Dear Diary… on the watch: 17.03.2021

SOMETHING CREEPING IN THE DARK (Mario Colucci)

Das Ehepaar Donald (Giacomo Rossi-Stuart) und Silvia Forest (Lucia Bosé) ist auf dem Weg zu Freundin Helen, die an diesem Abend ihre neue Nase feiern will, als sie Zeuge einer Verfolgungsjagd zwischen Inspektor Wrigt (Dino Fazio) und Mörder Spike (Farley Granger), die an einer kaputten Brücke endet, wo der Gejagte festgesetzt werden kann. Dort trifft auch bald Dr. Williams (Stelvio Rossi) ein, der zu einem Notfall gerufen wurde. In der Nähe findet sich nur eine alte Villa. Hausherr Joe (Gianni Medici) lässt die ungebetenen Gäste nur widerwillig ein, hatte er doch vor, sich mit seiner Freundin fleischlichen Gelüsten hinzugeben. Um sich ein wenig die Zeit zu vertreiben, schlägt Silvia vor, eine Séance abzuhalten. Doch dabei beschwört man den Geist von Lady Marlowe, der früheren Besitzerin des Anwesens. Von da an reduziert sich die Größe der anfangs zehnköpfigen Gruppe ständig…

Nette Mischung aus Mystery-Krimi und Spukhaus-Grusel, die einiges an galligem Witz offenbart. Während die gelangweilte Silvia den Killer befragt und dann eine Séance anregt, bietet der Doktor als Allheilmittel quasi jeden alle naselang Betäubungsmittel an; ich musste oft schmunzeln. Aber die Figurenkonstellation und die Charakterbeschreibungen waren gut gewichtet, denn während nun die ersten Opfer des Spuk recht genau beschrieben wurden, nehmen der Arzt als rationaler Pillenfreak und der Prof. als an Legenden und Übersinnliches interessierter Mensch zwar kaum mehr als die Position von Stichwortgebern ein, was allerdings dann auch wieder witzig wird, wenn sie sich untereinander die Bälle zuspielen. Die Motive von Spike waren aber eher Allgemeinplätze. Ambitioniert war der Film sicherlich, mir fehlte aber dann doch ein wenig die klare Ausrichtung oder zumindest das logische aufeinander aufbauende Miteinander der verschiedenen Motive. Aber ein schöner Film ist’s allemal, auch wenn ich die leicht psychedelischen Szenen etwas schwach fand, da hier anscheinend Ideen oder Mittel fehlten. Im Mittelteil zieht er sich ein wenig, und einen allzu großen Bodycount sollte man nicht erwarten, auch keine garstigen Morde (jedenfalls nicht grafisch). 7/10

SUDDEN DEATH (Eddie Romero)

Hierzu gibt es etwas längere Ausführungen bei Obscure Shit No. 49

A TASTE OF KILLING AND ROMANCE (Veronica Chan)

Ko Sau (Andy Lau) ist ein Auftragskiller, der nur böse Leute tötet. Durch Zufall stößt er auf die Nachwuchskillerin Yu Feng (Anita Yuen), die nicht nur für die gleich Agentur arbeitet, sondern auch die gleiche Kirche besucht wie Yu, wo sie sich wiederbegegnen und es ordentlich funkt.  Doch nicht alle Killer sind so nett und gottesfürchtig wie die beiden Turteltäubchen. Der sadistische Wong Cheong (Mark Cheng) hat keine Skrupel, eine Großmutter zu erdrosseln, ihr Enkelkind zu vergiften und den Schoßhund in die Waschmaschine zu stecken (echt wahr!), weswegen Inspektor Hung (Waise Lee) hinter ihm her ist. Ko und Yus Weg kreuzt dem des Gesetzeshüters, als sie einen amoralischen Geschäftsmann erledigen sollen, der unter Polizeischutz steht…

Regisseurin Veronica Chan sammelte schon Erfahrungen als Produktionsassistentin an Filmen von Ronny Yu und Ringo Lam. Ihr Mix aus Love Story und Action-Thriller ist nicht besonders tiefschürfend und auch das Drehbuch sehr einfach gestrickt, da hier die Handlungsstränge lange Zeit nur nebeneinander herlaufen (das Bindeglied ist die Chefin der Killer-Agentur, die alle drei beschäftigt). Die Action ist blutig, aber eher zweckmäßig gefilmt, da fehlt dann doch ein wenig die Rafinesse. Dafür spielt sie den romantischen Part gut aus, das Pärchen schafft es noch nicht einmal in die Nähe eines Happy Endings, weswegen der Impact letztlich recht hoch ist, das Finale geradezu herzzereißend, wenn auch abrupt. Kein Klassiker des HK-Actionkinos, aber durchaus brauchbar und seiner erkennbar (leicht) feministischen Herangehensweise sogar recht erfrischend. 6,5/10

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