HorrOktober 25.-28.10.

25.10.

HorrOktober #57

Ich spuck auf Dein Grab (1978)

„Die junge Schriftstellerin Jennifer (Camille Keaton) mietet sich ein abgelegenes Ferienhaus, um an ihrem Debütroman zu arbeiten. Doch sie wird von einigen Männern mehrfach vergewaltigt und zum Sterben zurückgelassen. Sie überlebt und nimmt grausame Rache…“

Dieser Rape’n’Revenge-Klassiker kann sich mit Fug und Recht auf die Fahne schreiben, die Grenzen für im Film gezeigte sexuelle Gewalt in der damaligen Zeit weit nach oben geschoben zu haben. Das wurde auch erst von seinem eigenen Remake von 2010 wieder erreicht/überboten. An sich nicht schlecht, denn diese Gewalt hallt wirklich lange nach, weil er auch auf eine Ästhetisierung dessen verzichtet. Aber der Comic Relief nervt. 6/10

Ich spuck auf dein Grab

HorrOktober #58

Beyond Re-Animator (2003)

„Dr. Howard Phillips (Jason Barry) tritt einen Job als Gefängnisarzt an. Er hat einen Hintergedanken, sitzt hier doch Dr. Herbert West (Jeffrey Combs) ein. Eines seiner Geschöpfe tötete einst Howards Schwester, was ihn seither nicht mehr losließ. Er assistiert West bei seinen neu aufgenommenen Experimenten. Doch als er sich in die Reporterin Laura (Elsa Pataky) verguckt, die den Machenschaften des sadistischen Direktor Brando (Simón Andreu) nachspürt, steht Ärger ins Haus. Und der endet bei West meistens fatal und blutig…“

Kann an die Qualitäten der Vorgänger nicht mehr wirklich anschließen. Die Story ist aus Versatzstücken diesen zusammengeklaubt, aber es gibt dennoch eine nette Splattershow. 6,5/10

HorrOktober #59

Das Camp des Grauens – Teil II (1988)

„In einem Feriencamp geht ein brutaler Killer um, der all das herumvögelnde, kiffende und am Lagerfeuer Gruselgeschichten erzählende Gesocks aus der fröhlichen Gemeinschaft tilgt…“

Die Titten-Patrouille! Ja, mit Teil 2 schwenkte man den Fokus um auf pubertäre Erotik-Komödie meets gorigen Slasher. Das ist leider nur leidlich lustig und in keinster Weise spannend, da man von vornherein weiß, wer die Täterin ist. 5/10

26.10.

HorrOktober #60

Das Camp des Grauens III (1989)

„Wieder meuchelt Angela in einem Sommer Camp unartige Teenager nieder…“

Und hier klettert das Franchise dann nochmal eine Stufe tiefer. Die Gags werden lauer, streifen manchmal schon den Rand der Unerträglichkeit. Bei den Kills gibt es nichts, was man zu dem Zeitpunkt nicht schon gesehen hat. 4/10

HorrOktober #61

Tanz der Teufel (1981)

„Ash (Bruce Campbell) fährt mit Freundin Linda, Schwester Cheryl, Scotty und Shelly zu einer abgelegenen Waldhütte, um dort Urlaub zu machen. Im Keller finden sie ein altes Buch, das Necronomicon, und ein Tonband. Als sie das Band abspielen, beschwören sie einige Dämonen, die ihnen nun nach dem Leben trachten…“

Klassiker. Immer noch derbe düster, geschmacksunsicher (Baumvergewaltigung) und ganz schön blutig. Zum Finale wird es auch arg surreal, was an den teils immer noch sehr verstörenden Stop-Motion-Effekten liegt. 10/10

HorrOktober #62

Highway zur Hölle (1991)

„Das Pärchen Charlie (Chad Lowe) und Rachel (Kristy Swanson) wollen nach Vegas durchbrennen, geraten auf einer vermeintlichen Abkürzung in der Wüste an den Höllen-Cop (C.J. Graham). Der nimmt Rachel mit Richtung Hell City. Charly macht sich auf den Weg direkt in die Hölle, seine Freundin zu befreien…“

Recht durchgeknallter Höllentrip, der noch stark 80s-Luft atmet. Im Endeffekt aber recht unspektakulär, nicht jede nette Idee will hier richtig zünden. Insgesamt auch sehr zahm. Wer BILL & TED oder auch STAY TUNED liebt, ist eigentlich auch hier auf der richtigen Wellenlänge. 5,5/10

HorrOktober #63

Body Parts (1991)

„Polizeipsychologe Bill (Jeff Fahey) verliert bei einem Unfall einen Arm. Ihm wird ein neuer transplantiert. Aber der gehörte einem Serienmörder und entwickelt ein Eigenleben…“

Spannender Horror-Thriller, der, ähnlich Romeros STARK, es sehr gut versteht Spannung durch psychologischen Druck auf den Protagonisten aufzubauen und dies dann noch durch gezielte Schockmomente zu unterstützen. 8/10

27.10.

HorrOktober #64

Tanz der Teufel II – Jetzt wird noch mehr getanzt! (1987)

„Ash (Bruce Campbell) verbringt mit seiner Verlobten Linda (Denise Bixler) ein Wochenende in einer Waldhütte. Dort entdeckt er ein Tonbandgerät, auf dem ein Professor vom Buch der Toten erzählt und einige Passagen daraus rezitiert. Als dies geschieht, ergreift das Böse Besitz von Linda, die über Ash herfällt. Er kann sich ihrer erwehren, sitzt aber weiterhin im Wald und der bösen Hütte fest…“

Immer noch eine der besten Horror-/Splatter-Komödien, zum Schreien komisch wie auch unheimlich und etwas eklig. Bruce Campbell ist phänomenal, Raimis optischer Einfallsreichtum ebenso. Immer wieder ein großer Spaß! 9/10

HorrOktober #65

Dark August (1976)

„Sal De Vito (J.J. Barry) ist mit seiner Frau Jackie (Carolyne Barry) aus New York ins ländliche Stowe gezogen. Doch der Umzug wird von einem Unglück bereitet, er überfährt ein junges Mädchen, es ist ein tragischer Unfall. Doch ihr Großvater McDermott (William Robertson) legt einen Fluch über ihn, der ihn langsam aber sicher in den Wahnsinn treibt…“

Zweiter Film der „American Horror Project Vol. 2“ Box von Arrow Video. Leider ziemlich behäbig, für wirkliche Spannungsspitzen mus man bis zum Ende warten. Die Geschichte ist an sich recht interessant, aber die Inszenierung leider ziemlich öde. 4/10

HorrOktober #66

Funny Man (1994)

„Musikproduzent Max Taylor (Benny Young) gewinnt beim Pokern das herrschaftliche Haus von Callum Chance (Christopher Lee). Als er mit Familie und seinen Musikern einzieht, wartet schon der Funny Man mit seinen blutrünstigen Freunden auf sie…“

Skurrile Nummerevue an mal mehr, mal weniger einfallsreichen Kills, die lustig sein sollen, es aber meist nicht sind. Die Rahmenhandlung ist dünn, und die einzelnen Sketches sind viel zu lang, weswegen der Film sich zieht wie ein Kaugummi. 4/10

28.10.

HorrOktober #67

Der Todesschlag der Stahlfinger (1976)

„Die Schwertmeister Fu Hung Hsueh (Ti Lung) und Yen Nan Fei (Lo Lieh) sind gerade dabei sich zu duellieren, da werden sie von Killern des Master Yu (Tang Ching) angegriffen, die es auf Yen Nan Fei abgesehen haben. Sie schließen sich zusammen und stellen den Peacock Dart sicher, eine mächtige Waffe, mit der Master Yu die Herrschaft in der Martial Arts World erlangen will. Doch deren Wächter Chiu Shui Ching (Ching Miu) stirbt beim Kampf mit Yus Schergen, weswegen die beiden Helden dessen Tochter Chiu Yu Cheng (Ching Li) mit sich nehmen. Doch durch die junge Frau werden sie angreifbar, und Yu schickt ihnen seine fünf Leibwächer, die schöne Yu Chin (Lily Li) und Tang (Lau Wai-Ling), sowie Wu Ha (Fan Mei-Sheng), Sword Xiao (Ku Feng) und Gu (Norman Chu), hinterher…“

Der jagt geradezu von einer Kampfszene zur nächsten, wobei die Gegner sehr fantasievoll gestaltete Charaktere mit schrägen Waffen sind. Zeitweise taucht es auch in Horrorgefilde ab (es gibt z.B. eine Hexe), was gut passt, da der Film an sich sehr düster gehalten ist. Das kommt optisch ganz anders rüber als die späteren Gu-Long-Verfilmungen von Chu Yuan, die er ja ganz im Stile Mario Bavas ausleuchtet und auch die Nebelmaschine Überstunden fahren lässt. Der Film ist zudem ausnehmend brutal und auch einigermaßen sleazy, da hüpft das Exploitation-Herz. Etwas schade ist, dass Lo Lieh fast den halben Film abtaucht, aber zumindest ist er zum großartigen Finale wieder am Start. Ti Lung kommt auch ganz gut ohne ihn aus, er trägt den Film und die vielen Fights sehr gut allein. Einzig die Dramaturgie kommt dann und wann ins Stolpern, und wirklich spannend wird es auch nicht, da die Wendungen eigentlich eher dem Genre-Standard entsprechen und niemanden, der mehr als einen Chu-Yuan-Film gesehen hat, vom Hocker hauen können. Trotzdem eine sehr spaßige und auch kurzweilige Angelegenheit, die ich jedem Wuxia-Fan nur empfehlen kann.
8/10

HorrOktober #68

Slaughter of the Vampires (1962)

„Graf Wolfgang (Walter Brandi) bezieht sein renoviertes Schloss, doch im Keller haust ein Vampir (Dieter Eppler). Der Blutsauger macht sich an Wolfgangs Frau Louise (Graziella Granata) heran und beißt sie. Diese durchläuft eine merkliche Veränderung, scheint lethargisch und kränklich. In Wien konsultiert Wolfgang den Experten Dr.Nietzsche (Luigi Batzella), der sich sogleich mit ihm aufmacht, das Übel des Vampirismus zu stoppen…“

Grausig schlecht gespielter Italo-Vampir-Grusler mit teils schön stimmiger S/W-Fotografie. An sich ein eher schlechter Film, aber für Fans durchaus unterhaltsam. Graziella Granata trägt ihren Namen zu Recht.
6/10

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle kostenlos eine Website oder ein Blog auf WordPress.com.

Nach oben ↑

Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken

Kais geheime Tagebücher

Filme, Bücher, Tatorts die man vielleicht nicht kennt

Mothersdirt

Nachrichten - hart aber ehrlich

Apokalypse Film

Schaut vor der Apokalypse keine schlechten Filme!

GREIFENKLAUE - BLOG

Rollenspiel ^ Fanzines ^ Podcast ^ RPG-Szene ^RPG-News ^LARP ^ Tabletops ^ Dungeons ^Maps ^Minis

moviescape.blog

Texte über Filme, Serien, Popkultur, Laufen und das Vatersein.

Blaupause7

die Pause zur blauen Stunde

Mike's Take On the Movies

Rediscovering Cinema's Past

filmlichtung

There are no rules in filmmaking. Only sins. And the cardinal sin is dullness. (Frank Capra)

%d Bloggern gefällt das: