Dear Diary… on the watch: 29.04.-02.05.2021

29. April

Der große Kampf des Syndikats (R: Alfonso Brescia, 1979) 6/10

Eine riesige Ladung Stoff ist auf dem Weg aus dem Vorderen Orient nach New York. Da seine ranghöheren Kollegen nicht daran glauben, dass die Ware in Europa Zwischenstation macht, macht sich Capitano Ivano Radovich (Gianni Garko) von Interpol auf nach Neapel. Dort knüpft er duch den Zigaretten-Schmuggler Salvatore (Jeff Blynn) Kontakt zu seinem Boss Don Antiero (Mario Merola). Der willigt ein, ihn bei der Suche nach dem Rauschgift zu helfen, wenn er dafür etwas Freiraum für sich und seine Leute erhält. Durch ihn lernt Radovich seinen Kollegen Don Vizzini (Antonio Sabato) kennen, der, anders als die anderen Zigaretten-Schmuggler, geradezu im Geld zu schwimmen scheint…

Gut besetzter Poliziesco, für einen Film von Alfonso Brescia tatsächlich gar nicht mal schlecht. Allerdings ist die Story reichlich dünn und gänzlich frei jeglicher Überraschungen, Spannung mag da gar nicht aufkommen. Der Rahmen um die großen Mafiosi in New York erweist sich leider als Füllstoff, um ein wenig Zeit zu schinden und einige Shots im Big Apple einzubringen. Nettes Futter für zwischendurch, nicht mehr.

Zombie Flesh Eaters (R: Lucio Fulci, 1979) 8,5/10

Anne (Tisa Farrow) sucht mit einem Reporter (Ian McCulloch) in der Karibik nach ihrem Vater, dessen Boot mit einem Zombie an Bord in der Bucht von New York eingelaufen ist. Mit den Touristen Brian (Al Cliver) und Susan (Auretta Gay) setzen sie auf die Insel Matool über, wo Dr. Menard (Richard Johnson) mit seiner Frau (Olga Karlatos) dem Phänomen der lebenden Toten auf den Grund zu kommen versucht. Doch als sie dort eintreffen, bricht gerade die Hölle über die Insel ein…

Klassiker. Bester Italo-Zombiefilm, hat sich schon lange einen festen Platz in meinem Herzen gesichert. Den kann ich immer wieder sehen. Mehr dazu: https://der-genrefilm-blog.geisterhaltung.de/2021/05/03/woodoo-die-schreckensinsel-der-zombies-1979/

30. April

City of the Living Dead (R: Lucio Fulci, 1980) 8/10

Als sich im kleinen Ort Dunwhich ein Pfarrer erhängt, öffnet sich dort ein Tor zur Hölle. In New York verfällt Mary (Catriona MacColl) in einen todesähnlichen Zustand, kann nur von Reporter Peter (Christopher George) bei ihrer Beisetzung befreit werden. Zusammen fahren sie nach Dunwhich, wo Psychiater Gerry (Carlo De Mejo) seltsame Ereignisse beobachtet…

Nächster Fulci-Klassiker, der als eklig-schöner Geisterbahnhorror ein schönes Vorspiel zu L’ALDILA abgibt. Tolle Optik, toller Soundtrack, feiner Film.

Yakuza Deka 2: The Assassin (R: Ryuichi Takamori, 1970) 6/10

Undercover-Cop Hayata (Sonny Chiba) infiltriert eine Yakuza-Gang, die unter dem Beschuss einer anderen steht. Als die Lage heiß wird, wechselt er die Seiten, doch seine Tarnung ist längst aufgeflogen…

Chiba-Mania 2021. Nach dem noch eher ernstem ersten Teil darf sich Chiba in dieser Action-Comedy wieder mit Ryôhei Uchida balgen, was ziemlich klamaukig abgeht. Die Story ist sowieso nur Staffage für eine Abfolge dieser Comedy und teils blutiger Action-Szenen. Nicht langweilig.

Boss Level (R: Joe Carnahan, 2021) 7,5/10

Ex-Soldat Roy (Frank Grillo) erlebt denselben Tag immer wieder. Er wird von Killern gehetzt, die ihn spätestens um 12:57 Uhr in seiner Stammkneipe stellen. Doch dann fällt nach mehr als 140 Toden endlich der Groschen, und er versucht von da an, den Tod seiner Ex Jemma (Naomi Watts), für die ihr Boss (Mel Gibson) verantwortlich ist, zu rächen…

Lustig-makabre Action-Version von UND TÄGLICH GRÜSST DAS MURMELTIER. Hat einige Probleme mit der Dramaturgie (lange Rückblende im ersten Drittel, Oberbösewicht strahlt keine wirkliche Gefahr aus), macht aber sehr viel Spaß. Mehr dazu: https://der-genrefilm-blog.geisterhaltung.de/2021/05/01/boss-level/

1. Mai

Lebendig gefressen (R: Umberto Lenzi, 1980) 6/10

Die New Yorkerin Sheila (Janet Agren) sucht mit Abenteurer Mark (Robert Kerman) im Dschungel von Neu Guinea nach ihrer Schwester Diana (Paola Senatore), die sich dort der Sekte von Jonas (Ivan Rassimov) angeschlossen hat. Doch dort lauert auch ein Stamm von Kannibalen…

Recht rassistischer Reißer, der zudem teils schlampig inszeniert und montiert wurde. Allerdings ist die Sekten-Thematik nicht schlecht eingebracht, Rassimov macht als Sektenführer eine gute Figur. Die Kannibalen spielen eine eher kleine Nebenrolle,m sorgen aber natürlich am Ende für die Herstellung von Mettgut.

Die Karate-Tiger (R: Kazuhiko Yamaguchi, 1974) 8/10

Die Karatekämpferin Li Koryu (Etsuko Shihomi) sucht nach ihrem verschwundenen Bruder, der als Undercover-Cop eine gefährliche Bande infiltrierte. Hilfe erhält sie dabei von dem geheimnisvollen Seiichi Hibiki (Sonny Chiba)…

Chiba-Mania 2021. Dieser erste Karate-Hit mit Etsuko Shihomi braucht sich hinter den Filmen ihres Mentors Sonny Chiba nicht zu verstecken. Was durchgeknallte Gegner und ein buntes, schön fotografiertes Ambiente angeht, hat die Schwester des Straßenkämpfers hier sogar klar die Nase vorn. Und auch in Sachen Brutalität ist der Film alles andere als zurückhaltend, gerade wenn Meister Chiba zulangt. Super Film!

Zombi III (R: Bruno Mattei/Claudio Fragasso/Lucio Fulci, 1988) 5/10

Durch einen Zwischenfall entfleucht ein Virus des US-Militärs. Eine kleine Insel auf den Philippinen wird darauf von Zombies überrannt. Ein schlechter Zeitpunkt für den Soldaten Kenny (Deran Serafian) und seine Männer, ihren Urlaub anzutreten…

Unerquickliches Kuddelmuddel, in dem immer wieder einzelne atmosphärische Szenen aufblitzen, aber zumeist in schnödes Geballer mit entweder schlurfenden oder wild geworden umherspringenden Wiedergängern ausartet. Leider im besten Fall Mittelmaß.

Men in Black 3 (R: Barry Sonnenfeld, 2012) 6/10

Dem außerirdischen Killer Boris (Jemaine Clement) gelingt es, durch einen Zeitsprung Agent K (Tommy Lee Jones) im Jahre 1969 zu töten. Agent J (Will Smith) muss selbst einen Zeitsprung wagen, um den jüngeren Agent K (Josh Brolin) zu retten…

3D-Sichtung. Optisch wirklich ziemlich nett mit einigen schönen Pop-outs. Der Film selbst gefällt mir besser als der teils nervige zweite Teil, kommt aber zu keiner Zeit an den Erstling auch nur heran. Josh Brolin ist dafür mal wieder cool as fuck, die Gags in den 60ern sehr amüsant, doch der Film braucht einfach zu lange, um die Zeitreise einzuleiten.

Stretch (R: Joe Carnahan, 2014) 7/10

Der verhinderte Schauspieler Stretch (Patrick Wilson) muss seinen Lebensunterhalt als Limousinenfahrer bestreiten, zahlt nebenher angehäufte Spielschulden ab. Doch nach einem Wechsel des Schuldscheins wird die Restschuld von 6.000 Dollar plötzlich schon um Mitternacht fällig. Einziger Ausweg scheint ein Auftrag des exzentrischen Anlageberaters Roger Karos (Chris Pine). Es wird für Stretch ein nervenaufreibender Trip durch das nächtliche Los Angeles…

Sehr unterhaltsamer Mix aus Action-Thriller und Komödie, die bisweilen in ihrer Durch-die-Nacht-Attitüde etwas in eine Nummernrevue verfällt. Das macht aber nichts, denn für Spannung und Spaß ist gesorgt. Chris Pine ist eine Schau als abgedrehter Millionär, und Patrick Wilson überzeugt als bemühter Looser.

2. Mai

Black Angel 2 (R: Takashi Ishii, 1999) 5,5/10

Auftragskillerin Mayo (Yûki Amami) gerät in eine Yakuza-Intrige, als bei einem Auftrag ein anderes Killer-Pärchen dazwischenfunkt, aber scheitert. Der Zwischenfall setzt Ereignisse in Gang, die sie mitzureißen drohen…

Hat mit dem ersten Teil natürlich nichts zu tun, sondern variiert nur die Thematik der einsamen weiblichen Killerin. Gefiel mir nicht so gut wie der Vorgänger, da er dessen Ästhetik weder in den Shoot-outs noch den Charaktermomenten erreicht. Nicht schlecht, aber eher mäßig.

The Mind Snatchers (R: Bernard Girard, 1972) 7,5/10

Der Soldat Reese (Christopher Walken) hat ein Aggressionsbewältigungsproblem. Als er von der MP verhaftet wird, setzt er sich zur Wehr und bricht sich den Arm. Daraufhin liefert man ihn in die Privatklinik des Dr. Frederick (Joss Ackland) ein, wo eigentlich totgeweihte Patienten wie Boford (Ronny Cox) einer experimentellen Therapie unterzogen werden. Nach einiger Zeit erkennt er, dass der Wissenschaftler das Gehirn der Menschen zu manipulieren versucht…

Eindringliches SF-Drama mit einem großartigen Walken. Ganz und gar ohne große Schauwerte baut die Geschichte ihre Spannung durch die Gespräche und den Beobachtungen von Reese auf.

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