Die 5 besten Filme der frühen 2010er (2010-14)

Es ist wieder Donnerstag, Goranas Listentag. Und jetzt haben wir also fast die Gegenwart erreicht, ins Kino bin ich schon seit dieser eigentlich fast nur noch in einige Marvel-Filme, Popcorn-Entertainment, dass ich mir mit meinem Bruder gönne. Viele andere Filme sehe ich später auf Blu-ray oder auch erst zur TV-Premiere. Und so kenne ich aus dieser Zeit wahrscheinlich nur so viele Filme, wie aus den 40er Jahren. Dennoch gab es ziemlich viele gute Filme zu sehen, gerade wohl auch, weil ich meine Zeit ungerne mit neumodernen Mist verplempere; da glotze ich lieber alten Mist, der ist mir meist sympathischer. Dafür gibt es heute in der Top 5 gleich 4 Filme, die mehr oder minder an die Nieren gehen.

I SAW THE DEVIL (2010): Drastischer koreanischer Revenge-Thriller von Kim Jee-woon, in dem Protagonist Lee Byung-hun dem fiesen Serienmörder Choi Min-sik in nichts nachsteht.

DRIVE (2011): Ryan Gosling ist einfach cool as ice; genauso wie dieses in Neonlicht gekleidete 80s-Noir-Revival von Nicolas Winding-Refn.

THE SEASONING HOUSE (2012): Heftige und brutale Mischung aus Kriegs- und Revenge-Drama in teils grausamen Bildern vom Engländer Paul Hyett.

PRISONERS (2013): Aufwühlender Kidnapping-Thriller von Denis Villeneuve; nahezu perfektes Spannungskino mit einem großartigen Ensemble.

SHREW’S NEST (2014): Vereint die besten Eigenschaften des spanischen Horrorkinos der Franco-Ära (der Film spielt nicht nur zufällig zu dieser Zeit), gnadenlos spannend. Das Regie-Gespann Andrés/Roel sollte man unbedingt im Auge behalten.

Honorably mentioned: Takashi Miikes heftig-brutalen „Kill your Pupils“-Thriller LESSON OF THE EVIL (2012), den ebenso spannenden wie lustigen HOUSEBOUND (2014), Cronenbergs bittere Abrechnung mit dem Starzirkus in Hollywood mit MAPS TO THE STARS (2014) und den brüllend komischen 5 ZIMMER, KÜCHE, SARG (2014). Vergessen habe ich dieses Mal Martin Scorseses meisterliche High Business Satire THE WOLF OF WALL STREET (2013), die eigentlich auf jeden Fall in die Top 5 gehört…

7 Kommentare zu „Die 5 besten Filme der frühen 2010er (2010-14)

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  1. Ich bin wirklich überrascht Prisoners auf so vielen Listen zu sehen. Nicht das der schlecht wäre, ganz und gar nicht, aber von allen Villeneuves die ich bisher gesehen habe, gefiel er mir am „wenigsten“. Enemy aus der Zeit hätte bei mir bessere Chancen gehabt. Drive hingegen hätte ich häufiger erwartet.

    Ich muss zugeben, dass ich Shrew’s Nest bisher (vermutlich des Titels wegen) immer ignoriert habe, offenbar ein Fehler! I Saw The Devil steht eh schon länger auf meiner „endlich mal nachholen“ Liste.

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    1. ENEMY ist natürlich auch toll, aber hingegen zu PRISONERS etwas verkopft, auch hat letzterer halt das mitreißendere Thema. Und SHREW’S NEST ist eine unbedingte Empfehlung, der ist wirklich toll.

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    1. THE SEASONING HOUSE ist toll, kam, soweit ich weiß, beim FFF 2013 auch richtig gut beim Publikum an. Das Schicksal seiner Protagonistin, deren Eltern während des Balkankrieges von fiesen Soldaten getötet werden, die sie dann in ein Bordell voller Minderjähriger verschleppen, kann schon an die Nieren gehen. Allerdings entwickelt sich der Film danach durchaus krude, so dass ich ihn für mich sogar eher in der Exploitation-Ecke einsortiere.

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  2. Gute Liste, die mich wieder daran erinnert, mehr ostasiatisches Kino zu gucken. „I saw the Devil“ z.B. steht schon seit Jahren auf meiner Watchlist.
    Außerdem noch großes Lob für deine erweiterte Liste: „What we do in the Shadows“ ist wirklich eine der besten Komödien der letzten Jahre.

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    1. Wir haben hier damals so gelacht bei 5 ZIMMER, KÜCHE, SARG (nächstes Mal dann im O-Ton), wie schon lange nicht mehr. Anfangs waren wir ja skeptisch, ob dem Film mit dem Mockumentary-Ansatz nicht zu schnell die Luft ausgeht, aber diese Befürchtungen erwiesen sich glücklicherweise als unbegründet. Wenn es nach mir geht, hätte der auch 2-3 Stunden länger sein dürfen.
      I SAW THE DEVIL ist ein richtiges Brett, dem es allerdings (vielleicht auch glücklicherweise) etwas an Zuschauerbindung fehlt, da es einfach nicht möglich ist, an der Hauptfigur anzudocken. Der ist aber auch schon so ein Downer vor’m Herr’n.

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      1. Die Übersetzung ist gut, aber der O-Ton gibt dann nochmal ein wenig mehr 🙂
        Damit reiht sich der Film in eine lange Liste von Downern ein, die ich irgendwann man abarbeiten muss 😀

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