Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 14 / 2019

Diese Woche bin ich dann mal recht pünktlich, was das Filmtagebuch angeht. Ich hätte es auch gestern Abend schon hier reinklöppeln können, aber dafür war ich halt zu faul. Wie es denn ab nächste Woche läuft, wenn es mit der Weiterbildung losgeht, weiß ich noch nicht. Aber ich denke nicht, dass sich groß was ändert, denn letztlich werde ich wohl einfach weit weniger Filme und Serien glotzen, da mir dafür dann schlicht die Zeit fehlt, was hingegen das Einpflegen des Filmtagebuchs natürlich weit weniger zeitintensiv gestaltet. Letzte Woche gab es ein wenig italienisch gemischtes, dazu noch zwei Filme von Michael Ritchie (FLETCH – DER TROUBLEMAKER) und jede Menge AMERICAN DAD. Am Montag schon hatte ich, pünktlich zum Staffelfinale, ein paar Folgen THE WALKING DEAD aufgeholt; doch dazu gleich mehr. Die Zwangspause bei MovicFreakz – der Server-Wechsel ist immer noch nicht vollzogen – habe ich leider nicht wirklich genutzt, um anderweitig Sachen in Angriff zu nehmen, aber ich werde wohl diese Woche noch neue Artikel für Badmovies und Evil-Ed schreiben und natürlich die Larry Cohen Retrospektive fortsetzen. Ich wünsche allen Lesern eine schöne, sonnige Woche!


KW14 (16 Filme, 30 Serienfolgen)


01.04.19

Filme

AGENT 505 – TODESFALLE BEIRUT (Manfred R. Köhler, 1966) 5,5/10

In Beirut versetzen einige Morde die Geheimdienste in Alarmbereitschaft, denn alles spricht dafür, dass auf diesem Wege ein größeres Ding eingeleitet wird. Also schickt man Agent 505, Robert Blake (Frederick Stafford), ins Rennen, unterstützt von Kollege Robert O’Toole (Chis Howland). Ihre erst Spur führt sie zum Nachtclubesitzer Omar Abdullah (Willy Birgel), dem die beiden Agenten auf den Zahn führen…

Kein wirklich aufregender, aber auch nicht allzu schlechter Eurospy unter deutscher Federführung. Chris Howland nervt ein wenig, doch Frederick Stafford meistert seine Rolle halbwegs souverän. Gibt ein paar doofe Szenen, wenn er beim Tanzen betäubt umkippt, aber für Fans durchaus watchable.


Serien

CSI: New York 02.06 – „Eine Ladung Schrot“

Blue Bloods: Crime Scene New York 02.20 – „Zwischen den Stühlen“

The Walking Dead 09.11 – „Damit leben“

The Walking Dead 09.12 – „Anführer“

The Walking Dead 09.13 – „Engpass“

The Walking Dead 09.14 – „Narben“

The Walking Dead 09.15 – „Die Ruhe davor“

Die Simpsons 18.14 – „Selig sind die Dummen“

The Walking Dead 09.16 – „Der Sturm“

Es ist ja nicht erst seit gestern so, dass ich der Serie eigentlich nur noch aus reiner Gewohnheit folge und eher den neuen (und leider letzten) Folgen von Z NATION entgegenfiebere. Mit der Figur von Negan und seinem dämlichen Baseball-Schläger bin ich nie richtig warm geworden, und dem Krieg mit seinen „Saviors“ fehlte mir die Dynamik. In der neuen Staffel, die vor allem die Entwicklung der Beziehungen zwischen den verbliebenen Siedlungen – Hill Top,  Alexandria und das Königreich – behandelt, hielt für mich einfach ein paar Zeitsprünge zuviel parat, was im Umkehrschluss wohl bedeutet, dass wir uns auf ein paar weitere Rückblenden „freuen“ dürfen. Mit Rick Grimes und Jesus haben zwei beliebte Charaktere die Bühne verlassen, wobei ich es persönlich nicht gut finde, Ricks Schicksal im Unklaren zu lassen, um es später weiter ausschlachten zu können. Die neuen Antagonisten der „Whisperer“, die so sehnlichst erwartet wurden, konnten für meinen Begriff bisher nicht groß Eindruck hinterlassen, von der Abrechnung in der Episode „Die Ruhe davor“, die dann auch für einige mehr oder weniger beliebte Charaktere das vorzeitige Ende bedeutet, mal abgesehen. Die Hoffnung, dass man wieder die Kurve bekommt zu den spannenden Story-Arcs wie etwa der drittten und vierten Staffel, ist nicht groß. Mal schauen…

American Gods 02.04 – „The Greatest Story Ever Told“

Archer 02.05 – „The Double Deuce“

Navy CIS 16.12 – „Der letzte Mann“


02.04.19

Filme

KINJITE – TÖDLICHES TABU (J. Lee Thompson, 1989) 6/10

Lieutenant Crow (Charles Bronson) hat es bei der Sitte mit allerlei Gesocks zu tun, doch der Zuhälter Duke (Juan Fernandez) hat es ihm besonders angetan, denn das Drechsschwein schickt Minderjährige auf den Strich. Dann wird seine Tochter Rita (Amy Hathaway) von einem japanischen Geschäftsmann (James Pax) im Bus angegrabscht wird, was seinen Zorn noch weiter anstachelt. Als nächstes untersucht er, eher widerwillig, die Entführung eines japanischen Schulmädchens, der Tochter von Hirochi Hada, die in die Fänge Dukes geraten ist. Dabei weiß er nicht, dass Hada der Grabscher im Bus war…

Hat ein paar nette Szenen und dämliche Sprüche, lässt aber viel angebrochenes Potenzial liegen, da der Hauptfall um den Mädchenhändler einfach zu uninteressant ist.

DIE WAFFE, DIE STUNDE, DAS MOTIV (Francesco Mazzei, 1972) 6,5/10

Der junge Priester Don Giorgio (Maurizio Bonuglia) wird ermordet. Bei seinen Ermittlungen stößt Kommissar Franco (Renzo Montagnani) in der Abtei auf dunkle Abgründe. Don Giorgio hatte gleich mehrere Affären. Mit einer von ihnen, Orchidea (Bedy Moratti), bandelt Franco unwissentlich an…

Der Fall selbst ist, neben den sexuellen Verstrickungen des Priesters, nicht besonders spektakulär. Regisseur Mazzei nutzt die Ausgangsstellung ganz unverhohlen für etwas beißende Kirchenkritik, während der Film großteils von Renzo Montagnani geschultert wird, der wirklich sehr sympathisch in seiner Rolle rüberkommt. Die Auflösung kann der geneigte Krimifan allerdings schon nach vielleicht einer halben Stunde leicht erraten.

TANZ DER HEXEN (Larry Cohen, 1989) 4/10

Bei einer Durchsuchung eines Hauses finden Lt. MacIntosh (Tom Bosley) und Det. Flynn (James Dixon) eine in Winzlinge verwandelte Familie, die das Opfer einer alten Hexe geworden ist.

Als Jenny (Coleen Camp) und Steve Fisher (David Rasche) aus dem Urlaub heimkehren, stellt ihr Vater, Witwer Sam (Lionel Stander), ihnen überraschend eine neue Frau vor, Miranda (Bette Davis). Sam scheint wie ausgewechselt unter der Fuchtel der kettenrauchenden Frau, weswegen Jenny ihr misstrauisch gegenüber tritt. Doch plötzlich ist Miranda verschwunden, dafür steht ihre Tochter Priscilla (Barbara Carrera) plötzlich auf der Matte. Und da Steven ihr nicht helfen will und lieber mit Priscilla flirtet, heuert Jenny einen Privatdetektiv (Richard Moll) an…

Eher auf TV-Niveau angesiedelte Horror-Komödie. Später dazu mehr.


Serien

Navy CIS 16.13 – „Zivas Geheimnis“

American Dad 13.20 – „Stan, der Müllmann“

American Dad 13.21 – „Der talentierte Mr. Dingleberry“


03.04.19

Filme

POLIZIOTTI (Giulio Base, 1996) 4/10

Der junge Polizist Andrea (Kim Rossi Stuart) begegnet im Zug nach Rom Lorenzo (Claudio Amendola), der gerade eine Undercover-Operation versaut hat. Beide werden zur gleichen Einheit nach Turin versetzt. Andrea fühlt sich seiner Aufgabe nicht gewachsen, weshalb ihn der harte Hund Lorenzo freundschaftlich unter seine Fittiche nimmt. Aber er ist gedanklich häufig bei seiner süchtigen Ex-Freundin Valeria (Stefania Rocca), so dass er nicht bekommt, wie der Gangster Sante Carella (Michele Placido), für den sie nach einem Selbstmordversuch im Knast, solange er im Krankenhaus ist, die Aufpasser spielen, den unerfahrenen Jungen mit seiner Freundin Stella (Nadia Farés) immer weiter um den Finger wickelt…

Mäßig spannender Cop-Thriller, der dem Zuschauer Stereotypen serviert, die voraussehbar ins Verderben rennen. Langweilig.


Serien

The Mentalist 02.15 – „Der Geschmack des Todes“

The Mentalist 02.16 – „Code Red“

American Dad 14.07 – „Tod durch Dinnerparty“


04.04.19

Filme

LORO – DIE VERFÜHRTEN (Paolo Sorrentino, 2018) 7/10

Im Stile von Scorseses „The Wolf of Wall Street“ schildert der italienische Schöngeist Sorrentino in schillernden Bildern den Dunstkreis um Bunga-Bunga Berlusconi. Dargestellt wird der umstrittene Politiker und Lebemann von Toni Servillo, der für Sorrentino in „Il Divo – Der Göttliche“ schon den siebenfachen italienischen Ministerpräsidenten Giulio Andreotti verkörperte. Ich kann dazu leider nichts weiter verlinken, da die internationale Fassung des eigentlich vierstündigen Zweiteilers noch in keiner Datenbank eingetragen ist.

Dazu gibt’s später noch eine Rezension auf MovicFreakz bzw. unter neuen Namen, wenn der Server-Umzug endlich vollbracht ist.

PRIME CUT – DIE PROFESSIONALS (Michael Ritchie, 1972) 7,5/10

Der Geldeintreiber Nick Devlin (Lee Marvin) soll im Auftrag vom Chicago-Mobster Jake (Eddie Egan) eine halbe Million Dollar vom Fleischer-König „Mary-Ann“ (Gene Hackman), einem alten Bekannten von Nick, in Kansas City eintreiben. Drei Leute haben es vor ihm versucht, der letzte wurde von seinem Bruder Weenie (Gregory Walcott) zu Wurst verarbeitet zurückgeschickt. „Mary-Ann“ erweist sich nicht nur als skrupellos und wehrhaft, sondern auch als ausgemachter Psychopath, der nebenher Waisenkinder wie Vieh heranzieht und verhökert. Bei einem ersten Aufeinandertreffen lässt sich Nick die junge Poppy (Sissy Spacek) als Anzahlung mitgeben, aber „Mary-Ann“ hat auch jetzt nicht vor, das geforderte Geld zu bezahlen. Mitten auf einem Jahrmarkt bereitet er Nick und seinen Männern einen Hinterhalt…

Den kannte ich noch nicht, geiler Film. Marvin und Hackman geben gute Gegner ab, zwei harte Hunde und alte Weggefährten, die sich gegenseitig haargenau einschätzen können. Sissy Spacek war damals einfach nur sweet und hatte glücklicherweise keinerlei Probleme damit, auch mal die Klamotten im Schrank zu lassen. Reiht sich gleich bei den anderen harten Thriller der 70er ein, befindet sich bei „Getaway“, „Revolte in der Unterwelt“ oder „Charley Varrick“ in guter Gesellschaft.


Serien

American Dad 14.09 – „Eine endlose Geschichte“

American Dad 14.10 – „Zug um Zug“

American Dad 14.11 – „Das Keuschheitsgelübde“


05.04.19

Filme

FREIBEUTER DES TODES (Michael Ritchie, 1980) 5/10

Dem geschäftigen Journalisten Blair Maynhard (Michael Caine) fällt es schwer, seinen Sohn Justin (Jeffrey Frank) zu bespaßen, der bei ihm in New York haust, während seine Ex-Frau in Urlaub ist. Als sein Chef-Redakteur ihn überredet, einer Reihe von vermissten Seglern im Bermuda Dreieck nachzugehen, packt er den Kleinen kurzerhand ein und fliegt los. Doch sie sind vom Pech verfolgt, denn das Flugzeug crasht bei der Landung. Sie können ein Boot mieten und fahren Fischen. Dabei werden sie von einem Mann angegriffen, den Blair tötet, sich aber am Kopf stößt. Er erwacht am Abend, ist gefesselt und steht vor einer Art Piraten-Gericht. Der Vorsitzende John David Nau (David Warner) trennt ihn von Justin und lässt ihn den Platz des von ihm getöteten Mannes einnehmen…

Naja, dass der nicht gut ist, hatte ich schon noch in Erinnerung, und das gebrochene Gebrabbel der Inzest-Piraten kann einem nach ner Zeit dann doch auf den Sack gehen. Dafür ist er aber auch strange genug, um über die nun auch nicht gerade kurze Spieldauer nie wirklich zu langweilen, auch weil man mit Caine und Warner zwei gute Akteure an Bord hat. Auch humpelt da ansonsten keiner darstellerisch auf dem Holzbein. Und gut fotografiert ist das Ganze auch noch. Ist halt ein komischer Film…

TODESGRÜSSE VON GAMMA 03 (Robert Day, 1972) 3,5/10

Der junge Jim Handley (Brendon Boone) wird von der hübschen Atanga (France Nuyen) umgarnt und entführt. Die Hintermänner hoffen, so an seinen Vater, Prof. Pete Handley (Ray Milland), heranzukommen, der eine bahnbrechende Erfindung gemacht hat. Der Militärberater Leyton Van Dyke (Stephen Boyd) soll zusammen mit dem Testpiloten Bruno Carstens (Cameron Mitchell) die Maschine in Sicherheit zu bringen und den Professor zu beschützen…

Konfuser Thriller ohne großartige Spannungsmomente. Selbst die Action im Finale erweist sich als behäbig und unspektakulär. Die Motivationen fast aller Protagonisten kann man mal fröhlich erraten. Das war jetzt so’n richtiger Schuss in den Ofen.

SHEBA BABY (William Girdler, 1975) 5/10

Privatdetektivin Sheba Shayne (Pam Grier) reist aus Chicago zurück in ihre Heimat in Louisville, Kentucky, um zusammen mit ihrem alten Geliebten und Partner Brick Williams (Austin Stoker) ihrem Vater Andy (Rudy Challenger) gegen den fiesen Gangster Pilot (D’Urville Martin) beizustehen…

Einer der schlechteren Action-Krimis mit Pam Grier. Da der Film auf PG getrimmt ist, halten sich die blutigen Schießereien in Grenzen, und Sadismen irgendeiner Art darf man natürlich erst recht nicht erwarten. Genauso gestaltet es sich mit der Erotik, denn zum einen ist die gute Pam hier zumeist überaus züchtig bekleidet und lässt auch nur in einer Bettszene kurz einen Sideboob aufblitzen. Als Co-Star ist Austin Stoker zu sehen, der im Anschluss die Hauptrolle in Carpenters ASSAULT ON PRECINCT 13 spielte. Insgesamt eher enttäuschend, da frei von Höhepunkten.


Serien

American Dad 14.04 – „Eier-Wahnsinn“

American Dad 14.05 – „Stan macht sich ein Bild“


06.04.19

Filme

DER AMBASSADOR (J. Lee Thompson, 1984) 6,5/10

Der amerikanische Botschafter Peter Hacker (Robert Mitchum) ist ein risikofreudiger Mensch, sehr zum Missfallen seines Sicherheitschefs Frank Stevenson (Rock Hudson). Doch während Peter versucht, den Friedensprozess im Mittleren Osten in Gang zu setzen, geht seine Frau Alex (Ellen Burstyn) mit dem arabischen Antiquitätenhändler Mustapha Hashimi (Fabio Testi) fremd. Nachdem sie beinahe bei einem Bombenattentat ums Leben kommt, treten Unbekannte an den Diplomaten heran, um ihn mit Videomaterial der beiden beim Sex zu erpressen…

Ambitionierter, recht spannender Polit-Thriller, der mit Leonards Roman (den ich auch mal lesen muss) wohl nur den Plotpoint mit der Erpressung gemein hat. Daher möchte ich ihn auch nicht mit der anderen Verfilmung von Cannon zwei Jahre später vergleichen.

NECRONOMICON (Brian Yuzna, Christophe Gans, Shusuke Kaneko, 1993) 6,5/10

Der Autor H.P. Lovecraft (Jeffrey Combs) besucht eine alte, orientalische Bibliothek, in der er heimlich das unter großen Sicherheitsvorkehrungen verwahrte, sagenumwobene Necronomicon studiert, um sich Inspiration für drei Geschichten um Tentakel-Monster, lebende Tote und im Untergrund lebende Aliens zu holen…

Mit u.a. Bruce Payne, Richard Lynch und David Warner. Mehr gibt es demnächst bei Evil-Ed

THE FRIGHTENED WOMAN (Piero Schivazappa, 1969) 8/10

Der sadistische Dr. Sayer (Philippe Leroy) entführt die junge Journalistin Maria (Dagmar Lassander), um sie in seiner Villa mit sadistischen Spielen zu quälen und zu unterwerfen. Um zu überleben, verwickelt die intelligente Frau ihn in ein Psycho-Duell…

Sehr schön ausgestatteter und musikalisch ansprechend untermalter, doppelbödiger Psycho-Thriller, der durch seine feine Ironie allerdings auch eine gewisse Misogynie zum Ausdruck bringt, was aber wohl der Zeit der sexuellen Revolution und des damit verbundenen sexuellen Erwachens der Frau in der patriarchischen Gesellschaft geschuldet ist. Unterhält durch seine außergewöhnliche Gestaltung im Pop Art Design, pointierte Dialoge und überraschende Wendungen aber ausgezeichnet.

IN THE FOLDS OF THE FLESH (Sergio Bergonzelli, 1970) 7,5/10

Es begab sich zu dem Abend, da die Polizei den Mörder Gorriot (Fernando Sancho) bis zu einer Villa am Meer verfolgt, wo Lucille (Eleonora Rossi Drago) gerade eine Leiche vergräbt. 13 Jahre später lebt Lucille immer noch dort mit ihrem Neffen Colin (Emilio Gutiérrez Caba) und Falesse (Pier Angeli), die das Anwesen von ihrem Vater, Onkel Andres (Alfredo Mayo) geerbt hat. Kurz hintereinander tauchen Cousin Michel, sein Kumpel Alex und schließlich der aus dem Gefängnis entlassene Gorriot bei der psychotischen Familienbande auf…

Ja, der ist ein schräges, recht frivol-zwielichtiges Vergnügen. Die dargebotene Theatralik und die psychedelischen Einschübe dürften nicht jedermanns Sache sein, etablieren aber eine eigentümliche Atmosphäre. Allerdings muss ich auch zugeben, dass die im Stakkato vorgetragenen Enthüllungen zum Finale hin im Endeffekt doch eher ermüden als überraschen. Ein kleiner Wermutstropfen.

Ach ja, es gibt Nazisploitation. Das ist, hm, selbst für diesen Film überraschend makaber.

THE CURSE (David Keith, 1987) 4/10

Der junge Zack (Wil Wheaton) lebt mit seiner Mutter Frances und seiner kleinen Schwester Alice auf der Farm seines verhassten Stiefvaters Nathan Crane (Claude Akins) und seines beschränkten Sohns Cyrus (Malcolm Danare). Eines Nachts schlägt ein Meteor auf ihrem Feld ein. Während ihr Nachbar, der Physiker Dr. Allen Forbes (Cooper Huckabee), dessen Herkunft und Beschaffung nicht bestimmen kann, drängt Charlie Davidson (Steve Charlisle), der Vorsitzende der Handelskammer des kleinen Ortes, darauf, den Vorfall zu verheimlichen, weil hier ein Wasserreservoir gebaut werden soll. Am nächsten Tag scheint sich der Meteor aufgelöst zu haben, seine Bestandteile sind als Flüssigkeit in den Boden gesickert. Schon bald ist ein Effekt des verunreinigten Grundwassers auf die Pflanzen, die hoch wachsen, doch ungenießbar sind, bemerkbar. Auch die Tiere benehmen sich zunehmend aggressiv. Als dann auch noch Frances durchdreht und von Nathan weggesperrt wird, versucht Zack, sich und seine Schwester vor einer Kontamination zu schützen…

Okay, der war nichts. Arm an Höhepunkten, unspannend und meist bar jeder Logik. Dazu fehlt es auch an sympathischen Charakteren; die Kinder sind nervig, Forbes ist selten dämlich, alles andere mehr oder minder ziemliche Arschlöcher.


Serien

American Dad 14.12 – „Der Oregon Trail“

American Dad 14.13 – „Gemeine Francine“

The Muppets Episode 3 – „Der Bär ist los“


07.04.19

Filme

DETOUR – UMLEITUNG (Edgar G. Ulmer, 1945) 8,5/10

Der Barpianist Al Roberts (Tom Neal) sitzt in einer Raststätte, mitten in der Nacht, irgendwo in Nevada. Er hat eine harte Zeit hinter sich, eine Geschichte, die er niemanden erzählen mag: Um seine Freundin Sue (Claudia Drake) zu heiraten, trampt er einmal quer durch die Staaten von New York nach Los Angeles. Er wird vom Buchmacher Haskell (Edmund MacDonald) mitgenommen, der aber in einer verregneten Nacht unvermittelt stirbt. Er nimmt dessen Identität an und setzt seinen Weg fort. Doch dann gewährt er ausgerechnet der verschlagenen Vera (Ann Savage) eine Mitfahrgelegenheit…

Am Anfang hatte ich noch so meine Probleme mit dem geschwätzigen Film, da Tom Neal teils ohne Punkt und Komma immer weiter brabbelt. Aber wenn er und Ann Savage sich später dann die Spitzen an den Kopf werfen, ist das höchst unterhaltsam. Das gestaltet sich dann so, dass der Pessimist Roberts, um seine Moral aufrecht zu halten, alles von Vera sarkastisch kommentiert, denn sonst würde er mit großer Sicherheit in seine Verzweiflung versinken, während sie ihm in gewissen Abständen, metaphorisch gesprochen, zynisch in die Eier tritt. Düsterer Shit, mit dem Typen will man nicht tauschen.


Serien

Criminal Minds 14.15 – „Wahrheit oder Pflicht“

CSI: Den Tätern auf der Spur 10.10 – „Romeo will sterben“

CSI: Den Tätern auf der Spur 10.09 – „Mit besten Grüßen, Dr. Jekyll“

American Dad 14.07 – „Klaustastrophe.tv“


Dear Diary – Das Filmtagebuch

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