Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 23 / 2019

Diese Woche habe ich mich mal wieder mit einigen Film Noir befasst. Es stehen gerade alle Filme mit Raymond Chandlers Romanheld Phillip Marlowe auf dem Plan, der in 34 Jahren von fünf verschiedenen Schauspielern in sechs Filmen porträtiert wurde. Ich war am Wochenende außerdem im Kino, um mir den neuen Godzi auf der großen Leinwand zu geben; ein teures Vergnügen. Serientechnisch geht es mit meiner Sichtung von CAPTAIN FUTURE mit großen Schritten voran. Dazu folgt wohl in ein paar Tagen auch noch ein eigener Artikel, soweit ich Zeit dafür finde (Chancen 50:50).


KW23 (16 Filme, 31 Serienepisoden)


03.06.19

Film

DER MANN, DER ZWEIMAL LEBTE (John Frankenheimer, 1966) 9/10

Arthur Hamilton (John Randolph) bekommt einen Anruf einer Stimme, die ihm fremd klingt, aber ihm glaubhaft machen kann, dass es sich um seinen alten Kumpel Charlie handelt. Charlie verweist ihn auf eine ominöse Organisation, die es ihm ermöglichen würde, ein komplett neues Leben zu beginnen. Da Arthur sich als Banker und in einer unaufgeregten Ehe in der Banalität seines Alltags gefangen wähnt, entschließt er sich, zumindest Kontakt zu dieser Organisation aufzunehmen. Nach einem Gespräch in einem versteckten Büro mit Mr. Ruby (Jeff Corey) lässt Arthur sich am Gesicht operieren und startet ein neues Leben als Maler Antiochius Wilson (Rock Hudson). Doch es fällt ihm schwer loszulassen…

Spannender, kafkaesker Mystery-Thriller, der einen von der Atmosphäre her sehr an den Serien-Klassiker „Nummer 6“ erinnert. Viele Umstände bleiben vage, werden nur angerissen, was den Reiz des Mysteriums noch verstärkt und ein fies unbehagliches Gefühl der Ungewissheit erzeugt.


Serien

Captain Future 20-22

Der schwarze Planet 7,5/10

Ein schwarzer Planet droht mit Erde zu kollidieren. Dr. Zaro fordert die Macht über die Erde und ihrer Alliierten, wenn er die Katastrophe abwenden soll. Da fast alle Astronomen verschwunden scheinen, wird Captain Future zum Mars geschickt, um den letzten verbliebenen Experten zu beschützen. Doch Zaro kommt ihm zuvor…

American Dad 6.03 – „Steve allein zu Haus“

Rick & Morty 2.10 – „Die Vogelmenschhochzeit“

Robot Chicken 2 Episoden

CSI: Den Tätern auf der Spur 9.13 – „Frittiertes und Minze“


04.06.19

Filme

STREET TRASH (James Muro, 1987) 8/10

Der Hobo Fred (Mike Lackey) treibt sich in Brooklyn rum. Und es brodelt dort dieser Tage; Ladenbesitzer Ed (D’jango Krunch) findet in einer Abseite im Keller eine Kisten mit Flaschen, die mit „Viper“ bedruckt sind, und stellt das Zeug für einen Dollar zum Verkauf. Doch das Gesöff hat eine fiese Nebenwirkung und lässt die Konsumenten förmlich zerschmelzen. Dazu macht ein neuer Cop die Gegend unsicher. Bill (Bill Chepill) hat sich vorgenommen, Bronson (Vic Noto), einem Vietnam-Veteranen, der über die Obdachlosen auf einem Schrottplatz herrscht, zur Strecke zu bringen. Und auch Fred handelt sich Ärger ein, als er eine besoffene Nutte mit auf den Schrottplatz schleppt, die glatt von seinen Mitbewohnern zu Tode vergewaltigt wird. Das bringt ihn auf die Abschussliste von Mafioso Duran (Tony Darrow)…

Splatterfilm, schwarze Komödie und ätzende Sozial-Satire; das Spielfilm-Debüt des Steady-Cam Spezialisten Muro bietet garantiert geschmacksunsichere Exploitation-Unterhaltung auf hohem Niveau.

THE MAD BOMBER (Bert I. Gordon, 1973) 4,5/10

William Dorn (Chuck Connors) ist ein pedantisches Spießer-Arschloch. Weil seine Tochter an einer Überdosis stirbt, tickt er aus und verteilt Bomben an öffentlichen Plätzen, um sich Gehör zu verschaffen und die Presse zu zwingen, seine Botschaften an die Gesellschaft zu verbreiten. Der ermittelnde Lt. Minelli (Vince Edwards) tappt im Dunkeln, was die Identität des Gesuchten anbelangt. Doch eines Abends wird Serienvergewaltiger George Fromley (Neville Brand) Zeuge, wie Dorn eine Bombe legt. Minelli hofft jetzt, durch Fromley den Bombenleger zu identifizieren. Aber dazu muss er ihn erst einmal schnappen…

Das dürfte so etwas wie die Blaupause für den späteren FALLING DOWN (1994) gewesen sein. Der schippert leider ein wenig behäbig vor sich hin, auch wenn Chuck Connors den durchgeknallten Spießer recht überzeugend gibt.


Serien

Futurama 6.22 – „Das Ei des Fry“

Robot Chicken 1 Episode

Rick & Morty 3.01 – „Raus aus meinem Kopf“

CSI: Den Tätern auf der Spur 9.14 – „Wenn zwei sich freuen, mordet der Dritte“


05.06.19

Filme

THE MISSION – IHR GESCHÄFT IST DER TOD (Johnnie To, 1999) 8,5/10

Als Triaden-Boss Lung (Eddy Ko) einem Anschlag im Restaurant eines Kompagnons nur knapp entkommt, stellt er eine neue Truppe Personenschützer zusammen. Die Leitung der Bodyguards übernimmt der erfahrene Curtis (Anthony Wong), ein ehemaliger Gefolgsmann Lungs, der nun als Friseur arbeitet. Der bunt zusammengewürfelte Haufen muss vor allem die Zeit des Wartens überbrücken, was den aufbrausenden Roy (Francis Ng) dazu treibt, sich gegen Curtis aufzulehnen. Und der unerfahrene Shin (Jackie Lui) begeht gleich einen unverzeihlichen Fehler…

Das erste Meisterwerk Tos, der sich hier von einer entfesselten Kamera während der Shoot-outs abwendet und stattdessen statische Bilder verwendet und nur durch die Bewegung der Figuren und die sparsamen Schnitte Dynamik entwickelt und so den Eindruck bewegter Gemälde erzeugt.

 THE REEF (Andrew Traucki, 2010) 3,5/10

Die Freunde Luke, Matt, Suzie, Warren, Kate und Shane gehen auf einen Bootstrip. Sie laufen eine kleine, einsame Insel an. Als sie erst spät merken, dass die Ebbe einsetzt und das Boot droht, auf eine Sandbank aufzusetzen, schaffen sie es nicht, den Motor zu starten. Ein Felsen unter Wasser kippt das Boot und sie sitzen mitten im Ozean fest. Sie entschließen, ihr Glück zu versuchen und nach Norden zurück zur Insel zu schwimmen, die inzwischen außer Sichtweite ist. Doch das Meer ist tückisch, geradezu tödlich…

Öder Survival-Thriller, der sich kaum von anderen „dem Meer ausgeliefert“-Vertretern der Zunft absetzen kann.


Serien

Captain Future 23-25

Mitgefangen im Weltall 6,5/10

Aus Sorge um Joan begleitet Captain Future einen Hochsicherheitstransporter, der die gerissensten Gefangenen durch die Galaxis chauffiert. Auch Greg und Otto gesellen sich zu ihnen. Und tatsächlich schaffen es die Verbrecher unter Kim Ivan, das Schiff unter ihre Kontrolle zu bringen und unsere Helden wegzusperren. Sie wollen einen von einfachen Wesen bewohnten Planeten unterwerfen…

Rick & Morty 3.02 – „Jenseits der Blutkuppel“

Robot Chicken 1 Episode

CSI: Den Tätern auf der Spur 9.15 – „Ich + Wir“


06.06.19

Film

SUPERNOVA (Walter Hill/Francis Ford Coppola/Jack Sholder, 2000) 4/10

Das Bergungsschiff Nightingale empfängt einen Notruf von einer eigentlich verlassenen Minen-Kolonie. Sie wagen einen Sprung dorthin, der Captain Marley (Robert Forster) das Leben kostet. Außerdem muss der Navigator Vanzant (James Spader) fast den gesamten Treibstoff aufbringen, um das Schiff aus dem Gravitationsfeld eines Mondes zu befreien. Als sie den Mann, der den Hilferuf abgesetzt hat, an Bord nehmen, handelt es sich um Karl Larson (Peter Facinelli), dem Sohn des Ex-Geliebten von Bordärztin Dr. Evers (Angela Bassett). Er gibt an, von Plünderern zurückgelassen worden zu sein und macht sich gleich an die attraktive Danika (Robin Tunney) ran, die eigentlich mit Penasola (Lou Diamond Phillips) liiert ist…

Uninteressantes Kuddelmuddel. Aber Robin Tunney macht sich nackig, das ist ja auch schon mal was. Ansonsten vergessenswert.


Serien

Captain Future 26-28

Die Rolle seines Lebens 8/10

Der zwielichtige Geschäftsmann Walden will die Abenteuer von Captain Future verfilmen. Da die Dreharbeiten auf einem magischen Mond stattfinden, der im Blickpunkt verschiedenster Geheimdienste steht, macht sich Ezella Sorgen, dass die Filmcrew dort eigene Interessen verfolgt. Getarnt als Schauspieler bewerben sich der Captain und Otto, um sich selbst zu spielen. Sie werden gecastet und können auch Roboter Greg als Requisite auf das Schiff der Produktion schmuggeln…

Robot Chicken 2 Episoden

CSI: Den Tätern auf der Spur 9.16 – „Motel zum Mord“


07.06.19

Filme

ASTARON – BRUT DES SCHRECKENS (Luigi Cozzi, 1980) 5/10

Das zweite „große“ Alien-Ripoff (neben ALIEN 2 – DIE SAAT DES GRAUENS KEHRT ZURÜCK) vom Stiefel lässt verschwörerische Mächte Alien-Eier über die Meere transportieren und eine Invasion vorbereiten. Ein Astronaut und eine Agentin müssen den fremdgesteuerten Bösewichten das Handwerk legen. Highlights sind einige hübsch eklige Effekte, wie Leuten der Wanst aufplatzt, und der tolle Score von Goblin (der später auch in HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN Verwendung fand).

DER TOD KENNT KEINE WIEDERKEHR (Robert Altman, 1973) 8/10

Privatdetektiv Phillip Marlowe (Elliott Gould) ist nicht zu beneiden. Sein Kumpel Terry Lennox (Jim Bouton) soll seine Frau Sylvia getötet und sich dann in Mexiko erschossen haben. Außerdem hat er den Gangster Marty Augustine (Mark Rydell) um 350.000 $ geprellt haben. Weil er nun Terry kurz vor seinem Tod noch über die mexikanische Grenze chauffiert hatte, wird Marlowe jetzt von Polizei und auch Augustine durch die Mangel gedreht. Zudem führt ihn ein Auftrag in die Nachbarschaft seines Kumpels; er soll für Eileen Wade (Nina von Pallandt) ihren Mann, den Schriftsteller Roger Wade (Sterling Hayden), ausfindig machen, der sich mal wieder eine Auszeit in irgendeinem Sanatorium nimmt. Er hofft, neben der Aufklärung von Rogers Verbleib, vielleicht auch den guten Ruf seines Freundes wiederherstellen zu können…

Regisseur Altman und Autor Leigh Brackett, der auch schon am Script zum Marlowe-Klassiker TOTE SCHLAFEN FEST (1946) schrieb, holen den klassischen Hard Boiled Detektiv recht effektiv in die 70er-Jahre. Elliott Gould gibt ihn als kaltschnäuzigen Heißsporn who doesn’t give a shit. Das Ende ist ein richtiger Downer, der dem Fatalismus des Film Noir gut gerecht wird.

BALLAD IN BLOOD (Ruggero Deodato, 2016) 4/10

Die tschechische Austauschstudentin Lenka (Carlotta Morelli) ist gerade mit ihrem Freund, dem dauernd zugedröhnten Leo (Ernesto Mathieux), zugange, als dessen Kumpel Arden (Roger Garth), der beim Pissen in eine riesige Scherbe gelatscht ist, die traute Zweisamkeit stört. Nachdem man Arden verarztet hat, entdeckt Leo eher zufällig eine weibliche, nackte Leiche über dem Aufgang zum Dachboden. Der brutale Arden ist nicht wirklich glücklich darüber, auch nicht, als Lenka die Tote als ihre Freundin Elizabeth (Noemi Smorra) identifiziert. Anscheinend war man die Nacht zuvor zu viert unterwegs, doch keiner der drei hat mehr eine genaue Erinnerung daran. Auf dem Laptop von Elizabeth finden sie ein riesiges Archiv privater Videos, die englische Studentin scheint ihren Aufenthalt minutiös dokumentiert zu haben. Mithilfe der Videos versucht man nun die Nacht zu rekonstruieren und begibt sich auf eine Spurensuche, an deren Ende der gewaltsame Tod von Elizabeth stehen wird…

Die Grundidee des Films ist an sich gar nicht mal so übel. Während die einzig sympathische Person inzwischen nackt und tot in der Wohnung aufgebahrt liegt, müssen die drei Party-Kids herausfinden, wie es zu ihrem Tod gekommen ist. Die sind aber andauernd zugedröhnt und von Misstrauen zerfressen. Die Ereignisse sind lose angelehnt an den Fall der ermordeten britischen Studentin Meredith Kercher aus dem Jahre 2007, und analog zur Aufklärung des echten Verbrechens, die einige Wendungen mit sich brachte, da die Zeugen immer wieder ihre Aussage änderten und sich gegenseitig belasteten, arbeiten die drei „Freunde“ meist eher gegen- denn miteinander. Leider aber belässt es Deodato i.A. dabei, dass man sich immer wieder zudröhnt und dann anschreit. Die Begegnungen, die sie bei ihrer Rückwärtssuche haben, bleiben dabei nur Randerscheinungen, ein schlüssiges, kriminalistisches Puzzle sucht man vergebens. Im Endeffekt kommt dann auch nur ein sleaziger Psycho-Thriller bei rum, der nahe legt, dass Deodato eigentlich nur daran interessiert war, junge, hübsche und vor allem nackte Körper vor die Kamera zu zerren, und die Lücken in der Dramaturgie im Drogen-Dunst zu verstecken, was allerdings ziemlich misslungen ist. Dem Film gelingt es nicht einmal ansatzweise, so etwas wie eine Grundspannung zu etablieren, auch Atmosphäre kommt eigentlich nur in Elizabeths Handy-Videos auf. Ansonsten schleppt sich der Film dröge und vor allem sehr repetitiv voran, bis zu seinem eher verworrenen Ende.


08.06.19

Filme

JASON UND DIE ARGONAUTEN (Don Chaffey, 1963) 7,5/10

Jason (Todd Armstrong), letzter Überlebender der Königsfamilie von Thessalien, schwört Rache an Pelias (Douglas Wilmer), der gewaltsam den Thron an sich gerissen hat. Dazu muss er aber das goldene Vlies in seinen Besitz bringen, um den Volk neuen Mut für seine Herrschaft zu übermitteln. Er rekrutiert die stärksten Männer Griechenlands für die beschwerliche Reise. Trotz des Wohlwollens der Götter haben sie gefährliche Abenteuer zu bestehen. Kurz vor ihrem Ziel, der Insel Colchis, rettet Jason die Hohepriesterin Medea (Nancy Kovack) aus dem Meer. Sie verliebt sich in ihn, doch das Volk auf Colchis ist nicht bereit, das goldene Vlies, welches ihnen heilig ist, an den Thronerben zu übergeben. Und unter seinen Männern befindet sich zudem ein Verräter, Pelias‘ Sohn Acastus (Gary Raymond)…

GODZILLA: KING OF MONSTERS (Michael Dougherty, 2019) 5/10

Dr. Emma Russell (Vera Famiga) hat für Monarch ein Gerät, den Orca, entwickelt, das die Titanen, die die Organisation überall auf der Welt verborgen hält, beeinflussen kann. Als sie es das erste Mal bei der Geburt der Riesenraupe Mothra testet, ist es ein voller Erfolg. Doch dann taucht plötzlich der Schwarzmakrthändler Jonah Alan (Charles Dance) auf und entführt sie und ihre Tochter Madison (Millie Bobby Brown). Monarch holt deswegen Emmas Mann Mark (Kyle Chandler) mit an Bord, der nach dem Tod ihres Sohnes durch die Verwüstungen durch Godzilla eigentlich alle Titanen tot sehen will, aber fundiertes Wissen über den Orca besitzt. Er muss entsetzt feststellen, dass das Team um Dr. Serizawa (Ken Watanabe) nicht nur weiß, wo sich Godzilla aufhält, sondern ihn schon seit längeren studiert. Als sich der Riese plötzlich untypisch unruhig verhält, folgen sie ihm in die Antarktis, wo sich das riesige Monster Zero in einer Monarch Einrichtung im ewigen Eis schlummert. Genau hier befinden sich auch Dr. Emma und Jonah Alan. Als die Truppen von Monarch eindringen, setzt Emma den Giganten frei, und King Gidorah, ein dreiköpfiger Drachen, erhebt sich in die Lüfte, um Godzilla seine Alphatier-Stellung innerhalb der Titanen streitig zu machen…

Tja, was soll man sagen? Der „Terminator: Dark Fate“ Trailer sah in voller Länge auf großer Leinwand tatsächlich sehr vielversprechend aus. Den „Star Wars“ Trailer konnte ich nicht genießen, da am Anfang das 3D nicht richtig eingestellt war, was die nette Frau im Vorführraum aber auch gleich geregelt hat.

Zum Film: Die Visuals waren teilweise überragend, gerade Gidorah hatte einige tolle Szenen. Allerdings war die Story ein kuddelmuddeliger Quatsch, der zusammen mit einem ebenso unmemorablen Score wie ein ICE an einen vorbeigerauscht ist. Das Monster-Clash an sich war in Ordnung, und Langeweile kam auch keine auf. Allerdings funktionierte das Human Interest Drama zu keiner Zeit, die Familie um Maddie war mir total egal, gerade Kyle Chandler als Papa war teils extrem nervig. Das sah beim Vorgänger noch anders aus; Cranston sieht seine Frau krepieren, später sein Sohn ihn. Da hatte man Ankerpunkte, da konnte man mitgehen, wenn man denn wollte. Auch die Verzahnung des Dramas mit der Monster-Action funktionierte viel besser. Aus der Sicht des Protagonisten war man mitten drin in einem Kriegsschauplatz, das war in seinen besten Momenten sehr mitreißend. Bei „King of Monsters“ kommt man sich vor wie ein Zaungast, der gemütlich um den Ring rum sitzt, in dem sich die Titanen prügeln. Bisher der schwächste der drei Filme, und es stimmt mich jetzt nicht unbedingt positiv auf „Kong vs. Godzilla“ im nächsten Jahr ein.

DER DRITTE IM HINTERHALT (Peter Bogart, 1969) 6/10

James Garner macht den Marlowe. Leider wenig überzeugend, denn er ist einfach viel zu nett. Eigentlich greift er schon auf seine Performance als DETEKTIV ROCKFORD vor. Der Fall selbst, es geht um eine aufdringliche Frau, die Marlowe engagieren will, ihren Bruder zu suchen, ist verzwickt. Doch eben diese Darreichung durch die penetrant auftretende Frau ist schon zu sehr Comedy, um es wirklich ernst nehmen zu können. Da gesellt sich dann auch Bruce Lees Gastauftritt als Schläger zu, der recht lang geraten ist, aber wie ein Fremdkörper wirkt. Regisseur Bogart bemüht dazu alle Noir-Klischees, so dass man sich nicht wirklich gewahr ist, ob der Film nun in der damaligen Gegenwart, gestützt durch das Setting, oder doch der Noir-Vergangenheit spielen soll.


Serie

Captain Future 29-31

Die Elektromenschen 7,5/10

Captain Future und die Crew der Comet untersucht das Verschwinden einiger Raumschiffe entlang der Flugbahn des Halle’schen Kometen. Als auch Eszella und Joan verschwinden, wagen sie den Flug in den Schweif, wo auch sie gekidnappt und auf den Planeten der Elektromenschen gebracht. Dort zetteln Captain Future, Greg und Otto mit dem Aufseher Za’an einen Aufstand gegen die Herrscher des Planeten an…


09.06.19

Filme

DAS BIEST (Crane Wilbur, 1959) 6,5/10

Vincent Price ermordet einen Betrüger, der ironischerweise ihn zu einem Mord an jemand anderen drängen wollte. Es geht um eine Million Dollar, die dieser irgendwo in seiner großen Villa versteckt hat. Und dort geht alsbald ein Mörder um, der mit seiner Gesichtsmaske und den schwarzen Handschuhen einem Giallo entsprungen scheint, hätte es das Subgenre zu der Zeit schon gegeben. Der Mystery-Thriller gestaltet sich angenehm spannend und mit einigen schaurigen Szenen. Nett.

KILLER IMPERIUM (Guiseppe Vari, 1977) 6/10

Dem Original-Titel soll das eine Fortsetzung zu KALIBER 38 – GENAU ZWISCHEN DIE AUGEN sein. Doch mit Massimo Dallamanos actionreichen Krimi hat der Film nun nicht wirklich viel gemein. Hier hetzt Antonio Sabato als bärbeißiger Bulle hinter einem skrupellosen Syndikat hinterher, was zumindest von zahlreichen Action-Szenen begleitet wird.

TOTE SCHLAFEN FEST (Howard Hawks, 1946) 8,5/10

Auf der Suche nach einer Frau und dann auch noch einem wertvollen Armband gerät Humphrey Bogart als Phillip Marlowe nicht nur an skrupellose Gangster, sondern auch an Lauren Bacall. Der Rest ist Geschichte. Gewiss einer der großen Klassiker des Film Noir, überzeugend gespielt, fintenreich gescriptet und meisterlich inszeniert.

DIE HEISSE SPUR (Arthur Penn, 1976) 8/10

Detektiv Gene Hackman glaubt gerne an das Schlechte im Menschen. Dazu passt, dass er seine Frau beim Fremdgehen erwischt, bevor ihn ein neuer Fall an die Florida Keys treibt. Er soll hier die Tochter einer Schauspielerin einsammeln. Ein vermeintlich einfacher Fall, der aber alsbald kompliziert wird, als sich Schmuggel und Mord dazugesellen. Die Geschichte eines desillusionierten Pessimisten, der am Ende in seiner Weltsicht bestätigt wird, wenn sich eine mutmaßliche großangelegte Verschwörung als eine Anhäufung egomanischer Interessen von Einzelpersonen entpuppt.


Serien

Star Trek: Discovery 2.09 – „Projekt Daedalus“

Star Trek: Discovery 2.10 – „Der rote Engel“

Adventure Time 1.02 – „Ärger in der Beulenwelt“

CSI: Den Tätern auf die Spur 9.18 – „Das Rätsel der ledernen Maske“


Dear Diary – Das Filmtagebuch

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