Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 49

Es war wirklich eine Überwindung, die langweilige Neuauflage von KRIEG DER WELTEN nun doch zuende zu bringen. Die nur acht Folgen fühlten sich wie eine Ewigkeit an. Weiter ging es mit DOOM PATROL, STAR WARS und meiner liebsten Hörspiel-Reihe.


KW49 (16 Filme, 24 Serienepisoden, 9 Hörspielfolgen)


02.12.19

Film

LUCY (Luc Besson, 2014) 3,5/10

Die Studentin Lucy (Scarlett Johanssen) wird in Taiwan unfreiwillig zum Drogenkurier für den skrupellosen Mr. Jang (Choi Min-sik). Als das Päckchen in ihrem Innern Leck schlägt, bewirkt die neuartige Droge, dass die junge Frau plötzlich Gehirnbereiche aktiviert, die dem Menschen normalerweise verborgen bleiben. Ihre Sinne werden perfektioniert und sie kann Menschen und Marterie beeinflussen. Mit Hilfe des Interpol-Beamten Pierre Del Rio (Amr Waked) sucht sie die anderen Kuriere und nimmt Kontakt mit Neuro-Wissenschaftler Prof. Norman (Morgan Freeman). Doch Mr. Jang ist ihr auf der Spur…

Der größte Haufen dampfender Scheiße, den ich in den letzten Monaten zu Gesicht bekommen habe. Nicht spannend, nicht witzig, leidet unter extremer Armut sinnvoller Schauwerte, sondern suhlt sich in penetrant unsubtilen Zwischenbildern aus der Natur und optischen Spielereien, die über die so dünne wie doofe Story hinwegtäuschen sollen. Mit dem Casting von Morgan Freeman sollte wahrscheinlich sogar noch Plausibilität vorgetäuscht werden.
Da die Story eigentlich keine Spannungskurve aufzuweisen hat, baute Besson in der Mitte eine komplett sinnlose Szene ein, in der der Figur Lucy aufgrund ihrer Veränderung kurz Existenzängste kommen. Lustig ist dabei, dass diese Szene nur als Ausrede (oder eher Ansage) dient, den Interpol-Bullen dazuzuholen, der für den Rest des Films dann als Identifikationsfigur herhalten muss (umsonst). Spannung bildet sich auch dadurch nicht, und letztendlich hätte man sie auch komplett rauskürzen können, ohne dass man es bemerken würde. Das Ende liest sich auf dem Papier wohl ganz nett, erweist sich im Sinne des Films als große Lachnummer.
Was Besson nicht kapiert, ist, dass die Handlung nicht dadurch plausibler wird, in dem man die menschliche Logik für nichtig erklärt. Sof funktioniert das nicht. Wahrscheinlich nur für Johansson-Hardcore-Fans erträglich. Ganz. übler. Mist.


Serien

Die Simpsons 30.07 – „Genderama“
Castle 2.19 – „Der Fluch der Mumie“
Castle 2.20 – „Die Late Night Jungs“
Krieg der Welten Episode 7 – „Das Foto“
Krieg der Welten Episode 8 – „Rettung?“


03.12.19

Filme

ROBIN HOOD (Otto Bathurst, 2018) 3,5/10

Robin von Loxley (Taron Egerton) erlebt in Jerusalem die Gräuel des Krieges. Bei einer Reihe von Hinrichtungen widersetzt er sich schließlich seinem Hauptmann, kann aber nicht verhindern, dass der Sohn von Little John (Jamie Foxx) hingerichtet wird. Er kann dem Araber zur Flucht verhelfen, wird dafür selbst wieder nach England geschickt. Zu Hause angekommen, muss er feststellen, dass seine Verlobte Marian (Eve Hewson) seinen besten Freund, Politiker Will Scarlett (Jamie Dorman), geehelicht hat. Dazu presst der Kardinal (F. Murray Abraham) mithilfe des Sheriffs von Nottingham (Ben Mendelsohn) die Bevölkerung aus. Robin und Little John beschließen, dagegen etwas zu unternehmen. In der Nacht gehen sie auf Beutezug gegen die Reichen und Mächtigen, und am Tage dient sich Robin in seiner Stellung als Graf dem Regime an, um seinen Feinden näher zu kommen…

Ich will mich nicht lange darüber auslassen, das ist mir der Film nicht wert. Es spricht generell nichts dagegen, der Geschichte um Robin Hood einen neuen Anstrich zu verpassen, auch nicht, dafür auf Elemente aus Mission: Impossible, Kingsman und Batman zurückzugreifen, doch muss man es auch schaffen, dass dies alles dann auch ineinandergreift. Doch diese Elemente werden nach Gutdünken einfach reingeworfen, ohne als Ganzes eine Einheit, ein Erlebnis zu formen. Da passt es auch, dass der Film nie optisch eine eigene Identität findet und die Musik generisch dazu düdelt, ohne dem Ganzen eine eigene Note zu verleihen. Am Ende steht dort ein lahmes Gemisch aus Ränkespielchen, Revoluzzer-Plotte und einigen, kleinen Action-Scharmützeln. Einfach vergessenswert…

DIE LADY VON SHANGHAI (Orson Welles, 1947) 8/10

Der irische Seeman Michael O’Hare (Orson Welles) wird vom Anwalt Arthur Bannister (Everett Sloane) und seiner Frau Elsa (Rita Hayworth) angeheuert, eine Kreuzfahrt mit Arthurs reichen Geschäftspartner, den Gesellschafter Grisby (Glenn Anders), zu begleiten. Michael fühlt sich zu Elsa hingezogen, deren Ehe eine reine Zweckbeziehung scheint. Dennoch hat Arthur den Detektiv Groome (Ted de Corsia) engagiert, der Elsa unbemerkt beobachten sollte. Als Grisby Michael ein Geschäft vorschlägt, an dessen Ende man ihn für Tod hält, willigt er um des Geldes Willen ein, um mit Elsa ein neues Leben beginnen zu können. Doch es kommt natürlich anders und Michael steht als Bauernopfer vor Gericht…

Mustergültiger Film Noir, in dem Welles mal wieder erzählerisch wie inszenatorisch seine Brillanz beweist, auch wenn die noch erhaltene Fassung damals vom Studio um mehr als eine halbe Stunde gekürzt wurde. Welles selbst agiert als Hauptdarsteller Michael O’Hare und damit als Erzähler, einem Mann, der blindlings in eine Intrige taumelt. Seine damalige Frau Rita Hayworth glänzt als vorgeblich unschuldiges Blondchen, doch auch Glenn Anders, Everett Sloane und Ted De Corsia spielen in ihren Nebenrollen groß auf. Das Finale in einem Spiegelkabinett und die letzte Szene der Hayworth sind einfach nur zum Niederknien großartig.

Die deutsche Fassung (auf Arte gab es nur Deutsch oder Französisch zur Auswahl, keinen O-Ton) wurde nachträglich zusammengeflickt: einige Szenen wurden im O-Ton belassen, aber eine Szene mit Anders und Hayworth wurde mit anderen Sprechern nachsynchronisiert. Das ist zwar unschön, kann dem Film letztlich aber nichts anhaben.


Serien

Navy CIS 16.23 – „Auszeit“
Bones – Die Knochenjägerin 1.20 – „Der Krebs im Knochen“
American Dad 15.18 – „Keine Hochzeit und ein Todesfall“
American Dad 15.19 – „Die acht Feuer“


04.12.19

Filme

THE LONGEST NITE (Patrick Yau, 1998) 7,5/10

Der korrupte Cop Sam (Tony Leung Chiu-Wai) soll die Fusionsverhandlungen zwischen zwei Gangsterbossen Mr. K und Mr. Lung organisieren. Doch jemand hat ein Kopfgeld auf K ausgesetzt, während Mr. Lung noch bis zum nächsten Tag außerhalb von Hongkong weilt. Es wir eine lange Nacht für Sam, in der ihm nicht nur die ausgelobten 5 Millionen Dollar den Kopf zerbrechen, sondern auch der geheimnisvolle Tony (Lau Ching-Wan), der ihm immer wieder über den Weg läuft…

Düsterer Hongkong Noir, der sich tatsächlich den Hollywood-Klassikern der 40er- und 50er-Jahre annähert. Die Story wirkt bisweilen etwas stark konstruiert, und Lau Ching-Wans Rolle gibt letztlich nicht so viel her, wie man es von seinem Star-Billing erwarten würde. Dafür gleitet Tony Leungs Charakter Sam immer weiter und auswegloser in ein fieses Komplott. Natürlich gibt es auch ein paar Action-Szenen, außerdem bedienen sich die Leute im Film gerne Verhöre mit erweiterten Techniken. Für HK- und Noir-Fans mehr als nur einen Blick wert.

RUN ALL NIGHT (Jaume Collet-Serrat, 2015) 6,5/10

Jimmy Conlin (Liam Neeson) ist ein abgehalfteter Gangster und Alkoholiker, arbeitet für Shawn Maguire (Ed Harris), einem ehemaligen Gangsterboss. Sein Sohn Mike (Joel Kinnaman) hat schon lange den Kontakt abgebrochen. Doch als er die Geschäftspartner von Maguires Sohn Danny (Boyd Holbrook) kutschiert, wird er Zeuge, wie dieser seine Fahrgäste erschießt. Jimmy wird für einen Vermittlungsversuch zu seinem Sohn geschickt. Als Danny dabei Mike erschießen will, jagt ihm Jummy eine Kugel in den Kopf. Shawn Maguire lässt nun all seine Beziehungen spielen, um Vater und Sohn zur Strecke zu bringen…

Routinierte Action-Thriller-Kost vom Team Collet-Serrat/Neeson; die beiden bieten mal wieder technisch einwandfreies, schnörkelloses Spannungskino, welches nur ein wenig unter Vorhersehbarkeit leidet. Die Nebenrollen sind mit Ed Harris, Vincent D’Onofrio und Nick Nolte hervorragend besetzt.

THEM (David Moreau/Xavier Palud, 2006) 4,5/10

Die Französisch-Lehrerin Clementiné (Olivia Bonamy) und ihr Mann Lucas (Micháel Cohen) werden in ihrem Landhaus nahe Prag von Unbekannten terrorisiert…

In seinen besten Szenen ein schön klaustrophobischer Schocker, der allerdings die Hälfte seiner Spielzeit fürs Set-up verschenkt, um dann einen viel zu kurzen Horror-Trip zu liefern. Die Auflösung, bzw. Motivation der Eindringlinge ist hanebüchen, denn die Frage nach dem „Warum?“ wird einfach im Raum stehen gelassen.


Serien

Doom Patrol Episode 5 – „Paw Patrol“
Doom Patrol Episode 6 – „Doom Patrol Patrol“
Doom Patrol Episode 7 – „Therapy Patrol“


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (131) Haus des Schreckens
Die drei Fragezeichen (132) Spuk im Netz


05.12.19

Filme

POLICE PYTHON 357 (Alain Corneau, 1976) 8/10

Inspektor Ferrot (Yves Motand) lernt eines Abends die hübsche Sylvia Leopardi (Stefania Sandrelli) kennen und beginnt kurz darauf eine Affäre mit der jungen Frau. Als sie ermordet wird, betraut Kommissar Ganay (Francois Périer), dessen Geliebte sie war, ausgerechnet ihn mit den Ermittlungen. Doch Ferrots Bemühungen, seine Beziehung zum Opfer unter den Teppich zu kehren, bleiben seinem Kollegen Ménard (Matthieu Carrière) nicht verborgen…

Düsterer Neo-Noir über das Katz-und-Maus-Spiel zweier sich unbekannter Gegner, die sich näher sind, als sie es auch nur erahnen. Es herrscht an manchen Stellen eine derartige Stille, dass man glaubt, den Herzschlag der Protagonisten hören zu können. Während sich Montand und Périer natürlich keine Blöße geben, sind die heimlichen Stars des Films die Nebendarsteller Matthieu Carrière und Simone Signoret, die Ganays kranke Frau spielt, denn sie geben der Handlung die nötigen Impulse, treiben die Geschichte voran und die Spannung an den entscheidenden Stellen in die Höhe. Im Gegenzug leidet letztere an einigen Stillen am Nahezu-Stillstand der Erzählung, genauso scheint die Action-Sequenz im Finale zu funktionell und tonal unpassend.

SHE – EINE VERRÜCKTE REISE IN DIE ZEIT (Avi Nesher, 1982) 5/10

Auf der Suche nach seiner entführten Schwester gerät schöne Tom (David Goss) an einen mächtigen Amazonen-Stamm. Da seine Anwesenheit diplomatischen Ärger mit dem bösen Hector (Gordon Mitchell) bedeutet, erklärt sich ihre große Anführerin She (Sandhal Bergmann) bereit, ihm auf seiner Quest zu begleiten…

Debiler Endzeit-Trash, dem es an zündenden Ideen und vor allem Charme mangelt. Regisseur und Autor Avi Nesher schmiss einfach alles rein, was andere, bessere Produktionen vorgemacht haben, kann aber selbst kaum Eindruck schinden. Witzig ist allein der Voice-Over-Erzähler, der allerdings eine Idee des deutschen Synchro-Studios war. Sandhal Bergman und David Goss bleiben in den Hauptrollen blass, den Antagonisten gibt Gordon Mitchell.


Serie

Doom Patrol Episode 8 – „Danny Patrol“
Doom Patrol Episode 9 – „Jane Patrol“


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (133) – Fels der Dämonen
Die drei Fragezeichen (134) – …und der tote Mönch
Die drei Fragezeichen (136) – …und das versunkene Dorf


06.12.19

Filme

DER RÄCHER VON PARIS (Abdré Versini, 1962) 6/10

Bei einer Beerdigung in Paris wird ein Mitglied der Fabiani-Familie von einem Angehörigen der Colonna-Sippe feige aus dem Hinterhalt erschossen. Dadurch wird erneut eine alte Familienfehde in Gang gesetzt, die durch ein Duell der beiden ältesten Brüder beendet werden soll. Da die beiden Freunde sind, weigern sie sich, doch damit setzen sie einen Krieg in den menschenleeren Straßenschluchten der Stadt in Gang. Unerbittliche Schießereien kosten etlichen Menschen das Leben, bis sich die Freunde schlussendlich doch im letzten Kampf gegenüberstehen… (Backcover-Text)

Toll besetztes Rache-Drama: Nerio Bernardi, Tritignant, Pellegrin und Aznavour liefern tolle Performances ab. Auch das Thema der Blutfehde ist interessant, Regisseur Versini versucht es auf den Punkt zu bringen und konzentriert sich darauf, wie die Familien einander umkreisen. Zuerst im größeren, in den Planungen der Patriarchen, dann im kleineren, in der Kommunikation zwischen den jungen, gemäßigten Männern der Familien, sowie ihrer gewalttätigen Konfrontaion auf den Straßen. Leider muss man sagen, dass das ziemlich ernüchternd ausfällt, um nicht zu sagen über weite Strecken langweilig. Die große Abrechnung zieht sich schließlich auch über fast 20 Minuten, größtenteils spannend, und bietet zumindest einen grandiosen Höhepunkt zwischen Aznavour und Pellegrin. Schade, da hätte man mehr draus machen können, müssen.

SÉRIE NOIRE (Alain Corneau, 1979) 10/10

Klinkenputzer Franck (Patrick Dewaere) verdient seinen Lebensunterhalt mehr schlecht als recht mit dem Verkauf von minderwertigen Klamotten. Bei seiner Tour lernt er die minderjährige Mona (Marie Tritignant) kennen, die von ihrer Tante (Jeanne Herviale) zur Prostitution gezwungen wird. Als seine Frau Jeanne (Myriam Boyer) ihn verlässt, beschliesst er, Mona aus den Fängen des alten Drachen zu befreien. Doch der einzige Weg dazu scheint ein Mord zu sein…

Ein Film für Leute mit chronisch zu guter Laune, erheiternd wie eine gut gefüllte Kapsel Zyankali. Düsteres Drama, bitterböse Komödie, grotesker Thriller. Patrick Dewaere ist auf einer Tour-de-Force, das Leben seines Hausierers Franck ist die personifizierte Depression, die nichts zu lindern vermag. Und immer, wenn man fast Mitleid mit dem armen Tropf entwickelt, bricht ein weiterer Damm in seinem Innern, dessen bösartiger Strom diese flüchtige Gefühlsanwandlung erbarmungslos mit sich reißt. Der angedachte Weg aus der Hoffnungslosigkeit ist eine ungebremste Reise in die Katastrophe, Franck scheint sich minütlich selbst abzuwracken. Ein Film, der weh tut, bis ganz tief ins Innerste.

THE RED QUEEN KILLS SEVEN TIMES (Emilio Miraglia, 1971) 7/10

Kitty Wildenbrück (Barbara Bouchet) hat einst ihre Schwester Kitty im Streit getötet, was ihr Opa als Fluch der Familie abtut und den Mantel des Schweigens darüber ausbreitet. Als er einige Jahre später an einer Herzattacke verstirbt, erbt Kitty das Familienvermögen. Doch fortan geschehen eine Reihe von Morden in ihrer Umgebung und ihre Cousine Franziska (Marina Malfatti) rückt ihr auf die Pelle…

Leider nicht so schön gruselig und von erhabener Gothic-Atmosphäre wie Miraglias vorangegangenen DIE NACHT, ALS EVELYN AUS DEM GRAB STIEG. Hier wechseln sich die schön altmodischen Interieurs des Familienschlosses derer Wildenburgs mit modernen Wohnungen und dem Firmensitz mit wirklich hässlichem Teppich ab. Am besten ist der Film immer dann, wenn die titelgebende rote Dame wie ein Nachhall vergangener Zeiten in die Moderne einbricht, einen Mord begeht und dann lachend vom Tatort verschwindet. Die Auflösung ist auch wieder erschreckend profan, zumal das Komplott nicht einmal ansatzweise so gewitzt erscheint wie in DIE NACHT…

Ich mag Barbara Bouchet eigentlich sehr, doch hier liefert sie eine schreckliche Vorstellung ab; furchtbar affektiert und teils hölzern. Marina Malfetti macht sich ihr gegenüber schon besser und ist genauso hübsch anzusehen. Dazu komplettieren Sybil Danning und Pia Giancaro noch das Quartett hübscher Damen in LA DAMA ROSSA…

Netter Gruselkrimi, der leider nicht durchweg überzeugen kann. Er schwankt dafür einfach zu sehr zwischen gelungenen Gothic-Horror und faden Krimi-Komplott, auch die Bouchet liefert keine gute Vorstellung in der Hauptrolle ab.


Serien

Die Simpsons 30.08 – „Krusty, der Clown“
Futurama 5.08 – „Fhillip J. Fry: V.I.P.“
Mord ist ihr Hobby 11.03 – „Auf schiefer Bahn“
American Dad 13.03 – „Die Erleuchtung von Ragi-Baba“


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (202)
Die drei Fragezeichen …und das versunkene Schiff


07.12.19

Filme

WAHL DER WAFFEN (Alain Corneau, 1981) 8/10

Noel Durieux (Yves Montand) war mal ein knallharter Gangster, doch nun betreibt er mit Frau Nicole (Catherine Deneuve) ein Gestüt. Doch als sein alter Kumpel Serge (Pierre Forget) aus dem Knast ausbricht und schwer verletzt bei ihm auftaucht, wird sein ruhiges Leben unsanft gestört. Denn mit Serge hat auch der ungestüme Mickey (Gérard Depardieu) den schwedischen Gardinen entsagt. Als dann auch noch Noels alter Widersacher Kommissar Bonnardot (Michel Galabru) und sein junger Kollege Salart (Gérard Lanvin) auftauchen, glaubt Michey an Verrat. Dies entfacht einen kleinen Krieg zwischen dem Ausbrecher und dem alten Haudegen…

Bitter-böser Generationenkonflikt, in dem der Konflikt, durch immer weitere Missverständnisse, hochkocht und in einer Tragödie endet. Das scheint zwischenzeitlich teils etwas unglaubwürdig, wird aber von Corneau bewusst absurd überzeichnet, damit dem Zuschauer keine Möglichkeit bleibt, sich für eine Seite zu entscheiden, sondern folglich, wie die Protagonisten, zu dem Schluss kommen muss, dass Kommunikation, Verständnis und Vergebung die einzigen Möglichkeiten sind, Konflikte, welcher Art auch immer, endgültig zu lösen.

STAR WARS: EPISODE IV – EINE NEUE HOFFNUNG (George Lucas, 1977) 10/10

Als seine Zieheltern von den Truppen des Heerführers Lord Vader (David Prowse) ermordet werden, schließt sich der junge Luke Skywalker (Mark Hamill) dem alten Idealisten Obi Wan Kenobi (Sir Alec Guiness) an, der ihn in der geheimnisvollen Macht unterweist. Zusammen mit zwei Druiden machen sie sich auf, die politische Gefangene Prinzessin Leia (Carrie Fisher) zu befreien, um einen großangelegten Militärschlag gegen ein Nest von Widerstandstandskämpfern zu verhindern. Der großmäulige Schmuggler Han Solo (Harrison Ford) und sein haariger Freund Chewbacca (Peter Mayhew) schlagen sich auf ihre Seite…

Der Klassiker, jedes Mal wieder ein Fest! In der nachbearbeiteten Fassung gut an die neue Trilogie angepasst, auch wenn ein klein wenig Charme verloren geht. Aber immer noch herzergreifend naiv, perfekt besetzt und keine Sekunde langweilig.


Serie

Doom Patrol Episode 10 – „Hair Patrol“
Doom Patrol Episode 11 – „Frances Patrol“


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (137) Pfad der Angst
Die drei Fragezeichen (138) Die geheime Treppe


08.12.19

Filme

HUNTED CITY (Stelvio Massi, 1979) 5,5/10

Kommissar Ferro (Maurizio Merli) wird nach Mailand gerufen, wo hochrangige Beamte und Anwälte auf offener Straße geraadezu hingerichtet werden. Allgemein glaubt man die Mafia hinter den Anschlägen, doch Ferro fasst den Ex-Mafioso Acampora (Mario Merola) ins Auge, der zu einem einflussreichen Restaurantbesitzer aufgestiegen ist und sich gerade in Expansion befindet. Doch da ihm nicht einfach beizukommen ist, setzt Ferro bei den üblichen Mafia-Aktivitäten an. Und zwar, nur um dort mit dem richtigen Gesprächspartner in Kontakt zu kommen…

Der gelernte Kameramann Stelvio Massi war noch nie ein Feingeist, wenn es darum ging, einen flotten Film auf die Leinwand zu bannen. Doch er wusste gerade seinen Kumpel Maurizio Merli immer ins rechte Bild zu rücken. Den scheucht er hier durch eine Handvoll Action-Szenen, die in eine halbgare Geschichte um den Immobilien-Hai Mario Merola und etwas persönlichem Drama eingebettet sind. Das ist weder elegant, noch tiefgründig, und manchmal scheint es nicht einmal folgerichtig. Aber langweilig wird einem zumindest nicht.

EIN MANN WIRD ZUM KILLER (Cirio H. Santiago, 1978) 6/10

Bei einem Handel mit Beutegold aus dem Vietnamkrieg wird Soldat Doug Russell (James Iglehart) von seinen Kameraden McGee (Leon Isaac Kennedy) und Morelli (Carmen Argenziano) hintergangen. Mit durchschnittener Kehle lassen sie ihn auf einer einsamen Insel im südchinesischen Meer zum Sterben zurück. Dort wird er von einem alten, japanischen Einsiedler aufgelesen und gesund gepflegt. Während sich McGee und Morelli mit der ergaunerten Kohle in L.A. an die Spitze der dorten Mafia setzen, unterrichtet der Japaner, ein alter Soldat und Samurai, in der Kunst des Schwertkampfs. Als eine Einheit von US-Soldaten ihn von der Insel holt, sieht er seine Stunde gekommen. Er kehrt nach L.A. zurück, zu Frau und Kind, die unter McGees Schikanen leiden, und hat nur einen Gedanken: blutige Rache!

Gepflegter Action-Trash von den Philippinen, der zwischenzeitlich etwas behäbig vor sich hinwurschtelt. Bis zur Rache dauert es über eine Stunde, und dann wird das Finale auch noch einige Minütchen zu lang verschleppt. Letztlich ziemlich niedlich, wenn Russell eine Handvoll Henchmen mit dem Schwert abmurkst, und die versammelte Mafia von L.A. sogleich unisono das Handtuch werfen will. Es hat halt auch eine Menge 70s-Exploitation-Charme, weswegen man über manche Länge gern hinwegsieht. Für Grindhouse-Fans ein gefundenes Fressen, wenn auch keine vergessene Perle.

MAGNUM COP (Stelvio Massi, 1978) 6/10

Der Ex-Cop Wally Spada (Maurizio Merli) hat sich in zweiter Karriere als Privatdetektiv verdingt. Eine Wiener Detektei beauftragt ihn, die Bankiers-Tochter Annalise von Straben (Annarita Grapputo) zu finden und nach Wien zu überführen. Die junge Dame war in die Unterwelt abgetaucht und hatte sich als Nutte versucht. Er macht sie bei den Krishnas ausfindig, doch sie kann aus seiner Obhut entkommen und wird von Gangstern entführt. Bei seinen weiteren Nachforschungen mit seinem Kollegen Karl Koper (Gastone Moschin) in Wien gerät Spada an die exotische Tänzerin Brigitte (Joan Collins), die ihn erstmal um den Finger wickelt…

Wieder die Kombi Massi/Merli. Dieses Mal versucht sich das Duo darin, etwas Humor in die Angelegenheit zu bringen, was nur mittelprächtig zündet. Das liegt auch daran, dass sich die Thematik, die hier im Laufe der Handlung offengelegt wird, nämlich Kinder-Prostitution, nicht gerade danach schreit. So wirkt der Wechsel in einen ernsteren Tonfall im Laufe der zweiten Hälfte des Films etwas befremdlich. Die Co-Stars Gastone Moschine und Joan Collins werden zu Stichwortgebern degradiert, was gerade im ersten Fall etwas schade ist. Man muss ja wenigstens anerkennen, dass das Duo zumindest immer wieder gewillt ist, neue Variationen des harten Hundes Marke Merli zu bringen. Nur eine klare Linie lässt es hier missen.


Serien

American Horror Story: 1984 – „Mr. Jingles“
Doom Patrol Episode 12 – „Cyborg Patrol“
Doom Patrol Episode 13 – „Flex Patrol“
Bones 11.15 – „Mittelsmann gegen Sensenmann“


Dear Diary – Das Filmtagebuch

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle kostenlos eine Website oder ein Blog auf WordPress.com.

Nach oben ↑

Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken

Kais geheime Tagebücher

Filme, Bücher, Tatorts die man vielleicht nicht kennt

Mothersdirt

Nachrichten - hart aber ehrlich

Corlys Lesewelt

Lesen genießen ...

Apokalypse Film

Schaut vor der Apokalypse keine schlechten Filme!

GREIFENKLAUE - BLOG

Rollenspiel ^ Fanzines ^ Podcast ^ RPG-Szene ^RPG-News ^LARP ^ Tabletops ^ Dungeons ^Maps ^Minis

moviescape.blog

Texte über Filme, Serien, Popkultur, Laufen und das Vatersein.

Parkwelten

Freizeitparks, Kirmes & Co.

Blaupause7

die Pause zur blauen Stunde

filmlichtung

There are no rules in filmmaking. Only sins. And the cardinal sin is dullness. (Frank Capra)

%d Bloggern gefällt das: