Dear Diary… on the watch: Kalenderwoche 05/2019

Allmählich komme ich in meinen Rhytmus, was mein Filmtagebuch angeht. Diese Woche habe ich tatsächlich zwei ganze Serien-Staffeln geschafft; zum einen die 8-teilige Mini-Serie MATRJOSCHKA (Kunststück bei 24 Minuten pro Folge), zum anderen die dritte Staffel der Sci-Fi-Serie THE EXPANSE, auf die ich mich schon sehr lange gefreut hatte. Der US-Start war schon im Frühling letzten Jahres. Wollen wir hoffen, dass Staffel 4 nicht so lange auf sich warten lässt. Meine intensivierte Sichtung der Filme des Film Noir habe ich zwischenzeitlich mit einigen Asia-Filmen aufgelockert. Und ich habe endlich die eigentliche SAW-Reihe beendet. Das 3D-Erlebnis war jetzt nicht überwältigend, und es wartet damit auch JIGSAW auf seine Zweitsichtung.


KW05 (13 Filme, 37 Serienfolgen, 1 Fußballspiel)


04.02.19

Film

DIE NARBENHAND (Frank Tuttle, 1942) 7/10

Der zwielichtige Nachtclubbesitzer Gates (Laird Cregar) versucht, den Profikiller Raven (Alan Ladd), der für ihn einen Erpresser beseitigte, mittels geklauten und nummerierten Geldes hereinzulegen. Gejagt von der Polizei flüchtet Raven mit dem Zug nach Los Angeles, wo er auf die Magierin Ellen Graham (Veronica Lake) trifft, die ausgerechnet eine Stelle bei Gates anzutreten gedenkt und mit einem Polizisten verlobt ist. Für Raven ist sie nur ein Werkzeug für seine Rache, doch sie müssen gemeinsam feststellen, dass noch viel mehr hinter der Sache steckt und sie aufeinander angewiesen sind, um die Machenschaften der Männer hinter Gates aufzudecken…

Recht flotter Noir, der allerdings im letzten Drittel reichlich platt, inkl. Westentaschen-Psychologie und Hurra-Patriotismus, daher kommt. Ladd und Lake geben eine gute Vorstellung ab, auch Cregar als schmieriger, aber eher hilf- und harmloser Handlanger. Highlight ist aber Marc Lawrence‘ Auftritt als Henchman Tommy, der recht subtil eine mehr als professionelle Freude am Töten offenbart. Ansonsten ist der Film gefällig gefilmt, obgleich technisch nicht sehr raffiniert, und spannend erzählt.


05.02.19

Filme

DER GLÄSERNE SCHLÜSSEL (Stuart Heisler, 1942) 7,5/10

Die ehemalige Unterweltgröße Paul Madvig (Brian Donlevy) will in die Politik und pflegt deswegen neuerdings Verbindungen zu Ralph Henry, der für den Senat kandidiert. Außerdem macht er dessen hübscher Tochter Janet (Veronica Lake) den Hof. Als Henrys Sohn Taylor von Madvigs rechter Hand Beaumond (Alan Ladd) tot aufgefunden wird, gerät der Ex-Gangster ins Visier der Ermittlungen. Seine Schwester Opal hatte nämlich ein Verhältnis mit dem spielsüchtigen Taylor. Beaumond geht der Sache nach, und seine Ermittlungen führen ihn zu Madvigs alten Widersacher Varna (Joseph Caiella)…

Schöner Film Noir mit einem verzwickten Plot. Das Duo Ladd & Lake geben hier aber anfangs nicht das Tempo vor, gerade die schöne Veronica ist nur in einer größeren Nebenrolle zu sehen. Das Herz des Films ist nämlich Brian Donlevy, der seinen „guten“ Schurken mit viel Verve gibt.

SAW 3D: VOLLENDUNG (Kevin Greutert, 2010) 5/10

Erzählerisch wohl der schwächste Film der Reihe, bietet man hier vor allem eine Splatter-Show auf, die durch das 3D-Gimmick allerdings wenig Mehrwert erhält.


Serien

Familiy Guy 15.12 – „DJ Peter“

Family Guy 07.03 – „Reise ins Reich“

Castle 02.11 – „Die fünfte Kugel“

Robot Chicken 09.11+12

Archer 05.03 – Archer Vice: „A Debt of Honor”


Fußball DFB Pokal Achtelfinal: Dortmund – Bremen 3:3 / 2:4 nach Elfmeter


06.02.19

Filme

AUSGESTOßEN (Carol Reed, 1947) 8,5/10

Nach einem missglückten Raubüberfall mit einem Toten irrt der irische Freiheitskämpfer Johnny McQueen (James Mason) verletzt durch Dublin. Da die Polizei eine Belohnung auf ihn aussetzt, sind ihm nicht alle Menschen, die er trifft, wohlgesonnen. Während seine Komplizen verraten werden und im Feuergefecht mit der Polizei sterben. Nur Kathleen (Kathleen Ryan) glaubt noch daran, ihn retten zu können. Sie wird immer wieder von einem Inspector (Dennis O’Dea) aufgesucht, der überzeugt ist, Johnny bei ihr zu erwischen. Doch der fällt immer weiter ins Delirium, die Flucht durchs winterliche Dublin wird für ihn zum Albtraum…

Boah, war der gut! James Mason tritt nach der unauslöschbaren Schuld, einem Menschen das Leben genommen zu haben, seine Reise in die Verdammnis an. Ein verdammt düsteres Werk, Johnny McQueen wird von allen Menschen abgewiesen, selbst denen, die ihm nichts böses wollen. Und die, die ihm ihre Hilfe anbieten, werden von niederen Beweggründen getrieben. Nur Kathleen will sein leuchtender Stern sein in dieser Nacht, denn sie liebt ihn, auch wenn er diese Liebe nicht erwidert, da Liebe etwas ist, für das er in seinem Leben keinen Platz hat. Und so irren beide durch die Nacht, ohne Chance, einander rechtzeitig zu finden und in eine gemeinsame Zukunft zu blicken.

DER BISS DER SCHLANGENFRAU (Ken Russell, 1988) 7,5/10

Jung-Archäologe Angus Flint (Peter Capaldi) findet bei Ausgrabungen am Haus der Trent-Schwestern Eve (Catherine Oxenberg) und Mary (Sammi Davis) in D’Ampton einen seltsamen, etwa 1000 Jahre alten Reptilien-Schädel. Von Lord James (Hugh Grant) erfährt er von einem legendären Riesenwurm, der die Gegend zur Zeit der Römer in Angst und Schrecken versetzt haben soll. Gleichzeitig ist Lady Sylvia Marsh (Amanda Donohoe) in ein Tempelhaus im Wald zurückgekehrt. In der Folge verschwinden Menschen, andere haben Visionen und verhalten sich merkwürdig…

Als reinrassiger Horrorfilm taugt der natürlich nicht. Doch man merkt schon deutlich, dass der Film sich seiner Absurdität durchaus bewusst ist, und so entspinnt sich ein sexuell aufgeladenes und mit spitzzüngigen Humor wie gleichsam tapsiger Situationskomik unterlegtes Grusel-Vergnügen. Als Trash würde ich den nicht sehen, ich glaube nicht, dass Russell jemals vorhatte, hier einen ernsthaften Horrorfilm abzuliefern.


Serien

Family Guy 15.13 – „Grauer Star und Geigenkunst“

Matrjoschka 01 – „Nichts ist leicht in diesem Leben“

American Dad 10.10 – „Familyland”

Robot Chicken 09.13+14


07.02.19

Filme

THE SUSPECT (Ringo Lam, 1998) 6/10

Der noch minderjährige Lee (Louis Koo) wird 1986 wegen eines Attentats verhaftet und zu einer vierzigjährigen Haftstrafe verurteilt. Doch er hat Glück und kommt nach einem Regime-Wechsel nach nur 11 Jahren aufgrund guter Führung aus dem Knast. Sein ehemaliger Boss, der skrupellose Chan Hung (Simon Yam), lässt ihn vor den Toren des Gefängnisses abholen und in ein Hotel bringen, wo eine Prostituierte auf ihn wartet. Einige Stunden später klingelt das Telefon, und Chan Hung fordert ihn auf, vom Hotelzimmer aus einen Politikermit einem Raketenwerfer zu töten. Lee weigert sich. Der Politiker wird trotzdem ermordet, von Lees bestem Kumpel Max (Julian Cheung), und er selbst als Hauptverdächtiger gejagt. Mit der Journalistin Annie (Ada Choi) flieht er vor der Polizei. Max scheint jetzt der Retter in letzter Sekunde. Er kann Lee das Leben retten, doch sie landen in Polizeigewahrsam. Und für Hung, der inzwischen in der Politik mitmischt, ist er immer noch eine Gefahr…

In diesem Film wollte Regisseur Lam mal wieder etwas zu viel und machte leider nicht viel richtig. Für einen Thriller fehlt dem Film die nötige Ruhe für das Setup und genauso eine Gewitztheit, die dem Script vollkommen abgeht. Für ein Drama stimmt die Chemie zwischen den Darstellern über lange Zeit nicht, erst zum Ende bekommt der Film diesbezüglich die Kurve, aber da ist er auch schon wieder vorbei. Vor dem Hintergrund politischer Unruhen auf den Philippinen halten nur die gewohnt routinierten Action-Set-Pieces die jeweiligen Versatzstücke zusammen. Aber für einen reinrassigen Actionfilm ist das Ganze dann auch zu dröge und überfrachtet. Aber Lam hatte öfters Probleme mit seinen Filmen, wenn er sie gleichzeitig als Kommentar zum internationalen, politischen Geschehen verstanden wissen wollte; der bessere „Undeclared War“ und der eher mäßige „Cover Hard 3“ schlagen da in dieselbe Kerbe.

FULL ALERT (Ringo Lam, 1997) 8/10

Nach dem Mord an einem Architekten verhaftet der Polizist Pao (Lau Ching-Wan) den Sprengstoffexperten Kwan (Francis Ng). Bei ihm in der Wohnung werden Explosivstoffe und der Plan eines Tresors gefunden. Kwan schweigt sich dazu aus. Bei dem Versuch seiner Komplizen, ihn aus dem Polizeigewahrsam zu befreien, stirbt ein junger Kollege Paos. Dann kann Kwan aus dem Gefängnis fliehen. Zwischen den Kontrahenten entspinnt sich ein perfides Katz-und-Maus-Spiel, bei dem alsbald auch Paos Familie bedroht wird…

So kann’s kommen. Bei der Erstsichtung hat mich der Action-Krimi irgendwie nicht wirklich abgeholt, und dieses Mal hat er mir ausnehmend gut gefallen. Lam gelang hier eine spannende Moment-Aufnahme der Befindlichkeiten in der Da-noch-Kronkolonie kurz vor der Übergabe an China. Die Nerven liegen blank, und während Lau Ching-Wans Pao damit hadert, seine Dienstwaffe einsetzen zu müssen und dabei weder in der Lage scheint, ein guter Cop zu sein, noch seiner Familie die Liebe und den Halt zu geben, die sie von ihm benötigt, versucht Kwan die Vergangenheit hinter sich zu lassen und in eine neue Zukunft zu starten. Doch der erste Baustein für diese Zukunft ist ein Mord, sein Traum von vornherein zum Scheitern verurteilt. Hingegen zum folgenden „The Suspect“ greift hier ein Story-Strang nahtlos in den nächsten, Dramaturgie, Charakterentwicklung und die vermittelte Stimmung ergeben ein rundes Ganzes, dass einen nicht unberührt lässt. Einziger Kritikpunkt ist dieses Mal der Score, denn hingegen zu den westlich-rockigen Klängen früherer Werke kommt hier ödes HK-Synthiepop-Gedüdel zum Einsatz. Einzig das abschließende, dezent Piano-Stück kann überzeugen und rundet das Ende würdig ab.


Serien

Matrjoschka 02 – „Die Flucht“

Matrjoschka 03 – „Ein warmer Körper“

Matrjoschka 04 – „Alans Routine“

Matrjoschka 05 – „Überlegenheitskomplex“

Matrjoschka 06 – „Reflexion“

CSI – Den Tätern auf der Spur 02.22 – „Tod in Miami“

Navy CIS 15.05 – „Dschungelkrieg“

Robot Chicken 09.15+16


08.02.19

Film

BANGKOK DANGEROUS (Oxide & Danny Pang, 1999) 7,5/10

Der taubstumme Kong ist ein Außenseiter. Seine einzigen Freunde im Großstadtdschungel Bangkoks sind sein Partner Jo und dessen Freundin Aom, eine Stripperin. Er und Jo sind Auftragsmörder, präzise und skrupellos. Als Kong die Apothekenhelferin Fon kennen lernt, überdenkt er sein Leben. Doch Fon will ihn nicht mehr sehen, weil er nach einem Date ein paar Gauner ermordete, die sie überfallen wollten. Und auch auf der Arbeit droht Ungemach, denn nach einem heiklen Job an einem Politiker stehen er und Jo als potentielle Mitwisser selbst auf der Abschussliste…

Die Story ist zwar reichlich abgenudelt, aber die Pang-Brothers erzählen ihre Killer-Ballade mit viel Verve. Und gerade stilistisch gehen sie dabei sehr einfallsreich zu Werke. Angelehnt an Videoclips, das neue HK-Kino (speziell Wong Kar Fais „Fallen Angels“) und japanische DTV-Actionfilme kreierten sie, trotz sichtlich geringem Budgets, einen Hingucker von einem Film, der das Portät einer verlorenen Seele zeichnet, die aufgrund der körperlichen Defizite nicht in der Lage scheint, ihren Emotionen Ausdruck zu verleihen. Die Konserven-Popmusik, die vielen asiatischen Produktionen als Untermalung dient, wertet das Ganze leider ein wenig ab.


Serien

Matrjoschka 07 – „Der Ausweg“

Matrjoschka 08 – „Ariadne“

Die Mini-Serie um Natasha Lyonne ist für mich die erste große Serien-Überraschung des Jahres. Wohl eine der interessantesten Bearbeitungen des „Täglich grüßt das Murmeltier“-Prinzips, lebensbejahend und mit einem Hang für abstruses und abseitiges.

The Expanse 03.01 – „Kampf oder Flucht“

The Expanse 03.02 – „IFF“

The Expanse 03.03 – „Sichere Zerstörung“

The Expanse 03.04 – „Nachladen“

Robot Chicken 09.17+18


09.02.19

Filme

HONGKONG CONNECTION – ON THE RUN (Alfred Cheung, 1988) 8/10

Im heruntergekommenen Hongkong des Jahres 1997 gerät Bill (Yuen Biao), dessen Ex-Frau, eine Drogenfahnderin, von einer Killerin exekutiert worden ist, in eine Intrige aus Korruption und Drogenhandel. Während sich aus den Reihen der Gesetzeshüter alle gegen ihn zu wenden scheinen, erhält er Hilfe von unerwarteter Seite…

Düsterer, gnadenloser Thriller, dessen Pro- wie auch Antagonisten einzig von Existenz-Ängsten angesichts des Anschlusses 1997 an China (okay, die Killerin kommt aus einer anderen, aber auch sehr armen Gegend im Goldenen Dreieck) angetrieben werden. Der Film macht keine Gefangenen und geht auch mal dahin, wo es wirklich weh tut. 1988 war das Jahr der Wiedervereinigung noch 9 Jahre hin, aber es spukte schon lange im Kopf des kollektiven Bewusstseins. Der Film artikuliert die Angst vieler Bewohner, dem kommunistischen System nicht mehr in den Kram zu passen und zum Spielball chinesischer wie auch russischer Interessen zu werden, und damit Job und Leben in Gefahr zu sehen. Sein augenscheinlich knappes Budget spielt der Inszenierung dabei sogar in die Hände, da alles sehr viel reduzierter und so auch intensiver wirkt, da man nur in anonymen Hinterhöfen, Wohnblöcken und Büros agiert und Plätze von Wiedererkennungswert meidet. Der passte thematisch sehr schön zu Ringo Lams „Full Alert“ von 1997, den ich Donnerstag erst gesehen habe. Man erkennt, dass sich die Einstellung der HK-Chinesen zu ihrer „Rückkehr“ in den Schoß der Verwandten vom Festland, mit denen man eigentlich nicht mehr viel gemein hat, in dieser Zeit kaum geändert hatte. Hier wie dort herrscht ein lähmendes Gefühl der Unsicherheit vor, welches durch das Streben nach materiellen Reichtum oder übergeordneter Gerechtigkeit zu kompensieren gesucht wird.

THE BIG BULLET (Benny Chan, 1996) 6/10

Sergeant Bill Chu (Lau Ching-Wan) ist ein harter Hund und kann ich nur schwer unterordnen. Als er bei einem Einsatz einen Vorgesetzten verprügelt, weil der ihn mit falschen Informationen zur Stürmung einer Geiselnahme veranlasste, wird er als Einsatzleiter zu den Streifenpolizisten des Bereitschaftsdienstes abgeschoben. Für die unerfahrenen Polizisten dort ist er ein Star. Eines Tages geraten sie zufällig in eine Schießerei, die der flüchtige Gangster Bird (Anthony Wong) zu verantworten hat. Dabei wird Inspector Yang (Francis Ng) vom Handlanger Birds tödlich verwundet. Für Chu wird dies zur persönlichen Angelegenheit, derweil man von allen Seiten versucht, ihn und seine Einheit zu diskreditieren…

Recht simpel gestricktes Hohelied auf Heldenmut und Rechtschaffenheit, dass eine gesunde Mischung aus Linientreue und Individualität predigt. Die Action ist gelungen und ganz schön brutal. Außerdem spielen hier Lau Ching-Wan und Anthony Wong die Hauptrollen; das ist, auch wenn sie sich leider nie richtig Auge in Auge gegenüber stehen, schon mal nichts schlechtes. Krachiger HK-Blockbuster der Fraktion „Hirn aus – Film ab!“

DOUBLE VISION – FÜNF HÖLLEN BIS ZUR UNENDLICHKEIT (Chen Kuo-Fu, 2002) 6/10

Bei den Untersuchungen zu einer grausamen Mordserie bekommt der labile Ermittler Huang (Tony Leung Ka-Fai) Unterstützung von FBI-Profiler Kevin Richter (David Morse). Sie kommen dabei einem taoistischen Ritus auf die Spur, der dem Mörder Unsterblichkeit verheißt…

Über weite Strecken ziemlich behäbiges Serial-Killer-Movie, dem im letzten Drittel dann die Gäule durchgehen. Ist der Film bis dahin eher ein Krimi-Drama, dass sich (nicht immer überzeugend) vor allem dem Seelenleben des Cop-Duos widmet, werden die finalen 40 Minuten durch ein derbes Massaker eingeleitet. Danach driftet der Film in psychedelische Gefilde. Das lässt sich schon recht nett an, hinterlässt aber letztlich wenig Eindruck. Kann man mal sehen.


Serien

The Expanse 03.05 – „Tripelpunkt“

The Expanse 03.06 –„ Aufopferung“

The Expanse 03.07 – „Delta-V“

The Expanse 03.08 – „Es kommt in Reichweite“

The Expanse 03.09 – „Unnachgiebigkeit“

The Expanse 03.10 – „Löwenzahnhimmel“


10.02.19

Film

DIE SPUR DES FREMDEN (Orson Welles, 1946) 7/10

Prof. Charles Rankin (Orson Welles) steht kurz vor der Hochzeit mit Mary Longstreet (Loretta Young), die Tochter des Richters Adam Longstreet. Da taucht ein Mann, Konrad Meinike, seiner Vergangenheit auf, dieser kennt den Mann hinter Fassade namens Rankin. Eigentlich heißt er Franz Kindler und war ein gefürchteter KZ-Leiter. Er erschlägt Meinike und verscharrt seine Leiche im Wald. Nach seiner Hochzeitsreise muss er sich dem Hund seiner Frau entledigen, als er droht den Toten wieder auszugraben. Doch dann taucht der Nazi-Jäger Mr. Wilson (Edward G. Robinson) auf, und die Schlinge um Rankin/Kindlers Hals zieht sich zu…

Schön gefilmtes Krimi-Melodram. Nachdem gleich zu Anfang die Fronten geklärt sind, bereitet der Film seine Thematik eher behäbig auf. Erst zum Ende hin entspinnt sich ein Katz-und-Maus-Spiel zwischen Welles und Robinson, das in ein starkes Finale in einer Kirchturmuhr mündet. Für Welles war der Film damals wohl eher eine Fingerübung, aber er hätte auch ein Telefonbuch verfilmen können und es wäre oscarreif.

EVENT HORIZON (Paul W.S. Anderson, 1997) 6,5/10

Der Wissenschaftler Dr. William Weir (Sam Neill) beansprucht die Dienste des Bergungs-Raumschiffs von Captain Miller (Laurence Fishburne) und seiner Crew. Ihr Ziel ist die lange Zeit als verschollen geltende Event Horizon, die plötzlich Signale aus dem Orbit eines Jupiter-Mondes sendet. Das Schiff ist mit einem experimentellen Antigrav-Sprungantrieb ausgestattet, seit dessen ersten Einsatz es für 37 Jahre verschwand. An Bord erwartet sie das Grauen…

Als anspruchsloser Sci-Fi-Schocker geht der schon okay, auch wenn die Logik der Handlung löchrig ist wie die Dialoge peinlich sind. Das Schiffs-Design der Event Horizon kann sich allerdings sehen lassen, die teils krassen Schock-Effekte auch.


Serie

The Expanse 03.11 – „Gefallene Welt“

The Expanse 03.12 – „Gemeinde“

The Expanse 03.13 – „Abanddons Tor“

Auch die dritte Staffel der Serie um den Krieg zwischen Kolonisten, Erdbewohnern und Minenarbeitern sowie eines anstehenden Erstkontakts bedient sich großzügig aus dem Fundus klassischer Science-Fiction und weiß in Ausstattung, Charakterzeichnung wie auch epische Breite der Erzählung zu überzeugen. Dabei endet die Staffel so, dass man hier auch hätte Schluss machen können, ohne ein Gefühl des unvollendeten zu hinterlassen. Da aber Amazon die ehemalige SyFy-Serie fortführt, können wir uns schon auf neue Abenteuer in den Weiten des Weltalls, und das wohl schon in diesem Jahr, freuen.


Dear Diary – Das Filmtagebuch

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