Dear Diary… on the watch – Kalenderwoche 44

Vor Halloween habe ich noch die zweite Staffel CHILLING ADVENTURES OF SABRINA beendet, hat mir wieder sehr gut gefallen. Ich freue mich schon auf die dritte im nächsten Monat. An Halloween selbst gab es wieder einen Horrorfilm-Marathon, der dieses Mal allerdings nur fünf Filme umfasste. Am Wochenende ging es dann mit AMERICAN HORROR STORY: CULT weiter im Text.

KW44 (22 Filme, 10 Serienepisoden, 3 Hörspiele)

28.10.19

Filme

Badmovies-Watchparty:
NATALIE III – BABYSTRICH ONLINE (Dagmar Damek, 1998) 3/10

Wie zu erwarten war, konnte sich die Reihe auch im dritten Teil nicht steigern. Dramaturgie und Schauspieler auf dem Niveau einer Daily Soap. Einzig Hans Peter Hallwachs war als „böser Lehrer“ wieder einmal überzeugend, aber seine Rolle so klein, dass er den Quatsch auch nicht aufwerten konnte. Außer zum Fremdschämen und ein wenig 90s-Nostalgia ist das Ding nicht zu gebrauchen.

UND WIEDER IST FREITAG DER 13. (Steve Miner, 1982) 5/10

Der war wirklich hartes Brot ist. Der eine Typ ist 26, sieht aber aus und klingt wie Mitte 40, dazu gibt es die harmlosestens Rocker der Slasher-Geschichte und kackdumme wie unsympathische Nulpen von Protagonisten, die man lieber früher als später tot sehen möchte. Es gibt alle paar Nase lang ein paar komische Einstellungen, an denen man die Ausrichtung auf 3D unschwer erkennen kann. Die Kills sind eigentlich gut über die Laufzeit verteilt, geschehen aber so beiläufig, dass sie kaum Impact haben. Das flotte Finale rettet den Film noch knapp ins Mittelmaß.


Serien

Chilling Adventures of Sabrina Chapter 19 – „Die Alraune“
Chilling Adventures of Sabrina Chapter 20 – „Der Mephisto-Walzer“
American Dad 11.08 – „Besuch von Gwen“
Die Simpsons 30.01 – „Bart ist nicht tot“
Die Simpsons 30.02 – „Heartbreak Hotel“


Hörspiel

Die drei Fragezeichen (117)… und der finstere Rivale


29.10.19

Filme

GESCHICHTEN AUS DER SCHATTENWELT (John Harrison, 1990) 7/10

Ich hatte tatsächlich vergessen, dass der ziemlich gut ist. Die Geschichten haben alle genau die richtige Länge, man hat nicht das Gefühl, das irgendwo gehetzt würde, und langweilig wurde es auch nicht. Der Cast ist durch die Bank gut aufgelegt, und es gibt eine gute Portion schöner handgemachter Effekte zu sehen. Damit kann man kurzweilige anderthalb Stunden verbringen.

DEAD PIT (Brett Leonard, 1989) 7,5/10

Der wahnsinnige Dr. Ramzi (Danny Gochnauer) nutzt seine Stellung in der Nervenheilanstalt für seine Experimente, die Insassen dienen dem Gehirnchirurg dabei als Versuchsobjekte. Doch er wird von einem Kollegen Dr. Swan (Jeremy Slate, DER RASENMÄHER-MANN) gestellt, erschossen und mitsamt seinem Sammelsurium an Leichen und Leichenteilen in einem verlassen Trakt eingemauert. Als man 20 Jahre später die Amnesie-Patientin Jane Doe (Cheryl Lawson, THE VINEYARD) dort einliefert, wird dies von einem Erdbeben begleitet. Fortan sieht sie immer wieder den untoten Doktor und leidet unter Erinnerungen an eine Operation am Kopf, was ihr niemand glaubt, auch nicht Dr. Swan, der jetzt Chefarzt ist. Einzig Mitpatient Christian (Stephen Gregory Foster) weiß um die alten Geschichten. Tatsächlich warten Ramzi und seine Opfer nur darauf, als Zombies über ihre Umwelt herzufallen…

Die Story ist aus dem Klischee-Baukasten, doch das Drehbuch hält sich nicht lange damit auf, Charaktere und Situation aufzubauen. Dazu ist Leonard auch noch ein versierter Regisseur, der die ganze Sache flott vorantreibt: blutige Visionen, Rennen gegen die Windmühlen der Psychiatrie. Und schon nach einer Stunde startet der Film mit der Zombie-Action in das Schluss-Drittel. Da kommt keine Langeweile auf, zumal die Crew bei den Makeup-F/X auch ordentlich auf die Kacke hauen durfte.


Serien

American Dad 15.08 – „Der lange Marsch“
American Dad 15.09 – „Die Fluchaufsicht und die Kantinenfrau“


Hörspiel

Die drei Fragezeichen (118)… und das düstere Vermächtnis


30.10.19

Filme

DEAD HEAT (Mark Goldblatt, 1988) 7/10

Die Detectives Treat Williams und Joe Piscopo kommen den Machenschaften des Wissenschaftlers Vincent Price auf die Spur. Der hat einen Apparat erfunden, der Leute wieder ins Leben zurückholt. Damit will er irgendwann unsterblich werden. Als Williams getötet wird, lässt ihn Piscopo die Prozedur angedeihen. Doch die Sache hat noch einen Haken: das ganze Verfahren ist noch unausgegoren und der Zerfall setzt bald ein.

Wie die Sprücheklopfer Williams, der immer weiter verfault, und Piscopo sich hier durch den Streifen frotzeln, ist allein schon Gold(blatt) wert. Doch einen drauf setzen die zahlreichen Creature-F/X, denn hier wird alles wiederbelebt, was u.a. der Kühlraum einer chinesischen Fleischerei hergibt. Die sich daraus ergebende Untoten-Action ist der Heuler schlechthin. Zwischenzeitlich geht dem Film zwar auch mal die Luft aus, aber insgesamt ist der so durchgeknallt und einzigartig, dass man ihn gesehen haben muss.

THE VINEYARD (James Wong, 1989) 4/10

Dr. Po (James Hong, BIG TROUBLE IN LITTLE CHINA) schließt einen Pakt mit einem Dämon, um ewiges Leben zu erlange. Um seinen Gönner aus der Hölle zufrieden zu stellen, lotst Po einige Gäste auf seine Insel. Alle glauben, dort Beziehungen zu knüpfen, die sie persönlich weiterbringen. Doch sie sollen das Blutopfer sein, welches der Dämon für seine Dienste einfordert…

James Hong, sonst geschlagen mit den immer selben Rollen als asiatischer Stereotyp, hat sich die Rolle des bösen Dr. Po selbst auf den Leib geschrieben und ist sichtlich mit Spaß bei der Sache. Leider ist die Plotte drum herum reichlich dünn, dazu noch unbeholfen inszeniert. Allzu oft wird das Tempo verschleppt, weil Szenen zu lange dauern oder schlicht überflüssig sind. Auch ansonsten leisten hier von Cast, über die Makeup-Artists bis zu den Effektkünstlern leider alle eher Arbeit vom unteren Rand des Durchschnitts. Der Song im Abspann steht sinnbildlich für die vorangegangenen knapp 85 Minuten: typischer 80s-Schmonzens, mit allem, was dazu gehört, dabei aber billig produziert, ohne eigene Identität oder interessante Ideen, und deswegen gleich vergessen, wenn die letzte Note verstummt ist.

KABINETT DES SCHRECKENS (Tobe Hooper, 1980) 7,5/10

Die vier Teenager Amy (Elizabeth Berridge, AMADEUS), Buzz (Cooper Huckabee, URBAN COWBOY), Richie (Miles Chapin) und Liz (Largo Woodruff) verbringen einen lustigen Abend auf dem Rummel. Sie beschließen, die Nacht heimlich in der Geisterbahn The Funhouse zu verbringen. Doch dort werden sie Zeugen des Mordes an der Wahrsagerin Madame Zena (Sylvia Miles). Der Täter ist ein merkwürdiger Typ mit einer Frankensteinmaske, der sie fortan durch die Bahn jagt…

Hoopers Slasher begnügt sich mit einem Minimum an Story, woraus der gute Mann (fast) das Maximum zieht. Er nutzt einen großen Teil der Laufzeit aus, um dem Zuschauer ein Gefühl für den Rummel zu geben. Wir sehen die Attraktionen, die Schausteller, und wir beobachten die vier Teenager, wie sie allerlei Schabernack treiben. Das ist alles laut und bunt, grell. Das ändert sich, als sie nach Feierabend im Funhouse absteigen wollen. Denn wenn die ganzen Lichter aus sind, ist hier alles voller dunkler Ecke, schmaler Gänge. Zum Ende hin schaltet Hooper dann das Licht wieder nach und nach ein, wodurch sich ein weiterer Gegenentwurf zum regen Jahrmarktstreiben ergibt, denn es ist unübersichtlich, es blendet, lenkt ab. In Betrieb war überall Leben, und der Tod (in Form eines in Formaldehyd eingelegten Foetus, war die geschmacklose Attraktion. Jetzt stehen die Teens im Mittelpunkt, werden von einem entstellten Killer, der lebendig gewordenen Attraktion gejagt. Ab dem ersten Kill dreht der Film optisch auch immer weiter auf. Beim zweiten Kill spielt Hooper auch endlich mit der großgewachsenen, deformierten Gestalt des Killers. Auffällig ist auch, dass man uns den Blick auf den Todeskampf der Opfer erspart, um hier inmitten des überbordend bunten und mit allen möglichen Figuren ausgestatteten Kabinett ein wenig unsere Fantasie am Laufen zu halten, was letztlich ein geschickter Zug ist. Allerdings wirkt das Finale etwas bemüht. Und was mich persönlich eher stört, ist die donnernde Orchestermusik, die das ein ums andere Mal glatt mal die schön aufgebaute Atmosphäre zerballert.
Schön auch die Narretei zum Beginn, wenn sich Hooper gleichzeitig vor Carpenter verneigt. Wir sehen eine nackte junge Frau unter der Dusche und eine vermeintliche Gefahr, die sich nähert. Doch es ist nur schlechter Scherz, die junge Frau ist unsere Heldin, die hier blank zieht und normalerweise sterben müsste. Aber hier ist es mal anders herum, wir sehen das keusche Final Girl als erste und einzige junge Frau nackt in diesem Film; das aber auch ganz unschuldig beim Duschen und nicht bei sexuellen Aktivitäten. Ein feiner Film mit dichter Atmosphäre, dessen Panoptikum zwar nicht ganz so überzeugend daher kommt, wie bei Hoopers TCM und EATEN ALIVE, aber wegen der tollen Optik und einiger wunderbar inszenierter Szenen bestens unterhält.


31.10.19

Filme

GIMME DANGER (Jim Jarmusch, 2016) 7/10

Launige Doku über The Stooges. Interessante Anekdoten und gute Musik.

Halloween 2019
DEMONS (Lamberto Bava, 1985) 7/10

Italienischer Splatter-Klassiker. Fantastische Make-up F/X.

EBOLA SYNDROM (Herman Yau, 1996) 8/10

Geschmackvolle Geschmacklosigkeiten. Anthony Wong ist mal wieder brilliant, der Film selbst ekelig wie nur geht und funny as hell.

LESSON OF THE EVIL (Takashi Miike, 2011) 8/10

Schul-Massaker ala Miike. Denn der Haifisch, der hat Zähne, gell?

ZOMBIE 2 – DAS LETZTE KAPITEL (George A. Romero, 1985) 9,5/10

Wenn man mal zu gute Laune hat, auch ein netter Kandidat. Das Ende der Welt mit Menschen in ’nem Bunker, die allmählich aufeinander losgehen, bzw. sich schon lange selbst zerfleischt hätten, wären sie nicht aufeinander angewiesen. Das Gekröse am Ende ist legendär.

THE BEAST OF YUCCA FLATS (Coleman Francis, 1961) 4/10

Ein Film, dessen Tonspur abhanden ging und dann per Voice-over begleitet wird. Seltsam. Und langweilig. Aber sehr seltsam.


Serie

Die Simpsons 3.07 – „Albträume“


01.11.19

Filme

FRIDAY THE 13th: THE FINAL CHAPTER (Joseph Zito, 1984) 7/10

Der totgeglaubte Jason erhebt sich aus der Leichenhalle, killt Leichenbeschauer und Krankenschwester, um sich danach wieder auf den Weg nach Crystal Lake zu machen. Dort beziehen gerade sechs Teenager (u.a. Crispin Glover) das Haus neben der alleinerziehenden Trish und Sohn Tommy (Corey Feldman). Schon bald macht sich Jason daran, die Nachbarschaft zu entvölkern und der kleine Tommy muss sich ihm stellen…

Nach dem lahmen dritten Teil kann das letzte Kapitel mit einer ordentlich Portion Nudity und einigen hammerharten Kills punkten. Originalitätspreise wollte Regisseur Joseph Zito sicherlich nicht gewinnen und kurbelte hier einen mehr als soliden, spannenden Slasher herunter, der zu den besten der Reihe gezählt werden darf.

FEUERKÄFER (Jeanno Szwark, 1975) 6/10

Nach einem Erdbeben wirde eine kalifornische Kleinstadt von unbekannten Käfern heimgesucht, die sich als äußerst widerstandsfähig und wehrhaft erweisen. Denn die kleinen Biester können Feuer entfachen. Das erweckt den Forscherdrang des Wissenschaftlers Parmiter (Bradford Dillman, DER ZWANG ZUM BÖSEN), dessen Experimente die kleinen Burschen nur noch gefährlicher machen…

Nach krachendem Beginn entwickelt sich der Film zusehends zu einem Kammerspiel, in dem immer mehr Parmiter und die Viecher in den Vordergrund rücken, der immer mehr von dem Gedanken beseelt ist, dieser scheinbar dem Untergang geweihten Tierart, ungeachtet der Gefahr, die von ihr ausgeht, zum Fortbestehen zu verhelfen. Das Ganze kumuliert dann schlussendlich in einem feurigen Finale.
Ach ja, wie fand ich den jetzt? Es war nicht der Burner, aber ein durchaus interessantes Psycho-Spiel, was nicht von ungefähr an den natürlich weit besseren PHASE IV von Saul Bass erinnerte.

RUNNING ON KARMA (Johnnie To/Wai Kar-Fai, 2003) 8,5/10

Den hatte ich ja schon auf dieser Seite besprochen.


Hörspiel

Die drei Fragzeichen (119)… und der geheime Schlüssel


02.11.19

Filme

OSS 117 – DER SPION, DER SICH LIEBT (Michel Hazanavicius, 2006) 7,5/10

Ich kenne ja auch einige der originalen 0SS 117-Filme aus den 50er- und 60er-Jahren und hatte etwas Angst, dass dies eine bloße niveaulose Verarsche des französichen Gegenparts zu 007 werden könnte. Doch weit gefehlt, denn irgendwo zwischen liebevoller Hommage und mal mehr, mal weniger lustiger Gag-Parade erweist sich die französische Agenten-Komödie als eine sehr launige Angelegenheit. Vor allem optisch kann der mit aufwendigen Sets ausgestattete Film punkten. Jean Dujardin agiert zumeist grandios als arroganter Spion, der durch seine Ignoranz kaum ein Fettnäpfchen auslässt. Auch Kalkofes Synchronisation ist stets angemessen, selten schlägt er mal über die Stränge und gibt sich doofen Kalauern hin. Der Film steht in der Tradition der altmodischen Komödien mit Peter Sellers oder Louis de Funes, kommt aber trotz vieler Slapstick-Einlagen mit weit weniger nervigen Klamauk aus wie bspw. Rowan Atkinson Auftritte als JOHNNY ENGLISH. Wir haben viel und laut gelacht, ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

FREITAG DER 13. – EIN NEUER ANFANG (Danny Steinmann, 1985) 4/10

Der Jason-Überlebende Tommy (John Shepherd) leidet auch Jahre später noch an einem Trauma. Er kommt in New Jersey in einer Therapiegruppe für Heranwachsende unter. Doch auch hier sucht ihn der Tod heim…

Tatsächlich eine eher unerquickliche Gemetzel-Abfolge. Entwickelt für anspruchslose Teens und Twens von 15 bis 25 verzichtet man in diesem Teil mal wieder auf sympathische Protagonisten genauso wie auf eine sinnvolle Dramaturgie. Man versammelte schlicht einen ganzen Haufen schwer erziehbarer bis gestörter Jugendlicher, die sich auf dem Land austoben, warf auch noch eine Hinterwäldler-Familie dazu, und voilá, schon haben wir einen großen Pool unbedeutenden Schlachtviehs. Wer hier eine mitreißende Narrative oder auch nur lustige Dialoge erwartet, verlangt schon zu viel vom fünften Teil der Reihe. Zudem dürfte der Film auch den durchschnittlichen Gorehound enttäuschen, denn die meisten Kills werden nur angedeutet. Außerdem ging mir die einigermaßen hysterische Untermalung durch die übliche Orchestermusik mit ihrer großen Abteilung an Streichern zwischenzeitlich schwer auf den Senkel. Und das Ende ist mal so richtig scheiße.

COLD SKIN – INSEL DER KREATUREN (Xavier Gens, 2017) 5/10

Friend (David Oakes, TRUTH OR DARE) wird auf einer Insel abgesetzt, um dort den Wetterbeobachter abzulösen. Doch seiner Vorgänger ist tot, im Turm lebt nur der alte Leuchtturmwärter Gruner (Ray Stevenson, PUNISHER: WARZONE). In der ersten Nacht schon muss er feststellen, dass auf dieser Insel blutrünstige Kreaturen leben, die ihnen nachts nach dem Leben trachten. Und Gruner hält noch eine weitere Überraschung parat, denn er hat eine der intelligenten Kreaturen, Aneris (Aura Garrido, THE BODY), domestiziert…

Schöne Bilder karger Landschaft, zurückhaltend unterlegt mit einem gediegenen Score. Auch mit dem Design der Kreaturen zeigt sich hier Stilsicherheit und gutes Handwerk. Inhaltlich bleibt der Film in seiner Konfrontation zweier Kulturen, in der sich die menschlichen Eindringlinge als stoisch ignorant erweisen, viel zu dünn für die Länge des Films, die Dramaturgie viel zu vorhersehbar, um Spannung zu erzeugen. Wieder ein Film, der von der Substanz her vielleicht einen Kurzfilm oder eine TV-Episode gerade hätte ausfüllen können, aber auf Spielfilmlänge aufgeblasen irgendwann den erzählerischen Offenbarungseid leisten muss. Kann man mal sehen, kann man aber auch lassen.

SHERLOCK HOLMES – DER SEIDENSTRUMPFMÖRDER (Simon Cellan Jones, 2004) 7/10

Eigentlich befindet sich Holmes (Rupert Everett, DELLAMORTE DELLAMORE) schon im Ruhestand und macht es sich bevorzugt mit Opium gemütlich. Doch dann wird Watson (Ian Hart, THE TERROR) von der Polizei zu einem Mädchenmord hinzugezogen. Das Opfer entpuppt sich als Tochter aus adeligem Hause. Er kann den widerwilligen Holmes dazu bewegen, den Fall anzunehmen. Doch der Mörder ist nicht untätig, und schon bald wird ein weiteres Mädchen vermisst…

Stilvoller Holmes-Krimi. Ruper Everett macht sich nicht schlecht, er passt auch gut mit Ian Hart als Watson zusammen. Nicht spektakulär, aber durchweg spannend.


03.11.19

Filme

EIN ACHTBARER MANN (Michele Lupo, 1972)

Netter Film, der tatsächlich die Grätsche zwischen flottem Heist-Film und ernstzunehmenden Krimi-Drama schafft, was auch an den guten Darstellern liegt. Allerdings nimmt sich Kirk Douglas (SPARTACUS) lange Zeit zurück und überlässt das Feld weitestgehend der hinreißenden Florinda Bolkan (SPUREN AUF DEM MOND). Guiliano Gemma (HAIE KENNEN KEIN ERBARMEN) kann in den Action-Szenen überzeugen, kommt ansonsten leider etwas kurz. Die deutsche DVD ist um 16 Minuten an Handlung geschnitten, vielleicht liegt das auch daran. Und so rauscht der Film dann förmlich durch seine verbliebenen gut anderthalb Stunden. Apropos deutsche DVD: Bild und Ton sind auf dem Niveau einer abgeranzten VHS, schön ist das nicht.

AMOK – HE WAS A QUIET MAN (Frank A. Capello, 2007)

Christian Slater (KUFFS – EIN KERL ZUM SCHIESSEN) darf als psychotischer Loser Bob, der am Amoklauf alleine durch die Tatsache gehindert wird, dass ein Kollege ihm zuvorkommt, mal wieder richtig schauspielern. Er erschießt dabei den Konkurrenten, rettet die schöne Kollegin (die allerdings im Rollstuhl landet) und den widerwärtigen Vorgesetzten (der widerwärtig bleibt, nur nicht mehr zu ihm) und wird so zum Helden wider Willen. Es folgen Ruhm, Ehre und beruflicher Aufstieg. Doch Halt findet er nur in der Beziehung zur nun lebensmüden, weil querschnittsgelähmten Vanessa (Elisha Cuthbert, HOUSE OF WAX).

Eine rabenschwarze Dramödie, die satirisch beleuchtet, dass Ruhm vergänglich ist und Depressionen und Selbstzweifel nicht einfach über Nacht verschwinden, auch wenn psychotische Schübe mit Wahnvorstellungen (Bob bespricht seine Amok-Absichten mit seinen Haustieren) ausbleiben. Nicht alle Menschen ändern sich nach dem Durchleben schockierender Erlebnisse, und auch der Hass auf diese Menschen verschwindet nicht vollends. Der Film spielt hier gut seine Karten aus, bietet neben dem guten Slater und durchaus akzeptablen Cuthbert auch einen, wie immer, gut aufgelegten William H. Macy. Allerdings wirkt das letzte Drittel, wenn sich Bobs Kurve wieder gen Süden neigt, teils etwas überhetzt.


Serie

American Horror Story: Cult 01 – „Wahlabend“
American Horror Story: Cult 02 – „Hab keine Angst vor der Dunkelheit“


Dear Diary – Das Filmtagebuch

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