Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 11 / 2019

Das mit Montag hat nun doch nicht so ganz geklappt. Zumindest hab ich es dieses Mal zum Bergfest fertig. Mir ist aufgefallen, dass ich mit meiner Wochen-Zählung wohl etwas daneben liege, da ich erst die erste vollständige Woche als Kalenderwoche 1 geführt habe. Ich denke mal nicht, dass das zu sehr verwirrend ist, und behalte es erst einmal bei. Aber vielleicht überspringe ich dann auch einfach mal mittendrin eine Woche und pendel mich in den regulären Rhythmus ein, aber dann gebe ich bescheid. Diese Woche gab es gemischtes Programm, QUIGLEY DER AUSTRALIER soll noch ein Review für Movicfreakz.de werden, das es sich aber gerade erst noch in der neuen Domain bequem machen muss; aber dazu später mehr. Zwei Filme waren es für den Obscure Shit Bereich, einer vielleicht ein Kandidat für Badmovies.de, wäre mal wieder Zeit. Und einen könnte ich bei Italo-Cinema.de unterbringen, aber das ist wieder so eine Zeitfrage. Ich suchte gerade wieder ganz schön AMERICAN DAD, aber damit bin ich die Woche wohl auch durch. Nächste Woche steht ja das Season Finale von THE WALKING DEAD an, da werde ich wohl einiges am Wochenende nachholen, um Montag bei meinem Bruder mitschauen zu können. Im nächsten Eintrag gibt es ganz viel Larry Cohen, der sich nun auch verabschiedet hat. Genauso ein Bekannter von mir, der wohl seinen zweiten Schlaganfall nicht überlebt hat. 50 Jahre, das ist doch kein Alter, um abzutreten…


KW11 (13 Filme, 16 Serienfolgen)


18.03.19

Serien

American Gods 02.02 – „The Beguiling Man“

American Dad 13.04 – „Porträt von Francines Geschlechtsteilen“


19.03.19

Filme

COLD EYES OF FEAR (Enzo G. Castellari, 1971) 5/10

Lebemann Peter Bedell (Gianni Garko) reißt in einem Londoner Nachtclub die schöne Anna (Giovanna Ralli) auf, deren Begleiter etwas zu tief ins Glas geschaut hatte. Er nimmt sie mit in die Stadtvilla seines Onkels, einem Richter (Fernando Ray). Als sie in der Küche rummachen, kündet die Leiche des Butler davon, dass sie nicht allein sind. Der nervöse Gangster Quill (Julian Mateos) hat sie schon eine Weile aus dem Schatten beobachtet und gibt sich bedeckt, was sein Anliegen anbelangt. Kurz darauf steht der Polizist Arthur Welt (Frank Wolff) vor der Tür, der sich Peter mit einem Schlag direkt ins Gesicht vorstellt. Er hat Quill vorgeschickt und sucht im Haus nach einem Schriftstück, weil er noch eine Rechnung mit dem Richter offen hat…

Von Castellaris Trademarks ist hier, bis auf die schön gefilmte Explosion, nichts zu sehen. Auch der Mord per Auto entbehrt jeder Dynamik. Viel passiert im Film wirklich nicht, und die Auflösung haut auch nicht aus den Socken. Kein Wunder, dass Enzo dann lieber bei Western, Polizieschi und Kriegsfilmen geblieben ist.

CARRIE – DES SATANS JÜNGSTE TOCHTER (Brian De Palma, 1976) 9/10

Das Teenager-Leben ist ein hartes Brot für das Mauerblümchen Carrie (Sissy Spacek); in der Schule wird sie gehänselt, zu Hause von ihrer fanatisch religiösen Mutter (Piper Laurie) gegängelt. Als bei ihr nach dem Sportunterricht eines Tages unter der Dusche ihre erste Periode einsetzt, nehmen dies die anderen Mädchen aus ihrer Klasse mal wieder zum Anlass, ihr übel mitzuspielen. Gedemütigt und völlige am Ende erwachen in Carrie verborgene Kräfte. In ihnen bahnen sich der Frust und der Zorn der heranwachsenden, jungen Frau, aber auch die Hoffnung auf ein normales Leben, ihren Weg nach außen…

Immer noch einer der besten Horrorfilme der 70er. Das Buch kenne ich nicht, aber De Palma inszeniert viel aus dem High School Leben heraus, lässt uns Hoffnung schöpfen, dass Mauerblümchen Carrie nun endlich ein normales, selbstbestimmtes Leben beginnen kann. Umso bedrohlicher hängt die nahende Katastrophe über dem Film. Grandios!


Serien

American Dad 13.08 – „Aus der Bahn geworfen“

American Dad 13.09 – „Die Hexen von Langley“


20.03.19

Filme

QUIGLEY DER AUSTRALIER (Simon Wincer, 1990) 8/10

Der amerikanische Scharfschütze Quigley (Tom Selleck) kommt mit Aussicht auf eine gute Auslöse und ein fürstliches Gehalt nach Australien, um für den Großgrundbesitzer Marston (Alan Rickman) Dingos zu jagen. Doch auf dessen Ranch angekommen, erweisen sich die Dingos als ansässige Aborigines. Angewidert lehnt der Amerikaner das Anliegen Marstons ab. Der Großgrundbesitzer lässt ihn darauf zusammen mit der eigenwilligen Crazy Cora (Laura San Giacomo) im Outback aussetzen…

Der Film vereint erstaunlich gut sein humanistisches Grundanliegen und einen Waffen-Fetischismus, der NRA-Anhängern feuchte Träume beschert. Review auf Movicfreakz folgt in Kürze. Derzeit behindert uns noch der Server-Umzug.

FBI JAGT PHANTOM (1966) 6/10

George Nader als ebenso smarter wie verführerischer Agent der NSA. Sein Widersacher ist hier Richard Kiel, der schon lange vorm KAMPF UM DIE FÜNFTE GALAXIS als gutmütiges Werkzeug dunkler Mächte ausgesandt wird, um die Erde mittels einer Androiden-Armee zu unterjochen. Naives, aber teils recht charmantes Agenten-Abenteuer mit SF-Einschlag.


Serien

Die Simpsons 17.21 – „Gott gegen Lisa Simpson“

American Dad 13.10 – „Schöner Abend für eine Spritztour“

American Dad 13.11 – „Bazooka Steve“


21.03.19

Filme

COFFY DIE RAUBKATZE (Jack Hill, 1973) 7,5/10

Die resolute Krankenschwester Coffy (Pam Grier) gibt sich als Prostituierte aus, um an die bösen Jungs des Drogensyndikats zu kommen. Die fiesen Kerle sollen dafür büßen, dass ihre Schwester an einer Überdosis krepiert ist. Ihr einziger Freund ist der Cop Carter (William Elliott), der allerdings von ihrem Rachefeldzug nichts weiß. Außerdem unterhält sie eine Affäre mit dem schwarzen Abgeordneten Brunswick (Booker Bradshaw). In ihrem Fadenkreuz stehen vor allem der Ober-Pimp King George (Robert DuQui) und Gangster Aturo Vitroni (Allan Arbus). Doch die werden von höherer Stelle protegiert…

Da schau her, den kannte ich tatsächlich noch gar nicht. Lustig, dass Hill z.B. die Hütte später noch in „Foxy Brown“ recycelt hat, auch scharfe Waffen in der Haarpracht zu verstecken, hatte Pam Grier hier schon drauf. Der Film ist sogar noch eine Spur rauher und brutaler (u.a. Schrotflinte ins Gesicht), lustigerweise ist Coffy jetzt jugendfrei, Foxy nicht. Die Grier darf hier auch mehr ihre Rolle aus den Filipino-WiP-Trashern davor channeln, da sie sich, zur Tarnung, als Nutte verdingt. Sie konnte aber schon schön Arsch treten damals. Das hat wieder richtig Spaß gemacht.


Serien

Criminal Minds 14.13 – „Einsame Herzen“

American Dad 13.12 – „Camp Campawanda“


22.03.19

Filme

HARLEKIN (Simon Wincer, 1980) 7,5/10

Der kleine Alex, Sohn von Senator Nick Rast (David Hemmings) und seiner Frau Sandra (Carmen Duncan) ist unheilbar an Leukämie erkrankt. Als er ins Koma fällt, tritt unvermittelt ein fremder Mann, Gregory Wolfe (Robert Powell), in ihr Leben, der durch obskuren Zauber den Jungen heilt und darauf bei der Familie verweilt. Er freundet sich mit Alex an und auch Sandra entwickelt tiefe Gefühle für den mysteriösen Fremden, was dem Senator, obwohl er selbst schon lange eine Geliebte unterhält, und vor allem den Leuten hinter ihm ein Dorn im Auge ist…

Australischer Mystery-Thriller, der eher harmlos beginnt, aber schnell ans Eingemachte geht, dabei aber ohne großes Blutvergießen auskommt. Die Filmlandschaft down under ist immer wieder für eine Überraschung gut, wie auch diese kleine Perle beweist.

MACHO MAN (1985) 7/10

Der Boxer Danny Wagner (Rene Weller) steht nach dem Training der jungen Sandra (Bea Fiedler) gegen ein paar Drogendealern bei. Am nächsten Tag kann er mit seinem besten Kumpel, Karate-Champion Andreas Arnold (Peter Althof), einen Banküberfall vereiteln. Jetzt haben die beiden die Faxen dicke und sagen der Nürnberger Unterwelt den Kampf an…

LEBEN & STERBEN IN L.A. (William Friedkin, 1985) 8/10

Als der Partner von Secret Service Agent Richard Chance (William Petersen) kurz vor seiner Pensionierung einer Spur zu einem Geldfälscherring nachgeht und erschossen wird, nimmt Adrenalinjunkie Richard die Sache persönlich. Mit seinem neuen Partner John Vukovich (John Pankow) rückt er dem skrupellosen Fälscher Eric Masters (Willem Dafoe) auf die Pelle. Und er nimmt dabei keine Rücksicht auf Verluste…

Petersen als Cop im Adrenalinrausch, während die Verbrechen von Willem Dafoe zwar skrupellos, aber sexy sind. Schnörkelloser, ästhetisch hochwertiger Cop-Thriller mit einer Überdosis 80s durch den Soundtrack von Wang Chung.

DIE HURE (Ken Russell, 1991) 7/10

Die Prostituierte Liz (Theresa Russell) muss sich auf den Straßen von L.A. mit ihrem fiesen Zuhälter Black (Benjamin Nouton), gewalttätigen Kunden oder komischen Obdachlosen wie Rasta (Antonio Fargas) herumschlagen…

Groteske Großstadt-Ballade, die in einer einzigen Nacht den Abriss eines ganzen Lebens wiedergibt. Theresa Russell trägt den Film als naive Arbeiterin der Nacht, der das Schicksal übel mitgespielt und die sich in ihres ergeben hat. Nimmt kein Blatt vorm Mund.


Serien

Die Simpsons 18.02 – „Jazzy und die Puzzycats“

Die Simpsons 18.03 – „Homer, hol den Hammer raus!“


23.03.19

Filme

AVENGERS: INFINITY WAR (2018) 8,5/10

Was soll man da groß zu sagen? Glorreiche Kumulation aller Tugenden, die sich die Marvel-Filme in der Phase 1 bis 3 angeeignet haben. Es ist der bisher größte Comic-Film, der allerdings auch nicht gänzlich frei von Fehlern ist (etwa ist Quill hier eine ganz schöne Nerv-Backe). Es ist eigentlich nicht der Film der Avengers, im Mittelpunkt steht nämlich eindeutig Thanos, großartig verkörpert von Josh Brolin. Der Film verliert am heimischen Apparillo etwas an optischer Wucht, der gehört wirklich auf die große Leinwand. Das ist Erlebnis-Kino in Reinkultur.

BOTSCHAFTER DER ANGST (1962) 8/10

Raymond Shaw (Laurence Harvey) kommt aus dem Korea-Krieg und wird als Held gefeiert. Das kommt seiner Mutter Eleanor (Angela Lansbury) gerade recht, um es für den Wahlkampf ihres zweiten Mannes, des naiven, aber aggressiv gegen kommunistische Umtriebe wetternden Senator Iselin (James Gregory), auszuschlachten, womit Raymond argwöhnt. Sein Kommandant Major Marco (Frank Sinatra) leidet indes unter Alpträumen, in denen er sieht, dass er, Raymond und ihre Kameraden von einem russischen Wissenschaftler vorgeführt werden und Raymond dabei ohne mit der Wimper zu zucken einen von ihnen abknallt. Er geht der Sache nach, stößt bei den Verantwortlichen in Washington aber zunächst auf taube Ohren. Doch dann gerät er mit Raymonds Hausmann Chunjin (Henry Silva) aneinander, den er für einen koreanischen Spion hält. Er ist sich nun sicher, dass sie alle in einem Umerziehungslager gefangen waren und Raymond von den Kommunisten zu einer willfährigen Tötungsmaschine umprogrammiert wurde…

Spannender Polit-Thriller und zugleich bissiger Kommentar auf die Kommunisten-Hatz der 50er. Verwundert er einem anfangs damit, wie offenherzig der Film mit seinen Geheimnissen umgeht, schlägt er später immer wieder Haken, so dass er immer wieder an der Spannungsschraube ziehen kann.


24.03.19

Filme

TERRIFIER (Damien Leone, 2016) 4,5/10

Die Freundinnen Tara (Jana Kanell) und Dawn (Catherine Corcoran) begegnen nach einer Halloween-Party in einer dunklen Gasse einen furchteinflößenden Clown (David Howard Thornton), der ihnen sogar in eine kleine Pizzeria folgt. Als sie den Heimweg fortsetzen, bemerken sie einen platten Reifen und rufen ihre Freundin Victoria (Samantha Scaffidi) an, die lieber lernt, anstatt zu feiern, um sie abzuholen. Währenddessen richtet Art, der Clown, in der Pizzeria ein Blutbad an. Als Tara in einem Haus, das gerade von Ratten gesäubert werden soll, das stille Örtchen aufsucht, taucht Art bei Dawn im Auto auf. Der Anfang eines grausamen Martyriums für die beiden jungen Frauen…

Der war jetzt wirklich nicht der Burner. Das Schlachtvieh war einem herzlich egal, gerade weil das Final Girl erst so spät dazu stieß. Von ihr wusste man ja auch nur, dass sie an Halloween lieber lernt und zu doof und nett ist, ihre Freundinnen abzuholen, obwohl überall in den Nachrichten vor einem Killer-Clown gewarnt wird, der dort sein Unwesen treibt. Zwei Gore-Szenen waren ziemlich derbe, Stichwort Säge, und die Sache mit dem Gesicht und den Titten war so daneben, dass es schon wieder lustig war. Dass das Ende wieder an den Anfang verweist, sollte wohl schocken, aber dessen war man sich schon gewahr, als sie im Rollstuhl mit dem Rücken zu einem saß. Wer das da nicht gleich kapiert hat, ist nun wirklich reichlich doof. Das Problem war einfach, dass versucht wurde, mit jedem Opfer eine neue Spannungssequenz aufzubauen, die dann durch einen derben Mord aufgelöst wird. Das ermüdete dann ganz schnell. Damit reiht sich „Terrifier“ tatsächlich zu vielen berüchtigten, weil übermäßig brutalen, aber dafür umso dramaturgisch armseliger beschlagenen Genre-Vertreter der frühen 80er ein. Wer auf so was steht, wird hier seinen Spaß haben. Only for gorehounds!

DER MANN MIT DEM KARATESCHLAG (Chang Tung-Man & Pecnai Naolod, 1973) 5,5/10

Ein asiatischer Giallo und damit eine feine Kuriosität. Ein Frauenmörder macht Hongkong unsicher; ist der Mörder der ausgebrochene Irre, gespielt von Bolo Yeung, oder vielleicht der Freund der Reporterin, die den  Fall untersucht? Wer hier gediegene Kampfsport-Unterhaltung erwartet, wird sicherlich enttäuscht. Das ist ein ziemlich sleaziger Krimi.

  • Obscure Shit No 20 (coming soon)

Serien

American Dad 06.11 – „Süchtig ist der Mann“

American Dad 06.12 – „Ein Held wie Du und Ich“

American Dad 06.13 – „Stan Salvation“

American Dad 06.16 – „Steve schlägt zurück“

American Dad 06.18 – „Der große Weltraum-Roast“


Dear Diary – Das Filmtagebuch

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