Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 33 / 2019

In dieser Woche hatte ich die Abschlussarbeit in Adobe Indesign und war dazu auch gesundheitlich nicht ganz auf der Höhe. Ich hab ein wenig meine Miike-Retrospektive fortgesetzt (zu ihm muss ich jetzt endlich auch mal was auf Papier bringen), so einige CSI-Folgen der vorletzten Staffel geglotzt. Ach ja, die Doppelfolge „Identität“ von THE ORVILLE fand ich persönlich ziemlich scheiße, da die Handlungen der Kaylon zum größten Teil überhaupt keinen Sinn ergaben.


KW33 (13 Filme, 32 Serienfolgen, 2 Hörspielfolgen)


12.08.19

Film

TO DIE FOR (Gus Van Sant, 1995) 7/10

Suzanne (Nicole Kidman), ihres Zeichens Wetterfee bei einem Provinzsender, träumt seit Kindheitstagen davon, irgendwann einmal eine richtige Moderatorin zu werden. Dabei lässt sich das ehrgeizige Blondchen nicht von Kleinigkeiten wie fehlendem Talent oder dem Kinderwunsch ihres Mannes Larry (Matt Dillon) abhalten. Also schnappt sie sich eine Videokamera, um in einer Dokumentation mit einigen Gen-X-Teens (u.a. Joaquin Phoenix & Casey Affleck) der Realität des verschlafenen Nests Little Hope ein wenig auf die Sprünge zu helfen. Und ihr ist wirklich jedes Mittel recht, Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen…

Die Mini-Rolle von David Cronenberg am Ende kam unerwartet (und er war toll, wie immer). Insgesamt hat er mir gut gefallen, galliger Humor geht bei mir immer. Nicole Kidman war damals echt ein heißer Feger und gibt die naive und unbegabte Karrierefrau mit viel Schmackes. Auch Joaquin Phoenix überzeugt als geistig beschränkter Schwanzdenker. Sowieso war der Film nicht gerade von Hochschulanwärtern bevölkert, das kam manches Mal schon etwas penetrant rüber (hat aber trotzdem Spaß gemacht). Ein, zwei kleine Längen gibt es zu verzeichnen, wenn sich Suzanne anfangs in ihre Monologe verzettelt, und auch später, wenn sie mit den Teens abhängt, zieht es sich etwas. Aber davon ab ein sehr lustiger Film.


Serien

Longmire 6.01 – Henrys Geister
The Orville 2.15 – Identität, Part 2
Futurama 5.11 – „Dreihundert dicke Dinger“
CSI – Den Tätern auf der Spur 14.16 – „Mörderische Züge“
Robot Chicken 2 Episoden


Hörspiele

Die drei Fragezeichen (69) Späte Rache
Die drei Fragezeichen (70) Schüsse aus dem Dunkeln


13.08.19

Serien

Longmire 6.02 – Goldfieber
American Dad 11.11 – „Die Morgensendung“
American Dad 11.12 – „Die Affäre“
Futurama 5.13 – „Coilette & Calculon – Eine Liebesgeschichte“
Futurama 5.14 – „Absolut fabelhaft“
CSI – Den Tätern auf der Spur 14.17 – „Tangerine träumt“
CSI – Den Tätern auf der Spur 14.18 – „Tatort mit bösartiger Biografie“
Robot Chicken 2 Episoden


14.08.19

Film

MUTANT CITY (Peter Mak Tai-Kit, 1992) 6/10

Tsui Hark produzierte diese von Peter Mak inszenierte Live-Action-Manga-Verfilmung um rebellische Mutanten, die die Macht im Hongkong der Zukunft die Macht an sich reißen wollen, um sich vom Joch der arroganten Menschen zu befreien. Sehr fantasievoll bebildert, ist der Film inhaltlich etwas sehr dünn und in den Sets, Kostümen und Effekten schlecht gealtert. Macht aber trotzdem Spaß.


Serien

American Dad 11.13 – „Ein Star wird wiedergeboren“
American Dad 11.14 – „Die Reise nach New York“
Robot Chicken 1 Episode
CSI – Den Tätern auf der Spur 14.19 – „Zu jung für das Leben?“
CSI – Den Tätern auf der Spur 14.20 – „Virtuelles Verschlingen“
CSI – Den Tätern auf der Spur 14.21 – „Wer ist Special Agent Avery Ryan?“
CSI – Den Tätern auf der Spur 14.22 – „Löwenopfer“


15.08.19

Film

AMBITION WITHOUT HONOR (Takashi Miike, 1996) 6/10

Der 17-jährige Tetsuya nimmt sieben Jahre Haft in Kauf, weil er glaubt, dass ihm der Anschlag auf den Boss der Tanazawa-Gruppe hohes Ansehen bei den Shiromatsu einbringt. Doch als er wieder freikommt, wartet tatsächlich nur seine Freundin Kayo vor dem Gefängnis auf ihn. Bei den Yakuza ist er nicht willkommen, da gerade Frieden herrscht. Als man bei den Tamazawas mitbekommt, dass Tetsuya wieder in Freiheit ist und wieder versucht, bei den Shiromatsu unterzukommen, wenden sich die Dinge für ihn eher zum Schlechteren…

Takashi Miike überrascht mich mit seinem Frühwerk immer wieder. Es ist kaum zu glauben, dass der Mann nach nur fünf Jahren als Regisseur schon eine eigene Handschrift (und vor allem Bildsprache) entwickeln konnte, die sich durch fast alle seine Filme ziehen sollte. Und dazu war er noch in der Lage, den zumeist schnell und billig heruntergekurbelten Video-Produktionen eine derart sorgfältige Inszenierung angedeihen zu lassen. AMBITION… ist nun kein großer Wurf, aber ein solides Heroic-Bloodshed-Drama, das sein Hauptaugenmerk eher auf Drama denn kunstvoll inszeniertem Blutvergießen legt. Miikes Protagonisten sind stets tragische Gestalten, Außenseiter und Verstoßene. Tetsuya ist dazu noch ein ausgesprochener Idiot, so dass eigentlich von Anfang an klar ist, dass es nur in einer Katastrophe münden kann. Doch der Weg dahin ist wieder geebnet mit vielen Rückschlägen, aber auch manchem Lichtblick, der durch die durchstandenen Mühem immer sehr hell erscheint; um dann gleich wieder im Schatten zu verschwinden.

ANDROMEDIA (Takashi Miike, 1998) 3,5/10

Als die Schülerin Mai bei einem Unfall stirbt, transferriert ihr Vater, der Wissenschaftler Hitomi, ihr Bewusstsein in einen Computer. Doch ein ausländisches Konkurrenzunternehmen ist jetzt hinter der KI her und stattet Hitomi einen Besuch ab, den er nicht überlebt. Doch er kann die KI Mai vor seinem Tod noch auf den Laptop ihres Freundes Yu transferrieren. Jetzt sind Mais Freunde am Zug, ihre Freundin vor den Schergen des ausländischen Konzerns zu beschützen…

Schrecklich, ganz schrecklich. Aber gut, der war halt nur ein Vehikel für je eine Girl- und eine Boyband, die man hier vor die Kamera gezerrt hat, um mit ihrer kurzzeitigen Popularität schnell mal Kasse zu machen. Insgesamt auf dem Niveau des durchschnittlichen Filmchens für den Disney Channel.

DOG DAY – EIN MANN RENNT UM SEIN LEBEN (Yves Boisset, 1984) 6/10

Ein Banküberfall endet in einem Blutbad. NIcht ganz unschuldig daran ist der amerikanische Gangster Cobb (Lee Marvin), der seine Komplizen wie auch die Polizei aufs Kreuz legte. Nun flieht er mit der Beute aufs Land und sucht, gejagt von Polizei und gefährlichen Gangstern, in einem abgelegenen Gehöft Unterschlupf. Doch hier haust eine selten verkommene Mischpoke, von denen sich bald jeder etwas von dem Eindringling, sei es nun Geld oder Manneskraft, erhofft. In seiner Not geht Cobb ein Arrangement mit Jessica (Miou-Miou) ein, die so hofft, ihrem Leben hier zu entfliehen…

Mir ist der ein wenig zu hysterisch, er will gleich mehrere Genres bedienen, ist aber weder ein packender Thriller, noch eine bissige Komödie (auch wenn die Gesellschaftssatire zeitweise gut greift). Und Marvin sieht tatsächlich nicht wirklich gesund aus, der Arme. Von den Boisset-Filmen, die ich bisher kenne, einer der schwächeren, findet nie wirklich seinen Rhythmus. Ein ganz schönes Kuddelmuddel…


Serien

American Dad 11.16 – „Heiliger Strohsack, Jeff ist wieder da!“
Robot Chicken 1 Episode


16.08.19

Filme

YOUNG THUGS: INNOCENT BLOOD (Takashi Miike, 1997) 7,5/10

Der Film folgt den ersten Schritten der vier Freunde Riichi, Ryoko, Yuji und Kotetsu in ihrem Leben nach der High School. Gerade der aufbrausende Riichi mag sich nicht damit abfinden, dass die unbeschwerte Zeit ihrer Jugend, die sich immer noch in seiner andauernden Auseinandersetzung mit seiner Nemesis Sada wiederspiegelt, vorbei sein soll. Als er auf das Amüsiermädchen Naomi trifft, die schon als junges Mädchen in ihn verschossen war, ist seine Beziehung mit Ryoko schnell beendet. Naomi schafft es ihn zu zähmen, doch wird dadurch auch das Band zu seinen Freunden brüchig…

Miike gehen hier zwar am Anfang ein wenig die Gäule durch, was sich in einer Montage äußert, die den Schabernack abbildet, den die vier Freunde während ihres letzten Sommers der kindlichen Freiheit treiben (u.a. wie Kotetsu einem Gauner eine Harpune durch das Bein jagt und ihn danach mit einem Motorroller durch die Straßen zieht, was ihm nur folgerichtig auch darauf ein paar Monate Knast einbringt). Es fällt da etwas schwer, sich in die Charaktere einzufinden, doch dann fährt Miike gleich mal zwei Gänge runter und man wird sich gewahr, dass dies mitnichten nur Idioten und Schläger sind. Die Geschichte der Freunde, die sich verlieren und dann doch wieder zueinander finden, endet natürlich tragisch. Aber am Ende wünscht man sich, dass sie noch nicht vorbei wäre.

DNA – EXPERIMENT DES WAHNSINNS (John Frankenheimer, 1996) 4,5/10

Douglas (David Thewlis) landet nach einem Flugzeugabsturz über dem Meer auf der Insel des Dr. Moreau (Marlon Brando). Der hat dort Tiere mit menschlicher DNA behandelt und allerlei Mischkreaturen hervorgebracht, die er mit Hilfe von eingpflanzten Elektroschockern und des Neurologen Montgomery (Val Kilmer) unter Kontrolle hält. Douglas ist angewidert ob dieses Verbrechens gegen die Natur, nur Moreaus vermeintlicher Tochter Aissa (Fairuza Balk) bringt er Sympathien entgegen. Und unter der Oberfläche brodelt es, der Aufstand der Kreaturen steht kurz bevor…

Okay, der ist nicht so mies wie Burtons PLANET DER AFFEN, aber immer noch ziemlich mies. Die verschiedenen Tierfiguren haben höchstens eine Funktion, aber keinen wirklichen Charakter. Das sorgt dafür, dass das ganze Bla-Blubb einem ziemlich am Arsch vorbeigeht und der Film einfach nicht vom Fleck kommt. Denn das, was das Drehbuch darbietet, hätte man in weniger als einer Stunde weit schnittiger abhandeln können. Platz genug, dem Ganzen ein wenig mehr Tiefe zu geben, wäre also durchaus vorhanden gewesen. Im letzten Drittel, nach Moreaus Tod, kommt dann doch noch Schwung in die Sache, die Action mit den Tiermenschen kann man sich durchaus geben. Ansonsten leider nur langatmig und belanglos, dann lieber nochmal Don Taylors Version mit Lancaster und York. Die ist zwar auch nicht mehr taufrisch und ziemlich oberflächlich, lässt sich aber gut weggucken.

SKY HIGH (Ryuhei Kitamura, 2003) 4/10

Mina, die Braut des Mordermittlers Kanzaki, fällt auf dem Gang zum Altar einem Serienmörder zum Opfer. Sie wird vor dem Eintritt ins Jenseits vor eine Wahl gestellt, für die sie 12 Tage hat. In dieser Zeit kehrt sie als Geist auf die Erde zurück, um ihrem Liebsten zu unterstützen, ihren Mörder zu finden…

In allen Belangen mäßig; mäßig talentierte Akteure tapsen in mäßigem Tempo durch eine mäßig interessante Geister-Story, manchmal garniert mit mäßigen Swordsplay in noch mäßigeren CGI-Umgebungen. Für Fans der japanischen Geisterkunde sicherlich interessanter als für mich, aber davon ab auch so viel zu lahm und steril.


Serien

Mindhunter 2.01
Preacher 4.03 – „Verkommen“


17.08.19

Filme

DER BARBAR UND DIE GEISHA (John Huston, 1958) 5/10

John Wayne wird als Diplomat nach Japan gesandt. Mehr dazu bei Filmtoast

THE VILLAINESS (Jung Byung-gil, 2017) 7/10

Beim zweiten Mal fällt der etwas ab. Die Action-Szenen geilen immer noch, aber die abgedroschene Story, die man verkrampft durch mehrere Zeitebenen laufen lässt, um dies zu kaschieren, kann man einfach nicht ignorieren. Macht Spaß, aber ich will hoffen, dass man sich beim nächsten Film etwas Originelleres ausdenkt, in das man die Action einbetten kann.

DER POLYP – DIE BESTIE MIT DEN TODESARMEN (Ovidio G. Assonitis, 1977) 3,5/10

An der kalifornischen Küste verschwinden im kleinen Kaff Solana Beach immer wieder Menschen und auch Schiffe. Der Reporter Ned Turner (John Huston) und Meeresbiologe Will Gleason (Bo Hopkins) kommen einem riesigen Kraken auf die Spur…

Trotz immenser Star-Power, es sind außerdem noch Shelley Winters, Henry Fonda und Delia Boccardo zu sehen, liefert der alte Stümper Assonitis mal wieder nur ein langweiliges JAWS-Plagiat ab.

THE GIRL WITH ALL THE GIFTS (Colm McCarthy, 2016) 7,5/10

Ein großer Teil der Menschheit wurde von pilzartigen Sporen infiziert und ist zu blutgierigen Bestien mutiert. In einer militärischen Einrichtung untersucht Dr. Caldwell (Glenn Close) an verschiedenen Kindern, die immun gegen diese Krankheit scheinen. Unterrichtet werden die unter Hochsicherheits-Bedingungen gehaltenen Kiddies von Helen Justineau (Gemma Arterton), die sich mit ihrer Vorzeige-Schülerin Melanie (Sennia Menua) anfreundet. Als die Basis überrannt wird, fliehen Dr. Caldwell, Helen und Melanie mit ein paar Soldaten in die überlaufene Stadt…

Spannender, einigermaßen intelligenter Beitrag zum Zombiefilm, der zwar nichts weltbewegend Neues bietet, sich aber durch die gute Erzählung und sorgfältige Inszenierung aus dem Gros der billigen Gore-Klopper hervorhebt.


18.08.19

Film

DIE ERSTE FAHRT ZUM MOND (Nathan Juran, 1964) 6/10

Als eine internationale Delegation Mitte des 20. Jahrhunderts als vermeintlich erste Menschen auf dem Mond landet, entdecken sie dort Spuren einer vergangegenen Zivilisation und, zu ihrem noch größeren Erstaunen, eine britische Flagge und ein Dokument aus dem Jahre 1899. Auf der Erde macht man den Schriftsteller Arnold Bedford (Edward Judd) ausfindig. Der alte Mann erzählt ihnen die Geschichte, wie er damals mit seiner Verlobten Kate (Martha Hyer) und dem Prof. Cavor (Lionel Jeffries) die abenteuerliche Reise auf den Erdtrabanten angetreten ist…

Etwas müder Klassiker nach Jules Verne, der gerade in der zweiten Hälfte, dem Abenteuer auf dem Mond etwas sehr schwächelt.


Serien

Longmire 6.03 – „Auf der Flucht“
Longmire 6.04 – „Verlust“
Space Cops – Tatort Demeter City Episode 11 – „Unverwundbar“
CSI – Den Tätern auf der Spur 15.01 – „Castor und Pollux“
CSI – Den Tätern auf der Spur 15.02 – „Rausch und Absturz“
CSI – Den Tätern auf der Spur 15.03 – „Lautloser Killer“


Dear Diary – Das Filmtagebuch

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