Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 46

So, jetzt werde ich zum Jahresende mit großen Schritten aufholen müssen. In dieser Woche war ich mit Kumpel Pauli auf der Filmbörse in Hamburg, was wieder mal sehr ergiebig war. Serienmäßig ging es mit KRIEG DER WELTEN weiter, sehr schleppend allerdings. Ich habe mit AMERICAN HORROR STORY: APOCALYPSE begonnen und mir an drei Tagen die finale Staffel von THE MAN IN THE HIGH CASTLE reingezimmert.


KW46 (14 Filme, 28 Serienepisoden, 4 Hörspielfolgen)


11.11.19

Filme

DER MAULWURF (Yves Boisset, 1982) 6,5/10

Ex-Spion Sebastien Grenier (Lino Ventura) hat dem Geheimdienst vor acht Jahren den Rücken zugekehrt und hat sich als Unternehmer ein respektables Leben aufgebaut. Als eines Tages auf offener Straße ein Mann von Terroristen der Volksbrigaden hingerichtet wird, nimmt der Schweizer Beamte Chance (Michel Piccoli) Kontakt mit ihm auf. Er kommuniziert hinter Andeutungen, dass er von Grenier erwartet, der Sache nachzugehen. Also lässt er alte Verbindungen aufleben…

Der Film ist immer dann am besten, wenn die Stars Ventura und Piccoli aufeinander treffen. Abseits ihrer Dialog-Gefechte kommt leider nicht sehr viel Spannung auf, viel zu trocken und spröde inszeniert Boisset das Geheimdienst-Geplänkel. Selbst Bruno Cremer bleibt blass. Am Ende ist es etwas schade, dass aus den später enthüllten Beziehungen einfach nicht mehr rausgeholt wurde.

CONFESSION OF MURDER (Jeong Byeong-gil, 2012) 6/10

Detective Choi (Jeong Jae-yeong) hat es nie verwunden, dass ihm vor 15 Jahren ein Serienmörder entkommen ist. Als die Morde verjährt sind, erscheint plötzlich Lee Du-sok (Park Shi-hoo) auf der Bildfläche, der die Taten für sich beansprucht und seine Autobiographie ankündigt, was ihn über Nacht zum Medienstar macht. Unterdessen hat sich um Han Ji-soo (Kim Yeong-ae) eine Leidensgemeinschaft versammelt, allesamt Verwandte der Opfer. Doch während einige von ihnen Lees Tod wollen, weiß Han noch nicht einmal, wo ihre Tochter verscharrt wurde. Sie planen, den Serienmörder-Superstar zu entführen und zum Reden zu bringen…

Eine Story mit Wendungen für ein halbes Dutzend Filme, blutige Action-Sequenzen im Hyperspeed-Modus und auch noch Charakter-Drama haut einem THE VILLAINESS-Regisseur Jung Byung-gil in seinem Erstling um die Ohren, als wenn es das normalste von der Welt wäre. Er zeigt hier schon ziemlich deutlich, dass er von Stringenz, Physik und damit auch Glaubwürdigkeit nicht viel hält. Der viel zu lange Trip ist stellenweise arg überfrachtet, und an mancher Stelle kann man nur ungläubig mit den Ohren schlackern. Das macht streckenweise auch einen Heiden-Spaß, nutzt sich im letzten Drittel aber auch schnell ab. Am Ende bleibt ein nettes Kuddelmuddel mit wenig Substanz, welches dennoch vom unglaublichen Überfluss an Ideen und der visuellen Stilsicherheit seines Machers zeugt.


Serie

Raumschiff Enterprise 1.03 – „Spitze des Eisberges“
Raumschiff Enterprise 1.04 – „Implosion der Spirale“


Hörspiel

Die drei Fragezeichen (125)… Feuermond


12.11.19

Filme

OSS 117 – HEISSE HÖLLE BANGKOK (André Hunebelle, 1964) 6/10

Als ein Agent in Thailand ermordet wird und Indien die Pest ausbricht, wird OSS 117 (Kerwin Matthews) nach Südostasien geschickt, da man nicht an einen Zufall glaubt. In Bangkok kommt er dem wahnsinnigen Dr. Sinn (Robert Hossein) auf die Spur, der die von ihm als kriegerisch verabscheute Menschheit auszurotten gedenkt…

Solide Agenten-Kost, allerdings ein wenig lang geraten. Die erste Stunde gestaltet sich dazu noch reichlich unspektakulär, auch das exotische Setting wird hier kaum ausgespielt. In der zweiten Hälfte zieht der Film dann an. In den Hideouts der Bösen gibt es dann komische Apparate, kultische Rituale und anständiges Krachbumm.

DIE NACKTE UND DER KARDINAL (Lucio Fulci, 1969) 8,5/10

Die junge und schöne Beatrice Cenci (Adrienne Larussa) erwartet ihre Hinrichtung. Sie hatte mit ihren Verwandten die Ermordung des grausamen Patriarchen Francesco Cenci (Georges Wilson), ihres Vaters, geplant. Die Ausführung fiel in die Hände ihres Verehrers Olimpo (Tomas Milian). Doch die katholische Kirche unter Papst Clemens VIII. verfolgte die Tat unerbittlich, immer das große Vermögen der Familie Cenci im Auge. Den Ermittlern eröffnen sich bei ihren Befragungen wahre Abgründe, und der Fall wird in den Augen der Öffentlichkeit zum Skandal…

Der Herr Fulci vermag mich auch heute, 23 Jahre nach seinem Tod, noch immer zu überraschen. Ich habe natürlich längst zur Kenntnis genommen, dass die Gates-of-Hell-Trilogie nicht als Sinnbild für sein Schaffen stehen sollte. Ich schätze seine Gialli und bin noch dabei, seine Western für mich zu entdecken. Aber so etwas wie BEATRICE CENCI ist mir bisher noch nicht untergekommen.
Dem Film eilt der Ruf eines brutalen, sadistischen Machwerks voraus, der falscher nicht sein könnte. In seiner verschachtelten Erzählung – der Film beginnt mit dem Tag der Hinrichtung, holt dann aus, um später mehrere Stationen des Verbrechens erst während der Verhöre preiszugeben – entfaltet das Historien-Drama eine Mischung aus Sittengemälde, Kriminalgeschichte und der Beschreibung eines gesellschaftspolitischen Skandals. Die Titelfigur Beatrice Cenci steht dabei zwar häufig im Mittelpunkt des Interesses, stellt im Sinne von Fulcis Erzählung selbst eher eine Nebenfigur dar. Seine Narrative kreist einerseits um den verhassten Patriarchen Francesco und andererseits seinen Gefolgsmann Olimpo, der Gefühle für Beatrice hegt. Der Charakter des ersteren und die Motive des letzten sind die Kernstücke des Films, von denen Fulci alle Handlungen ableitet, die der Zuschauer letztlich für sich selbst bewerten muss.
Und so suhlt sich der spätere Splatter-Papst sich eben nicht in expliziten Folterszenen. Jene waren für jene Zeit sicherlich harter Tobak, nehmen sich aber erstaunlich zahm aus und stehen jederzeit im Dienste der Erzählung. Auch Freunde des gepflegten Sleazes, die ob des Meisters NACKT ÜBER LEICHEN aus demselben Jahr auf nackte Tatsachen bei sündigen Treiben hofften, werden wohl enttäuscht sein. Gegenüber Fulcis Giallo gibt sich dieser Film geradezu züchtig. Sowieso blendet er immer rechtzeitig ab, um nicht zu sehr von Erzählung und Aussage abzulenken. Es bleibt ein Film, der selbst mir wieder bewusst macht, wie sehr ich Fulci früher verkannt habe, wie viel vielleicht noch in seinem Werk zu entdecken ist.

CIRCUS DER VAMPIRE (Robert Young, 1972) 7/10

Vor 15 Jahren lehnte sich die Bevölkerung einer kleinen ländlichen Stadt gegen den Vampir Graf Mitterhaus (Robert Tayman), pfählte und begrub ihn, brannte sein Schloss nieder. Doch die Gemeinde ist seither vom Glück verlassen, sie sind durch eine Seuche geschlagen und deswegen durch eine Quarantäne von der Außenwelt abgeschnitten ist. Doch dann kommt ein Circus in die Stadt, bringt vorerste ein wenig Lebensfreude zurück. Die Artisten üben eine eigenwillige Faszination auf die Frauen des Ortes aus. So auch auf Dora (Lynne Frederick), die Freundin des jungen Arztsohnes Anton (John Moulder-Brown). Sie verlor einst ihre Mutter an den Vampir…

Der Film vereint alte Hammer-Tugenden aus stilvollen Sets und bedrohlichen Ambiente mit kruden (und eher schlechten) Gore-Effekten und wenig subtiler Erotik. Auf der einen Seite stellt er dar, wie leicht sie die Jugend verführen lässt, auf der anderen wird auch die alte Generation, die mit Fortschritt und Erneuerung argwöhnt und gern vorschnell zu Fackel und Heugabel greift, genauso ein Teil der Schuld an der misslichen Lage der Stadt gegeben. Insgesamt einer der besten Hammer-Filme der 70er.


13.11.19

Filme

UNKNOWN IDENTITY (Jaume Collet-Serrat, 2011) 4/10

Dr. Martin Harris (Liam Neeson) reist mit seiner Frau Elizabeth (January Jones) zu einer wissenschaftlichen Tagung nach Berlin. Nach einem Unfall liegt er 5 Tage als Unbekannter im Koma, da er keinerlei Papiere dabei hatte. Zurück im Hotel ist ein anderer Mann (Aidan Quinn) an seine Stelle getreten, selbst Elizabeth verleugnet ihn. Auf der Suche nach der Wahrheit macht er die Taxifahrerin (Diane Krüger), die ihn das Leben rettete, ausfindig. Doch schon bald werden sie von Killern durch die bundesdeutsche Hauptstadt gejagt…

In seiner Naivität von fast schon entwaffnender Doofheit. Ich bin ja kein großer Fan von THE COMMUTER und NON-STOP, aber die waren als simple Thriller-Stoffe noch recht gut konsumierbar. Doch UNKNOWN IDENTITY verbringt mehr Zeit damit, sich seine Plotte irgendwie halbwegs plausibel hinzubiegen, als Spannung aufzubauen oder die Charaktere wenigstens eingehend zu beleuchten. Daraus resultiert, dass, selbst wenn ich die Auflösung des Mystery so hinnehme, ich diesen 180-Degrees-Turn im Charakter von Neesons Protagonisten nicht einmal ansatzweise schlucke (hm, das klingt jetzt irgendwie komisch), ohne einen Hustenanfall zu bekommen. Ja, Böses kann Gut werden, und die Mächtigen werden entmachtet, hätte nur jeder genug zu Essen. Amen.

PROM NIGHT – EINE GUTE NACHT ZUM STERBEN (Nelson McCormick, 2008) 3/10

Donna (Brittany Snow) musste mit ansehen, wie ihr kirrer Lehrer Fentan (Richard Schaech) ihre Familie abgeschlachtet hat, weil er verschossen in das kleine Blondchen war. Zwei Jahre später ist Donna immer noch ein wenig durch den Wind und wohnt bei Onkel und Tante. Doch der Prom, der große Schulball steht vor der Tür und damit die große Sause und mit den daran anstehenden Ängsten ihrer Freunde um College und Zukunft ein Stückweit Normalität. Allerdings hat sich Fenton schon vor geraumer Zeit aus dem Gewahrsam verpieselt und ist immer noch scharf auf die süße Donna. Detective Winn (Idris Elba) naht zwar zur Rettung, doch der Psycho hat sich schon lange in das Hotel eingeschlichen, wo die Party steigt, und das Morden kann beginnen…

Lahmer Slasher, der zu keiner Sekunde in irgendeiner Weise mitreißt oder gar Spannung aufbaut. Das Skript ist total daneben, die Protagonisten sind komplett farb- und charakterlos, der Mörder ist nicht ein bisschen furchteinflössend. Die blutarmen Morde können noch nicht einmal die kleinste Erwartung an einen mäßigen Schlitzerfilm erfüllen. Es gibt hier nichts weiter als „Wir folgen doofen Teenies auf eine doofe Party, wo ein doofer Killer umgeht, der von doofen Polizisten gejagt wird.“ Den muss man einfach durchsitzen oder ausschalten. Und ganz ehrlich: ich empfehle letzteres.


Serien

FBI 1.01 – „In letzter Sekunde“
Krieg der Welten Episode 3 – „Bedrohung“


Hörspiel

Die drei Fragezeichen (128)… Schatten über Hollywood


14.11.19

Film

FREITAG DER 13. – JASON LEBT (Tom McLaughlin, 1986) 6/10

Tommy Jarvis (Thom Mattews) will sichergehen, dass Jason Vorhees nicht wiederkommt. Doch als er seinen Leichnam verbrennen, wird dieser durch einen Blitzschlag wieder zum Leben erweckt. Er versucht Sheriff Garris (David Kagen) zu warnen, doch der hält es anfangs für einen Scherz. Als jedoch die ersten Toten zu beklagen sind, hält er Tommy für wahnsinnig. Während Jason sich durch die Reihen von durch die Wälder streifender Paintball-Spieler mordet, steht nur Garris‘ Tochter Megan (Jennifer Cooke) Tommy zur Seite…

Recht lustiger Slasher-Reigen, der ein wenig in die Reihe bringt. Das erweist sich manchmal als ein wenig albern, zündet aber erstaunlich oft.


Serien

Criminal Minds 13.17 – „Die Capilanos“
Krieg der Welten Episode 4 – „Sie sind da“
American Dad 15.13 – „Familienbande“
American Dad 15.14 – „Mom Sauce“
Futurama 3.08 – „Zoidberg geht nach Hollywood“
Futurama 3.09 – „Bender unter Pinguinen“
FBI 1.03 – „Brandzeichen“
FBI 1.04 – „Kreuzfeuer“


15.11.19

Film

IRON SKY 2 – THE COMING RACE (Timo Vuorensola, 2019) 4/10

20 Jahre sind seit dem Krieg der Mondnazis gegen die Erde vergangen, da eröffnet der alternde Führer Kortzfleisch (Udo Kier) der jungen Obi (Lara Rossi), Tochter des Astronauten Washington und Renate Richter (Julia Dietze), dass er in Wahrheit ein Reptiloid ist. Die Seinigen leben im Innern der verwüsteten Erde, ihre Welt wird von einer niemals versiegenden Energiequelle gespeist, dem heiligen Gral! Also macht sich Obi mit dem Russen Sasha (Vladimir Burlakov) und dem Soldaten Malcom (Kit Dale) auf in die Hohlerde. Doch auch Sektenführer Donald (Tom Green) folgt ihnen heimlich mit seinen Anhängern, um dort nach ihrem Idol Steve Jobs zu suchen…

Es ist wirklich schade, dass Regisseur Vuorensola die teils recht schicken Sets nur dazu nutzt, um furchtbar platte Gags und popkulturelle Referenzen aneinanderzureihen. Und so verkommt der Film zur faden Nummer-Revue, die niemals den Esprit des Vorgängers erreicht.


Serien

American Horror Story 8.01 – „Das Ende“
American Horror Story 8.02 – „Der Morgen danach“
The Man in the High Castle 4.01 – „Hexagramm 64“
Anger Management 2.11 – „Charlie macht wütend“
Anger Management 2.12 – „Charlie trifft Lindsay Lohan“


16.11.19

Filme

FREITAG DER 13. – JASON IM BLUTRAUSCH (John Carl Buechler, 1988) 6,5/10

Tina (Lar Park-Lincoln) versucht am Crystal Lake mit Hilfe von Psychiater Dr. Crews (Terry Kiser) über ein Kindheits-Trauma hinweg zu kommen. Doch die telekinetisch begabte junge Frau erweckt aus Versehen wieder Jason zum Leben, der sich darauf an feiernden Jugendlichen vergreift…

Der flott inszenierte Slasher bietet ein nettes Effekt-Gewitter, gerade zu Ende hin geht es gut zur Sache.

BLADE (Stephen Norrington, 1998) 7,5/10

Halb Mensch, halb Vampir, macht der Daywalker Blade (Wesley Snipes) jagt auf die Blutsauger, die einst seine Mutter töteten. Ihm zur Seite steht dabei der alte Tüftler Whistler (Kris Kristofferson), der auch noch eine Rechnung mit den Wesen der Nacht offen hat. Als er die gebissene Ärztin Karen (N’Bushe Wright) rettet, hat er gleichzeitig ein Lockmittel und Verbündete, um endlich der übermächtigen Vampir-Organisation näher zu kommen. Diese wird geführt von Ober-Vampir Dragonetti (Udo Kier), einem Ältesten, als Vampir geborenen. Doch der aufstrebende Deacon Frost (Stephen Dorff) strebt an die Spitze, und mit Blade hat der Emporkömmling noch eigene Pläne…

Flotte Splatter-Action, die ein wenig unter den doofen Script von David Goyer krankt, dass es für nötig hielt, alles, was man eh schon weiß, in den Dialogen rekapitulieren zu müssen. Auch die CGI-Bluteffekte trüben so manches Mal den positiven Eindruck. Dafür bietet der Film coolen Vampir-Zerfall, blutige Action und einen lustigen Running Gag, in dem Donal Logue als unzerstörbarer Vampir immer wieder leiden darf. Immer noch mein Liebling der Reihe, gerade weil die zwei Stunden Laufzeit auch wie im Flug vergehen.

FREITAG DER 13. – TODESFALLE MANHATTAN (Rob Hedden, 1989) 4/10

Der Anker eines Bootes auf dem Crystal Lake durchtrennt ein Starkstromkabel, das Jason (mal wieder) zum Leben erweckt. Der kapert darauf die Schaluppe und fährt zum nächsten Steg. Dort startet am folgenden Tag eine Klassenfahrt gen New York. An Bord steigt das erwartbare Gemetzel. Die Schülerin Rennie (Jensen Daggett), ihr fieser Onkel Charles (Peter Mark Richman) und einige Klassenkameraden können sich nach Manhattan retten, wo die Jagd weitergeht…

Immer noch mein Hass-Objekt unter den Friday-Filmen. Der ist nicht nur doof, sondern scheint einfach niemals zu enden. Wenn sich die letzten Überlebenden vom Boot retten und gerne endlich das Finale kommen dürfte, um das Elend zu beenden, läuft der trotzdem noch gefühlte zwei Stunden. Ich finde es ja gut, dass man durch den Ortswechsel etwas Abwechslung in die Chose bringen wollte, auch die neon ausgeleuchteten Hinterhöfe Vancouvers als Double für Manhattan sind gar nicht so schlecht gelungen, aber durch die vorhergehende erste Hälfte scheint mir der Bruch immer zu groß. Ich kann mich einfach nicht mehr dran erfreuen und sitze von da an den Film einfach nur durch. Schade drum.


Serien

The Man in the High Castle 4.02 – „Der Anschlag“
The Man in the High Castle 4.03 – „Die Kiste“
The Man in the High Castle 4.04 – „Nach Hause in die Fremde“
Dog City 1.01 – „Der Fall der verschwundenen Quietschtiere“
Rick & Morty 3.01 – „Raus aus meinem Kopf!“


Hörspiele

H.G. Francis 1 – „Frankensteins Sohn im Monsterlabor“
H.G. Francis 2 – „Dracula und Frankenstein, die Blutfürsten“


17.11.19

Filme

JASON GOES TO HELL (Adam Marcus, 1993) 5/10

Nachdem eine Spezialeinheit der Polizei Jason Vorhees in Stücke geschossen und gesprengt hat, kommen seine Überreste in die Pathologie. Dort nimmt sein Geist Besitz vom Gerichtsmediziner, der anschließend ein amtliches Blutbad anrichtet. Von nun an macht sich der körperlose Jason in verschiedenen Wirt auf die Suche nach seiner letzten Verwandten, seiner Nichte Jessica (Kari Keegan), um sie zu töten. Denn anders herum ist sie die einzige, die ihn töten kann…

Hübsch schmodderig. Allerdings kann ich der ganzen Plotte um einen übernatürlichen Parasiten nicht viel abgewinnen, zumal der Film aus der Thematik nicht allzu viel herauszukitzeln vermag. Am Ende bleibt ein zumindest nicht langweiliges Tohuwabohu, das kaum bleibenden Eindruck hinterlässt. Mal abgesehen vom Schluss-Gag mit Freddys Krallenhand.

A CURE FOR WELLNESS (Gore Verbinsky, 2016) 5,5/10

Der ehrgeizige, junge Mr. Lockhart (Dane DeHaan) wird von seiner Firma in die Schweiz geschickt, um CEO Pembroke zurückzuholen. Dieser hat dort vor einigen Wochen in einem Kurbad eingecheckt und jüngst verkündet, nicht mehr heimkommen zu wollen, soll aber als Opferlamm für Probleme der Firma während einer wichtigen Fusion herhalten. Vor Ort lässt man ihn nicht zu Pembroke und schickt ihn fort. Auf dem Rückweg hat Lockhart einen Autounfall und wacht mit einem Gipsbein wieder im Sanatorium auf, wo ihn Direktor Volmer (Jason Isaacs) begrüßt. Nach einem Gespräch mit Pembroke taucht dieser nicht mehr auf und in ihm keimt der Verdacht, dass man auch ihn nicht wieder abreisen lassen will. Er macht die Bekanntschaft mit der jungen Patientin Hannah (Mia Goth), und mit ihr versucht er, hinter das Geheimnis dieses unheimlichen Ortes zu kommen, der keinen Gast wieder loszulassen scheint…

Ich könnte den Film jetzt einfach als prätentiöse Scheiße abtun. Das wäre aber zu einfach. Denn vielleicht wollte Gore Verbinsky ja den Zuschauer bewusst gleich zu Anfang von der Anspannung befreien, hinter das Geheimnis des Ortes zu kommen und dann aus der Auflösung auf eine etwaige Message zu schließen. Denn dann könnte man die meditative Ruhe der voranschleichenden Handlung nutzen, um über sein eigenes Leben zu sinnieren. Aber das könnte ich woanders besser, z.B. auf einem Spaziergang an der Küste oder im Wald. Oder einfach, wenn ich nachts im Bett liege und mal wieder nicht schlafen kann. Dafür brauche ich keinen Film, der mir schon mit dem Vorspann seine Botschaft in die Augen drückt. Der unumwunden alles direkt anteasert, was ein normaler Film dieser Länge nutzen würde, um das Interesse hochzuhalten und Spannung zu erzeugen. Aber das alles will A CURE FOR THE WELLNESS scheinbar nicht. Und so ist der Großteil der zweieinhalb Stunden genauso öde wie der in blassem Gelb und Mintgrün gehaltene Look (dem Verbinsky ein paar zugegebenermaßen schöne Bilder entlockt). Und das dem Vernehmen nach gescholtene Finale muss ich hingegen in Schutz nehmen. Wenn es schon kein Aha-Erlebnis gibt, keine schockierende Enthüllung, dann müssen halt Masken fallen und Feuer entfacht werden. Dann wird das Tempo angezogen, sprich das Fass aufgemacht, um den vielleicht entschlummerten Zuschauer, ganz im Reinen mit sich, wieder aufzuwecken. Davon ab halten die letzten 15 Minuten auch einige der schönsten Visuals des Films parat.
Nein, ich mag den Film nicht. Ich mag keine Geschichten, die sich als spannungslose Geduldsprobe ohne Belohnung entpuppen, auch wenn das Finale für mich tatsächlich den Höhepunkt des Films darstellt. Vor allem ärgert es mich, dass hier die Grundlage für einen schönen, altmodischen Gothic-Horrorfilm einem Langeweiler geopfert wird, der antiklimatisch jedes Mystery im Keim erstickt.


Serie

The Man in the High Castle 4.05 – „Mauvaise Foi“
The Man in the High Castle 4.06 – „Gefangen zwischen den Welten“
The Man in the High Castle 4.07 – „Boom, Boom, Boom, Boom“
The Man in the High Castle 4.08 – „Nichts ist für die Ewigkeit“
The Man in the High Castle 4.09 – „Wem die Uhr schlägt“
The Man in the High Castle 4.10 – „Das Feuer der Götter“


Dear Diary – Das Filmtagebuch

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