Masse ist Klasse – Mein Filmjahr 2018

2018 – Es gab viel zu sehen

Silvester bin ich leider nicht mehr dazu gekommen, aber die nüchterne Bestandsaufnahme meines Filmjahres 2018 läuft ja nicht weg. Also gibt es hier mal ein paar Zahlen:

779 Filme waren es 2018, wobei ich mir jetzt nicht die Mühe gemacht habe, etwaige Doppel-Sichtungen auszusortieren. Das dürften eh nicht mehr als ein halbes Dutzend sein. Davon gab es phänomenale 446 Erstsichtungen (die ich gerade nochmal durchgezählt habe).

Es waren dabei wieder einmal mehr gute als schlechte Filme (aber wer möchte schon seine Zeit nur mit Filmen vertun, die einem nicht gefallen?), Totalausfälle bildeten eine Minderheit, wenngleich sich mir bisher auch kein neues absolutes Meisterwerk offenbart hat. Da ich meist Themen-Bereiche abgrase, die dazu noch größtenteils im Exploitation-Kino beheimatet sind, ist damit eher selten zu rechnen. Hier noch  einige weitere Zahlen, basierend auf dem 5-Sterne-Bewertungssystem von Letterboxd:

***** = 10 Filme
****1/2 = 20
**** = 97
***1/2 = 183
*** = 287
**1/2 = 106
** = 54
*1/2 = 18
* = 4
1/2 = 0

Wer einen genauen Überblick haben möchte: https://letterboxd.com/tomhorn76/films/diary/for/2018/


Flop 10

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10. ROAD TO HELL – DER TEUFEL VON NEBRASKA (Victor Mattelano, 2016)

Der Spanier Mattelano beglückte uns vor geraumer Zeit ja auch schon mit dem miesen Remake des erotischen Vampir-Klassikers „Vampyrs“. Dieser tarantinoeske Splatter-Western scheitert auch auf beinahe allen Ebenen. Die deutsche Fassung ist dazu noch in den Gewaltspitzen verkürzt worden.

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09. R.I.P.D. (Robert Schwentke, 2013)

Öder MiB-Abklatsch mit Dämonen statt Aliens. Vollkommen uninspiriert und stocksteif, so dass nicht einmal Reynolds und Bridges was retten können.

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08. ALIEN: COVENANT (Ridley Scott, 2017)

Und Scott demontiert weiter den Kult-Status der Alien-Franchise, die schon durch ALIEN: RESURRECTION und die AVP-Filme leiden musste. Und COVENANT ist tatsächlich noch schlechter als PROMETHEUS.

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07. THE ASIAN CONNECTION (Daniel Zirilli, 2016)

Dieser neuere Seagal-Actioner, in dem er sogar den Bösen mimt, steht stellvertretend für all die erbärmlichen DTV-Actioner, die ich dieses Jahr gesehen habe, wie CHINA SALESMAN (mit Seagal und Mike Tyson), Mark Dacascos Regie-Debüt SHOWDOWN IN MANILA und LEGENDARY: TOMB OF THE DRAGON (Atkins und Lundgren), oder auch olle Kamellen der Marke DER KAMPFGIGANT II (Reb Brown und Shannon Tweed). -> zum Review auf Movicfreakz

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06. SHARNADO 6: THE LAST ONE (Anthony C. Ferrante, 2018)

Im Original heißt es IT’S ABOUT TIME, und ja, es war mal Zeit, dass der Scheiß endlich mal sein Ende gefunden hat. Und der letzte Teil ist dazu noch unglaublich unspektakulär und billig, so dass die Rückblenden zu Teil 1 hier wie Rückbesinnung zu alten, schlechten Zeiten aussehen.

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05. VIRUS UNDEAD (Wolf Wolff, 2008)

Deutschland, armes Horrorland. Die unerquickliche Mischung aus DIE VÖGEL und NIGHT OF THE LIVING DEAD ist der Bodensatz unter Filmen wie SIN REAPER, URBAN EXPLORER, BUNKER OF THE DEAD und WIR SIND DIE NACHT, die ich das zweifelhafte Vergnügen hatte, dieses Jahr zu sichten.

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04. DAY OF THE DEAD: BLOODLINE (Hèctor Hernández Vicens, 2018)

Das mittlerweile zweite Remake von Romeros 80s-Klassiker, und es ist wieder einmal shitty as fuck. Hingegen zu dem schon unsäglichen Steve-Miner-Film hat dieser Haufen Mist noch mit richtig miesen Darstellern zu kämpfen, kann nur mit seinen blutigen Effekten stellenweise punkten. Und dass man hier aus dem beliebten Zombie Bub die Vergewaltiger-Nemesis der Heldin gemacht hat, grenzt schon an Leichenschändung.

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03. THE CLOVERFIELD PARADOX (Julius Onah, 2018)

Langweiliger Mindfuck-Shit voller Plotholes, der mit einigen Einschüben auf Cloverfield gebürstet wurde. Selten so ein bescheuertes Ende gesehen…

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02. BROKEN (Adam Mason & Simon Boyes, 2006)

Semi-Amateur-Streifen aus England; brutal, mysogyn, und dazu noch stinkend langweilig. Es ist aber schon lustig, wenn einen auffällt, dass die Klamotten der gefangenen und erniedrigten Protagonistin (der zudem ein Bein gebrochen wurde, weswegen sie zwei Drittel des Films über den Waldboden robbt) nach dreieinhalb Monaten noch sauber und ihre Haare vital und gepflegt sind.

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01. THE MOST DANGEROUS GAME (Steven LaMorte, 2017)

Die wohl billigste GRAF ZAROFF-Variante, die mir bisher untergekommen ist. Aber ich muss dem durch und durch schlechten Film eine positive Folgewirkung bescheinigen: zum einen hätte ich ansonsten nie Notiz von den lustigen Kampfnamen von John Hennigan genommen (u.a. „The Honcho of Hotness“, „The Shaman of Sexy“ und „The Ambassador of Abdominals“; wer denkt sich so’n Scheiß aus? Wahrscheinlich er selbst, oder?) und der Film hat mich darauf gebracht, ein längeres Projekt über GRAF ZAROFF – GENIE DES BÖSEN und dessen Nachfahren in Angriff zu nehmen.


Aber es gab noch ein paar andere Flops, die mich mehr oder weniger schwer enttäuschten, wie ROGUE ONE: A STAR WARS STORY (2016) – irgendwie wage ich mich danach derzeit nicht an THE LAST JEDI oder SOLO: A STAR WARS STORY -, den Langeweiler THE EQUALIZER 2 (2018), den unlustigen ANOTHER WOLFCOP (2016), die verquasteten THE HUMAN CENTIPEDE 2+3 (2011/15) – wobei ersterer eine sehr ästhetische s/w-Fotografie bot und letzterer eine gerüttelte Portion Wahnsinn -, JURASSIC WORLD (2015), der für mich bisher schlechteste Teil der Dino-Saga, das katastrophale Remake THE WICKER MAN (2006) mit einem freidrehenden Nic Cage oder John Carpenters THE WARD (2010).


Top 20

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20. BLADE OF THE IMMORTAL (Takashi Miike, 2017)

Ein Unsterblicher metzelt sich im feudalen Japan durch Horden von Feinden, während er ein junges Mädchen beschützt. Die Story ist simpel, aber der Film sieht grandios aus und Miike lässt eine gute Portion Wahnsinn in die Kampfchoreographie einfließen, allerdings ohne derbe zu übertreiben, wie man es früher von ihm gewohnt war.

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19. DIE DELEGATION (Rainer Erler, 1970)

Eine meiner Neu-Entdeckungen 2018. Ich kannte und liebte ja schon Erlers OPERATION GANYMED und FLEISCH, aber DIE DELEGATION nimmt ja quasi das Found Footage Genre vorweg und reflektiert dazu noch die damals gerade recht aktuelle Alien-Hysterie, wie es 20 Jahre später auch u.a. in AKTE X durchexerziert wurde. Dazu habe ich Anfang des Jahres auch endlich DAS BLAUE PALAIS gesehen.

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18. GHOSTLAND (Pascal Laugier, 2018)

MARTYRS fand ich ganz nett, etwas konfus, aber sehr konsequent. Die anderen Filme des Franko-Kanadiers Laugier, ST. ANGE – HAUS DER STIMMEN und THE TALL MAN, habe ich dieses Jahr auch gesehen. Allen Filmen haftet eine gewisse Unberechenbarkeit an, doch nur GHOSTLAND konnte mich vollends überzeugen. Es ist ein optisch und akkustisch grandios gestalteter Mindfuck-Horror, der sich, glücklicherweise, sämtliche metaphysische Mätzchen verkneift. -> zum Review auf Evil-Ed

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17. DIE BANDITEN VON MAILAND (Carlo Lizzani, 1968)

Das im teils nüchtern dokumentarischen Stil gehaltene Krimi-Drama war seinerzeit der italienische Beitrag zur Berlinale, ist im folgenden aber ziemlich untergegangen. Zu Unrecht, denn die Jagd nach der Bande des selbstherrlichen Gian-Maria Volonté ist spannend und bietet gleichzeitig feines Charakter-Drama.

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16. THE RETURN OF THE ONE-ARMED SWORDSMAN (Chang Cheh, 1968)

Der zweite Film um den einarmigen Schwertkämpfer ist ein gleichwohl furioser, blutiger Spaß, very much entertaining, auch wenn ihm etwas Feingefühl in der Erzählweise fehlt, und vieles recht episodenhaft rüberkommt.

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15. SÖLDNER KENNEN KEINE GNADE (Tsui Hark, 1980)

Harks zweiter Film nach DIE TODESGROTTEN DER SHAOLIN ist ein gnadenloser Action-Thriller um ein paar juvenile Delinquents, die zuerst an eine adrenalinsüchtige Frau und dann eine Bande eiskalter Söldner geraten. Ein Film, der weh tut.

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14. NIGHT OF THE EAGLE (Sidney Hayers, 1962)

Gleichsam gruseliger wie auch fein humoriger s/w-Schinken mit Peter Wyngarde, dessen Frau sich als Hexe entpuppt. Als sie ihre Berufung ihm zuliebe aufgibt, sehen sie sich den Attacken einer Konkurrentin ausgesetzt.

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13. ONCE WERE WARRIORS (Lee Tamahori, 1994)

Ich hatte den reingeschmissen, weil mir eine erneute Sichtung von REQUIEM FOR A DREAM zu deprimierend erschien. Was mich erwartete, war ein Downer ähnlichen Kalibers, ein Ghetto-Drama über das triste Leben der Maori in Neuseelands Hauptstadt zwischen Arbeitslosigkeit, Alkohol und häuslicher Gewalt. Zumindest machte das Ende hier ein wenig Hoffnung.

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12. RATTENNEST (Robert Aldrich, 1955)

Ausgezeichneter Film Noir; dreckig, schonungslos und mörderisch spannend. Tarantino hat sich hier wohl den McGuffin für seinen PULP FICTION, Stichwort Aktenkoffer, abgeguckt. Die Auflösung offenbart unerwartete Science-Fiction-Elemente.

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11. ICH HABE ANGST (Damiano Damiani, 1977)

Zurückhaltendes Thriller-Drama um einen Polizei-Offizier, der den Mordanschlag auf den ihm schutzbefohlenen Richter überlebt und sich danach ständig in Gefahr wähnt. Eher widerwillig geht Gian-Maria Volonté den Hintergründen nach und deckt Verstrickungen des Justiz-Apparates auf.

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10. INSIDE (Alexandre Bustillo & Julien Maury, 2007)

Kompromissloser Splatter-Kracher, wohl der heftigste der berüchtigten Franzosen. Zum Nägel knabbern spannend, Brechreiz erregend brutal. Leidet einzig unter einigen nicht wirklich optimalen Effekten und den üblich doofem Verhalten einiger Opfer, was aber verschmerzbar ist.

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09. EIN BULLE SIEHT ROT (Yves Boisset, 1970)

Konsequenter Krimi-Reißer, in dem ein Polizist sich aufmacht, den Tod seines Partners, der bei einer Verfolgung eher versehentlich von den Flüchtenden erschossen wird, zu rächen; koste es, was es wolle. Ein Film, dreckig und hart wie eine Hinterhof-Schlägerei zwischen zwei verhassten Gegnern. Ich habe später auch Boissets ähnlich tollen Polit-Thriller DAS ATTENTAT, mit Jean-Louis Tritignant als gehetzten linken Autoren, gesehen.

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08. I SAW THE DEVIL (Kim Jee-woon, 2010)

Wenn es um spannende wie auch blutig-brutale Serienkiller-Filme geht, mischt Südkorea derzeit ganz weit vorne mit. Nach dem Mord an seiner jungen Frau wird ein Agent einer Spezialeinheit selbst zum Monster, um die Bestie, die das Land unsicher macht, nicht nur zu fassen, sondern regelrecht zu hetzen, zu demütigen und dann zur Strecke zu bringen.

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07. EUROCRIME! (Mike Malloy, 2012)

Das ich ein großer Fan von Italosploitation und vor allem des Polizeifilms der 70er-Jahre bin, muss ich eigentlich nicht groß erwähnen, also konnte eine Dokumentation wie EUROCRIME!, in der viele prominente Akteure dieser Welle, u.a. Franco Nero, Henry Silva, Richard Harrison, Luc Merenda und John Saxon, mit Anekdoten um sich werfen, bei mir nur ins Schwarze treffen. Zwei Stunden sind noch nie so rasant an mir vorbei gezogen. -> zur Box Review

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06. THE SUSPICIOUS DEATH OF A MINOR (Sergio Martino, 1975)

Ein Film, den ich schon lange mal sehen wollte, aber die deutsche DVD kaum, oder nur sehr teuer, aufzutreiben war. Arrow Video schaffte Abhilfe, und was soll ich sagen, diese Mischung aus Giallo und Poliziesco ist, trotz einiger eher unpassender Gags, wohl Martinos bester Film und hievte den viel zu früh verstorbenen Claudio Casinelli unter die Top 3 meiner Lieblingsschauspieler vom Stiefel.

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05. BULLET BALLET (Shin’ya Tsukamoto, 1998)

Ich habe mir ja letztes Jahr (bis auf FIRES ON THE PLANE, der schon viel zu lange neben dem Player liegt) alle Filme Tsukamotos reingezogen und dazu noch das tolle Buch von Tom Mes über ihn und seine Filme reingezerrt. Und natürlich sind auch der Horrorfilm HAZE oder das Psycho-Drama KOTOKO großartige Werke, doch BULLET BALLET hat es mir besonders angetan; die kühle, unmenschliche Atmosphäre, erzeugt durch die entsättigte s/w-Fotografie, die ohne den plumpen Symbolismus transformierter Körper auskommt, ist wenig anheimelnd, aber schwer fesselnd. Der Film selbst – es geht um einen jungen Mann, den der Suizid seiner Freundin aus der Bahn wirft und ihn in eine obsessive Beziehung mit einem Revolver treibt – ist keine Frohnatur, entlässt aber den Zuschauer, typisch Tsukamoto, mit einer lebensbejahenden Botschaft.

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04. AVENGERS: INFINITY WAR (Anthony & Joe Russo, 2018)

Der Film, auf den das Marvel Cinematic Universe nun seit über 10 Jahren hingearbeitet hat. Die Russo-Brüder packten beinahe alle Helden hinein, dazu einen mehr als übermächtigen Gegner mit einer verqueren Sicht der Dinge und einem heeren Ziel. Eine bombastische Materialschlacht, großes Drama, eine Odyssee und einen Paukenschlag am Ende später saßen wir geplättet im Kinosessel. Noch nicht der perfekte Comic-Film, aber verdammt nahe dran.

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03. THE WOLF OF WALL STREET (Martin Scorsese, 2013)

Aberwitzige High-Finance-Groteske mit einem grandiosen Leo di Caprio, der dafür jede Auszeichnung verdient, die man ihm danach hinterher geschmissen hat. Selten war ein schmieriges, geldgeiles Arschloch so unterhaltsam porträtiert worden, ein Drei-Stunden-Film selten so kurzweilig.

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02. JODOROWSKY’S DUNE (Frank Pavich, 2013)

Faszinierende Dokumentation über den Versuch des Chilenen Alexandro Jodorowsky und seines französischen Produzenten, ein Momentum zu nutzen, um den größten Science-Fiction-Film aller Zeiten zu drehen. Und daran zu scheitern. Ein Film über kühne Visionen, unbändige Fantasie, eine ordentliche Portion Größenwahn und den Willen, dies möglichst ohne Kompromisse auf die Leinwand zu bringen. Während Leute wie Dan O’Bannon und Moebius leider nicht mehr davon erzählen konnten, gibt uns Jodorowsky selbst einen Einblick in seine Bemühungen, veranschaulicht seinen Elan, der den da 84-jährigen immer noch beflügelte; zudem stehen noch weitere Zeitzeugen, auch der schon kranke H.R. Giger, Rede und Antwort.

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01. ERMITTLUNGEN GEGEN EINEN ÜBER JEDEN VERDACHT ERHABENEN BÜRGER (Elio Petri, 1970)

Ein eigenwilliger Krimi, in dem Volonté als Polizist und Mörder sich selbst jagt und die Untersuchungen manipuliert, um die Anfälligkeiten eines Systems aufzudecken, das am Ende aus reinem Selbstschutz in Blindheit verfällt. Zutiefst moralisch, aber auch von bitterem Humor und spannender Aufbereitung zeigt er das bewusste Versagen staatlicher Gewalt auf, deren Unfehlbarkeit in der Außendarstellung um jeden Preis aufrecht erhalten wird. Erst vor einigen Tagen habe ich dann auch endlich Petris ersten Film, das hervorragende, aber sehr pessimistische Krimi-Drama L’ASSASSINO mit Marcello Mastroianni gesehen.


Es haben mir noch viel mehr Filme als Erstsichtungen sehr viel Freude bereitet, u.a. PRISON ON FIRE (1987) des jüngst leider verstorbenen Ringo Lams, das SONDERKOMMANDO INS JENSEITS (1972) mit Marcel Bozzufi in seiner Parade-Rolle als Polizei-Offizier, DIE RACHE BIN ICH (1977) von Pasquale Squitieri, die PANIK IM TOKIO-EXPRESS (1975), ich habe mich halb totgelacht bei Taika Waititis 5 ZIMMER, KÜCHE, SARG (2014), mich über den Abschluss von Takeshi Kitanos Yakuza-Trilogie OUTRAGE CODA (2017) gefreut, und bei Filmen wie BRAWL IN CELL BLOCK 99 (2017) oder dem Klassiker ASPHALT-DSCHUNGEL (1950) das (emotionale) Frösteln bekommen. Zudem habe ich einige Filme für mich neu entdeckt, bspw. den grandiosen Alptraum JACOB’S LADDER (1990) und den brisanten Polit-Krimi DIE MACHT UND IHR PREIS (1976), oder auch den Großstadt-Horror WOLFEN (1981).
Es war mal wieder ein schönes und aufregendes Film-Jahr!

Serientäter

Und natürlich will ich auch die Serien des Jahres nicht unerwähnt lassen. Neben den üblichen Verdächtigen wie NAVY CIS (14. Staffel), CRIMINAL MINDS (13. Staffel), sowie Zeichentrick-Klassiker wie DIE SIMPSONS, AMERICAN DAD, FAMILY GUY und SOUTH PARK, habe ich mich über neue Staffeln von THE MAN IN THE HIGH CASTLE (3. Staffel), LONGMIRE (5. Staffel), Z NATION (4. Staffel) und PREACHER (3. Staffel) gefreut. Einige gute Serien, etwa ASH VS EVIL DEAD (3. Staffel) und DIE BRÜCKE (4. Staffel), fanden dieses Jahr ihr Ende. Eine Sonderstellung nimmt gewiss das lang erwartete TWIN PEAKS – A LIMITED EVENT SERIES ein, die im Sommer 2017 im Pay-TV zu sehen war und im Frühjahr 2018 auf Blu-ray und DVD veröffentlicht wurde. Und es gab wieder reichlich neues Futter. Interessant fand ich die schwarzhumorige britische Coming-of-Age Serie THE END OF THE FU**ING WORLD, auch wenn mir das Ende der Mini-Serie nicht zusagte. Und während man auf neue Folgen von RICK & MORTY noch warten musste, schloss ich FINAL SPACE in mein Herz; humorig, mitreißend und mit einem Auge für charmante Details. Toll fand ich THE ORVILLE, die trekkigste Serie außerhalb des Universums von STAR TREK. Die besten neuen Serie dieses Jahr waren aber THE CHILLING ADVENTURES OF SABRINA auf Netflix und die YouTube-Produktion COBRA KAI, die die Geschehnisse aus dem 80s-Classic THE KARATE KID (1984) aufgreift, um zu schauen, was 34 Jahre später aus den Figuren geworden ist. Der intelligente Spaß bringt die Darsteller Ralph Macchio und William Zabka wieder auf den Bildschirm, lässt sie hier ihre alte Feindschaft wieder aufleben. Ein Fest, nicht nur für Nostalgiker. Ich freu mich schon auf Staffel 2!

Tops & Flops 2017

7 Kommentare zu „Masse ist Klasse – Mein Filmjahr 2018

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    1. Ich habe derzeit noch sehr viel Zeit, ansonsten würde ich wohl auch nicht über 400, 500 Filme pro Jahr kommen. Vor 15 Jahren habe ich noch nahezu jedes Wochenende um die 20 Filme gesehen, da dürfte ich wahrscheinlich um die 1000 gehabt haben.

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