintlichen Feind. Die Story-Entwicklung um eine Bande von Dieben, die mit brutaler Gewalt gefügig gehalten wird, ist sogar gar nicht mal schlecht. Auch die Action knallt rein. 7/10

Wu Kung – Herr der blutigen Messer (1973)
„Tong (Lo Lieh) wird bei einem Überfall von seinen Kompagnons gelinkt und landet 5 Jahre hinter Gittern. Wieder in Freiheit sinnt er nach Rache…“

Billiger 70s-Actionkrimi, der eigentlich nur für Nostalgiker und Lo-Lieh-Fans interessant sein dürfte. Der inszeniert sich selbst in einer dünnen, nicht immer logischen Rache-Story. Trotz flotter 70 Minuten verteilt sich die Action recht dünn über die Laufzeit. Kein guter Film, aber eine schnoddrige deutsche Synchro ähnlich DAS SÖLDNERKOMMANDO und das immer wieder eingespielte SHAFT-Theme reichen für ein diebisches Grinsen. 5,5/10

Die wilden Fünf (1974)
„Gangster Liang Shan (Chiang Tao) fällt mit seiner Bande und einem schweren Tresor im Schlepptau in ein friedliches Dorf ein. Sie nehmen die Bewohner als Geiseln, wollen, dass der Schmied Wei (Danny Lee) den Tresor öffnet. Doch Wei kann heimlich fliehen, während die Bewohner nun auf Zeit spielen und auf Hilfe hoffen. Doch als die Banditen ankündigen, jede Stunde jemanden zu töten, bis der Schmied auftaucht, schließen sich der Dieb Chen (David Chiang), Feng (Ti Lung), der Holzfäller Ma (Chen Kuan Tai) und der angeschlagene Yao (Wang Chung) zusammen, um ihnen die Stirn zu bieten…“

Fünf Helden befreien ein Dorf aus den Händen brutaler Gangster. Für glorreiche Sieben hat es nicht gereicht, und eigentlich kämpfen auch immer nur vier der Helden Seite an Seite (einer stirbt, bevor der fünfte hinzustößt). Aber der Plot läuft wie geschmiert, die Inszenierung von Chang Cheh funktioniert gerade außerhalb der Action-Szenen, die hier mal nicht das eindeutige Zentrum bilden, gut. Schöner Ensemble-Eastern. 8/10

Wang Yu – Der Karatebomber (1973)
„Die Lady mit der eisernen Faust (Hsieh Chin-Chu) trainiert drei japanische Waisen (Lung Fei, Yasuaki Kurata, Shan Mao), damit diese später den Tod ihres Vaters rächen können. Schuld daran soll der Chinese Tsiu-Ming (Wei Su), der angeblich das Vertrauen des Lagerkommandanten ausgenutzt haben und geflohen sein soll. Darauf beging dieser Suizid, danach auch seine Frau. Tsiu-Ming überlebt einen Anschlag. Aber nun ist die Spirale der Gewalt bei dessen Sohn Chen Li (Jimmy Wang Yu), einem Hitzkopf und Unruhestifter, angelangt. Und der stellt sich den drei Brüdern zum Kampf…“

Hier wird das Rache-Motiv einmal anders herum aufgezogen – Japaner rächen ihren Vater. Das mutet schon etwas komisch an, gerade weil eben der zu Rächende Selbstmord begangen hat. Es reflektiert aber auch die japanischen Vorstellungen von Ehre, wenn auch nicht gerade tiefgründig. Wieder einmal ist dieses Wang-Yu-Vehikel um Ambivalenz bemüht, plagen die japanischen Rächer zeitweise Zweifel an der Richtigkeit ihres Handelns, gerade wenn ihnen bewusst wird, dass auch ihr Opfer ein treusorgender Familienvater ist. Das wird aber im letzten Drittel ganz nonchalant über Bord geworfen, da regieren dann brutale Fights. 7,5/10

Detective Dee und das Geheimnis des Rattenfluchs (2020)
„Eine Schar höchst aggressiver Ratten sucht die Bewohner einer kleinen Stadt heim. Meisterdetektiv Detective Dee (Ho-Man Chan) forscht nach der wahren Ursache des Rattenfluchs: Wer profitiert am meisten von dem Chaos, das sich unaufhörlich ausbreitet?“ (Amazon)

2020 wurden anscheinend gleich vier neue Abenteuer um Detective Dee produziert. Neben dem RATTENFLUCH feierten noch DETECTION OF DI RENJIE und DETECTIVE DEE: SOLITARY SKIES KILLER (mit Jiheng Du als Meisterdetektiv) sowei DETECTIVE DEE: DEEP SEA PALACE mit Andrew Lin Premiere. Alle vier scheinen keinen Bezug zu den drei vorangegangenen Abenteuern von Altmeister Tsui Hark zu nehmen. Außerdem verzeichnet die IMDb anscheinend ein Crossover zwischen Dee und der (dieses Mal weiblichen) Black Mask als in der Mache. Das kann ja noch heiter werden.

DETECTIVE DEE UND DAS GEHEIMNIS DES RATTENFLUCHS ist eine augenscheinlich recht billige Produktion. Es gibt nur wenige Locations und CGI auf eher unterdurchschnittlichem Niveau. Ho-Man Chan ist als Dee kein Totalausfall, wirkt aber dennoch wie ein bemühter Abklatsch. Der Fall fischt letztlich ein wenig in Mad-Scientist-Gefilden, bietet leichte Grusel-Ansätze, spart sich aber allzu fantastische Elemente und aufwändige Wuxia-Action aus. Große Spannung mag auch nicht aufkommen, da die aufzudeckende Verschwörung eher simpel gestrickt ist. Als günstige Produktion für den Streaming-Markt, wie ich vermute, halbwegs solide, als neues Abenteuer des chinesischen Pendants zu Sherlock Holmes aber enttäuschend. 5/10

Update: Gerade gesehen, dass es sogar derer 4 (von 3 Produktionsfirmen) sind. Auch Andrew Lin durfte letztes Jahr in die Rolle des beliebten Detektivs schlüpfen.

Der Fluch der gelben Schlange (1963)
„Millionär Joe Bray (Fritz Tillmann) wohnt zurückgezogen in Hongkong. Eines Nachts brechen Diebe bei ihm ein, sie haben es auf die gelbe Schlange, ein wertvolles Artefakt, abgesehen. Sein Sohn Clifford (Joachim Fuchsberger) wähnt seinen Halbbruder Fing-Su (Pinkas Braun) dahinter und reist nach London. Dort würde Joes Vetter Stephan Narth (Werner Peters) ihn nur allzu gern mit seiner Pflegetochter Joan (Brigitte Grothum) verheiraten, in Hoffnung auf ein reiches Erbe. Aber erst einmal muss sich Clifford einiger Anschläge auf sein Leben erwehren…“

Durchgehend rassistischer Wallace-Hobel, in dem sich der Bösewicht zum kolonialen Sektenführer emporschwingt. Daneben kann der Film sich aber auf die üblichen Wallace-Zutaten wie allerlei sinistres Gesindel, neblige Nächte und Veteranen wie Fuchsberger, Peters und Arent verlassen. Das rettet ihn ins gehobene Mittelmaß, aber eben nicht ohne komischen Beigeschmack. 5,5/10

The Doorman (2020)
„Die ehemalige Personenschützerin Ali (Ruby Rose) heuert als Pförtnerin eines Luxus-Apartmenthauses, das renoviert werden soll, an. Zufällig wohnt auch ihr ehemaliger Schwager Jon (Rupert Evans) hier. Als Kunsträuber Dubois (Jean Reno) sich dort Zutritt verschaffen will, stellt sich Ali ihm und seinen Männern entgegen…“

Wohl Kitamuras bisher schlechtester Film. Ruby Rose nimmt man zwar die asskickin‘ Heldin ab und es gibt in regelmäßigen Abständen solide Action, aber die ist viel zu kurz, um von dem unsäglich dämlichen Skript (der Plan der Gangster ist mal sowas von löchrig) und den kopfschmerzerzeugenden Dialogen, die Jean Reno führen muss, abzulenken. 3/10

Fatal Chase (1992)
„Detective Dragon (Robin Shou) gelingt es, als Undercover-Ermittler den Waffenschieber Ghost (Deon Lam) in Hongkong dingfest zu machen. Da der aber Filipino ist, soll Dragon den Halunken mit Kollegin Cynthia (Cynthia Luster) in die Philippinen überstellen. Dort angekommen, wird ihnen Ghost von falschen Polizisten am Flughafen abgenommen. Sergeant Franco (Phillip Ko) bleibt nur noch, sich die Haare zu raufen und mit seinen ausländischen Kollegen in Manila auf Gangsterjagd zu gehen…“

Billiges BLACK RAIN Rip-off: Hongkong statt USA, Philippinen statt Japan. Wenn man Fan von Ko oder Shou ist, lässt der sich halbwegs gucken. Die DVD ist wohl von einer VHS gezogen, zumindest ist sie uncut. Die Action ist aber auch nicht besonders spektakulär oder blutig für solch einen Film. Ich empfehle ja eher Kos lustigen DARK ANGEL Rip-off ULTRACOP 2000. Der ist zum Wiehern. 5/10

Saw: Spiral (2021)
Der schlechsteste Teil der Reihe, eher ein schlechter Witz denn eine Fortsetzung. 3,5/10

The Hard Way (1985) – 7/10

The Hard Way

Castle Freak (2020) – 6/10

Castle Freak (2020)

Panik im Jahre Null (1962)
„Als Harry Baldwin (Ray Milland) gerade mit seiner Frau Ann (Jean Hagen) und den Kindern Rick (Frankie Avalon) und Karen (Mary Mitchel) auf dem Weg zum Campen ist, wird Los Angeles von einer Atombombe zerstört. Da eine Heimkehr nicht mehr möglich ist, flüchtet die Familie ins Hinterland. Der entschlossene Harry sieht sich dabei mit einigen schweren Entscheidungen konfrontiert…“

So richtig warm werde ich mit dem immer noch nicht. Der erinnert zeitweise an die alten Lehrvideos, die in den USA an Schulen gezeigt wurden. Am besten ist noch der Beginn des Films, als sich langsam, aber sicher die Panik ausbreitet und die „Jeder für sich“-Mentalität um sich greift. Wenig sympathisch erscheint, dass unsere Hauptfigur sich dem gleich mal anschließt und nur deshalb aus der Masse heraussticht, weil er eben ein wenig gewiefter und zielgerichteter dabei vorgeht. Der Film predigt unverhohlen das Überleben des Stärkeren, was von seiner Funktion als Patriarch nur notdürftig übertüncht wird. Denn letztlich ist auch Ray Millands Figur ein kaltblütiger Mörder, das können etwaige Anflüge von Ambivalenz kaum relativieren. Zudem lässt der Film nach dem ersten Drittel ehedem stark nach, drosselt das Tempo und kann danach keinen Schwung mehr finden. 5/10

Das Dorf der Verdammten (1995) – 5/10

Das Dorf der Verdammten

Frankensteins Monster jagen Godzillas Sohn (1967)
„Auf einer Insel führt Dr. Kusumi (Tadao Takashima) mit seinem Team Wetterkontrollexperimente durch. Als ungebetener Zaungast gesellt sich auch Reporter Goro (Akira Kubo) hinzu. Als ein Experiment misslingt, mutieren die eh schon großen Heuschrecken der Insel zu Monstergröße und bedrohen Godzillas neugeborenen Sohn…“

An sich ein knuffiger Kaiju, wären da nicht die Szenen mit dem Kleinen, die einen schon ziemlich auf die Nerven gehen können. Das Insel-Abenteuer selbst verbreitet schöne Toho-Atmosphäre, die Protagonisten sind sympathisch und die Ausstattung ist gut. Die Spinne bringt ein wenig Horror-Feeling rein, die Wetter-Maschine streift das Mad-Scientist-Thema und auch die Hybris menschlichen Gottstrebens. Das alles wird nicht allzu düster und schwermütig dargeboten, kann aber durchaus unterhalten. 6/10

Der schwarze Abt (1963)
„Der Gutsverwalter Lord Chelfords (Dieter Borsche) wird auf dessen Grundstück ermordet und von Neffe Dick Alford (Joachim Fuchsberger) aufgefunden, was Butler Thomas (Klaus Kinski) zu Spekulationen veranlasst. Ein mörderischer schwarzer Abt geht um, während einige zwielichtige Gestalten nach einem Schatz suchen, der dort versteckt sein soll. Auch der Anwalt Chine (Harry Wüstenhagen) und der Buchmacher Gilder (Werner Peters) schielen darauf. Inspektor Puddler (Charles Regnier) und sein Assistent Horatio (Eddi Arent) ermitteln…“

Netter Grusel-Krimi mit den typischen Wallace-Ingredenzien: Mord, Intrigen, Nebel und Fuchsberger/Arent/Kinski. Innerhalb der Reihe kein Highlight, aber durchaus schmissig. 6/10

Mord an der Themse (1979)
„Sherlock Holmes (Christopher Plummer) und sein Assistent Dr. Watson (James Mason) jagen den berüchtigten Dirnenmörder Jack the Ripper. Dabei kommen sie einem Zirkel von einflussreichen Männern auf die Spur…“

Holmes jagt Jack the Ripper, seine Ermittlungen wird dabei aber von allen Seiten torpediert. Das ergbit einen spannenden Krimi voller politischer Verwicklungen und mit einer überraschenden Auflösung. Dazu wurde auch das damalige dreckige wie neblige London sehr schön eingefangen und das Duo Plummer und Mason ist mit Spaß bei der Sache. Nie zuvor oder wieder wurden Holmes und Watson so sehr als enge Freunde, die sich untereinander immer mal ein Späßchen erlaubt haben, porträtiert. 8/10

The Invisible Man (1954)
„Ein unsichtbarer Mann wird überfahren und tot wieder sichtbar. Er trägt einen Abschiedsbrief mit sich, der an einen Schicksalsgenossen gerichtet ist. Der Reporter Komatsu (Yoshio Tsuchiya) macht darauf den als Clown geschminkten Takamitsu (Seizaburô Kawazu) ausfindig, der während des Krieges am selben Experiment teilgenommen hat und eigentlich unsichtbar ist. Zeitgleich beginnt eine Bande von Unsichtbaren, in der Stadt auf Beutezug zu gehen…“

Eher ein Melodram als ein SF- oder Gruselfilm. Der unsichtbare Clown ist eine zutiefst tragische Gestalt, eigentlich auch schon ein wenig zu dick aufgetragen. Über weite Strecken eher harmlos und nicht besonders spannend, irritieren im letzten Drittel einige Gewalttaten (etwa wird im Hinterraum eines Nachtclubs ein gefesseltes Mädchen ausgepeitscht). Nicht schlecht und filmhistorisch sicher interessant, aber nicht besonders aufregend. 6/10

Big Bad Man (1989)
„Xavier Quinn (Denzel Washington) ist der Polizeichef einer kleinen Karibikinsel und ein richtiger Macher, unbestechlich und rechtschaffen, dazu noch ein echter Ladykiller. Als sein bester Freund Maubee (Robert Townsend), ein kleiner, aber gerissener Gauner, des Mordes verdächtigt wird, setzt er alles daran, die Wahrheit ans Licht zu bringen…“

Hansesound hat es mal wieder hinbekommen, die Tonspur für das HD-Release NICHT anzupassen. Nun ist es ein Film voller Baritone.

Der Film selbst ist ein solider Neo Noir in karibischer Atmosphäre. Denzel Washington war damals noch kein Superstar, er dominiert aber merklich den Film, der schon ganz auf ihn zugeschnitten ist. Der Fall ist spannend, der Held ist aufrecht, aber nicht fehlerlos und dazu werden noch karibische Klänge und brutale, weiße Bösewichter serviert. 7/10

Temple of the Red Lotus (1965)
„Kwai Fu (Jimmy Wang Yu) möchte dem Versprechen seiner Eltern nachkommen und Lian Zhu (Chin Ping), die Tochter des Jin-Clans heiraten. Doch vorher will er noch den Mord an seinen Eltern rächen. Dabei wird er in einen Konflikt des Clans mit den verbrecherischen Anhängern des Roten Lotus hineingezogen…“

Film-Debüt von Wang Yu und zugleich der erste Wuxia-Film der Shaw Brothers Studios. Neben dem jungen Star sind auch ein junger Lo Lieh sowie der auf Rollen als Bösewicht abonnierte Tien Feng zu sehen.

Da der Film zu den Mitbegründern des Genres zählt, wirkt manches, vor allem die Kampfszenen, noch recht ungelenk. Die Romanze von Kwai Fu und Lian Zhu bildet ab Mitte des Films das Zentrum der Erzählung. Dies wirkt genauso unbeholfen wie stellenweise unfreiwillig komisch, da hier allerlei romantische Klischees aufgefahren werden. Die Handlung um den Konflikt zwischen den Clans wird dann auch mehr nebenbei aufgelöst. In seiner tapsigen Art aber irgendwie charmant. 7/10

Frankenstein und die Monster aus dem All (1968)
„Godzilla und die anderen Kaiju wurden auf eine Insel verbannt, während die Menschheit sich an die Eroberung des Alls macht. Aber in dessen Tiefen lauert das Volk Kilaaker, das seinerseits nach der Erde lechzt. Kurzerhand entführen sie die ganze Monsterbande und hetzt sie auf die Hauptstädte der Erde…“

Viele Monster, wenig Action. Der Film spaltet ein wenig das Fandom. Man ist sich schon einig, dass es gut war, den Niedlichkeitsfaktor des Vorgängers runterzuschrauben und die Monsters-All-Stars einzuberufen, aber der dominante Part ist eben die SF-Story, in der die Menschen ihren Konflikt mit den Außerirdischen bestreiten. Ich mag sowas ja wirklich gerne, weswegen dieser Film auch zu meinen Favoriten zählen würde, wäre er nicht etwas zäh in der Story-Entwicklung. Trotzdem in meinen Augen ein guter Honda-Kaiju. 8/10

Die Rückkehr der 18 Bronzemänner (1976)
„Durch ein gefälschtes Testament übernimmt Prinz Ai Chin (Carter Wong) nach dem Tod des Kaisers die Macht. Seine Konkurrenz schaltet er erbarmungslos aus. Aus dem Ehrgeiz heraus, die kaiserliche Gewalt und das beste Kung-Fu des Landes zu vereinen, wird inkognito ein Schüler des Shaolin-Klosters…“

Inhaltlich etwas schwache Fortsetzung mit Carter Wong in einer ambivalenten Rolle als intriganter Erbschleicher, der sich aber zur Erlangung der Kung-Fu-Kunst der Shaolin in Demut übt. Die Trainingskämpfe erweisen sich wieder als Höhepunkte, unterhaltsam ist das Ganze allemal. Aber das Ende ist dann irgendwie auch ganz schön unbefriedigend, was jedoch nur einen kleinen Makel im Abgang darstellt. 7/10

Squillo (1996)
„Die Polin Maria (Jennifer Driver) besucht ihre große Schwester Eva (Bianca Koedam) in Mailand. Als diese nach einem Treffen in der Nacht nicht mehr nach Hause kommt, wendet sie sich schließlich an die Polizei. Hier klärt sich Inspector Tony (Raz Degan) darüber auf, dass ihre Schwester als Prostituierte gearbeitet hat und ist der Meinung, dass sie schon wieder auftauchen wird. Also schlüpft Maria in die Rolle als Prostituierte. Als eine Bekannte Evas ermordet wird, glaubt Tony nun auch Maria in Gefahr…“

Routiniert gefilmter Erotik-Thriller, dem es aber ein wenig an Erotik und auch Thrill mangelt. Demnächst an anderer Stelle mehr. 5/10

Appointment in Black (1990)
„Um ihrem Mann, dem Diplomaten John (Andy J. Forest), zu schaden, täuscht Angela (Mirella Banti) einen sexuellen Übergriff in einem Kino vor. Doch der Filmvorführer (Franco Citti) hat sie beobachtet und erpresst sie…“

Vertrackter, wendungsreicher Thriller, der durch seinen Sleaze den Zuschauer umnebelt, um im Hintergrund ein Geflecht aus Intrigen aufzubauen. Überraschend gelungen, trotz seiner Defizite in Ausstattung und Inszenierung. 6,5/10

Cross Current (1971)
„Motorboot-Rennfahrer Marco (Phillipe Leroy) erleidet nach einem schweren Unfall ein Blutgerinnsel im Gehirn. Seine Frau Monica (Elga Anderson) entscheidet sich für eine riskante Operation. Diese glückt, zieht jedoch eine Amnesie bei Marco nach sich. Zur Erholung ziehen sich die beiden auf ihren Landsitz zurück, wo man mit Freunden, etwa dem Anwalt Burt (Ivan Rassimov) und Teamkollege Tommy (Franco Fessel), feiert. Marco beschleicht ein ungutes Gefühl, fühlt sich auch von Monica entfremdet. Dann geschieht ein Mord…“

Der Originaltitel lautet „Un omicidio perfetto a termine di legge“, was soviel wie „Ein perfekter Mord in gesetzlich verbindlicher Frist“ heißt.

Ein komischer Film, der etwas aus Versatzstücken des italienischen Genrekinos zusammengestückelt scheint. Es vermischt sich der Giallo der späten 60er, geprägt durch Filme von Umberto Lenzi, Romolo Guerreri oder Lucio Fulci, mit einem Touch dieser stilvollen Gothik, wie sie immer wieder gerne im italienischen Kino bemüht wurde. Und natürlich alles ein wenig sleazy. Technisch ist das alles auf solidem Niveau, die Besetzung ist gut und passend. Die Charaktere scheinen aus einer Soap Opera entfleucht, es werden Klischees bemüht, Beziehungen und ihre Entwicklungen scheinen vorhersehbar. Aber nichtsdestotrotz macht CROSS CURRENT Spaß, wenn man die Ingredenzien mag, genau wie die Art, wie sie hier und in anderen Filmen zusammengebracht wurden. 6/10

Die Mafiosi-Braut (1988)
„Angela (Michelle Pfeiffer) ist unglücklich mit Mafiosi Frank (Alec Baldwin) verheiratet, der sie mit der Frau seines Bosses Tony (Dean Stockwell) betrügt. Als dieser dahinterkommt, tötet er Frank und schmeißt sich schon bei dessen Beerdigung an Angela ran. Um dem Werben von Tony und dem Milieu allgemein zu entkommen, zieht sie mit ihren Sohn von Florida nach New York, wo sie vom FBI-Agenten Mike (Matthew Modine) überwacht wird. Die beiden verlieben sich ineinander, aber Mikes Vorgesetzten haben noch Pläne mit Angela…“

In Gedenken an Dean Stockwell (1936-2021). Flotte, turbulente Krimi-Komödie, warmherzig und mit mitunter makabrem Humor. Pfeiffer und Modine haben eine gute Chemie, Stockwell ist großartig. 7/10

Cowboy Bebop: The Movie (2001)
„Als auf dem Mars ein Tanklaster mit Nanopartikeln zur Explosion gebracht wird, beobachtet Faye Valentine die verantwortlichen Terroristen auf der Flucht. Zusammen mit Spike, Jet Black, dem kleinen Ed und dem Datenhund Ein begibt sie sich auf die Jagd, um die Bösen zu stoppen und das ausgesetzte Kopfgeld zu kassieren…“

Heute Nachmittag hab ich erst die alte Anime-Serie beendet. Jetzt noch den Film und ich bin für die Live-Action-Adaption von Netflix gerüstet. Nach den kurzen Episoden ist es schon komisch, wenn sich hier für eigentlich kleine Szenen gleich mehrere Minuten Zeit genommen wird, das wäre in der Serie meist kurz abgehakt worden. Aber die Geschichte ist interessant, die Erzählung hat ein ordentliches Pacing und die Action reißt wieder mit. Erreicht zwar nie ganz die Qualität der besten Episoden, aber ist feiner Fanservice und ein großes Vergnügen. 8/10

Eyes of the Stranger (1981)
„In Miami treibt ein Vergewaltiger und Serienmörder sein Unwesen. Die Nachrichtensprecherin Jane (Lauren Tewes) ist sehr engagiert bei der Suche nach dem Täter und beobachtet durch Zufall nachts einen verdächtigen Mann (John DiSanti). Doch ohne stichhaltige Beweise will die Polizei nichts unternehmen. Also initiiert sie ein gefährliches Katz-und-Maus-Spiel. Schon bald gerät deshalb ihre taubstumme und blinde Schwester Tracey (Jennifer Jason Leigh) ins Visier des Killers…“

Schönes Psychospiel zwischen der Frau, der keiner glaubt, und dem in die Enge getriebenen Serienmörder. Ist sehr spannend und die Effekte von Tom Savini sind auch erste Sahne. 7/10

Zotz! (1962)
Leichtfüßiger, aber nicht immer allzu witziger Spaß von William Castle. 5/10

Cash Truck (2021)
Guy Ritchie inszeniert einen Film, der nicht gleich nach Guy Ritchie riecht und stellt seine komplizierte Erzählweise ausnahmsweise mal in den Dienst der Sache. Kann gerne öfters so sein. 7,5/10

The Banker (1989)
Ein bisschen wie American Psycho für Arme meets Most Dangerous Game. Eigentlich ganz nett, aber in den entscheidenden Momenten zu lahm. 6/10

Godzillas Kampf gegen die Teufelsmonster (1971) – 7/10

Caliber 9 (2020) – 4/10

Der Pirat von Shantung (1972) – 7,5/10

Der Nachtportier (1974) – 8/10

Der Mann mit der Tigerpranke (1973) – 7/10

Das Erbe der 18 Bronzekämpfer (1976) – 6/10

Escalation (1968) – 8/10

Höllenkommando zur Ewigkeit (1982) – 7/10

Indiana Jones und das Königreich des Kristallschädels (2008) – 6/10

Alita: Battle Angel 3D (2019) – 5,5/10

The Fare (2018) – 5/10

Dämonen über dem Atlantik (1973) – 6/10

Frankensteins Höllenbrut (1972) – 7/10

Circle of Fear (1992) – 5/10

Red Dot (2021) – 3,5/10

Policewomen (1974) – 6,5/10

Sadomona – Insel der teuflischen Frauen

Maniac Killer (1987) – 5/10

Kommissar X – Drei blaue Panther (1968) – 6/10

Wang Yu – Der Silberspeer des Shaolin (1977) – 7,5/10

Zhao – Der Unbesiegbare (1972) – 8/10

Vanilla Sky (2001) – 5,5/10

The Last Journey (2020) – 5/10

OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika (2021) – 6/10

OSS 117 – Liebesgrüße aus Afrika

James Bond 007 – No Time to Die (2021)
„Nach seiner schmerzhaften Trennung von Madeleine (Léa Seydoux) zieht sich James Bond (Daniel Craig) für einige Jahre in die Karibik zurück. Dann taucht Felix Leiter (Jeffrey Wright) auf und bietet ihm einen Auftrag in Kuba an, der mit Spectre zusammenhängt. Als dann die neue 007, Senkrechtstarterin Nomi (Lashana Lynch), auftaucht, um ihn davon abzuraten, diesen Auftrag anzunehmen, reist Bond natürlich nach Kuba. Doch es erweist sich als Falle, deren Ausgang anders verläuft als geplant. Eine neue Superwaffe ist auf dem Markt, Bonds Rückkehr nach London unausweichlich. Er muss dem im Hochsicherheitsgefängnis eingekerkerten Blofeld (Christoph Waltz) sprechen. Der Weg dorthin führt über M (Ralph Fiennes). Und Madeleine…“

Ein würdiger Abschluss der Craig-Ära, wenn auch lange nicht perfekt (also durchaus passend). Lashana Lynch bleibt blass, weil ihre Nomi vom Skript vernachlässigt wird. Das gleiche gilt für Rami Malek als Oberschurke Safin, der es nicht einmal in meine Inhaltsangabe geschafft hat. Aber das sind halt Punkte, die dem Skript schlicht egal scheinen, weil die Geschichte zentral um Bond und Madeleine kreist. Was einen anderen Kreis schließt, nämlich den zu Bond und der Suche nach Liebe, angefangen mit Vesper Lynd in CASINO ROYALE. Das hätte man sicher eleganter lösen können, aber der Film wirkt trotz stolzer 2 1/2 Stunden Länge sichtlich gehetzt. Trotzdem gelingen viele ergreifende Momente, und da das wohl das erklärte Ziel war, kann ich nur sagen, dass der Film durchaus gelungen ist. Er ist halt nur nicht das, was viele von ihm erwartet, bzw. sich erhofft haben. Im Endeffekt ist er aber nur konsequent, was den Fokus und den Ende der Geschichte des Craig-Bond anbelangt. 8/10

Spider-Man: Into the Spiderverse (2018) – 8,5/10

Happy Hunting (2017) – 4,5/10

Ein fast ferpektes Verbrechen (2004) – 6,5/10

Todeskommando Queensway (1976) – 6/10

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