Faziten wir mal wieder: 2018 – ein volles Jahr

Warum ein volles Jahr? Weil ich es mir von vorne bis hinten mit Arbeit voll gestopft habe, ohne auch nur mal eine ganze Woche die Beine hochzulegen und dem Nichtstun zu frönen. Ruhe und Rast waren dieses Jahr mein Ding nicht. Nachdem das letzte Drittel 2017 schon ungefähr den Weg vorgezeichnet hatte, den ich mir zu gehen vorstellen konnte, wollte ich keine Gelegenheit ungenutzt lassen, um mich weiter in diese Richtung vorzuarbeiten. Und was das heißt? Ich habe geschrieben, geschrieben und noch mehr geschrieben.
Letztendlich stehen 82 Texte für verschiedene Projekte und 76 Blogeinträge (Stand jetzt) zu Buche. Und langsam, aber sicher trägt die Arbeit erste kleine, aber süße Früchte; der Blog erhält fast täglich besucht, zumeist finden die Leute über die OFDB oder meine Kommentare bei anderen Blogs hierher. Insgesamt komme ich auf 3,816 Views bei 1,454 Besuchern, auf 159 Likes und 221 Kommentare. Letztere verdanke ich vor allem den von Gorana auf ihrer Ergothek initiierten „Die 5 besten am Donnerstag“.
Im März hielt ich endlich das Mediabook zu TANZ DER DÄMONEN (1990) aus dem Hause Inked Pictures in Händen, zu dem ich den Großteil des Booklet-Textes beigetragen hatte. Im gleichen Paket von Kumpel Mike Blankenburg erreichte mich auch die DEAD ENDS #13, zu der ich im Dezember 2017 die Titelstory zu DRACULA (1957) aus dem Hause Hammer Films beigesteuert hatte. Ich habe davon ab auch weiterhin Mike kräftig zugearbeitet, zumeist in Form von kurzen Biographien, aber auch längeren Texten wie einen Abriss über die Geschichte des Rockerfilms. Zum Booklet von TOTENTANZ DER VAMPIRE (1971), wiederum von Inked Pictures, stammen Biographien von Christopher Lee und Peter Cushing, eine kurze Übersicht über die Geschichte von Amicus Pictures wie auch eine eingehende Besprechung des Episodenfilms, aus meiner Feder. Passenderweise habe ich zu Abel Ferraras Debütfilm THE DRILLER KILLER (1979) mein erstes Booklet in Eigen-Regie erstellt, gehe hier u.a. auf die kurze Bewegung des No Wave, die Bedeutung dieser Musik für den Film und die Geschichte der britischen Video Nasties, die auch mit diesem Film ihren Anfang nahm, ein. Ich hatte gehofft, jetzt auch das Mediabook zu Martin Scorseses HEXENKESSEL (1973) vorliegen zu haben, dessen komplettes Booklet auch von mir stammt. Im Herbst erschien dann auch das DEAD ENDS Special #2, in dem Mike und ich uns eingehend mit ZOMBIE aka DAWN OF THE DEAD (1978) von George A. Romero beschäftigen.

IMG_20181222_134153
Aber das war noch längst nicht alles. Seit März veröffentliche ich regelmäßig Rezensionen auf Evil-Ed, nachdem mich Gründer Dia Westerteicher eigentlich an Bord geholt hatte, um deren brachliegende Kurz-Review-Sparte wieder zu beleben. Allerdings tendiert die Anzahl der von mir verfassten Kurz-Besprechungen immer noch gegen Null, mir fällt es halt schwer, mich kurz zu fassen. Dafür gibt es hier Texte zu mal mehr (etwa DIE KLAPPERSCHLANGE, GHOSTLAND oder CANNIBAL HOLOCAUST) oder weniger bekannten (Sachen wie LOVE ME DEADLY, INFERNO UNTER HEISSER SONNE und JÄGER DES TÖDLICHEN JADE) Filmen zu lesen, dazu noch mit MACHIA VILLAIN meine erste Computerspiel-Rezension außerhalb meines Blogs.
Seit dem Spätsommer sitze ich auch noch in der Redaktion von Movicfreakz, verfasse auch hier Rezensionen (z.B. CALIGULA, MENSCHEN AM SONNTAG & DAS HAUS DER VERGESSENEN). Zwischenzeitlich habe ich in Vertretung die Bildredaktion geleitet und bin danach ins Lektorat gewandert. Hier habe ich seither wichtige Erfahrungen im Bereich der Organisation einer größeren Redaktion (wir sind hier so um die 26 Leute) wie auch Google-Optimierung und zielgruppengerechte Aufarbeitung gesammelt.
Und ganz besonders stolz darauf bin ich, dass im Dezember auf Italo-Cinema meine Besprechung zu Mario Bavas THE GIRL WHO KNEW TOO MUCH (1962) veröffentlicht wurde, gerade weil der italienische Kintopp eine Herzensangelegenheit für mich ist und diese Seite wohl das wichtigste deutschsprachige Portal für diese Filme darstellt.
Das ist jedoch alles brotlose Kunst, meinen Lebensunterhalt kann ich damit nicht bestreiten. Eines meiner vorrangigen Ziele war es deshalb, zum einen meine Gesundheit stabil zu halten, wobei sich die Sache mit dem Herzen zum Glück wieder recht schnell gebessert hat und ich über den größten Teil des Jahres von Rückschlägen körperlicher Art verschont geblieben bin. Also konnte ich auch die Planung meiner Zukunft weiter in Angriff nehmen. Ich habe mich über den Sommer intensiv um ein Praktikum in einer Online-Redaktion bemüht, leider erfolglos, denn die Konkurrenz ist für einen Ü40 wie mich schwer zu übertrumpfen. Allgemein werden halt junge Schulabgänger oder Studenten bevorzugt. Eine gute Nachricht erreichte mich im letzten Quartal des Jahres dann doch von Seiten des Bildungsträgers und des Jobcenters, denn es hieß, dass ein Praktikum nicht unbedingt von Nöten ist, um mir die Finanzierung einer Weiterbildung im redaktionellen Bereich zu bewilligen. Und so warte ich seitdem auf eine Einladung der dafür notwendigen Eignungsprüfung, die ich eher als Formalität ansehe.
Ich habe also ein Ziel vor Augen, dass nicht vollkommen utopisch scheint, und bin davon ab auch ansonsten recht rastlos durch das Jahr geprescht. Nun hoffe ich, diesen Elan auch im nächsten Jahr noch aufrecht erhalten zu können, um die anstehenden Aufgaben zu meistern. Wenn ich das nächste Jahres-Fazit in genau einem Jahr für 2019 schreibe, werde ich mit etwas Glück wieder in regelmäßiger Arbeit stehen.
Also, das war’s dann erst einmal von mir, ich stürze mich jetzt auf die letzten Silvester-Vorbereitungen, was heißt, dass ich mich gleich daran setze, eine Suppe für den Abend mit Bruder und Vaddern zu kochen. Ich wünsche euch allen einen schönen Abend und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

DSC_0468

Eine besonderen Gruß entrichte ich dabei meinen eifrigen Kollegen aus der Blogosphäre, wie Gorana, Gnislew, Wortmann, bullion, Filmschrott, Volker Schönenberger von Die Nacht der lebenden Texte, Christian von Medienhuren, Benjamin, Robin, Heiko, Alex etc. von Movicfreakz, dem Doc von Badmovie, Dia von Evil-Ed, Andreas von Italo-Cinema, meinen lieben Forumskollegen aus dem Trashtalk, von DarkMovieDreams, ein Gruß auch an die Leute vom Fluxkompensator, und last but not least natürlich an Prinzessin Mike Blankenburg!

So ich es denn noch schaffe, schiebe ich nachher noch meinen persönlichen Jahresrückblick in Sachen Film hinterher. See ya!

Ein Kommentar zu „Faziten wir mal wieder: 2018 – ein volles Jahr

Gib deinen ab

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

Aequitas et Veritas

Zwischendurchgedanken

Kais geheime Tagebücher

Filme, Bücher, Tatorts die man vielleicht nicht kennt

Mothersdirt

Nachrichten - hart aber ehrlich

Apokalypse Film

Schaut vor der Apokalypse keine schlechten Filme!

GREIFENKLAUE - BLOG

Rollenspiel ^ Fanzines ^ Podcast ^ RPG-Szene ^RPG-News ^LARP ^ Tabletops ^ Dungeons ^Maps ^Minis

moviescape.blog

Texte über Filme, Serien, Popkultur, Laufen und das Vatersein.

Blaupause7

die Pause zur blauen Stunde

Mike's Take On the Movies

Rediscovering Cinema's Past

filmlichtung

There are no rules in filmmaking. Only sins. And the cardinal sin is dullness. (Frank Capra)

%d Bloggern gefällt das: