Dear Diary… on the watch 17.04.-05.05.18

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UNIVERSAL SOLDIER: REGENERATION (John Hyams, 2009)

Der abtrünnige General Tropov entführt mit seinen Soldaten die Kinder des ukrainischen Ministerpräsidenten und besetzt den Reaktor von Tschernobyl, er will damit die Freilassung von einigen Mitstreitern erpressen. Abgesichert wird der Reaktor von einer neuen Generation von UniSol, ein NGU, den der Wissenschaftler Dr. Colin vor der Zerstörung bewahren konnte. Als eine Befreiungsaktion durch einen Trupp Soldaten unter Captain Burke, die von einer weiteren Einheit UniSols unterstützt wird, misslingt, reaktiviert Dr. Porter den ehemaligen UniSol Luc Deveraux, der sich gerade in der Resozialisierung befindet. Unterdessen packt Colin, der General Tropov nicht über den Weg traut, seinen Trumpfass auf, eine Reproduktion des UniSol Andrew Scott. Und so kommt es zu einem letzten Kampf der UniSols der ersten Generation…

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Harter DTV-Actioner mit spröder Optik, der allerdings mit der Teilnahme der originalen Gegner aus dem ersten „Universal Soldier“ von 1992, Jean-Claude Van Damme und Dolph Lundgren, punkten kann. Van Damme bekommt dabei etwas mehr Screentime zugesprochen, darf aber auch wie Lundgren, dessen philosophierender Figur eine Portion Tragik verpasst wurde, erst im Finale in Aktion treten. Für die UniSol-Action ist davor Andrei The Pitbull Arlovski zuständig, der dabei eher blass bleibt (mit Vollbart hat er irgendwie eine bessere Präsenz). Der Film bietet einige nett-blutige Shootouts auf, die Kämpfe der (recht lächerlich aussehenden) UniSols sind dann etwas brutaler und werden auch gerne mal mit Hieb- & Stichwaffen, aber auch bloßen Händen ausgeführt. Insgesamt solide Durchschnittskost, besser als der zweite Teil oder die TV-Spinoffs, aber nicht so geschniegelt wie der folgende over-the-top als hyperbrutale 3D-Extravaganza aufgezogene „Universal Soldier: Day of Reckoning“, der allerdings dann mit dem UniSol-Thema nur noch entfernt zu tun hat. 5/10

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DIE SIEBEN SCHWARZEN NOTEN (Lucio Fulci, 1976)

Virginia schläft am Steuer ein und baut einen Unfall. Nebenher hat sie noch eine Vision von einer eingemauerten Frauenleiche im Sommerhaus ihres Mannes. Tatsächlich wird die Leiche gefunden, ihr Bruder Francesco unter Mordverdacht verhaftet. Sie versucht nun die Indizien aus ihrer Vision in Einklang zu bringen, um Francesco zu entlasten…

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Mystery-Giallo, dessen finaler Twist schon lange antelegrafiert wird, aber in seiner Krimi-Handlung dennoch Spannung generieren kann. Mit Jennifer O’Neill, Marc Porel und Gianni Garko überzeugend besetzt. 7/10

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DIE SCHLACHT DER CENTURIONS (Lucio Fulci, 1984)

Zwecks besserer Einschaltquoten für ein martialisches Gladiatorenspiel, wird eine Intrige um den populären Star Drake gesponnen, um ihn als Todeskandidaten in der Hand zu haben. Doch Drake will sich nicht fügen und startet mit anderen Mitstreitern einen Fluchtversuch. Doch der misslingt und sie landen doch in der Arena im Kampf auf Leben und Tod…

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Fulcis kruder Mix aus ROLLERBALL und RUNNING MAN (also das Buch, nicht der Film, der kam später) krankt an den billigen Sets und Kostümen, auch die miese Bildqualität der deutschen DVD trägt ihr Scherflein dazu bei. Mit Jared Martin, Fred Williamson, Claudio Cassinelli und Al Cliver gut besetzt, kann die Zukunftsvision aus zweiter Hand nicht wirklich überzeugen. 4,5/10

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LA DONNA DEL LAGO (Luigi Bazzoni & Franco Rossellini, 1965)

Der Schriftsteller Bernard kehrt im Winter in ein kleines Kaff zurück, in dem er sich im Jahr zuvor in die attraktive Kellnerin Tilde verliebt hatte. Doch sie soll Selbstmord begangen haben. Der ortsansässige Fotograf und auch die Frau seines Wirtes geben ihm dagegen Hinweise darauf, dass sie durch Fremdeinwirkung verstarb. Und während Bernard von einer schweren Grippe erfasst wird, versucht er, die Wahrheit herauszufinden…

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Sehr bedächtiges Thriller-Drama vor dem tristen Hintergrund eines abgelegenen und von den Einwohnern gemiedenen Hotels am See, das den Schauplatz von mehr als einer Tragödie darstellt. Rossellini und Bazzoni kleiden die Geschichte in spröde Schwarz/Weiß-Fotografie, lassen die Szenerie in langen Einstellungen auf den Zuschauer einwirken, bringen in Bewegung aber auch durch einfallsreiche Kamerafahrten Abwechslung ins Bild. Genauso elegisch wie elegant. Enthalten auf der SPUREN AUF DEM MOND Box von Koch Media. 7,5/10

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THE BLOODSTAINED BUTTERFLY (Duccio Tessari, 1971)

Eine junge Studentin wird in einem Park in Bergamo brutal niedergestochen und stirbt. Als Hauptverdächtiger ist schnell Alessandro Marchi ausgemacht und wird medienwirksam vor Gericht gestellt. Die Indizien belasten den Sportmoderator sehr, auch wenn sein Anwalt Cordaro dem Gericht klar machen will, dass seine Geliebte, die alkoholkranke und wenig glaubwürdige Marta, ihm ein Alibi geben kann. Marchis Frau Maria fühlt sich gedemütigt, und während sie mit Cordaro eine Affäre beginnt, rückt Giorgio, der neue Freund von Tochter Sarah, in den Blickpunkt der Ermittler…

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Doppelbödiges Krimi-Drama, das gerade die Liebesgeschichte zwischen Sarah und dem von Helmut Berger gespielten Giorgio scheinbar unmotiviert in den Fokus rückt. Das Gesamtbild in diesem undurchschaubaren Kriminalfall setzt sich erst ganz spät zusammen, was dem Zuschauer einiges an Geduld abverlangt, was angesichts der guten Darsteller, der schönen Fotografie und nicht zuletzt der superben musikalischen Untermalung nicht allzu schwer fallen dürfte, bis zum großem Aha-Moment durchzuhalten. 7,5/10

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DEATH OCCURED LAST NIGHT (Duccio Tessari, 1970)

Die 25-jährige Donatella Berzaghi ist verschwunden. Ihr Vater stieß bisher bei der Polizei auf taube Ohren, er trägt den Fall diemal Kommissar Lamberti vor. Der mitfühlende Ermittler entschließt sich, den Fall zu verfolgen, denn Donatella war geistig zurückgeblieben, aber mit einer überentwickelten Libido gesegnet. Sie ist schon öfters verschwunden, doch dann konnte Berzaghi sie bei irgendwelchen Männern abholen, wenn sie ihrer überdrüssig wurden. Jetzt fürchtet er, dass sie in die Prostitution gezwungen wurde. Also geben sich Lamberti und sein Assistent Mascaranti als Freier aus und ermitteln in den kleinen Bordellen der Stadt, die allesamt in verschiedenen Privatwohnungen beheimatet sind. Doch unter den jungen perspektivlosen Frauen und den gelangweilten Hausfrauen stoßen sie nur auf taube Ohren. Doch die farbige Vollzeit-Prostituierte Concetta bietet auf sanftem Nachdruck ihre Hilfe an, und so quartiert Lamberti, trotz des anfänglichen Missmuts seiner Lebensgefährtin, bei sich ein. Doch kaum finden sie wirkliche Anhaltspunkte, wendet sich das Blatt und sie machen eine grausige Entdeckung…

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Regisseur Tessari steigt mit komisch anmutenden Schilderung aus dem Alltag der Berzaghis, in der der Witwer seinen großgewachsenen, attraktiven Tochter sogar in den BH helfen muss und sie während des Tages stündlich von der Arbeit anruft, um sicherzustellen, dass es ihr gut geht, recht locker ins Geschehen ein. Er nimmt diesen Schwung mit in die eher ernüchternden und an den Nerven der Polizisten zerrenden Ermittlungsarbeit, bei der sie kaum einen Schritt vorwärts kommen. Er bleibt so auf seine eigentümliche Weise locker, ohne seine Ernsthaftigkeit einzubüßen, und so ist die Fallhöhe bei den verschiedenen Stufen der sich anbahnenden Tragödie um so erschreckender, da es dann gar nichts mehr gibt, der dies noch abfedert. Frank Wolff gibt eine gute Vorstellung als Lamberti, mit ihm und seinen Engagement steht und fällt der Film. 7,5/10

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I AM A HERO (Shinsuke Sato, 2015)

Diese Manga-Verfilmung, im Deutschen vielleicht etwas zu flapsig mit „Ich bin der Held der Zombie-Welt“ untertitelt, dreht sich um den Möchtegern-Manga-Autor Hideo, einem Loser, dessen Werke nicht veröffentlicht werden und dessen Freundin nur mehr auf ihn rumhackt. Aber als die Welt um ihn herum in einer Zombie-Apokalypse vor die Hunde geht und als erstes Freundin, Verwandte und Bekannte mit sich reißt, werden die Uhren für ihn auf Null gestellt. Auf seiner Flucht aus der Stadt – er ist nicht der einzige, der diese Idee hat; wohl sei denen, die ein Flugzeug zur Verfügung haben – trifft er in einem Taxi auf Hiromi. Dem Nachrichtenverlauf des Handys eines weiteren Insassen, der wohl ein bisschen mehr Plan hatte, was da gerade abgeht, entnehmen sie, dass das Virus in großer Höhe abstirbt, also machen sie sich auf den Weg zum Fujijama. Doch leider wird Hiromi gebissen, mutiert aber nicht vollends zu einem entmenschlichten Zombie (die allerdings noch Reste ihres Erinnerungsvermögens in sich zu tragen scheinen und manchmal versuchen, der letzten Tätigkeit ihres bewussten Lebens nachzugehen), sondern nur halb. Und sie rettet Hideo nun mehrmals den Arsch, da sie plötzlich ziemlich gut darin ist, in selbige zu treten. In einem Ferienort am Fuße des Mt. Fuji treffen sie auf weitere Überlebende, vorwiegend junge Leute, die es sich mit Campingausrüstung auf den Dächern gemütlich gemacht haben. Allerdings ist die Stimmung innerhalb der Gruppe, die zu großten Teilen aus notorisch unterfickten Machos besteht, nicht so ausgeglichen, wie es zuerst den Anschein hat…

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Natürlich darf der Held wider Willen zum Ende über sich hinauswachsen, und die meisten Leutchens der Gruppe Überlebenden wird zu Zombies und/oder Futter. Es platzen Köpfe, es suppt das Blut, für eine Jugendfreigabe sogar ziemlich heftig. Allerdings kommt das alles aus dem Rechner. Tragik und Komik wechseln sich fließend ab, das könnte nervig sein, allerdings gestaltet sich die Sache von Anfang an dermaßen comicesk, da darf man sowas. Insgesamt eine nette Sache, brutal genug, um Gorehounds zu unterhalten, flott genug, um nicht zu langweilen, und, wie schon erwähnt, nimmt sich der Film nicht zu ernst. Für einen kurzweiligen Abend ist’s denn auch gut geeignet, aber letzten Endes nichts, was länger hängen bleibt. 6/10

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DIE HÖLLE DER LEBENDEN TOTEN (Bruno Mattei, 1980)

Eine Gruppe Söldner soll in einer Fabrik auf Papua-Neuguinea nach dem rechten sehen. Doch dort angekommen, müssen sie feststellen, dass sich dort Zombies auf der Insel breitmachen. Mit der Reporterin Lia und ihrem Kameramann im Schlepptau müssen sie das Gebiet eines Kannibalenstamms durchqueren, um in der abgelegenen Industrie-Anlage die Ursache für die Seuche zu ergründen…

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Trashiger Zombie-Klopper, in dem Mattei nicht nur ganze Szenen von Romeros Klassiker kopiert, sondern gleich auf dessen Goblin-Soundtrack zur Untermalung seiner unterhaltsamen Ungeheuerlichkeiten benutzt. Franco Garofalo dreht als Söldner Zantoro voll auf, er overacted, dass die Schwarte kracht (laut Mattei sogar großteils improvisiert). Darf man nicht ernstnehmen, dann hat man mit dem blutigen Streifen eine Menge Spaß. 7/10

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CROWS ZERO II (Takashi Miike, 2009)

Kawaichi, der wegen Todschlags im Jugendknast saß, kehrt auf die Suzuran School zurück. Er hat einst den Gang Leader der verfeindeten Housen-Schule erstochen. Eigentlich herrscht Waffenstillstand zwischen den Widersachern, doch einige Schläger von Housen wollen Kawaichis Kopf. Doch Genji stellt sich mit seinen Suzuran-Leuten vor den Rückkehrer, ein Krieg scheint unvermeidlich…

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Nach dem riesigen Erfolg des Vorgängers war diese Fortsetzung der Manga-Verfilmung reine Formsache, und auch Regisseur Miike ließ sich noch einmal überreden, eine Geschichte um die „School of Hard Knocks“ zu erzählen. Dieses Mal geht es weniger um Ränkespielchen innerhalb der Hierachie, sondern einen Bandenkrieg mit Außenstehenden. Es darf sich wieder cool in Pose geschmissen und sich danach ordentlich aufs Fressbrett gegeben werden. Das ist alles recht harmlos und somit die fehlende Jugendfreigabe in DE eher fragwürdig, zumal Miike immer eine ironische Distanz zum überzogenen Geschehen wart und auch Botschaften wie „Messer sind scheiße, Rache auch“ groß auf der Agenda des Films stehen. Der Film ist etwas zu lang, weil er sich hier und da in Nebenkriegsplätzen verheddert, dafür gibt es in den Massenkeilereien eine deutliche Steigerung zum ersten Teil. Kann man durchaus mal glotzen. 5,5/10

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TRAIN TO BUSAN (Yeon Sang-ho, 2016)

Der geschäftige Manager Seok-woo will mit seiner Tochter Su-an anlässlich ihres Geburtstags zu ihrer Mutter, seiner Ex-Frau fahren. Doch schon auf dem Bahnhof künden die Nachrichten von einer geheimnisvollen Epidemie, die tote Menschen in rasende Bestien verwandelt, die auf alles und jeden losgehen, um ihr Fleisch zu essen. In einem Waggon finden sich dann die letzten Überlebenden zusammen, während von beiden Seiten des Zuges die untote Gefahr lauert und die großen Städte, die die Stationen ihrer Fahrt sind, ins Chaos verfallen und unter Quarantäne gestellt, den Zug nicht in den Bahnhof einfahren lassen. Die letzte Chance ist Busan, das noch nicht überrannt sein soll…

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Südkoreanischer Zombiefilm, der das Rad nicht neu erfindet. Im Mittelpunkt die Beziehung des Vaters zu seiner vernachlässigten Tochter und die Spannungen der Gruppe Überlebender, die natürlich in ihren Bemühen, das eigene Leben zu retten, unliebsame, vermeintlich infizierte Mitreisende auszuschließen oder andere Überlebende gar nicht erst herein zu lassen. Schön gefilmt und gut gespielt, kann der Film allerdings keine wirklich eigene Duftmarke setzen. 6/10

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MÖRDERSPINNEN (John Cardos, 1977)

Nachdem man durch massiven Gifteinsatz die Spinnen um ihre natürliche Nahrung gebracht hat, ziehen diese ins Gebiet der Menschen und fallen in ein kleines Kaff im Verde Valley ein. Dort versucht der Tierarzt Rack mit der Entomologin Diane der Plage Herr zu werden. Doch schon bald bleibt nur der Kampf ums Überleben…

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Effektiver Spinnenhorror, der vor allem durch den massiven Einsatz tausender echter Spinnen punkten kann. Bill Shatner gibt mal wieder den charismatischen Leading Man, der hier aber so manches Mal im Schatten seiner achtbeinigen Gegner steht. Classic. 7,5/10

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DOBERMAN COP (Kinji Fukasaku, 1977)

Im Rotlichtviertel von Tokio wird eine junge Frau ermordet aufgefunden. Sie besitzt keinen Ausweis, aber aufgrund eines Briefes und eines Fotos vermutet man, dass sie aus Okinawa kommt. Deswegen reist der eigensinnige Cop Joji Kano in die Hauptstadt, im Gepäck ein lebendes Schwein als Gastgeschenk, das aber dort niemand haben will. Mit seinen Eingebungen, dass die Frau aus Okinawa noch am Leben sei, stößt er auf taube Ohren, so dass er sich selbst im Rotlichmilieu kundig macht. In einer Stripbar verliebt sich die Tänzerin Kosode auf den ersten Blick in den Cop, will ihm dann auch noch auf der Bühne an die Wäsche, und lädt ihn darauf ein, bei ihr unterzukommen. Am nächsten Tag stolpert Joji in eine Polizei-Aktion, als die Sängerin Miki von einem verrückten Fan bedroht wird. Er kann die junge Frau retten und kommt so in die Nachrichten. Miki arbeitete vor ihrer Karriere als Sängerin, sie nimmt gerade an so etwas wie „Japan sucht den Superstar“ teil, im gleichen Massagesalon wie die tote Frau gearbeitet. Besteht zwischen beiden eine Verbindung?

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Sonny Chiba darf hier mal wieder den geilen Macker geben, der allen anderen überlegen ist. Seine Ermittlungsmethoden sind dabei mehr als fragwürdig, er scheint teils eher wie ein Medium-meets-Streetfighter. Kinji Fukasaku hat ja eigentlich alles gedreht, was ihm aufgetragen wurde, dies ist aber einer seiner eher fahrigen Werke, zwischenzeitlich arten selbst einige Action-Szenen in ein ziemliches Tohuwabohu aus. Als Manga-Verfilmung macht das Ding aber immer noch gehörigen Spaß, auch wenn es nicht ganz so abgefahren und blutig wie bei bespw. WOLF GUY zugeht. Chiba-Fans kommen eh nicht an dem Film vorbei. 6,5/10

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GIALLO A VENEZIA (Mario Landi, 1979)

Das tote Pärchen Fabio und Flavia gibt Inspektor De Pol Rätsel auf. Bei seinen Nachforschungen findet er heraus, dass die beiden eine sehr extreme Art sexueller Beziehung unterhielten, in der Fabio seine Freundin dominierte und auf verschiedene Weise erniedrigt hat. Dann bedroht ein unbekannter Stalker die Zeugin Marzia, die desöfteren an Fabios Exzessen teilgenommen hatte, und mehrere Zeugen werden grausam ermordet…

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Wenn ein Film an Fulcis NEW YORK RIPPER herankommt, was den Sleaze und die sexuelle Gewalt herankommt, dann ist es dieser Film von Mario Landi. Das ganze ist nichts für zartbesaitete Gemüter, denn der Film bietet nicht nur haufenweise schmutzige Erotik, sondern gibt sich immer wieder widerlichen Gewaltexzessen hin. Dazu gesellen sich Darsteller, die vom Talent her bei einem Porno besser aufgehoben wären. Wenn man das ganze aber nicht zu ernst nimmt, kann man durchaus seinen Spaß mit diesem schmutzigen, schundigen Trash haben, denn Landi übertreibt hier dermaßen, dass man sich ständig verwundert die Augen reibt oder sich lachend auf dem Schenkel klopft, weil man das gesehene kaum glauben möchte. 7,5/10

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THE LORDS OF SALEM (Rob Zombie, 2012)

Der Radio-Moderatorin Heidi wird die Schallplatte einer unbekannten Band namens The Lords zugespiel, die sie in ihrer Sendung spielt. Die unheimliche Musik darauf scheint sich auf ungewöhnliche Weise auf die Zuhörerinnen der Sendung auszuwirken, und auch Heidi leidet fortan an Tag- bzw. Alpträumen. Der Autor Francis Matthias, der bei der Sendung im Studio war, um sein neuestes Buch vorzustellen, forscht nach und stößt auf eine Verbindung mit den Hexenverbrennungen von Salem…

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Rob Zombie schuf hier einen sehr unheimlicher Horrorfilm mit dichter Atmosphäre, der, ganz anders als seine anderen Filme, nicht auf Zitierwut, grobe Gewalt und grelle Überzeichnung setzt. Sehr angenehm, spannend, der Film weiß zu gefallen. 7/10

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TRAUMA (Dario Argento, 1993)

David hindert die magersüchtige, junge Aura daran, von einer Brücke zu springen. Kurz darauf bringt das Jugendamt sie wieder zu ihren Eltern, die sie wieder in ein Sanatorium abschieben wollen. Doch am Abend werden sie von einem Unbekannten bei nach einer Seance durch Enthauptung ermordet. Aura findet darauf wieder bei David Unterschlupf, der sich, sehr zum Leidwesen seiner Freundin, für das Mädchen verantwortlich fühlt. Es geschehen weitere Morde, wieder per Enthauptung, und David sucht auf eigene Faust nach dem Mörder…

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Argentos erster US-Film ist ein etwas verworrener Giallo geworden, bietet dabei einige nette Shots und spannende Szenen. Von seinen Großtaten der 70er und 80er ist der Film allerdings weit entfernt. 6/10

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IT CAME FROM THE DESERT (Marko Mäkilaakso, 2017)

Motocross-Ass Lukas und sein Freund Brian finden abseits einer Party ein verlassenes Forschungsgelände in der Wüste. Dort werden sie von riesigen Ameisen angegriffen und fast getötet, wenn ihnen nicht Freundin Lisa zur Hilfe eilen würde. Während die Ameisen darauf die Besucher der Party niedermetzeln oder als Futter für die Nachkommenschaft verschleppen, beraten die drei mit Dr. Renard, dem ehemaligen Leiter der Forschungen, wie man den fiesen Insekten den Garaus machen kann…

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Über weite Strecken eher schlechter, aber dafür recht sympathischer Versuch das Kultspiel des Amiga-Zeitalters auf die Leinwand zu bringen. Adäquat ist das ganze leider nicht, denn von den Trademarks des Spiels sind nur die großen Ameisen übrig geblieben, auch versteckte Anspielungen gibt es nicht viele. Ich kann den Film leider nicht allen Ernstes weiter empfehlen, Trashfans und alte Daddelfreaks können aber doch gerne mal einen Blick riskieren. Als netten Bonus gibt es im Abspann einen Schnelldurchlauf durch das alte Original. 4/10

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NEUN GÄSTE FÜR DEN TOD (Ferdinando Baldi, 1977)

Familien-Patriarch Uberto lädt seine beiden Söhne Michele und Lorenzo sowie den Neffen Walter mitsamt ihrer Frauen auf eine private Insel; komplettiert wird die illustre Runde von Ubertos verwirrter Schwester Elisabetta. Als Patrizia beim Schwimmen in der Bucht ertrinkt, scheint dies ein böses Omen für das kommende Wochenende zu sein. Denn in der Nacht darauf wird der alte Uberto vergiftet, ins Visier gerät zuerst seine jüngere Frau Guilia. Doch auch die erbberechtigten untereinander konkurrierenden Söhne und Neffe Walter hätten einen Grund. Und auch Elisabetta, dessen unstandesgemäßen Liebhaber die Männer der Familie vor 20 Jahren ermordeten, kommt als Mörderin in Frage. Als man feststellt, dass der Anlasser für das einzige Boot verschwunden ist, wird ihnen klar, dass noch mehr oder vielleicht alle von ihnen hier sterben werden…

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Der auf einem beschaulichen Eiland angesiedelte Thriller macht sich, ähnlich Mario Bavas FIVE DOLLS FOR AN AUGUST MOON, das 10-kleine-Negerlein-Prinzip zu eigen, jeder könnte hier der Täter, jeder genauso das nächste Opfer sein, und Regisseur Baldi zieht das ganze auch überaus gekonnt und spannend auf. Die gegenseitigen Beschuldigungen sind nachvollziehbar, man kann, bis zum letzten Drittel, nie wirklich sagen, wer nun am ehesten Grund hat, die anderen um die Ecke zu bringen. Und auch dann hält der Film noch einen finalen Twist parat, den man so vorher höchstens hätte erraten können. 7/10

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SLEEPLESS (Dario Argento, 2001)

Als die eigentlich als aufgeklärt betrachtete Mord-Serie, der Hauptverdächtigte beging Selbstmord und die Serie endete, um den sogenannten Zwergenmörder von Turin aus dem Jahre 1983, der immer Zeilen eines Kindergedichts bei seinen Opfern hinterließ, wieder aufzulodern scheint, kehrt der damalige Ermittler Kommissar Moretti, zum Leidwesen seiner jüngeren Kollegen, aus dem Ruhestand zurück und versucht mit Giancomo, dem Sohn des ersten Opfers, der Sache auf den Grund zu gehen…

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Nach längerer Durststrecke kehrte Argento mit diesem Film zu seinen Wurzeln zurück; er vereinte hier einige Motive seiner großen Erfolge, doch leidet das Gesamtbild daran, dass der Film deswegen kaum originell ist, was etwas auf Kosten der Spannung geht. Die Mordszenen sind allerdings wieder sehr effektiv in Szene gesetzt worden, allerdings merkt man, dass der Altmeister anno 2001 nicht mehr die finanziellen Möglichkeiten genoss, um seinen Stil wirklich adäquat auf die Leinwand zu bannen. SLEEPLESS ist kein schlechter Film und lässt Fans, angesichts der liebgewonnenen Trademarks, in wohliger Erinnerung an bessere Zeiten schwelgen, vermag aber nicht an die Meisterwerke früherer Zeit anschließen. 7/10

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DAWN OF THE DEAD (Zack Snyder, 2004)

Religiös überzeichnete Survival-Action, mit Protagonisten, die sich so doof verhalten, dass sie eigentlich nur durch Glück immer wieder gerettet werden. Aber da es um die gottgewollte Apokalypse geht, hatten sie eh nie eine Chance. Wenn man jetzt unfair nachtreten will, könnte man es noch Majestätsbeleidigung nennen. 3/10

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TWIN PEAKS – DER FILM (David Lynch, 1992)

Am Ende der Ermittlungen um den Mord an einer kokainabhängigen Kellnerin verschwindet Special Agent Chester Desmond, der seinen Kollegen Stanley wegschickt. Special Agent Dale Cooper ordnet den Mord einem Serienmörder zu. Und während er die Wiederkehr des lange verschollenen Agent Jeffries miterlebt, manövriert sich in Twin Peaks die drogensüchtige Laura Palmer in eine emotionale Sackgasse und so in ihr eigenes Verderben…

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David Lynch ließ es sich in diesem Prequel zu seiner Kultserie nicht nehmen, den Zuschauer erst einmal zu verwirren, in dem er ihn Personen, Orte und Begebenheiten erleben lässt, die dieser nur durch ihn selbst in der Rolle des tauben Agents Cole in Beziehung zu den Geschehnissen in Twin Peaks setzen kann. Dann folgt eine Psycho-Studie des späteren Mordopfers Laura Palmer, wer sie war, was sie dachte und was sie emotional bewegte. Es ist dabei egal, dass man weiß, wie es endet und wer der Mörder ist. Ein faszinierender Film, der einige, wenn auch lange nicht alle verbliebenen Fragen der Serie beantwortet. Sheryl Lee ist grandios, aber ich fand’s etwas schade, dass Lara Flynn Boyle nicht zurückgekehrt ist, obwohl ich zugeben muss, dass Moira Kelly mit ihrer Zerbrechlichkeit sehr gut als Donna passt. 8/10

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MAPS TO THE STARS (David Cronenberg, 2014)

Der alternde Hollywood-Star Havana hat beruflich einen Rückschlag wegzustecken, als sie eine Wunschrolle nicht bekommt. Es sollte das Remake eines Films ihrer eigenen Mutter werden, und sie wollte die Rolle übernehmen, die diese damals berühmt machte. Als sie eine neue Assistentin sucht, drängt sich die durch Brandnarben gekennzeichnete Agatha auf. Agatha hat ein dunkles Geheimnis, denn sie ist die Schwester von Teenstar Benji, wurde von ihren Eltern Christina und Stafford, einem bekannten Psychologen, in ein Sanatorium in Florida gesteckt, nachdem sie eines Nachts das familiäre Heim in Brand steckte…

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Bitter-böse Hollywood-Satire, die durch die Reihe nur verkommene und psychisch geschädigte Personen aufbietet, von denen nur Agatha ihre vernarbte Seele auch sichtbar auf der Haut trägt. 7,5/10

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DER TEUFELSGARTEN (Yves Boisset, 1968)

Geheimagent Francis Coplan verschlägt es nach Istanbul, wo er Arbeit und Privates verbindet und mit seiner Geliebten Mara ein paar schöne Tage verbringen. Doch eines Nachts lauern in den Gassen ein paar Gangster dem Paar auf, Mara wird getötet, Coplan am nächsten Morgen, geistig wie körperlich etwas derangiert, aufgefunden. Entgegen des Rats des undurchsichtigen Polizeichefs Sakki begibt sich Coplan natürlich auf die Suche nach den Drahtziehern. Der hippeske Bildhauer Theles schickt ihn in einen Nachtclub, wo eine Frau namens Eva, die der toten Mara wie aus dem Gesicht geschnitten scheint, als Tänzerin arbeitet. Dann wird der Verbindungsmann des Agenten ermordet und die geheimnisvolle Doppelgängerin ist verschwunden. Als Verdächtiger unter Druck gesetzt, bleibt ihm nichts anderes übrig, als mit Sakki zusammenzuarbeiten…

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Uff, das war jetzt ein ziemlich schräger Spaß. Was als noch recht konventioneller Kriminalfall um eine Verschwörung mit Rollenwechsel und Doppelagenten beginnt, führt nach 60 Minuten zur Burg des Oberschurken Hugo, der im Verlies etwas ominöses hinter einer Panzertür verborgen hält, was seine Schwester Yasemine nur zu gerne zu Gesicht bekommen würde. Coplan darf dann im türkischen Hinterland gegen die Schergen des Schurken antreten, um an ein Zepter zu gelangen, welches ihm als würdig erweist, Liebe und Leben zu retten. Soweit, so mysteriös. Eins vorweg; was da nun wirklich in den Katakomben der Burg verschlossen ist, wird nicht verraten, ist aber auch nur ein Chiffre für die Macht des Halunken, über Leben und Tod, auch im größeren Maßstab, zu gebieten. Und so betreten wir in den letzten 45 Minuten tatsächlich das Gebiet des bondesken Eurospy. Es ist schon eine recht eigenwillige Mischung, die Regisseur Boisset hier in seinem ersten Film auf den Zuschauer loslässt. Diese immer wieder eingestreuten Merkwürdigkeiten, die im letzten Drittel dann einfach so mal Überhand nehmen, halten den Film auch interessant, denn die verworrene Thriller-Plotte erweist sich nicht als sehr spannend. Nebenher ist auch noch Klaus Kinski in einer mal weniger dominanten Rolle als Skulpteur zu sehen. Wer auf Eurospy steht, sollte dieses kuriose Teil mal gesehen haben. 7/10

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DRIVE (Sabu, 2001)

Asakura ist ein spießiger Loser. Er wohnt bei seiner Tante, weil seine Eltern sich umgebracht haben, und jeder Tag gleicht in seiner Routine dem anderen. Er hält jeden Tag zur selben Zeit an einer Bank, wo er heimlich eine Angestellte anschmachtet. Doch heute kommen gerade drei Räuber aus der Bank, kapern sein Auto und spannen ihn als Geisel und Fluchtwagenfahrer ein. Dass sie sich keinen Draufgänger ausgesucht haben, merken sie schon bald, denn Asakura lässt ich nicht mal mit Drohungen dazu bringen, gegen die Verkehrsregeln zu verstoßen. Doch sie entkommen trotzdem der Polizei. Die drei Bankräuber stellen sich auch nicht als die harten Gangster raus, die sie vorgeben zu sein, und so beginnt für sie alle eine Odyssee in eine neue Zukunft…

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Und auf ein neues variiert Sabu sein Lieblingsthemas des Losers, der wider Willen in eine genauso gefährliche wie absurde Situation schliddert. Die Handlung bleibt dabei immer in Bewegung, unterbrochen nur durch je eine Traumsequenz pro Person. Im Gegensatz zu seinen anderen Filmen kegelt einen Sabu diesmal nicht mit einem melancholischen Abschied aus dem Film, mehr sei nicht verraten. Teils urkomisch, teil bedrückend und traurig, ist DRIVE aber nichtsdestotrotz ein typischer Sabu. 7,5/10

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RAPED BY AN ANGEL 2: THE UNIFORM FAN (Aman Chang, 1998)

Zahnarzt Philip ist ein ausgemachter Triebtäter mit einer speziellen Vorliebe für Uniformen und vergewaltigt, wenn seine masochistische Freundin nicht dazwischen geht, auch mal narkotisierte Patientinnen. Durch Zufall stolpert er über eine junge Schülerin, der er die Schlüssel von seinem Ferienhaus überlässt, damit sie dort mit Freunden am Wochenende einen draufmachen kann. Doch dort vergewaltigt und tötet er die junge Frau und lenkt den Verdacht auf ihren Freund und schließlich in den Selbstmord. Jetzt gelüstet es ihm nach ihrer großen Schwester Jenny, der von dem ehemaligen Triadenboss Bully der Hof gemacht wird…

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Für hiesige Sehverhältnisse eher unerquickliche Mischung aus flapsigen Humor und brutalen Vergewaltigungsfantasien, der allerdings technisch keineswegs an das europäische Schmuddelkino erinnert, sondern sich als seriöse Kinoproduktion präsentiert. Das Ding ist jetzt halt an sich nicht schlecht, aber für den Ottonormalverbraucher schlichtweg unkonsumierbar. 5/10

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AGITATOR (Takashi Miike, 2001)

Der Yakuza Yokomizo Kaito ermordet die Bosse zweier kleinerer Clans, Shiranse und Tenseikai, um die verfeindeten Familien unter seiner Führung zu einen. Allgemein stehen die verbliebenen Führer der Clans dem wohlwollend gegenüber, doch der Shiranse-Gangboss Higuchi und seine rechte Hand Kunihiko pochen darauf, den Mörder des Oberhaupts zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen. Damit steht er nicht nur Kaito im Weg, auch einige Mitglieder der beiden Familien haben schon den Zugewinn ihres eigenen Einflusses fest eingeplant…

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AGITATOR ist die auf 150 Minuten gekürzte Kinofassung eines mehr als dreistündigen TV-Zweiteilers. Wer schon mit Sachen wie Kitanos OUTRAGE überfordert ist und sich nicht mehr als 3-4 asiatische Namen innerhalb eines Filmes merken kann, ist hier fehl am Platz, denn die Inhaltsangabe erfasst nur die wenigen wesentlichen Punkte. Aber auch so macht es der Film nicht gerade leicht Schritt zu halten, da mit 50 Minuten Filmmaterial wohl auch einige hier noch angeschnittene Handlungsstränge entsorgt worden sind, weshalb einige Dialoge scheinbar ins Nichts laufen. Fast gänzlich weggefallen ist die Geschichte des intriganten Kaito, der die ganze Sache anstößt, aber nur in sehr wenigen Szenen zu sehen ist. Außerdem kristallisiert sich der junge Kunihiko erst spät, etwa nach der Hälfte der Spielzeit, als Hauptperson des ganzen herau, davor wird verdächtigt, verhandelt und gemordet, ohne dass es sich immer genau zuordnen lässt, in welchem Zusammenhang das Geschehen genau steht. Es kumuliert, nach dem Tode Higuchis, zu einem Racheakt Kunihikos, dem mehrere höhergestellte Yakuza zum Opfer fallen. Das (erste) Finale allerdings, in dem der Mörder seines Freundes dann ihn konfrontiert, wirkt etwas angeheftet. Der Film ist nicht schlecht, aber in der vorliegenden Form leider schwer zu fassen. Eine vollständige Version ist leider außerhalb Japans nicht erhältlich (abgesehen von einem US-Bootleg). Und die deutsche DVD ist zwar wenigstens anamorph, doch die Bildqualität gerade mal auf VCD-Niveau. In dieser Form kann ich den Film nur Miike-Komplettisten empfehlen, alle anderen sollten sich den sparen und lieber zu einen der anderen Miike-TV-Zweiteiler, wie FAMILY oder THE THIRD YAKUZA, greifen, da diese zumindest vollständig vorliegen. 6/10

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DIE STIMME DES TODES (Antonio Bido, 1977)

Ein Apotheker wird ermordet, doch dann klingelt die Tänzerin Mara an seinem Notschalter, wo ihr notgedrungen der Mörder antwortet und sie abwimmelt. Er versucht darauf, auch sie zu töten, aber scheitert. Ihr Freund Luca, ein Toningenieur, ermittelt auf eigene Faust, denn noch mehr Menschen sterben…

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Bidos erster Giallo gibt sich zu einer Zeit Ende der 70er, als schon brutale Sleaze-Krimis das Feld für sich abgesteckt hatten, erfreulich altmodisch und fährt ganz lässig die Schiene der ungewollten Zeugen und des ermittelnden Normalos. Damit rang er dem Genre vielleicht keine neuen Impulse ab, schuf aber einen durchaus spannenden Vertreter. 7/10

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DOCTOR STRANGE (Scott Derrickson, 2016)

Der arrogante Neurochirurg Dr. Stephen Strange verliert bei einem Autounfall beinahe beide Hände, kann seine Arbeit nicht weiterführen, und sucht, in Angst davor, Ruhm und Ehre zu verlieren, einen Weg, wieder vollkommen zu genesen. Das führt ihn zu einer Gruppe namens Kamar-Taj in Nepal. Durch seine Beharrlichkeit wird er dort als ein Zauberer unterrichtet. Doch die Welt wird bedroht durch einen ehemaligen Schüler des Ordens, der einen uralten Dämon aus einer anderen Dimension beschworen hat…

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Optisch recht trippiger Film, der in der ersten Hälfte eher behäbig voranstapft und sich auch ansonsten auf seine spektakuläre 3D-Optik setzt. Das Finale bietet noch einen recht gewitzten Twist. 6,5/10

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GUARDIANS OF THE GALAXY VOL. 2 (James Gunn, 2017)

Als die Guardians Ärger mit dem Volk der Soverein bekommen, holt sie ein mächtiges Wesen namens Ego aus der Patsche, der sich als Quills Vater vorstellt und mit ihm, Gamora und Drax auf seine Heimatwelt reist. Die anderen fallen der Crew von Yondu in die Hände, der selbst bei einer Meuterei in Gefangenschaft gerät…

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Buntes, spektakuläres und witziges Weltraum-Abenteuer, das die familiären Konflikte von Quill sehr mitreißend aufbereitet. Für mich der bisher unterhaltsamste Marvel-Film. 8,5/10

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THOR: TAG DER ENTSCHEIDUNG (Taiki Waititi, 2017)

In Norwegen gesteht Odin seinen Söhnen Thor und Loki, dass er ihnen ihre Halbschwester Hela, die wahnsinnige Göttin des Todes, die er in Gefangenschaft hält, verheimlicht hat. Als er stirbt, kommt Hela frei. Bei der Reise zurück nach Asgard fliegen die beiden ungleichen Brüder bei einem Kampf mit ihr aus dem Bifröst und landen auf der Welt Sakaar; Loki freundet sich mit dem Herrscher der Welt, der sich Grandmaster nennt an, während Thor als Gladiator in der Arena kämpft. Und sein Gegner ist der verschollene Hulk…

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Auch wieder ein bonbon-buntes, temporeiches Abenteuer, das allerdings nicht die emotionale Tiefe des zweiten Guardians-Films besitzt, aber als reiner Fun-Ride wunderbar funktioniert. 7,5/10

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HIROKU THE GOBLIN (Shin’ya Tsukamoto, 1991)

Während Archäologe Hieda nach einem Grabhügel unter einer Schule sucht, sterben mehrere Schüler, sie werden enthauptet. Zusammen mit dem Schüler Masao versucht er, einen Goblin daran zu hindern, das Tor zur Hölle zu öffnen…

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Teils etwas hysterischer, etwas langatmiger Horrorfilm mit einigen recht witzig gestaltenen, an Spinnen erinnernden Horror-Gestalten. 5,5/10

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MAN-EATER – DER MENSCHENFRESSER (Joe D’Amato, 1980)

Eine Reisegruppe wird auf einer griechischen Insel von einem Irren dezimiert, der dort strandete und dem Kannibalismus verfallen ist…

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Langweiliger Skandalfilm, der sich um einige, schlecht getrickste, aber übermäßig brutale Szenen dreht. 4/10

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THE CHASER (Na Hong- jin, 2008)

Ex-Cop Joong-ho verdingt sich als Zuhälter, beklagt aber eine schwindende Zahl an Arbeitnehmerin, wohinter er einen hinterhältigen Mädchenhändler vermutet. Als die von ihm zur Arbeit gedrängte Mi-jin in die Hände des Psychopathen Young-min fällt, scheint er seinen Mann gefunden zu haben. Er kann Young-min stellen und verprügeln, doch dann werden beide von der Polizei in Gewahrsam genommen. Und während Joong-ho seinen ehemaligen Kollegen begreiflich zu machen versucht, dass Mi-jin noch irgendwo in einem Keller eingesperrt ist, überfährt Young-min die Polizei mit unerwarteten Mord-Geständnissen. Da die Ermittler sich schwer tun, gegen den übel zugerichteten Psychopathen vorzugehen, macht sich Joong-ho mit Mi-jins kleiner Tochter im Schlepptau auf die Suche nach der verschwundenen Prostituierten…

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Der war ganz okay. Typisch für die Koreaner ist die Mischung aus dem Drama des gefallenen Ex-Cops, der die Seiten gewechselt hat, und dem Krimi-Part, in dem er sich nun seiner „Angestellte“, die er trotz Krankheit zum Arbeiten trieb, und vor allem ihrer Tochter gegenüber verantwortlich fühlt und es sich zur Aufgabe macht, die Frau wohlbehalten zu finden. Das ist alles allerdings mal wieder ziemlich dick aufgetragen, es wäre schön gewesen, wenn man das zeitweise etwas zurückgefahren hätte, um das Drama und den Thriller in Einklang zu bringen. Auch der Story-Strang des Psychopathen Young-min, der sein Spielchen mit den Polizisten, die ihn verhören treibt und dem der Umstand, dass das System sein Gesicht wahren will, in die Karten spielt. Auch hier wird alles bis zum geht-nicht-mehr ausgewalzt, was die Angelegenheit zusätzlich ausbremst. Insgesamt aber ein recht spannender Film, dem es gut getan hätte, öfters mal schneller auf den Punkt zu kommen. 7/10

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AVENGERS: INFINITY WAR (Joe & Anthony Russo, 2018)

Thanos steht kurz davor, die Infinty-Steine an seiner Hand zu vereinen. An verschiedenen Fronten kämpfen unsere Helden gegen ihn und seine Handlanger. Während Thor sich aufmacht, sich eine neue Waffe schmieden zu lassen, die den Titanen töten kann, reisen Iron Man, Spiderman und Dr. Strange auf den Heimatplaneten des Tyrannen, und auf der Erde vereint der Rest der Avengers seine Kräfte, um Vision und den in ihm verbauten Stein zu schützen…

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Wenn man auf so’n Shit steht, bekommt man den Superhelden-Bombast geboten, den man bei Marvel erwarten durfte. Da ich die zugrundeliegenden Comics nun gar nicht kenne, war ich auch vom Ende ziemlich überrascht. Insgesamt gesehen, haben sie es wieder hinbekommen mehr als ein Dutzend Charaktere unterzubringen, ohne das einer davon überflüssig erscheint und die ganze Truppe, hier in 3-4 Gruppen verteilt, geht auch nicht im Schatten des Überschurken unter. Und nach diesem Ende bin ich sehr gespannt, wie es nächstes Jahr weiter geht. 8/10

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MEMORIES OF MURDER (Bong Joon-ho, 2003)

Mitte der 80er-Jahre versetzt ein Serienmörder die Bevölkerung eines Provinznests in der Nähe von Seoul in Angst und Schrecken. Dem stoisch-brutalen örtlichen Ermittler Tae-yoon wird der junge Großstadt-Ermittler Doo-man, der mit den modernsten Ermittlungsmethoden vertraut ist, zur Seite gestellt. Tae-yoon präsentiert mit einem geistig behinderten, der alle Details des letzten Mordes zu kennen scheint, schnell einen Verdächtigen, der auch die Vorgesetzten und Politiker zufrieden stellt, und macht sich daran, ein Geständnis von ihm zu erzwingen, doch Doo-man zeigt alsbald auf, dass er nicht der Mörder gewesen sein kann. Lange kommt danach keine Bewegung in den Fall, bis eine junge Polizeibeamtin eine Fährte aufzeigt, die aber nicht, vor allem von Tae-yoon, nicht ernst genommen wird…

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Feines Krimi-Drama, das auf einem wahren Fall beruht, der auch gerne als „Zodiac Südkoreas“ bezeichnet wird, da der Fall nie abschließend geklärt werden konnte. Auch hier kristallisiert sich aus der Jagd der beiden grundverschiedenen Ermittler nach dem Täter das persönliche Drama Tae-yoons heraus, der zunehmend unter dem Druck und der an ihm geübten Kritik leidet und zu zerbrechen droht. Sehr schön ist auch die allgemeine Atmosphäre der Angst und des Misstrauens, auch der Polizei gegenüber, in der ländlichen Ortschaft eingefangen. 8,5/10

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DRACULA JAGT MINI-MÄDCHEN (Alan Gibson, 1972)

1872 kann Van Helsing seinen Erzfeind, den Vampir Dracula, endgültig zur Strecke bringen, kommt dabei aber auch selbst ums Leben. 100 Jahre später erweckt Johnny Alucard den Blutfürsten wieder zum Leben, der sich an den Nachfahren Van Helsings rächen will, wodurch die junge Jessica Van Helsing, die bei ihrem Großvater, dem Okkultismus-Experten Professor Lorrimer Van Helsing haust, ins Visier des Blutsaugers gerät…

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Eher lächerlicher Versuch, die Dracula-Franchise in die moderne Zeit zu holen. Der Film tritt meist gehörig auf der Stelle und versucht sich mit seinen jungen Protagonisten wieder einem ebensolchem Publikum anzubiedern. Dabei kommt es zu einigen trashig-lustigen Szenen, wie der Beschwörung Draculas durch ein Blutopfer namens Caroline Munro, dass die Clique für Humbug hält (WIE SCHMECKT DAS BLUT VON DRACULA? lässt grüßen), und Alucards Ende ist eine peinliche Ausgeburt an Einfallslosigkeit und Overacting. 5/10

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NON-STOP (Jaume Collet-Serra, 2014)

Der abgewrackte Air Marshal Bill Marks kommt an Bord eines Fluges einem Komplott auf die Spur, nach und nach sterben mehrere Menschen, bei den Behörden geht darauf eine Lösegeldforderung ein. Und während er mit der Passagierin Jen nach dem Drahtzieher suchen, hat der es so hingedreht, dass Bill für seine Vorgesetzten und die Medien als Entführer dasteht…

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Hanebüchen, aber durchaus spannend. Neeson spielt so etwas natürlich im Schlaf und der Film wird nicht müde einen Red Herring nach dem anderen aus dem Hut zu zaubern. Kann man mal glotzen. 6/10

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I SAW THE DEVIL (Kim Jee-woon, 2010)

Der Serienmörder Kyung-chul ermordet Joo-yeon, die Tochter des Polizeichefs Oh und Verlobte des Geheimpolizisten Soo-hyeon, der sich darauf zwei Wochen frei nimmt, um den Mörder auf eigene Faust zu suchen. Er prügelt und foltert sich durch die Reihen der Verdächtigen und kommt Kyung-chul fast zeitgleich mit der Polizei auf die Spur. Der kann sich absetzen, doch Soo-hyeon kann ihn in einem Geheimversteck stellen. Er überwältigt den psychopathischen Triebtäter, doch er will ihn weder inhaftieren noch auf der Stelle töten. Er hat andere Pläne mit ihm, eine perfide Rache, bei der er auf niemanden, ob schuldig oder unschuldig, Rücksicht nimmt…

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Der war tatsächlich originell, fies-blutig, wendungsreich und spannend, hat mich immer mal wieder überrascht. Technisch gibt es auch nichts zu mäkeln, der Film sieht edel aus, auch die Gore-Effekte sind realistisch gehalten, der CGI-Einsatz sparsam, und die Schauspieler, gerade Lee Byung-hun und Choi Min-sik als Ermittler und Killer, die ein ungleiches Psycho-Duell austragen, sehr überzeugend. Der Knackpunkt ist einfach, dass einem ab dem Zeitpunkt, an dem der Geheimpolizist den Serienmörder wieder laufen lässt, klar ist, dass der moralische Kompass unseres „Helden“ komplett im Eimer ist, und wenn er am Ende in Tränen ausbricht, kann man es nachvollziehen, aber ein darüber hinausgehender Impact bleibt aus. Es wäre wohl besser gewesen, zwischendurch noch 2-3 Szenen vom Leben der trauernden Familie Joo-yeons zu zeigen, um den Zuschauer emotional einzubinden. Es ist krass mitanzusehen, wie der Rächer Soo-hyeon seinen Gegner immer mal wieder einholt, um ihn weiter zu quälen, aber es lässt einen doch immer mehr kalt. Es gibt keinen Kontrast zur Monsterwerdung des „Helden“, und so kann man das Drama nicht greifen. 8/10

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HEARTLESS (Philip Ridley, 2009)

Der junge Jamie ist ein Außenseiter, einem großen Feuermal auf Gesicht und Oberkörper sei Dank. Als er mitansehen muss, wie eine vermummte Gang, deren Mitglieder wie Dämonen aussehen, seine Mutter lebendig verbrennt, sinnt er auf Rache. Er kapselt sich weiter ab und sucht den Anführer der Bande, um ihn zu töten. So trifft er auf Papa B, der der Drahtzieher des Chaos diese „Dämonen“ verbreiten zu sein scheint. Er schlägt Jamie einen Deal vor, ein normales Gesicht im Austausch für ein bisschen Chaos, dass er verbreiten soll, etwas eher harmloses, Verunstaltung durch Graffiti. Sein Mal verschwindet und er lernt sogar ein Mädchen, Tia, kennen, die sich mit ihm einlässt. Doch der Deal ist mitnichten harmlos, denn entgegen der Versicherung Papa Bs soll Jamie beim nächsten Vollmond einen Menschen töten…

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Während Philip Ridleys Urban Horror durch seine einfallsreiche Bildgestaltung und dem gut aufspielenden Jim Sturgess in der Titelrolle überzeugen kann, erweist sich der mephistotel’sche Pakt als sehr vorhersehbar, so dass der Film nach der Hälfte, wenn klar ist, dass Jamie mehr für sein normales Äußeres bezahlen soll, was eigentlich ausgehandelt war, bleibt es nicht besonders spannend, da ziemlich klar ist, worauf die Chose hinausläuft. Ridley versucht dies durch ein ausuferndes Ende zu kompensieren, dass allerdings mehr in die Handlung dichten will, als sie tatsächlich hergibt. Dann lieber noch einmal SCHREI IN DER STILLE anwerfen. 5,5/10

 

3 Kommentare zu „Dear Diary… on the watch 17.04.-05.05.18

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    1. Ich habe derzeit nichts anderes zu tun, also warum nicht die Zeit nutzen mit etwas, das mir Spaß macht? Ich hatte mir zuerst 1000 Filme für 2018 vorgenommen, aber soo viel Zeit hab ich dann doch nicht.

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