Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 25 / 2019

Derzeit verspäte ich mich irgendwie immer mehr. Jetzt ist es tatsächlich mal mehr als eine Wocher her seit dem letzten Update. Ich meine, ist ja nicht so, dass hier viel los wäre. Ich bin auch am überlegen, das Konzept des Blogs nochmal zu überdenken, vielleicht eine neue Seite aufzuziehen. Ich beschäftige mich in der Schule gerade mit typo3, das ist schon recht interessant. Außerdem werde ich mir demnächst auch eine Domain sichern, um dann mit einer weiteren Seite online zu gehen, die ich zu Forschungs- und Vorführungszwecken einreichten werde. Naja, wird schon werden.


KW25 (15 Filme, 18 Serienfolgen)


17.06.19

Filme

TOTE SCHLAFEN BESSER (Michael Winner, 1978) 5,5/10

Regisseur Winner verlegt die Geschichte ins England der zeitgenössischen 70er-Jahre. Dabei kann er auch Themen aufgreifen, die im Hawks-Film natürlich so nicht vorkommen konnten, wie das Porno-Milieu und Homosexualität. Der Dino Mitchum wird vom anderen Dino James Steward beauftragt, einen Erpresser zu stellen und belastendes Material sicherzustellen. Die Geschehnisse, in die er darauf hineingezogen wird, entwickeln sich mehr und mehr zur Farce…

Er ist auf jeden Fall einfallsreicher als sein Vorgänger und Mitchum ist hier auch überzeugender. Aber da Winner manchmal einfach nur ein Arschloch war und den Film so sperrig wie nur möglich gestaltete (obwohl er viele Einstellungen des Originals 1:1 übernahm), in dem er die Schauspieler, bis auf Mitchum, anscheinend anwies, komplett neben der Spur zu agieren, wähnt man sich erst einmal im Tollhaus, was in der ersten Hälfte des Films ziemlich anstrengend ist. Der Film ist genau das gleiche, aber doch ganz etwas anderes als das Original. Der ist zwar nicht besser als „Fahr zur Hölle, Liebling“, aber er hat zumindest die Eier, die eben dem fehlten. Es ist nur schade für Mitchum, der in beiden Filmen vollkommen fehl am Platz wirkt, nur dass es in letzteren wohl tatsächlich so gewollt war.

DER GENTLEMAN-KILLER (Fred Zinnemann, 1942) 7/10

Exilant Zinneman inszenierte hier einen der ersten kriminal-wissenschaftlichen Krimis, in  dem der Star Van Heflin einen Forensiker spielt, der einen Mörder entlarven will, der in Wirklichkeit sein bester Freund ist. Das ist jetzt kein heftiger Spoiler, da der Zuschauer Zeuge des Mordes wird. Es entspinnt sich daraus ein Katz-und-Maus-Spiel, in dem Van Heflin immer wieder neue, moderne Methoden aus dem Hut zaubert, um Hinweise zu ermitteln.


Serien

Robot Chicken 2 Episoden

CSI: Den Tätern auf der Spur 10.05 – „Sport & Mord“


18.06.19

Filme

DEATH WARMED UP (David Blyth, 1984) 7/10

Blutiger Quasi-Zombie-Film. Der labile Michael Tucker will ein paar Wissenschaftler zur Rede stellen, die ihn durch Experimente als Kind dazu brachten, seine Eltern zu töten. Doch diese haben ihre Forschungen seitdem keineswegs ausgesetzt. Doch statt eines Super-Soldaten erschufen sie tumbe, blutgeile Freaks, die natürlich ausbrechen. Machte Spaß.

SONDERKOMMANDO INS JENSEITS (Domenico Paolella, 1977) 6,5/10

Als der skrupellose Gangster Valli (Vittorio Mezzogiorno) die Straßen Roms mit Bombenterror überzieht, um zahlungsunwillige Ladenbesitzer abzustrafen, wird Commissario Grifi (Marcel Bozzuffi) beauftragt, eine Sondereinheit zusammenzustellen, um seine Bande zur Strecke zu bringen…

Flotter Action-Krimi mit zwei überzeugenden Kontrahenten. Inhaltlich eher mau.


Serien

American Dad 7.07 – „Der Staat gegen Martin Sugar“

Futurama 7.17 – „Planet der Primaten“

Robot Chicken 2 Episoden

The Orville 2.01 – „La’Jola“

CSI: Den Tätern auf der Spur 10.06 – „Der Tod und das Mädchen“


19.06.19

Filme

THE KILLER (John Woo, 1989) 9/10

Killer Chow Yun-Fat wird von Cop Danny Lee gejagt, bis dieser herausfindet, dass der eigentlich sein Herz am richtigen Fleck. Als dann Chows Auftraggeber ihn aus dem Weg räumen will, stehen sie gemeinsam gefühlten Hundertschaften von Gegnern gegenüber. Zählt zurecht zu den besten Actionfilmen aller Zeiten und hätte endlich mal die ultimative Veröffentlichung verdient. Das Bootleg MB dürfte auf der HK-BR basieren. Das Bild ist nicht wirklich überzeugend.

DAME, KÖNIG, AS, SPION (Thomas Alfredson, 2011) 8/10

Geheimdienst-Offizier Gary Oldman hat sich eigentlich schon aufs Altenteil zurückgezogen, doch da wird er noch einmal reaktiviert, um einen Maulwurf in seiner ehemaligen Einheit zu enttarnen. Dazu muss er auch in der eigenen Vergangenheit wühlen. Toller Ensemblefilm mit guten Leistungen von Oldman, Tom Hardy und vor allem Mark Strong. Springt anfangs recht häufig in den Zeiten hin und her, läuft dann aber präzise wie ein Uhrwerk bis zur Auflösung. Schöner Oldschool-Thriller.


20.06.19

Filme

FAIR GAME (Mario Andreacchio, 1986) 6,5/10

Die junge Jessica (Cassandra Delaney) versucht sich gegen drei Wilderer, die nachts auf ihrem Land illegale Fallen aufstellen, zur Wehr zu setzen. Doch die fiesen Kerle demütigen und jagen sie…

Es dauert schon ein wenig, bis die (Wo)Manhunt-Chose in Schwung kommt, aber dann geht sie auch richtig gut ab. Spaßig.

MISSION: IMPOSSIBLE – FALLOUT (Christopher McQuarrie, 2018) 6/10

Tom Cruise rettet die Welt. Schon wieder. Doch dieses Mal wird das IMF tatsächlich mal nicht unterwandert, Hunt & Konsorten sind nicht auf der Flucht. Bis zur Hälfte des Films ist es ein ganz normaler Auftrag. Schön sind die One-Take-Shots, die Cruise in Action zeigen. Allerdings ist das Ding dann stellenweise so doof, dass es weh tut. Wer die vorübergehenden Teile mochte, wird den auch feiern. Die Action ist auch wirklich ziemlich fein, doch inzwischen lässt mich das halt völlig kalt.


Serien

American Dad 7.12 – „Der neue Mieter“

Robot Chicken

CSI: Miami 8.07 – „Reise in die Angst“

Langston besucht Horatio Caine in Miami, denn die Spur eines Mordes führt zu einem Verdächtigen in Las Vegas, während die Spur eines verschwundenen Mädchens nach Miami weist.

CSI: New York 6.07 – „Reise in den Abgrund“

Langstons Tour führt ihn weiter nach New York zu Mac Taylor. Dort hat ein verdächtiger LKW-Fahrer einen Autofahrer über den Haufen geschossen.

CSI: Den Tätern auf der Spur 10.07 – „Eine Reise ans Ende der Moral“

Die Suche nach der verschwundenen Madeleine Briggs lässt Langsdon auch zurück in Las Vegas nicht los. Da taucht in einem Mordfall unter Prostituierten Schmuck der jungen Frau auf.


21.6.19

Film

DEAD OR ALIVE: BIRDS (Takashi Miike, 2000) 8/10

Zwei Killer (Sho Aikawa & Riki Takeuchi) kehren zurück auf die Insel ihrer Jugend. Nachdem sie mit einem alten Freund ein wenig in Nostalgie geschwelgt sind, entschließen sie sich, zusammen zu arbeiten und vom Erlös Impfstoff für Kinder in der dritten Welt zu kaufen. Ungewöhnlicher Action-Thriller, die Figuren driften gerne mal in traumhafte Zustände ab, in denen ihnen Engelsflügel wachsen oder sie wieder zu Kindern werden. Das mutet manches Mal etwas infantil an, ist oftmals aber auch wunderschön. Regie-Kollege Shin’ya Tsukamoto bestreitet, wie in ICHI DER KILLER, einen kleinen Gast-Auftritt und hat gleich mal seinen Hofkomponisten Chu Ishikawa (Der Eisenrost) mitgebracht. Die Musik hebt sich deswegen von anderen Scores zu Miike-Filmen ab, was den Film auch zu etwas besonderem macht. DOA: BIRDS ist zwar weit davon entfernt, perfekt zu sein, aber ein ganz eigenes Erlebnis.


Serien

Futurama 7.22 – „Der Robo, der Riese, der Krake und ihr Liebhaber“

CSI: Den Tätern auf der Spur 10.08 – „Kopfball“


22.06.19

Filme

ALL THE DEVIL’S MEN (Matthew Hope, 2018) 3/10

Ausführliche Besprechung gibt es bei Filmtoast.de

DEAD OR ALIVE: FINAL (Takashi Miike, 2002) 6,5/10

Im Jahre 2346 haben Chinesen die japanische Insel besetzt. In Yokohama herrscht der schwule Bürgermeister Woo als Autokrat. Er zwingt die Bevölkerung eine Droge zu nehmen, die sie unfruchtbar macht, um so die Geburtenrate zu kontrollieren. Eine Spezialeinheit unter Offizier Honda (Riki Takeuchi) geht rigoros gegen Verstöße vor. Da erreicht der unscheinbare Ryo (Sho Aikawa), ein Replikant mit übermenschlichen Reflexen, die Stadt und trifft auf eine Gruppe junger Freiheitskämpfer. Doch die Revolutionäre sind untereinander zerstritten; während Jun und Fong ein frisch gebackenes Eltern-Paar befreien will, interessieren sich einige angeworbene Söldner nur für ihre Bezahlung. Ryo, der sich mit Juns kleinen Bruder anfreundet, will sich nicht einmischen. Doch als die Söldner rebellieren und die Gruppe eher aus Versehen Hondas Sohn entführt, wird er in die Auseinandersetzungen hineingezogen…

Der Abschluss der Trilogie ist leider auch der schwächste Teil, auch wenn Miike sich ausgiebig bei SF-Klassikern, allen voran BLADE RUNNER, bedient und nicht mit Kuriositäten geizt. Der Film macht schon Spaß, schleppt sich aber streckenweise etwas träge voran. Es dauert lange, bis die Protagonisten aufeinander treffen, und dann ist der Film auch schon wieder vorbei.

TÖDLICHER HASS (Duccio Tessari, 1973) 8/10

Auftragskiller Tony Arzenta (Alain Delon) erledigt gerade noch einen letzten Job und bittet dann seinen Mittelsmann Nick Gusto (Richard Conte) darum, aussteigen zu dürfen. Der trägt Tonys Anliegen den Mafiabossen vor. Diese befehlen darauf die Liquidierung des scheidenden Angestellten. Doch eine für ihn bestimmte Autobombe tötet seine Frau und seinen Sohn. Jetzt hat Tony nur noch ein Ziel: Rache…

Gradliniger, knallharter Euro-Thriller. Genau sowas möchte man sehen, wenn Alain Delon gegen seine ehemaligen Arbeitgeber, die europäisch agierende Organisation von einflussreichen Verbrechern, zu Felde zieht.


Serie

American Dad 14.11 – „Das Keuschheitsgelübde“


23.06.19

Filme

THE HAPPINESS OF THE KATAKURIS (Takashi Miike, 2001) 7,5/10

Die Familie Katakuri hat es nicht leicht. Vater Masao hat sich, nach seiner Entlassung als Schuhverkäufer, entschlossen, eine Pension zu errichten. Doch die Gäste bleiben aus, da eine hier geplante neue Siedlung noch auf sich warten lässt. Als sich in stürmischer Nacht ein Gast hierher verirrt und in seinem Zimmer Selbstmord begeht, wähnen sich die Katakuris schon wieder vor dem Aus. Der Ruf des Hauses wäre zerstört, würde jemand davon erfahren: Die Leiche muss verschwinden! Doch das setzt eine Reihe von skurrilen Ereignissen in Gang, die die Katakuris von nun an auf Trab halten…

Es bleibt dabei; geht es um Filme abseits des Yakuza-Themas ist kein Miike wie ein anderer, gerade in seiner arbeitsreichsten Phase um den Jahrtausendwechsel. Makabrer Humor, Musical-Nummern und Knetgummi-Animationen. Da ist für alle was dabei.

ZWEI PROFIS STEIGEN AUS (Michel Vianey, 1983) 7,5/10

Franck (Victor Lanoux) und Rupert (Jean Rochefort) sind zwei alternde Polizisten, die ihre größten Erfolge stets am frühen Sonntag feiern. Doch sie sind nicht mehr die Jüngsten, und so gerät ihre neueste Festnahme neben der Dienstzeit zu einer Schießerei mit zwei toten Gangstern. Auch privat läuft es für beide nicht optimal, denn während Rupert sich mit einer neuen Geliebten vergnügt, führt Franck aus Gefälligkeit seine Frau Patricia (Barbara Sukowa) aus, in die er schon länger heimlich verliebt ist. Von Fred (Maurice Biraud), einem Kommissar im Ruhestand, bekommen sie den Tipp über einen großen Heroin-Deal, der am Pariser Flughafen über die Bühne geht. Die drei alten Gesetzeshüter nehmen die Gangster aus, die Beute fällt sogar größer aus als gedacht. Doch jetzt haben sie die Mafia am Hals…

Betont unaufgeregter Neo-Noir um zwei unkonventionelle Cops und Freunde, die sich in Richtung Ruhestand begeben und ihn sich mit einem Coup versüßen wollen. Erstaunlich an den beiden Charakteren ist, dass sie sich so gut kennen und schätzen, dass sie rein gar nichts auseinander bringen kann; sei es Francks sich anbahnende Liaison mit Patricia, noch Ruperts für beide lebensgefährlicher  Unwille, Kompromisse einzugehen und gegebenenfalls auf das Geld zu verzichten. Doch am Ende muss einer von ihnen bezahlen. Allerdings macht keiner dem anderen dabei irgendwelche Vorwürfe. Feiner Film mit schönem Jazz-Score und zwei sympathischen Altstars. Als (überraschend differenziert angelegter) Antagonist ist übrigens Armin Müller-Stahl zu sehen. Wir haben es hier nämlich mit einer französisch-deutschen Koproduktion zu tun.

KILL POINT (Frank Harris, 1984) 4,5/10

Nach dem Überfall auf ein Waffendepot der Nationalgarde lässt der skrupellose Joe Marks (Cameron Mitchell) seine Konkurrenz bei einem Massaker in einem chinesischen Restaurant beseitigen, um ungestört seine Ware an den Mann zu bringen. Um Marks zu schnappen, arbeiten FBI und Polizei zusammen: Der Polizist Lt. James Long (Leo Fong) und Agent Bill Bryant (Richard Roundtree) werden zusammen auf Marks rechte Hand Nighthawk (Stack Pierce) angesetzt…

Billiger Action-Trash. Leo Fong ist charismafreie Zone, seine Szenen teils eine Qual. Dafür macht Cameron Mitchell mal wieder richtig Spaß, der ist mit Gusto in seiner Rolle. Hier wechseln sich lahme Action- und Drama-Szenen mit lustigen Trash.


Serien

Robot Chicken 1 Episode

CSI: Den Tätern auf der Spur 10.11 – „Schön ist die Sünde nur bis zum Tod“

CSI: Den Tätern auf der Spur 10.12 – „Das Ende einer Legende“


Dear Diary – Das Filmtagebuch

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