Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 13 / 2019

Bevor sich jemand wundert, was denn mit Kalenderwoche 12 passiert ist; ich hab mich entschlossen, es ähnlich der Umstellung zur Sommerzeit zu machen, und einen Sprung in der Kalenderwoche gemacht. Da ich mit Kalenderwoche Zero begonnen hatte und damit quasi immer eine Wochenzahl hinter der normalen Zählung war, bin ich so jetzt wieder richtiggerückt. Am letzten Wochenende ist leider Filmemacher Larry Cohen von uns gegangen, weswegen ich mir eine Sichtung einiger seiner Werke gegönnt habe. Auch habe ich eine Retrospektive begonnen, die noch mit Teil 2+3 fortgesetzt wird. Das nahm recht viel Zeit in Anspruch, so dass ich nebenher nur ein wenig De Palma, etwas Blaxploitation und Italo-Krams geschafft habe. Außerdem war ich mal wieder mit meinem Bruder im Kino, um bei Marvel vor AVENGERS: ENDGAME auf dem Laufenden zu sein. Nächste Woche gibt es dann auch ein paar Worte zur neunten Staffel von THE WALKING DEAD, die am 1. April abgeschlossen wurde.


KW13 (18 Filme, 10 Serienfolgen)


25.03.19

Filme

DIE WIEGE DES BÖSEN (Larry Cohen, 1974) 7/10

Frank Davies (John P. Ryan) und seine Frau Lenore (Sharon Farell) sind frohen Mutes, denn sie steht kurz vor der Niederkunft. Auch Sohnemann Chris freut sich auf den Nachwuchs. Doch im Kreißsaal merkt Lenore, dass etwas nichts stimmt. Als Frank dort eintrifft, um eigentlich ein kleines Baby in seine liebenden Arme zu schließen, findet er die schrecklich zugerichteten Leichen des Personal und seine verstörte Frau vor. Polizei und Ärzte sind sich schnell einig, dass das Neugeborene eine gefährliche Missgeburt sei. Da der Fall Schlagzeilen macht und das Baby verschwunden bleibt, wird Frank aus seinem Job entlassen, durch den Skandal ist er für seine Firma nicht länger tragbar. Lenore ist ziemlich verstört, als sie wieder nach Hause kommt, entwickelt aber trotzdem mütterlich Gefühle für das mörderische Geschöpf…

DIE WIEGE DES SATANS (Larry Cohen, 1978) 5/10

siehe oben


Serien

Z Nation 05.03 – „Flucht aus Altura“

Family Guy 09.08 – „Wer nicht hören will, braucht Nieren“

American Dad 13.18 – „Bombenstimmung“


26.03.19

Filme

DIE WIEGE DES SCHRECKENS (Larry Cohen, 1987) 6/10

siehe oben

GOD TOLD ME TO (Larry Cohen, 1976) 7,5/10

Eine Reihe scheinbar unmotivierter Morde halten New York und speziell Det. Lt. Peter Nicholas (Tony Lo Bianco) in Atem. Die Täter geben alle an, dass Gott sie dazu aufgefordert hätte zu töten, sogar ihre Hände geleitet. Die Nachforschungen führen ihn zu dem Sektenführer Bernard Phillips (Richard Lynch). Die Konfrontation mit dem charismatischen, langhaarigen Mann stürzt den gläubigen Katholiken in eine persönliche Krise…

Wilder, mit allerlei Zutaten zugekleisterter Mystery-Thriller. Ist durchweg unheimlich und macht auch gehörigen Spaß, auch wenn es nicht immer Sinn zu ergeben scheint. Mehr dazu im nächsten Teil der Cohen-Retrospektive.


Serien

American Dad 13.19 – „Kloger“


27.03.19

Filme

SALEM II – DIE RÜCKKEHR (Larry Cohen, 1987) 5,5/10

Der Anthropologe Joe Weber (Michael Moriarty) kehrt nur widerwillig seiner Arbeit am Amazonas den Rücken, um sich um seinen Sohn Jeremy (Ricky Addison Reed) zu kümmern. Er zieht mit ihm nach Salem’s Lot, wo er geboren wurde und das Haus seiner Tante geerbt hat. Es stellt sich schnell heraus, dass die Stadt von Vampiren beherrscht wird. Deren Vorsitzender Richter Axel (Andrew Duggan) bietet ihm an, unbehelligt mit seinem Sohn in der Stadt zu bleiben, wenn er eine Chronik über die Vampir-Sippe schreibt. Die Aussicht auf diese exklusive Geschichte und den damit verbundenen Ruhm lässt ihn zustimmen. Als jedoch Jeremy schnell Anschluss findet und mit den Annehmlichkeiten des Daseins als Vampir liebäugelt, bereut er seine Entscheidung. Die Möglichkeit, sich der Blutsauger scheint gekommen, als der ehemalige Nazijäger Dr. Van Meer (Samuel Fuller) in der Stadt aufkreuzt…

Die Vampir-Gemeinde ist eine interessante Prämisse, die Idee, dass der Obervampir aus seinem Geltungsbewusstsein heraus eine Chronik haben möchte auch. Allerdings gestaltet sich das, bis auf das große Finale, als wenig aufregend. Sam Fuller rockt. Paar mehr Worte dazu gibt es im dritten Teil der Cohen Retrospektive.

SPIEL AUF ZEIT (Brian De Palma, 1998) 7/10

Cop Rick Santoro (Nicholas Cage) hält sich für den König von Vegas. Da passt es ihm gut, dass ihn sein alter Freund Commander Kevin Dunne (Gary Sinise) einlädt, bei einem großen Boxkampf bei ihm in der ersten Reihe zu sitzen. Er ist für die Sicherheit des Verteidigungsministers zuständig. Doch während des Kampfes kommt es zu einem Attentat, just als Dunne eine verdächtige Frau verfolgt und eine andere Frau mit blonder Perücke (Carla Gugino) mit dem Minister, der tödlich getroffen wird, redet. In der anstehenden Panik erschießt Dunne den Attentäter. Santoro reißt die Ermittlungen an sich, eigentlich um seinen Freund zu helfen. Doch selbst dem korrupten, selbstüberheblichen Polizisten kommt die Sache komisch vor. Er entdeckt, dass der Champ Tyler (Stan Shaw) absichtlich K.O. gegangen ist, um für Ablenkung zu sorgen. Entgegen seiner Gewohnheit beginnt Santoro mit ernsthaften Ermittlungen…

Geschickt konstruierter und überragend gefilmten Thriller mit einem voll aufgedrehtem Nic Cage, der leider zum Ende, wenn die Katze dann aus dem Sack ist, etwas an Spannung einbüßt.


28.03.19

Filme

DER PATE VON HARLEM (Larry Cohen, 1973) 6,5/10

Als schwarzer Junge im Harlem der 50er muss Tommy Gibson sein Auskommen mit Schuhputzen und kleinen Gaunereien sichern, wird dabei immer wieder vom weißen Cop McKinney (Art Lund) drangsaliert. Als erwachsener Mann hat sich Tommy (Fred Williamson) zum gefürchteten Gangster gemausert, der sich vorgenommen hat, Harlem zu übernehmen. Dafür legt er sich mit der Mafia an, und auch McKinney hat er nicht vergessen…

Typisches 70s-Blaxploitation-Kino, das durch seine straffe Inszenierung, der Präsenz Williamsons und die coole Musik von James Brown überzeugen kann. Mehr dazu demnächst im zweiten Teil der Larry Cohen Retrospektive.

AMERICAN MONSTER (Larry Cohen, 1982) 8/10

Ein Fensterputzer verliert bei der Arbeit seinen Kopf, Menschen verschwinden von Dächern und es regnet plötzlich Blut. Der Sommer in New York ist dieses Jahr nicht einfach nur heiß, es hängt etwas Bedrohliches über der Stadt. Die Cops Shepard (David Carradine) und Powell (Richard Roundtree) sind jedenfalls erst einmal ratlos. Ausgerechnet der Loser Quinn (Michael Moriarty) kommt dem Rätsel auf den Grund, als er von einem Raubüberfall flieht, dem er eigentlich nur als Fluchtwagenfahrer beiwohnen wollte. Er sucht im Dachstuhl eines Hochhauses Zuflucht, wo ein riesiges, fliegendes Untier sein Nest hat. Während Shepard und Powell einige Ritualmorde untersuchen und dabei dem Ursprung des Wesens auf den Grund gehen, versorgt Quinn das Vieh mit neuem Futter…

Ein Favorit meiner Jugend. Den hab ich bei der Erstausstrahlung im TV gesehen und gleich geliebt. Auch hier gibt es etwas mehr dazu im nächsten  Teil der Cohen Retrospektive.

STUFF – EIN TÖDLICHER LECKERBISSEN (Larry Cohen, 1985) 7/10

Auf dem Markt für Süßigkeiten und Desserts drängt ein neues Produkt, „The Stuff“, an die Spitze. Die Konkurrenz will sich das nicht bieten lassen und beauftragt den Privatdetektiv David „Moe“ Rutherford (Michael Moriarty), das Geheimnis hinter der farblosen Substanz herauszufinden. Er fördert mithilfe des Labor-Mäuschens Nicole (Andrea Marcovicci) schier Unglaubliches zu Tage…

Beschwingte wie spannende Thriller-Groteske. Mehr dazu gibt’s im dritten Teil der Larry Cohen Retrospektive zu lesen.


Serien

American Dad 13.22 – „Auf nach Mexiko“

American Dad 14.01 – „Santa, Schmanta“


29.03.19

Filme

AMBULANCE (Larry Cohen, 1990) 7/10

Comic-Zeichner Josh Baker (Eric Roberts) flirtet auf der Straße ein junge Frau namens Sheryl an. Sie hat plötzlich einen Kreislaufkollaps und bricht zusammen. Ein Krankenwagen kommt und transportiert sie ab, vorgeblich ins St. Francis Hospital. Josh verspricht, sie später dort zu besuchen. Doch Sheryl ist nie im St. Francis angekommen, wurde auch nicht in ein anderes Krankenhaus eingeliefert. Andernorts erwacht die junge Frau auf einer Liege, und ein Arzt (Eric Braeden) erzählt ihr, dass er ihre Diabetes heilen könnte. Ihr wird klar, dass sie als Versuchsobjekt dienen soll. Josh sucht indes Lt. Spencer (James Earl Jones) auf, der seine Sorge zu zerstreuen sucht. Doch Josh bleibt hartnäckig und durchstreift weiter die Straßen auf der Suche nach dem Ambulanzwagen, mit dem Sheryl verschwand…

Schnörkelloser, teils recht witziger Thriller. Später mehr dazu im dritten Teil der Larry Cohen Retrospektive.

SAHARA CROSS (Tonino Valerii, 1977) 6,5/10

Jean Bellard (Franco Nero) und Carl Mank (Michel Constantin) gehören zu einem bunt zusammen gewürfelten Team von harten Hunden, dass in der Wüste Tunesiens Erdölvorkommen erschließen soll. Sie sind bereits die zweite Besetzung, denn fast alle Mitglieder des ersten Teams wurden von Terroristen dahin gemeuchelt. Und tatsächlich verübt man auch auf sie bald ein Bomben-Attentat, bei dem sie glimpflich davon kommen. Als bei einem erneuten Überfall einer von ihnen getötet wird, nehmen sie die Verfolgung der Terroristen auf. Ihr Weg führt sie weit in die lebensfeindliche Wüste…

Actionreiches Abenteuer, dem es an positiven Identifikationsfiguren etwas mangelt. Denn selbst Franco Neros Bellard entpuppt sich als skrupelloses Arschloch. Davon ab aber recht unterhaltsam.


Serien

Castle 05.10 – „Bessere Hälften“


30.03.19

Filme

TÖDLICHES ERBE (Vittorio Sindoni, 1968) 5/10

Der taube Gleisarbeiter Oscar wird eines Tages von einem Zug überrollt, Schuld ist ein falsch gestelltes Gleis. Seinen drei Töchtern Simone (Femi Benussi), Colette (Valeria Ciangottini) und Rosalie (Giovanna Lenzi) kommt dieser Umstand sehr gelegen, denn der knauserige alte Mann hat ein schönes Sümmchen als Erbe zurückgelassen. Doch beim Notar gibt es lange Gesichter, denn Oscar hat verfügt, dass das Erbe nicht ausgezahlt wird, bevor der geistig zurückgebliebene Ziehsohn Janot (Ernesto Colli) volljährig ist. Das geht vor allem Jules (Isarco Ravaioli), Rosalies hoch verschuldeten Ehemann gewaltig gegen den Strich. Doch schon kurz darauf verteilen sich auch Jatons Gliedmaßen quer über die Gleise. Da ein Fernfahrer bestätigt, dass des Nachts die Schranke unten gewesen ist, ermittelt Inspektor Greville (Tom Drake) nun wegen Mordes. Doch es soll nicht der letzte unnatürliche Todesfall bleiben…

Streckenweise eher öder Giallo, der bis auf eine Handvoll spannender Szenen und der sehenswerte weibliche Cast nicht viel zu bieten hat.

CAPTAIN MARVEL (Anna Boden/Ryan Fleck, 2019) 6,5/10

Die Kriegerin Vers (Brie Larson) leidet unter wiederkehrenden Alpträumen um eine, ihr unbekannte, Frau, die sie nicht deuten kann. Trotzdem darf sie ihren ersten Auftrag für das Kree-Imperium unter ihrem Ausbilder Yon-Rogg (Jude Law) antreten und wird prompt von den feindlichen Krull gefangen genommen. Sie erwacht auf dem Schiff von Talos (Ben Mendelsohn), wo die Krull in ihrem Gedächtnis herumwühlen und seltsame Erinnerungen in ihr wachrufen, die die Krull zur Erde führen. Vers kann sich befreien und bringt das Krull-Schiff zum Absturz. Auf der Erde, es sind gerade die 90er-Jahre, trifft sie auf die Shield-Agenten Nick Fury (Samuel L. Jackson) und Phil Couson (Clark Gregg). Fury klebt ihr fortan an den Hacken, und sie muss erkennen, dass über ihre Vergangenheit sowie dem Konflikt zwischen den Krull und der Kree nicht so ist, wie es scheint…

Bunte Popcorn-Unterhaltung mit viel 90er-Zeitkolorit. Ist halt mal eine Marvel-Abenteuer, dass mehr auf das weibliche Zielpublikum gebürstet ist und macht in dem Sinne schon Spaß. Solider Marvel-Durchschnitt.

TEUFELSKREIS ALPHA (Brian De Palma, 1978) 7,5/10

Robin (Andrew Stevens), der Sohn von Regierungsagent Peter Sandza (Kirk Douglas), hat außergewöhnliche telepathische wie auch telekinetische Veranlagungen, weswegen ihn Peters Partner Ben Childress (John Cassavetes) ihn gerne für ein geheimes Programm rekrutieren würde. Da Peter sich nicht einverstanden zeigt, inszeniert Ben im Beisein von Robin ein Attentat auf ihn. Er kann so gleichsam eine Demonstration von Robins Kräften bewirken und den unliebsamen Vater loswerden. Doch tatsächlich überlebt der den Anschlag, wird aber fortan von Regierungsagenten gejagt. Durch seine Freundin Hester (Carrie Snodgress) hat er aber durchwegs Kontakt zum Forschungszentrum für telekinetisch Begabte, das von Dr. McKeever (Charles Durning) betrieben wird. Dort wird man auf die junge Schülerin Gillian (Amy Irving) aufmerksam, bei der eine große Veranlagung festgestellt wird. Durch sie hofft Peter seinen Sohn finden zu können…

Spannende Mischung aus SF- und Polit-Thriller. Stellenweise etwas lang geraten, und das Finale enttäuscht erst einmal, was De Palma aber durch einen fulminanten Schlusspunkt wieder wettzumachen weiß.


31.03.19

Filme

DIE PAGODE ZUM FÜNFTEN SCHRECKEN (Jeremy Summers, 1967) 5/10

Bei seinem Besuch in Hongkong wird ein New Yorker Geschäftsmann aus dem Fenster eines leeren Appartements geworfen. Commander Sanders (Rupert Davies) und Inspektor Chiao (Roy Chiao) tappen im Dunkeln, bis ihnen der Taxifahrer des Toten einen Brief übergibt, den er eigentlich zum Reporter Bob Mitchell (Robert Cummings) bringen sollte. Der Amerikaner vergnügt sich gerade am Pool mit den Schwestern Magda (Margaret Lee) und Ingrid (Maria Rohm), als ihn Inspektor Chiao zur Befragung aufsucht und ihm den Brief, in dem nur „Five Golden Dragons“ vermerkt ist, überreicht. Damit wird Mitchell in eine Reihe von Morden in der Unterwelt Hongkongs hereingezogen. Wer sind die fünf goldenen Drachen, und was haben die netten Schwestern mit ihnen zu tun?

Turbulenter, aber doch mitunter auch etwas langatmiger Krimi. Die deutsche Synchro ist nicht dolle, gerade weil man dem Helden immer dann lachen lässt, wenn er den Mund nicht bewegt, was etwas komisch anmutet. Nicht besonders aufregend.

CANNIBAL MAN (Eloy de la Iglesia, 1972) 7/10

Als er den Abend mit seiner jungen Freundin Paula (Emma Cohen) verbringt, gerät Fabrikarbeiter Marcos (Vicente Para) in einen handgreiflichen Streit mit einem Taxifahrer, den er dabei erschlägt. Nach einer gemeinsamen Nacht plagt Paula ihr Gewissen und will, dass sie sich bei der Polizei stellen. Doch Marcos ist da anderer Meinung und erwürgt das Mädchen. Er weiß noch nicht, wo er mit der Leiche hin soll, als sein Bruder Esteban (Charly Bravo), ein Fernfahrer, früher als erwartet nach Hause zurückkehrt. Als auch dieser ihm rät, sich wegen des Mordes an Paula der Polizei zu stellen, tötet Marcos auch ihn. Da Esteban kurz davor war zu heiraten, wird er bald von seiner Verlobten vermisst. Bald stapeln sich bei Marcos die Leichen, die er häppchenweise in der Lebensmittelfabrik, in der er arbeitet, entsorgt…

Ruhiges, aber mit einigen unappetitlichen Szenen gespicktes Horror-Drama. Wirkt heute wohl reichlich unspektakulär, ist aber als Sozialstudie einer spanischen Kleinstadt während der Franco-Diktatur durchaus interessant.

FIREFLASH – DER TAG NACH DEM ENDE (Sergio Martino, 1983) 7,5/10

Wir schreiben das Jahr 2019. Es ist inzwischen sechs Jahre her, dass die USA von den Eurakern angegriffen und die Welt darauf von einem Atomkrieg heimgesucht wurde. Nicht nur das Land ist verwüstet, auch die Menschheit scheint zum Untergang verdammt, da die Frauen nicht mehr gebärfähig sind. Die amerikanische Förderation befindet sich jedoch von Alaska aus wieder im Aufbau, und in New York soll es eine Frau geben, die, isoliert vom Fallout, die Rettung der Menschheit sein könnte. Man schickt den Einzelgänger Flash (Michael Sopkiw) mit zwei Begleitern dort hin. Doch im Big Apple lauern nicht nur feindselige Überlebende, die in der Kanalisation vor sich hinvegetieren, sondern auch die Euraker und die Bande des gefährlichen Affen-Mutanten Ape (George Eastman)…

Den hatte ich gar nicht mehr als derart blutig in Erinnerung. Allerdings kannte ich bisher auch nur meine geschnittene VHS. Mal wieder eine spaßige Mischung aus MAD MAX und DIE KLAPPERSCHLANGE, wie sie die Italiener Anfang der 80er so günstig und gleich im Dutzend heruntergekurbelt hatten.

FRIDAY FOSTER – IM NETZ DER SCHWARZEN SPINNE (Arthur Marks, 1975) 5,5/10

Da ihr Boss Verleger Monk Riley (Julius Harris) seinen Starfotografen Shawn North (Stan Stratton) an Silvester nicht ans Telefon bekommt, beauftragt er Friday Foster (Pam Grier), am Flughafen ein Foto von der Ankunft des Milliardärs Blake Tarrs (Thalmus Rasasula) zu machen, wofür sie sogar ihre beste Freundin Chloris (Rosalind Miles) versetzt. Am Flughafen wird sie dann Zeugin eines Attentat-Versuchs auf Tarr, wobei es ihr gelingt, ein Foto vom Täter, der als Polizist verkleidet ist, zu machen. Fortan ist auch ihr Leben in Gefahr, denn sie kommt dabei einer politischen Intrige auf die Spur, die darauf aus ist, die „Black Power“ Bewegung zu zerschlagen…

Das schwarze Schaf unter den Grier-Actionern der 70er, hier hat man sichtlich nur das Sex-Symbol und nicht die Powerfrau gecastet. Friday Foster ist selbstbewusst, ehrgeizig und neugierig, aber genauso naiv und willig. Gerade in der zweiten Hälfte des Films wirkt sie mehr wie ein instrumentalisiertes Betthäschen, das zwischen den Fronten umherirrt. Der Film selbst ist besoffen von seinen Klischees, kann aber dank zackiger Inszenierung einigermaßen unterhalten.


Serien

Navy CIS 11.23 – „Flucht aus Marseille“

American Dad 14.02 – „Verschwörungsparanoia“

Z Nation 05.04 – „Pacifica“


Dear Diary – Das Filmtagebuch

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

Mothersdirt

Nachrichten - hart aber ehrlich

Corlys Lesewelt

Lesen genießen ...

Apokalypse Film

Schaut vor der Apokalypse keine schlechten Filme!

GREIFENKLAUE - BLOG

Rollenspiel ^ Fanzines ^ Podcast ^ RPG-Szene ^RPG-News ^LARP ^ Tabletops ^ Dungeons ^Maps ^Minis

moviescape.blog

Texte über Filme, Serien, Popkultur, Laufen und das Vatersein.

Parkwelten

Freizeitparks, Kirmes & Co

Blaupause7

die Pause zur blauen Stunde

filmlichtung

There are no rules in filmmaking. Only sins. And the cardinal sin is dullness. (Frank Capra)

Mein Traum vom eigenen Buch

Der erste Schritt ... und hoffentlich viele danach

%d Bloggern gefällt das: