Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 25 / 2020

Und jetzt bin ich schon eine Woche hinterher, ich weiß. Hat ein wenig gedauert, das alles nachzuholen, auch wenn ich in der 25. Kalenderwoche dank Krankenhausaufenthalt weit weniger Filme gesehen habe als normal. In der Nacht von Sonntag auf Montag hab ich dann auch endlich die britisch-italienische Mini-Serie DIE MÖWENINSEL (1981) gesehen, von der ich bisher nur den Spielfilmzusammenschnitt ANGRIFF DER KILLERMÖVEN kannte. Die fünf Folgen sind insgesamt dreimal so lang wie der Film, was natürlich ein wenig mehr Zeit lässt, um Figuren und Geschichte zu entwickeln, alles in allem aber auch nicht wesentlich unterhaltsamer als der schon eher spröde Film daher kommt. Kann man halt mal gucken, oder auch lassen…

15.06.20

BLOOD FEAST (Herschell Gordon Lewis, 1963)

Fuad Ramses (Mal Arnold), Inhaber einer Catering-Firma, begeht eine Reihe von grausamen Morden, um seinen Opfer Teile zu entnehmen, die er für die Auferstehung der ägyptischen Göttin Ishtar braucht. Polizist Pete Thornton (William Kerwin) tappt im Dunkeln, während Dorothy Fremont (Lyn Bolton) ausgerechnet Ramses damit beauftragt, das Essen für die Geburtagsfeier von Tochter Suzette (Connie Mason) vorzubereiten, die außerdem Petes Freundin ist. Fuad Ramses will die Gelegenheit nutzen, um im Rahmen eines ägyptischen Festessens das Ritual für die Auferstehung Ishtars zu vollführen…

Die naturalistischen Effekte des von „Nudie“-König David F. Friedman produzierten Low-Budget-Films waren seinerzeit natürlich ein Novum, und so gibt sich der Film darin auch entsprechend unbedarft, was heutzutage eher putzig wirkt. Neben der filmhistorischen Bedeutung ist BLOOD FEAST aber auch für Trashfans sehr interessant, zählt in die Kategorie „so bad, it’s good“, wenn auch nur knapp. Die Darsteller sind schlecht, die Dialoge sind dämlich, und der ewig dahin düdelnde Jazz-Score gehört zum miesesten, was das Exploitation-Kino aufzubieten hat. Zusammen mit den eher schlecht getricksten Gore- und Splatter-Effekten ist das fast schon ein „Full Package“ und damit ein geeigneter Partyfilm für Freunde des schlechten Geschmacks.

DAS HAUS DER LANGEN SCHATTEN (Pete Walker, 1983)

Der junge, amerikanische Autor Kenneth Magee (Dezi Arnaz Jr.) wettet mit seinem Verleger Sam Allyson (Richard Todd), dass er eine klassische Gruselgeschichte in nur 24 Stunden schreiben könne. Als ruhigen Platz zum Arbeiten stellt der ihm das verlassene Landhaus eines Freundes in Wales zur Verfügung. Doch kaum angekommen, werden die Gutsverwalter, das Ehepaar Elijah (John Carradine) und Victoria Brisbane (Sheila Keith), vorstellig, und auch ein junge Frau namens Mary (Julie Peasgood), die sich später als von Allyson engagiert herausstellt, dringt in das Anwesene ein. Doch bei diesen Störungen bleibt es nicht, es finden sich auch noch Elijahs Brüder Lionel (Vincent Price) und Sebastian (Peter Cushing) hier ein, sowie der am Kauf des Grundstücks interessierte Corrigan (Christopher Lee). Die Familien-Zusammenkunft hat derweil düstere Gründe, und schon bald ist das erste Todesopfer zu beklagen…

Es wird wohl auf ewig ein Geheimnis bleiben, warum die Cannon Films sich für ihre England-Sektion gerade ein Treffen der alten Horror-Recken um Carradine, Price, Cushing und Lee auserkoren hat. Dazu kommt noch mit Pete Walker (HAUS DER PEITSCHEN, FRIGHTMARE) eine sehr ungewöhnliche Wahl für den Regie-Posten. Der Brite hatte sich schon seit den späten 70ern aus dem Filmgeschäft zurückgezogen und sich auf die Unterhaltung einiger Lichtspielhäusern verlegt. Man konnte ihn zwar schon alleine mit der Gelegenheit, hier mit vier alternden Horror-Ikonen arbeiten zu dürfen, wieder aus der Reserve locken, doch scheint Genre-Kennern gerade Walker nicht als erste Wahl für einen altmodischen Horror-Schwank. Denn eigentlich hatte der sich einen Namen als progressiver und subversiver Filmemacher gemacht, der die Unterdrückung der jüngeren Generation durch ein altes Machtgefüge in seinen Filmen thematisierte. Immerhin konnte er seine Stammschauspielerin Sheila Keith mit einbringen, leistet aber sonst nur Dienst nach Vorschrift. Dem Film fehlt es deswegen auch erheblich an Schwung und Spannung, wobei Schnitt, Szenenbild und auch die Musik eher an einen TV-Film denn großes Horror-Kino erinnern. Und so ist DAS HAUS DER LANGEN SCHATTEN zwar ein nettes Treffen der Altstars des Horror, das einzig durch seine nostalgische Verbindung zu diesen zu punkten vermag. Hier in Deutschland schaffte es der Film nicht einmal in die Kinos.

16.06.20

17.06.20

18.06.20

Ich hab im Krankenzimmer mit einem Auge zu einer unglaublich ätzenden Heimat-Schmonzette gelinst, die meine beiden Zimmergenossen gesehen haben. Fragt mich nicht, wie der hieß und um was es da ging… (ich habe gerade tatsächlich mal recherchiert, es war LENA LORENZ: WUNSCH UND WIRKLICHKEIT, eine Doppelfolge der TV-Serie…)

19.06.20

WARNZEICHEN GEN-KILLER (Hal Barwood, 1985)

In einem geheimen Forschungslabor entweicht bei einem Unfall ein biochemischer Kampfstoff in den Komplex, worauf dieser hermetisch abgeriegelt wird. Während Sheriff Cal Morse (Sam Waterston), dessen Frau Joanie Morse (Kathleen Quinlan) dort im Sicherheitszentrum festsitzt, mit dem ehemaligen Virologen Dr. Fairchild (Jeffrey DeMunn) versuchen, den Eingeschlossenen zu helfen, setzt der angereiste Maj. Connolly (Yaphet Kotto) alles daran, den Vorfall zu vertuschen. Denn die Biowaffe treibt die Betroffenen in den Wahnsinn…

Solider, über weite Strecken nett-naiver Seuchenthriller, der die Regeln des Genres beherrscht und gelungen den Spagat zwischen klaustrophobischer Bedrohung im Bunker-Komplex drinnen und den Helden draußen, die, genau wie der unwissende Mob, am Militär vorbei in den Bunker wollen. Die durchdrehenden Infizierten erinnern ein wenig an Romeros THE CRAZIES, ohne jedoch dessen deprimierenden Fatalismus zu teilen. Ein wenig deplatziert mutet Richard Dysarts Dr. Daniels als Redelsführer der Infizierten an, der die anderen vorantreibt und auch noch zu Konversation fähig ist. Regisseur Barwood hält in WARNING SIGN all seine Zutaten gut im Gleichgewicht und liefert eher anspruchsloses Entertainment, das durch seine Kompaktheit und die guten Darsteller punkten kann. Da stört auch das plumpe Ende wenig, denn darauf wird der Zuschauer auch betont unaufgeregt in den Abspann entlassen.

20.06.20

ROBOFORCE (David Chung, 1988)

In Zukunft hält die Robo-Gang mit ihrem bulligen Mecha Hongkong in Atem. Bei einer Barschlägerei hilft Wissenschaftler Looney (John Sham) dem Ex-Gangster Whiskey (Tsui Hark) aus der Patsche. Nun denkt die Robo-Gang, dass Whiskey ein Polizei-Informant sei, während Looney der Kooperation mit den Verbrechern verdächtigt wird. Der Gangsterboss Lucifer (Lam Kwok-Bun) hetzt dem vermeintlich Abtrünnigen nun seinen neuen Kampfroboter Maria (Sally Yeh) auf den Hals, die bei ihrem Auftrag schwer beschädigt wird und darauf von Looney neu programmiert wird. Doch auch ihr Vorbild, die echte Maria, ihres Zeichens die rechte Hand von Lucifer, sinnt auf Rache…

Als Co- vom Dienst, nämlich Co-Produzent, Co-Autor, Co-Regisseur und auch noch Co-Star, blödelt sich Tsui Hark im Slapstick-Modus durch eine Plotte, die um die aus ROBOCOP entlehnte Konstellation um ein böses, klobigen Elektro-Kriegs-Koloss und einem guten, menschelnden (hier sogar weiblichen) Kampfroboter konstruiert wurde.

Wissenschaftler Looney und Ex-Gangster Whiskey (Hark) geraten zwischen die Fronten aus Polizei und der Robo-Gang, die beide jeweils für Verräter halten. Der Gangsterboss Luzifer schickt Whiskey den Kampfroboter Maria (Sally Yeh) auf den Hals, ein Abbild seiner rechten Hand gleichen Namens (die verliebt in ihn ist und ihn immer „Ratzefu“ nennt, was er hasst; gleichzeitig ist sie Whiskeys Ex-Freundin). Doch die Robofrau wird im Kampf beschädigt, und Looney kann sie umprogrammieren (ihr Codewort für Befehle ist dabei „Looneyistdergrößte“). Nur den Killer-Auftrag für Whiskey bekommt er nicht aus ihr raus, woraus sich ein netter Running Gag ergibt, bei dem Whiskey immer wieder das Codewort sagen muss, um ihr einen gegensätzlichen Befehl zu geben.

Ansonsten gibt es ein paar nett realisierte Effekt-Sequenzen mit den Robotern und eine dem Ende entgegen ansteigende Action-Dichte, die bei Laune zu halten versteht. Leider trübt eine nervig-flapsige deutsche Synchronisation den Spaß empfindlich, die nicht nur Harks Slapstik unangenehmer gestaltet, als er so schon ist, sondern den Figuren auch gerne mal Sätze in den Mund legt, wenn sie eigentlich gar nicht sprechen.

Insgesamt also ein zweischneidiges Schwert, und wenn man die Möglichkeit hat, sollte man zu einer Version im O-Ton mit Untertiteln zurückgreifen. Denn abgesehen davon ist ROBOFORCE ein flotter Spaß im Windschatten von ROBOCOP.

VENUS WARS (Yoshikazu Yasuhiko, 1989)

2089. Gerade als die Reporterin Susan Sommers nach Io, Haupstadt der südlichen Nation Aphrodia, auf die Venus kommt, wird die Stadt von den Truppen der nördlichen Ishtar angegriffen und besetzt. Sie kommt bei einem Team von Monobikern um die Anführerin Miranda und dem Star Hiro unter. Durch verschiedene Verwicklungen und Begebenheiten finden sich die jungen Erwachsenen bald mitten in den Kriegswirren wieder…

Joa, der ist genauso banal wie die Charaktere, vor allem das blonde Reporter-Dummchen Susan, naiv und flach sind. Aus dem Venus-Setting holt man nur optisch was heraus, als Hintergrund für die Handlung bleibt das austauschbar. Die Story wuchert gerne mit Phrasen, etwa wenn Hiro von der Farm erzählt, auf der nichts wuchs, weil die Kolonie nur bestand, um territoriale Ansprüche zu sichern, oder der ishtarianische General über Krieg und Schuld sinniert. Insgesamt ein Fast-Food-Anime, leicht bekömmlich und rasant wir Blockbuster-Kino, ohne irgendwo zu sehr in die Tiefe zu gehen oder gar anecken zu wollen. Über weite Strecken dabei auch ziemlich unterhaltsam, doch geht dem Spektakel im letzten Drittel im Schlachtengetümmel die Luft aus. Schön anzusehender Durchschnitt.

21.06.20

DOG BITE DOG – WIE RÄUDIGE HUNDE (Soi Cheang, 2006)

Berufskiller Pang (Edison Chen) ist ein harter Hund, der seine Opfer eiskalt erledigt. Er wird für einen Auftrag von Kambodscha nach Hongkong geschickt, wo er auf der Flucht Passanten und einen Polizisten tötet. Er versteckt sich auf einer Mülldeponie, wo er eine junge Frau aus den Fängen ihres brutalen Vaters befreit. Er will sie mit nach Hause nehmen, doch ihm ist noch der junge Polizist Wai (Sam Lee) auf den Fersen, der den Tod seines Partners mit allen Mitteln rächen will…

[Mal wieder ein Beispiel dafür, dass Inhaltsangaben meist scheiße sind. Nicht, weil das, was darin steht, jetzt unbedingt falsch ist, sondern weil sie manchmal im ersten Satz Informationen preisgeben, die im Film, manches Mal auch absichtlich, bis in die zweite Hälfte zurückgehalten werden. Hier, in Film, weiß man anfangs nur, dass Pang in Hongkong ist, eine Anwältin tötet und nur Khmer spricht. Alles andere, was der DVD-Rücken hergibt, kam bis dato (Minute 50) noch nicht vor. Und ich denke mir, dass es durchaus gewollt war, dass man über Pang so wenig wie möglich weiß, denn das macht seinen Charakter interessant. Ist jetzt nicht so, dass es einem den ganzen Film versaut, aber ich denke, er wäre bis hierhin ohne die Zusatzinformationen sicherlich spannender gewesen.]

Der war tatsächlich ganz nett, ein gut gespielter Action-Thriller, der seine Protagonisten immer mehr auf brutale aufeinander losgehende Tiere herunterbricht. Seong hat es nicht so wirklich mit Charakterentwicklung und muss sich hier ziemlich auch Edison Chen und vor allem Sam Lee verlassen, der für mich zeitweise etwas zu dick aufträgt. Etwas schlecht gewählt empfand ich die gewählten Farbfilter, denn es ist schon komisch, dass ein Film, der sich dermaßen dreckig gibt, Filter einsetzt, die wirklich alles steril, clean wirken lassen. Das nimmt ihm viel von seiner potenziellen Atmosphäre. Die Action leidet ein wenig unter der shaky cam, gestaltet sich davon ab aber angemessen räudig und brutal – hier werden keine Gefangenen gemacht. Es gibt die ein wie andere nette Wendung, und das immer in einem Moment, in der man nicht mit ihr rechnet. Wer also auf Hongkong Noir steht, bekommt hier gediegenes neues Futter.

DETECTIVE K – IM AUFTRAG DES KÖNIGS (Kim Seok-yoon, 2011)

Korea, 1782. Das Reich unter König Jeongjo (Nam Sung-Jin) leidet unter Korruption und dadurch sinkenden Steuereinnahmen. Der berühmte Detektiv K (Kim Myeong-min) wird auf die Veruntreuung, wie auch den damit zusammenhängenden Selbstmord des Beamten Park, angesetzt. Schnell ist klar, dass Park ermordet wurde, und die Ermittlungen führen K, schon bald begleitet vom Tagelöhner Han Seo-pil (Oh Dal-soo), zur undurchsichtigen Industriemagnatin Han Gaek-jo (Han Ji-min)…

Die koreanische Antwort auf Guy Ritchies SHERLOCK HOLMES (2009) und Tsui Harks DETECTIVE DEE UND DAS GEHEIMNIS DER PHANTOMFLAMMEN (2010) kommt ein wenig flapsiger, sein Held ein wenig fehlerbehafteter und tapsiger daher. Aber man kann seinen Spaß mit diesem Historien-Krimi haben, auch wenn die CGI teils erschreckend schwach, der Humor etwas flach und die christliche Botschaft ziemlich penetrant und dick aufgetragen wird. Die Hauptfigur ist sympathisch, der Sidekick ist nicht zu nervig und die Auflösung offenbart eine groß angelegte Verschwörung, die auch nicht davor halt macht, den großen Detektiv bewusst getäuscht zu haben, um die Hintermänner der Steuerhinterziehung zum Handeln zu zwingen.

PERRY GRANT – DIE WAFFE DES TEUFELS (Luigi Capuano, 1966)

Der tödlichen Unfall eines Forschungsassistenten bringt den Geheimdienst auf die Spur von Geldfälschern, die die Formel für eine Geheimwaffe in ihren Besitz gebracht haben, um sie zu bauen und den Weltfrieden zu bedrohen. Agent Perry Grant (Peter Holden) versucht, durch das Model Paola (Marilù Tolo) an die Verbrecher heranzukommen…

Das Alleinstellungsmerkmal ist sicherlich, dass die Bösewichte durch ihre Helferinnen innerhalb der Mode-Szene agieren, was sie ganz von selbst um die Welt führt. Zudem nutzt das böse Genie seine Kenntnisse zuerst, um Falschgeld zu drucken, damit man die Einzelteile für die böse Superwaffe davon bezahlen kann. Ansonsten kommt das Abenteuer von Agent Perry Grant ein wenig geerdeter daher als es bei den italienischen Eurospy-Vertretern sonst der Fall ist. Leider funktioniert der Film als Thriller nur halbgar, und für Actionszenen hat Regisseur Capuano auch kein gutes Händchen. Eher ein Film für Fans.

THE PARA PSYCHICS (Nico Mastorakis, 1976)

Der griechische Rennfahrer und Gigolo Ches (Hristos Nomikos) und sein amerikanischer Freund Bob (Peter Winter) sehen das Leben als einzige Party. Doch dann geraten sie an Geraldine (Jessica Dublin) und ihre hellseherisch begabte Tochter Hristina (Maria Aliferi), die Zeugin eines politischen Mordes wurde und jetzt von Killern gejagt wird. Geraldine heuert die beiden unbedarften Spaßvögel an, sie zu beschützen…

Die krude Story um telepathisch begabte Medien, die sich sogar gegenseitig noch zu Höchstleistungen anspornen können, war Mitte der 70er, noch vor De Palmas TEUFELSKREIS ALPHA (1978) oder Cronenbergs SCANNERS (1981) so ausgelutscht noch gar nicht. Doch Regisseur Mastorakis, der hiermit sein Debüt ablieferte, interessiert sich mehr, die mediterrane Atmosphäre in Athen dafür zu nutzen, schöne Menschen nackt zu präsentieren. Es ist dennoch stellenweise recht lustig und manchmal sogar ansatzweise aufregend, dass lockere Gespann der beiden Party-Freunde in dieses Geheimdienst-Abenteuer schliddern zu sehen, auch wenn ein wenig Action abseits relativ zahmer Gewaltmomente und zaghaft eingestreuter Verfolgungsjagden dem Ganzen sicherlich nicht geschadet hätte. An den im selben Jahr entstandenen DIE TEUFLISCHEN VON MYKONOS kommt dieser Film dann auch niemals ran.

DER HUND VON BASKERVILLE (Douglas Hickox, 1983)

Sherlock Holmes (Ian Richardson) und Doktor Watson (Donald Churchill) werden nach Schottland gerufen, um den Tod des Lords von Baskerville zu untersuchen, der einem Familienfluch zum Opfer gefallen sein soll. Allerdings verbleibt Holmes noch in London, um hier einige Ermittlungen voranzutreiben, während Watson vor Ort ein Auge auf den Fall, dem eine alte Legende um eine Vergewaltigung und einen riesenhaften Monsterhund begleitet. Doch dort wird Watson genauso argwöhnisch beäugt wie der Erbe des Hauses Baskerville, der aus Amerika angereiste Sir Henry (Martin Shaw). Zuerst kommt Watson einem entlaufenen Sträfling auf die Spur. Doch als Sir Henry sich in Beryl Stapleton (Glynis Barber), deren Bruder Jack (Nicholas Clay) ein sehr eifersüchtiger Zeitgenosse ist…

Obwohl für das Fernsehen entstanden, stellt Hickox‘ Adaption des wohl bekanntesten Falls von Holmes und Watson eine durch und durch gelungene Umsetzung der Geschichte dar. Die Sets sind ansehnlich und stets mit Leben gefüllt, nur das Moor sieht ein wenig nach gewöhnlichem Acker aus. Die Rollen sind durchwegs gut besetzt, die Geschichte wird, auch aufgrund einiger kleinerer Änderungen, immer voran getrieben, die Spannung so hoch gehalten. Das Duo Richardson/Churchill hat vielleicht nicht den Charme von Basil Rathbone und Nigel Bruce, und das Setting ist nicht so gruselig-stilvoll wie das von des Hammer-Films von 1959, doch bringt sie eine wirklich vereinnahmende Atmosphäre mit sich, die der Kultfigur von Sir Arthur Conan Doyle durchaus gerecht wird.

Dear Diary – Das Filmtagebuch

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