Dear Diary… on the watch 09.-16.04.18

bacover

BARRACUDA (Harry Kerwin & Wayne Crawford, 1978)

Im beschaulichen Palm Cove geschehen gar merkwürdige Dinge; einige Sportfischer verschwinden und der allgemeine Ton in dem Städtchen ist rau, die Leute streitlustig. Meeresbiologe Mike Canfield vermutet den Ursprung im naheliegenden Chemiewerk (wo sonst?) und nimmt mit einigen Studenten dort Wasserproben. Doch das passt dem Besitzer Papa Jack nun gar nicht, also schickt er seinen leicht debilen Sohn Bubba mit dem Wachschutz, um die nervigen Ökos zu begrüßen. Bevor man sich die ungebetenen Gäste vornehmen kann, ist aber ärgerlicherweise schon die Polizei in Person von Sheriff Williams vor Ort, um die (oder eher gesagt den, denn die Studenten sind plötzlich komplett uninteressant) Landfriedensbrecher in Gewahrsam zu nehmen. Aber das gibt dem Öko-Aktivisten Gelegenheit, gleich mal mit Liza, der süßen Tochter des Sheriffs, anzubandeln. Und während sich die Lage weiter verschärft, weil die Leute beginnen, aufeinander loszugehen, und am Strand tausende angefressener Fische angeschwemmt werden, kommt Mike dem Forscher Dr. Elliot Snow auf die Spur, der erst vorgibt, ihm bei den Untersuchungen zu helfen, aber den Leuten Chemikalien ins Trinkwasser gemischt hat…

maxresdefault

Lahme Mischung aus dem nach „Der weiße Hai“ angesagten Fisch-Horror und Romeros „Crazies“. Die Angriffe der titelgebende Schwarm-Raubfische dienen nur als Aufhänger für die Story um die geheimen Experimente, welche in der zweiten Filmhälfte dann auch klar die Oberhand gewinnt, ohne dass es die ganze Chose irgendwie spannender machen würde. Denn das ganze ist dermaßen doof und dröge, dass selbst die dämlichen Dialoge und die schlechten Schauspieler nicht zu trashiger Unterhaltung gereichen; der Film ist einfach nur schlecht. 4/10

BR-PIRANMD

PIRANHA 3D (Alexandre Aja, 2010)

Der 17-jährige Jake lebt direkt am Lake Victoria, wo die Sause zu Spring Break richtig abgeht, aber anstatt inmitten der nackten, alkoholisierten Leiber zu feiern, muss er auf seine kleinen Geschwister aufpassen, da Mutter Julie als Sheriff im Ort das Wochenende natürlich durcharbeiten muss. Doch der schmierige Titten-Portal-Mogul Derrick hat ihn engagiert, ihn und seinen Silikon-Busen-bewährten Models die schönsten Teile des Sees für ein paar gute Aufnahmen zu zeigen, also handelt er mit den kleinen Spaßbremsen, die er Bruder und Schwester nennt, einen Deal, dass sie auf sich selbst aufpassen. Bei der Abfahrt im von Studenten komplett belagerten Hafen gesellt sich noch Jakes heimliche Liebe Kelly dazu, einfach weil sie es kann und die Bootsfahrt mit dem Schmierlappen und zwei Doppel-D-Trägern mehr Spaß verspricht als das schnöde Abfeiern mit ihrem Arschloch-Freund, der doch nicht so eine große Nummer ist, wie er vorgab, und keine Backstage-Tickets für den Hafen-Rave bekommen hat. Doch durch ein leichtes Seebeben wurde ein unterirdischer See freigelegt, und durch eine Felsspalte strömen tausende prähistorischer Piranhas aus, um sich an den Feiernden zu laben…

piranha-3d-photo-gore1

Okay, an Logik oder dem zur Schau gestellten Menschenbild sollte man sich nicht stoßen, wenn man diesen Film anschmeißt, denn hier wird mit voller Absicht jede Frau zum Objekt gemacht, hier gibt es keine (äußerlich) hässlichen Menschen und auch die Intelligenz der triebgesteuerten Teenager reichte wohl kaum aus, um nur einen Kindergarten-Aufnahmetest zu bestehen, aber darum geht es hier ja auch nicht. Es geht hier vor allem um Spaß; da hüpfen Möpse wild durch’s Bild, zwei nackte Fotomodels vollführen eine Art Unterwasser-Ballett und beim Wet-T-Shirt-Contest darf Eli Roth die geneigte Frauenwelt befeuchten. Und wenn dann die gefräßigen Killerfische über das Party-Volk herfällt, geht der Spaß erst richtig los, es erwartet einen die wahrscheinlich größte Splatter-Orgie seit Peter Jacksons legendärem BRAINDEAD. Das, was die Jungs von KNB hier abliefern, ist wirklich allererster Güte, da werden Körper zerrissen, abgenagt, aber auch zerquetscht oder durch den Außenbordmotor gezogen, dass einem die Spucke wegbleibt. Dazu gibt es Gastauftritte von Stars wie Richard Dreyfuss und Christopher Lloyd, eine starke Elisabeth Shue und einen schmierigen Jerry O‘ Donell, dazu sexy Ladys, soweit das Auge reicht (auch Porno-Star Gianna Michaes hält mal ihre Titten ins Bild und darf beim Parasailing spektakulär über den Jordan gehen). Zudem gibt es viele Reminiszenzen an das Original von Joe Dante, die alle wirklich gelungen sind. Das 3D bleibt, bis auf einige nachgedrehte Aufnahmen, eher unspektakulär, einen schönen Tiefeneffekt sucht man vergeblich. Der zweite Wermutstropfen ist, dass der Film einfach mittendrin endet und einen somit etwas verwirrt und unbefriedigt zurücklässt, was bei so einer Art von Film doch schon wirklich sehr ärgerlich ist. Die erste Angriffswelle ist vorbei, die Fische sind lange nicht besiegt und eine neue Hiobsbotschaft erreicht den heldenhaften, weiblichen Sheriff; ein erneuter Schockmoment… und Schluss. Ein Ende wie ein Koitus Interruptus. Das ist sehr ärgerlich und sehr schade, denn der Film hätte das Zeug zur besten Splatter-Party seit dem neuseeländischen Rattenaffen-Zombie-Happening gehabt. 5,5/10

crow

CROWS ZERO (Takashi Miike, 2007)

Die Suruzan erinnert mehr an ein Schlachtfeld im Ghetto denn eine Elite-Schule, hier ist das „sich durchboxen“ wörtlich zu nehmen. Doch hier werden zukünftige Yakuza und Führungskräfte in der Wirtschaft darauf vorbereitet, sich durchzusetzen. Das geschieht in Suruzan vorzugsweise mit den Fäusten. Derzeit hält der gnadenlose Serizawa die Zügel in der Hand und hat den größten Teil der Schülerschaft hinter sich vereint. Aber ein neuer Herausforderer tritt ihm mit Genji entgegen, dem Sohn eines Yakuza-Bosses, der sich der späteren Nachfolge seines Vaters als würdig erweisen soll, indem er diese härteste aller Schulen übernimmt. Es ist nun an ihm, geschickt zu paktieren und intrigieren, um Serizawa von seinem Thron zu stoßen. Doch auch andere, innerhalb wie außerhalb der Schule, versuchen, den sich anbahnenden Krieg für eigene Ziele zu nutzen…

crows-zero

Der Kampf der jugendlichen Schläger an einer anarchischen Schule als Parabel auf den Druck der Leistungsgesellschaft und Ellbogen-Mentalität, in der nur derjenige Erfolg hat, der sich diesen Erfolg einfach nimmt; das Heranwachsen als gewalttätiger Akt, der schulische Leistungsdruck als Abhärtung, und ein allgegenwärtiger Machismo, denn Frauen sind hier nur Zugewinn und keine Teilnehmer im Kampf des Lebens. Miikes Manga-Verfilmung offenbart eine recht düstere und wahrlich wenig zivilisierte Sicht des Erwachsenwerdens, allerdings wird das ganze nicht so bitter-ernst vorgetragen, sondern Miike schafft immer eine gewisse ironische Distanz zum Geschehen; neben einigen dämlichen Handlanger unseres Mini-Yakuza gibt es noch einen recht fähigen Kämpfer, dem allerdings schon beim Gedanken an Sex übelst einer abgeht. Auf der anderen Seite müssen hier die jugendlichen Charaktere auch sehr erwachsene Entscheidungen treffen, nicht was die Loyalität in der Gruppe anbelangt, sondern auch ganz persönliche. Der kranke Tokyo etwa verweigert sich zuerst einer lebensnotwendigen OP, da ihm die Chancen zu gering sind und er seiner Gang beistehen will, ändert aber dann doch seine Meinung; eine erwachsene, zukunftsbejahende Entscheidung. Die gewollte inhaltliche Oberflächlichkeit überträgt sich auch auf die Optik und die Choreographie beim Taktieren, Diskutieren, Posieren und natürlich auch kämpfen. Jede einzelne Einstellung sitzt perfekt wie das gestylte Haar der Protagonisten. Die Kämpfe sind intensiv, die zwischenzeitlichen Scharmützel steigern sich bis zur Massenkeile im Finale, wobei sich Miike mit dem versprühen des roten Saftes sehr zurückhält. Man merkt dem Film in der Bildsprache, in der gewählten Musik (der Film beginnt mit gleich zwei Nummern unterschiedlicher Stilrichtungen bei einem Konzert zu Anfang, ein offensichtliches Zugeständnis an die Auswertung des Soundtracks) und auch dem Verzicht auf ausufernde Gewalt an, dass er auf ein jugendliches Publikum zugeschnitten ist, weswegen die fehlende Jugendfreigabe seitens der FSK mal wieder die Frage aufwirft, ob sie den Film überhaupt verstanden, oder fehlgeleiteterweise tatsächlich ernst genommen hat. Insgesamt bleibt gestriegeltes Mainstream-Entertainment eines Ausnahme-Regisseur, der ansonsten gerne einfach alles gegen den Strich bürstet. Es scheint alles eine bessere Fingerübung, für die Fans des einstigen Enfant Terribles vielleicht etwas enttäuschend, aber nicht schlecht oder gar langweilig. 6,5/10

81DPBALe5QL._SY445_

DAY OF THE DEAD: BLOODLINE (Hector Hernandez Vicens, 2018)

Die Medizin-Studentin Zoe erlebt den Zombie-Ausbruch gerade zu dem Zeitpunkt, als sich der schmierige Max in der Pathologie über sie hermachen will. Fünf Jahre später forscht sie in einem Militär-Stützpunkt, der auch einigen Überlebenden als Unterschlupf dient. Zwischen ihr und Miguel, dem Kommandanten der Einrichtung, gibt es Spannungen, zum einen glaubt er nicht an einen Fortschritt ihrer Forschungen, die regelmäßige, gefährliche Ausflüge ins mit Zombies verseuchte Umland erfordern, die schon so manchen seiner Untergebenen das Leben gekostet haben, und zum anderen ist sie ausgerechnet mit seinem kleinen Bruder Baca liiert, der ihre Motive und Methoden nie infrage stellt. Bei einer Expedition stoßen sie ausgerechnet auf Max, der eigentlich schon ein vermodernder Untoter sein sollte, aber in einem Zwischenstadium gefangen scheint, weil sein Körper den Virus nicht die Oberhand gewinnen lässt. Ausgerechnet er könnte die Hoffnung der Menschheit auf Heilung sein…

thumbnail_27223

DOTD: BLOODLINE ist in ungefähr das, was ein 14-jähriger ADSler mit dem Stoff gemacht hätte, wenn die einzige Auflage „keine Titten“ gelautet hätte. Der Film hakt die Plotpoints des Originals hintereinander ab, ohne irgendwo eine Grundspannung oder eine düstere Atmosphäre aufkommen zu lassen. Die Protagonisten agieren dermaßen dümmlich, dass man sich fragt, wie diese Gestalten so lange überleben konnten; weder die Heldin Zoe noch der überhebliche Miguel können irgendeinen Führungsanspruch durch dafür notwendige Qualitäten deutlich machen, eigentlich müssten alle schon lange tot sein. Die Idee mit dem schwanzgesteuerten Halb-Zombie Max, einem üblen Vergewaltiger, als letzte Hoffnung zum Überleben verbuche ich mal als originell aber absurd und lachhaft, wirkt aber zumindest unfreiwillig komisch und damit erheiternd. Davon ab sieht die Produktion durchgehend, sagen wir es nett, preiswert aus, obwohl man sicherlich weit mehr Geld zur Verfügung hatte als Romero seinerzeit. Es scheint so, als hätten sich die Macher gesagt, wir machen eine Version von DAY OF THE DEAD auf die Art, wie Zack Snyder DAWN OF THE DEAD neu aufgelegt (und versaut) hat. Snyders Film sieht im Vergleich auf einmal viel besser aus, und das ist schon ’ne Leistung. DOTD: BLOODLINE ist hanebüchene Grütze, die stellenweise wie eine Parodie auf das unerreichte Original wirkt. 3/10

13899723522

VAMPIRE ACADEMY (Mark Waters, 2014)

Nach einem Jahr in der Menschenwelt werden Lissa, Thronfolgerin des Vampir-Adels, und ihre beste Freundin und Beschützerin Rose, ein Dampir, der telepathisch mit Lissa verbunden ist, was sehr selten vorkommt, wieder St. Vladimir, an die Akademie der Vampire, verfrachtet. Hier hat schon die intrigante Mia kräftig gegen die Waise die Trommeln gerührt und auch ihren Ex-Freund übernommen. Direktorin Kirova ist drauf und dran, die unbedeutende Rose endgültig rauszuwerfen, doch Lissa, die sich bisher noch nicht auf eine bestimmte Richtung ihrer Kräfte spezialisieren wollte, ist mächtiger, als es den Anschein hat, und beeinflusst die strenge Vorsteherin der Akademie. Doch der Alltag wird für die Mädchen zum Spießrutenlauf, gerade das Gerücht, dass Lissa sich von Roses Blut ernährte, was ein schweres Vergehen ist, lässt die anderen Mitschüler auf sie herabblicken. Der einzige, der Lissa Verständnis entgegen bringt, ist der Außenseiter Christian, dessen Eltern als Strigoi, Monster der Nacht und die aggressivsten der drei Vampir-Unterarten, endeten. Und während Rose nicht weiß, wie sie ihre Libido steuern soll, scheint es sich jemand zum Ziel gesetzt zu haben, die unschlüssige Prinzessin zu bedrohen, in dem man das Andenken ihrer Eltern schändet und ihre Wände mit blutigen Botschaften beschmiert…

vampire-academy

Ich gehöre wohl definitiv nicht zur Zielgruppe dieser Art Film, aber es bleibt trotzdem festzuhalten, dass dieser Mix aus Vampir- und Highschool-Comedy dramaturgisch sehr sprunghaft erzählt wird. Die Motivationen der verschiedenen Personen sind meist etwas diffus, genauso die Zeichnung der Charaktere oberflächlich. Auch kann sich das Script oftmals nicht entscheiden, ob man nun mehr Richtung Thriller oder lockerer Teenie-Komödie tendiert, was dazu führt, dass es eigentlich nichts von beiden ist, auch wenn das Gerüst größtenteils dem einer High-School-Dramedy entspricht. Genauso nichtssagend sind die meisten Darsteller, traurig, wie hier ein Gabriel Byrne komplett verschwendet wird. Nur Zoey Deutch als Rose kann zumindest mit Sex-Appeal und ihr Charakter mit lässigen Sprüchen punkten. Im ersten Drittel kann dieser Mischmasch durchaus unterhalten, aber dann hat man auch sein Potenzial ausgeschöpft und ergeht sich in dramatischen Verwicklungen, die allerdings spannungslos aneinandergereiht werden. Der Film ist zumindest keine verkitschte Scheiße, kann aber bis auf kurzfristige Erheiterung durch das Setting und einen Haufen schöner, junger Menschen keinen Mehrwert bieten. 4,5/10

19774130

DIE INSEL DER UNGEHEUER (Bert I. Gordon, 1976)

Die drei Football-Kumpels Morgan, Brian und Davis verbringen ein Wochenende auf einer kaum bewohnten Insel, um ein wenig auszuspannen. Da wird Davis von riesigen Wespen attackiert. Als Morgan auf einer nahe gelegenen Farm nach Hilfe fragen will, stößt er im Stall auf ebenso monströs gewachsenes Federvieh. Mrs. Skinner, die auf ihren Mann wartet, ist eher abweisend, auch haben sie hier kein Telefon, mit dem Morgan Hilfe rufen könnte. Niedergeschlagen bringen sie ihren toten Freund ans Festland und entschließen sich, nichts von den Monstern zu erwähnen, da man ihnen wohl eh nicht glauben würde. Aber Morgan und Brian kehren auf die Insel zurück, wo inzwischen der selbstsüchtige Bensington mit seiner Sekretärin Lorna auf Mr. Skinner wartet, weil er das Mittel, welches die Tiere zu solch enormer Größe anwachsen ließ, industriell, also gewinnbringend, nutzen will. Außerdem streunt noch der junge Thomas mit seiner schwangeren Freundin Rita auf der Insel herum. Skinner ist inzwischen riesenhaften Ratten zum Opfer gefallen, einer Gefahr, der sich alsbald auch die bunte Truppe ausgesetzt sieht, denn die Monster sind hungrig und in der Überzahl…

vlcsnap-error305

Die naiven Effekte dieses Monster- oder Tier-Horrors sehen vergleichsweise lächerlich aus, doch für ihre Zeit sind sie erstaunlich zahlreich vorhanden, weshalb für das Trash-verwöhnte Auge optisch einiges an Reizen vorhanden ist. Dazu gesellt sich auch Marjoe Gordners Lockenkopf, der in der Rolle des Footballspielers Morgan tatsächlich mit allen möglichen nützlichen Wissen gefüllt scheint. Das damalige Publikum fand es ähnlich amüsant wie ich noch heute, so dass sich Regisseur und Trash-Ikone Bert I. Gordon sich auch noch einmal an H.G. Wells austoben durfte und den noch weit lachhafteren, aber stellenweise etwas langweiligen IN DER GEWALT DER RIESENAMEISEN aus der Taufe hob. Die Riesenratten dieses Films sind allerdings schon fast Kult, und so fand der Film in den 80ern auch mit DIE STUNDE DER RATTE ein loses Sequel. 6/10

day-of-the-deadremakeposter-2

DAY OF THE DEAD (Steve Miner, 2008)

So hatte sich Sarah Bowman die Rückkehr in ihre Heimatstadt nicht vorgestellt. Als Unteroffizier der Army hält sie die Quarantäne um die Kleinstadt, in der ein hoch infektiöser Virus ausgebrochen ist aufrecht. Aber es bleibt glücklicherweise noch Zeit, um zuhause vorbeizuschauen, wo sie gleich mal Brüderchen Trevor davon abhält, endlich bei der süßen Nina zu landen. Im örtlichen Krankenhaus muss Sergeant Sarah feststellen, dass man nicht länger Herr der Lage ist, vor allem, als die Infizierten anfangen, sich in blutrünstige Kreaturen zu verwandeln, denen es nach Fleisch gesunder Menschen verlangt. Ihr Führungsoffizier Captain Rhodes fällt den Zombies zum Opfer, sie kann sich mit Kamerad Bud und den zwielichtigen Doctor Logan in eine Abstellkammer retten, während Bruder Trevor und Liebchen Nina in der Radiostation Unterschlupf finden. Doch in der Stadt ist es nicht mehr sicher, es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis alles überrannt wird. Als sich der Soldat Salazar zur Vorgesetzten Sarah, Bud und Doc Logan im Krankenhaus gesellt, wagt man die Flucht, wobei sich der Doc absetzt und Bud gebissen wird. Doch in Zombie Bud lebt der pflichtbewusste Soldat weiter, also behält man ihn in der Truppe, sammelt Brüderchen plus Anhang ein und macht sich auf den Weg zu einer vor der Stadt gelegenen Forschungsstation, deren unterirdische Räumlichkeiten Schutz versprechen…

1 YU2uRjJp3DM2Droc6kS2zQ.jpeg

Regisseur Steve Miner nimmt für sein billig in Bulgarien runtergekurbeltes Remake von Romeros genialem Klassiker jedes angesagte Zombie-Klischee in Beschlag, dem er habhaft werden konnte, von hyper-aktiven Infizierten ala 28 DAYS LATER (hier sogar durch beschleunigte Bilder peinlich überdreht) bis zum unterirdischen Forschungskomplex aus RESIDENT EVIL, und zieht alles, was vom Original noch übrig blieb, entweder ins lächerliche (aus Bub wurde der Soldaten-Zombie Bud, der der Gruppe nachher den Arsch rettet) oder lässt es zu stereotypem verkommen (aus Captain Rhodes wird hier ein tumber Befehlsempfänger, aus Dr. Logan einer der Verantwortlichen der Epidemie). Dazu ist Mena Suvari in der Hauptrolle vollkommen fehl an Platz, was das Desaster nur komplettiert. Es bleibt ein langweilendes bis ärgerliches Sammelsurium geklauter Ideen, das lieblos, ohne Drive hingeschludert wurde, und vollkommen spannungslos in das überraschungsfreie Finale tuckert. 3/10

das-schloss-der-blauen-voegel-mediabook-cover-b

DAS SCHLOSS DER BLAUEN VÖGEL (Fernando Di Leo, 1971)

In einer Privatklinik, wo unter der Leitung von Dr. Keller problembeladene Frauen behandelt werden, geht ein grausamer Mörder um…

DSdbV1

Sinnbefreiter, nur mit einem Hauch an Handlung bekleideter Giallo, der sich von Nacktszene zu Mord und wieder zur nächsten Nacktszene hangelt. Die Mädels, u.a. Rosalba Neri und Margaret Lee, sind glücklicherweise durchgehend hübsch anzusehen, Klaus Kinski schaut ab & an als Dr. Keller vorbei. Die Mordszenen sind brutal, aber schlecht getrickst. Fernando Di Leos Schmuddelstreifen ist schlecht, aber als bloße Fleischbeschau einigermaßen ansehnlich. 5/10

dayofthedead1985.jpg.071239eb7ecb9fad21494ca9ed0c1ac2

ZOMBIE 2 – DAS LETZTE KAPITEL (George A. Romero, 1985)

Die Zombies haben die Zivilisation überrannt, die Städte sind quasi menschenleer. Das muss Sarah auf ihren Erkundungsfllügen mit den beiden zivilen Piloten John und McDermott erkennen, sie erscheinen hier alleine auf weiter Flur. Sie gehören zu einer unterirdischen Forschungsanlage, wo Sarah an einem Heilmittel und ihr Kollege Doktor Logan an einem Weg, die Zombies zu kontrollieren, forscht. Doch die Lage ist gespannt, seit Major Cooper, der militärische Leiter der nach Ausbruch der Zombie-Epidemie improvisierten Operation verstorben ist und Captain Rhodes das Kommando übernommen hat. Er hat kein Vertrauen in die Forschungen von Logan, den er nur Frankenstein nennt, und ist nicht gewillt, weiter das Leben seiner Männer bei der Jagd nach neuen Studienobjekten aus dem anliegenden Minenstollen zu riskieren. Auch Sarah, die ein Verhältnis mit dem Gefreiten Miguel, der inzwischen körperlich wie psychisch am Ende ist, unterhält, ist ihm ein Dorn im Auge. Er würde gerne die Wissenschaftler sich selbst überlassen und aus der Isolation des Bunkers verschwinden, wenn er denn einen Plan hätte, wohin. Als er allerdings herausfindet, wie Doc Logan, der sich einen Zombie namens Bub domestiziert hat, seine Experimente am Laufen hält, kommt es zur Katastrophe…

day_of_the_dead-7-820x410

Romero macht schon in der einführunden Traum-Sequenz Sarahs, in der sie auf einen Kalender guckt und ihr sich plötzlich durch die Wand untote Hände entgegenstrecken, klar, dass die Welt hier Halloween ist. Jeden Tag, und nicht auf die lustige Art. Das Leben ist ein Schrecken ohne Ende, die Menschen bei dem düsteren, untoten Treiben an der Oberfläche bestenfalls Zaungäste. Und in ihren eigenen eng gesteckten Grenzen ist man dabei, sich selbst zu zerfleischen (was aber am Ende dann doch die Zombies übernehmen). Der Film offenbart eine zutiefst zynische Grundhaltung, es wird deutlich, wie lachhaft das Verhalten des verbliebenen Dutzends Menschen, in dem sich Rhodes (großartig, Joseph Pilato) als Alphatier hervortun will, aber immer wieder an seine eigenen Grenzen stößt, an die seines Verstandes und so auch gleichermaßen die seiner Macht. Sein von anhaltender Frustration getriebener geistiger Niedergang wird begleitet von bissigem Witz seitens des Scripts, es entpuppt sich gerade der geistlose Bub als seine Nemesis. Ein fieser Film, der nie auch nur einen Hauch von Hoffnung verbreitet, da jeder Fortschritt der Forschung, jeder Schritt hin zu einer möglichen Kommunikation mit den langsam verwesenden Eroberern auch einen Rückschritt in den zwischenmenschlichen Beziehungen mit sich bringt, da Rhodes diese Entwicklung als obszön und nicht zweckdienlich erachtet. Die Eskalation in der Beziehung von Militär und Wissenschaft, zwischen Rhodes und Logan, ist vorgezeichnet. Es stellt sich von Anfang an nicht die Frage, wo der Weg hingeht, sondern wie schlimm es noch wird. Und es wird sehr schlimm, begleitet von Häme, hier tut sich besonders der wehrhafte und nachtragende Bub hervor, und den unglaublich grausamen Schicksalen für die fleischliche Existenz der Soldaten. Hier fährt Romero mit Savini einige der heftigsten, weil unangenehmsten (bei einem verzerrt sich die Stimme bspw. zu einem flacher werdenden Piepsen, als ihm der Kopf abgerissen wird und somit auch die Stimmbänder sich zuerst dehnen und dann reißen) körperlichen Desintegrationen auf, die die Horrorwelt je gesehen hat. Ein derber Schlag in die Magengrube menschlichen Überlegenheitsdenkens. 9/10

48a0e772794f

REVENGE: A LOVE STORY (Wong Ching-Po, 2010)

Ein grausamer Serienmörder hat es auf Polizisten und ihre schwangeren Frauen abgesehen. Man kann ihn stellen und verhaften. Bei einem brutalen Verhör offenbart sich die Geschichte des jungen Kit, der sich an den Polizisten für die Vergewaltigung der geistig behinderten Wing rächen wollte…

3-2

Recht harter Hongkong-Thriller, dessen Bild allerdings derart farbentsättigt ist, dass die krass blutigen Szenen etwas von ihrer Wirkung verlieren, und der in den heftigen Vergewaltigungsszenen durch Schwarzbilder zensiert ist. Der Film ist trotzdem hartes Brot, gut gespielt und spannend erzählt, er ist keiner der gerade in den 90ern angesagten CatIII-Reißern von der Stange. 7/10

large_qzqc8191lz7NffjAhHG7cMs4aSg

LORD OF ILLUSIONS (Clive Barker, 1995)

Der heruntergekommene Privatdetektiv Harry D’Amour stolpert bei einer Beschattung in Los Angeles über eine Reihe von Ritualmorden, die Toten hatten alle mit dem bekannten Illusionisten Philip Swann zu tun, dessen Frau Dorothea ihn engagiert. Swan hatte vor 13 Jahren den Treiben des Schwarzmagiers Nix und seinen Satanskult das Handwerk gelegt und in der Wüste begraben. Doch dann kommt Swann während einer Show ums Leben und D’Amour gerät mit den alten Anhängern Nix aneinander, die der Rückkehr ihres Meisters entgegensehen…

LordIllusions013

Der letzte Film, den Clive Barker als Regisseur inszenierte. Die etwas dünne Geschichte hat er in hübsche Bilder gekleidet und etabliert eine fortlaufende unheimliche Atmosphäre. Die Motivationen der Figuren bleiben immerzu sehr vage und darstellertechnisch ist der Film in einigen Rollen, mit Scott Bakula (D’Amour) und Daniel von Bargen (Nix), recht passend besetzt, Kevin J. Connor (Philip Swann) und Famke Janssen (Dorothea) bleiben eher blass. 7/10

Die_Halunken

DIE HALUNKEN (Dario Argento, 1973)

Während der 5 Tage von Mailand, als sich die niedere Bevölkerung gegen die österreischen Besatzer erhebt, stolpern das Cainazzo und der Bäcker Romolo durch das Chaos des Umsturzes…

halunken_4

Eher episodisch angelegte Tragikomödie, damit nimmt der Film eine Ausnahmestellung in der Filmographie des für seine Giallo-Thriller bekannten Regisseurs Dario Argento ein. Komiker und Musiker Adriana Celentano überzeugt in der Hauptrolle, auch Enzo Cerusico gibt als Romolo eine gute Vorstellung, auch wenn sein Charakter im Verlauf des Films für einige Zeit abtaucht. Die einzelnen Abschnitte des Films sind von unterschiedlicher Qualität, gerade anfangs ist das ganze Treiben mehr klamaukig angelegt, entwickelt sich dann zunehmend bitter-tragisch. 6/10

138564_40

LEGENDARY: TOMB OF THE DRAGON (Eric Styles, 2013)

Tierschützer Travis Preston wird mit seinem Team nach China gerufen, weil eine legendäre Riesenechse an einem abgelegenen See das Leben von Bauarbeitern bedroht. Doch vor Ort trifft er auch auf seinen Widersacher Harker, einem Großwildjäger, der das Tier zur Strecke bringen will…

legendary-dragon-der-letzte-seiner-art-the-1-rct415x260u

Billiger Actioner, in dem ein verletzter Scott Adkins leider nicht wirklich kämpfen darf, aber Dolph Lundgren als Harker zumindest am laufenden Meter dicke Sprüche klopfen und böse gucken darf. Langweilig. 4/10

34091_p

HORROR HOUSE ON HIGHWAY FIVE (Richard Casey, 1985)

Einige Studenten des Community College betreiben ein Raketenprojekt. Zwei von ihnen fahren raus, um eine selbsgebastelte Rakete auszuprobieren, eine andere Studentin sucht den Raketen-Expertin Dr. Marbuse auf. Der und sein vertrottelter Gehilfe nehmen die junge Frau als Geisel, während ein verrückter Killer mit Nixon-Maske das Leben der beiden anderen bedroht…

maxresdefault

Amateurhafte, unlustige Slasher-Parodie, die bis auf die Musik von Link Wray nichts zu bieten hat. Schlechte Darsteller, langweilige Dialoge und wenige, billige Bluteffekte verleiden einen jeden Anflug von Spaß. 3/10

1002004013441413

UNIVERSAL SOLDIER: DAY OF RECKONING (John Hyams, 2012)

Die Familie von John wird von den UniSols Luc Deveraux und Andrew Scott getötet, er landet im Koma. Als er aus dem Krankenhaus kommt, folgt er den Schnippseln seines Lebens, die ihn zur Striptease-Tänzerin Sarah führen. Doch Deveraux und Scott haben den unerbittlichen Kämpfer Magnus auf ihn gehetzt…

universal-soldier-day-of-reckoning-main-review

Testosteron-getränkte Bodybuilder-Arthouse-Version von APOKALYPSE NOW. Der Film hält sich für clever, spiegelt aber nur eine menschenfeindliche Welt wieder, in der der Stärkere den Schwächeren frisst und Frauen nur schmückendes Beiwerk sind. Regisseur Hyams ergeht sich in brutaler Splatter-Action mit einem fitten Adkins, dem Van Damme und Lundgren zwar nichts entgegenzusetzen wissen, aber trotzdem sehr stylish in Szene gesetzt werden. Das 3D sorgt für einen schönen räumlichen Effekt und rückt das ganze bewusst in eine surreale Parallelwelt. Nicht gut, aber mit netter Optik und zu keiner Zeit langweilig. 6/10

the-sword-and-the-sorcerer

TALON IM KAMPF GEGEN DAS IMPERIUM (Albert Pyun, 1982)

Der tapfere Talon wird entsandt, um die Prinzessin Alana aus den Händen des brutalen Tyrannen Cromwell zu befreien…

0 tEATXeF05XZBBajs

Der Barbarenfilm war das Regie-Debüt des Hawaiianers Albert Pyun, der schon hier bewies, dass er mit kleinen Mitteln recht ansehnliche, wenn auch nicht wirklich gute, Arbeit abliefern kann. 5,5/10

81h30Dtaj0L._SL1500_

THE GREAT ALLIGATOR (Sergio Martino, 1980)

US-Millionär Joshua eröffnet im tropischen Regenwald ein Urlaubsparadies. Foto-Reporter Nessel soll das Ressort ins rechte Licht rücken, muss aber feststellen, dass ein riesiger Alligator, der von den Eingeborenen als Gott verehrt wird, in den Gewässern sein Unwesen treibt…

the-great-alligator-1979-barbara-bach-claudio-cassinelli

Martino schleppte Claudio Cassinelli, Barbara Bach und Mel Ferrer in den Dschungel Sri Lankas; herausgekommen ist ein nicht sehr aufregender Tier-Slasher mit Anleihen an die damals genauso angesagten Kannibalenfilme. 5/10

81kM+4nJIDL._SX342_

STARK – THE DARK HALF (George A. Romero, 1993)

Autor Beaumond, der unter dem Pseudonym Richard Stark brutalen, aber erfolgreichen Mist veröffentlicht, wird erpresst und beschließt, Stark zu Grabe zu tragen. Doch sein Alter Ego macht sich selbstständig und mordet sich durch den Bekanntenkreis des Autors…

Stark001

Romero liefert eine mustergültige King-Verfilmung ab, die ganz auf Hauptdarsteller Timothy Huttons zugeschnitten ist. Blut- und Schockeffekte werden dosiert eingesetzt, der Story genug Zeit zur Entfaltung gegeben. 7,5/10

dtad mb 84

DON’T TORTURE A DUCKLING (Lucio Fulci, 1972)

In einem kleinen Dorf verschwindet ein 12-jähriger Junge. Der Fall schlägt Wellen, aus der Hauptstadt reist sogar der Journalist Andrea Martelli an, um darüber zu berichten. Bei der Polizei trudelt eine Lösegeldforderung ein, die unglaublich niedrig ist. Bei der Geldübergabe wird ein minderbemittelter Spanner verhaftet, der den Beamten zeigt, wo er den Jungen vergraben hat, schwört aber, mit dessen Tod nichts zu tun gehabt zu haben. Dann geschieht ein weiterer Mord, den er tatsächlich nicht begangen haben kann. Es ist wieder ein heranwachsender Junge, wieder erdrosselt. Jetzt geraten zwei Frauen, zum einen die junge, hübsche Patrizia, die sich einen Spaß daraus macht, sich verlegenen Teenagern nackt zu präsentieren, zum anderen Maciara, die als verrückt und unter den abergläubischen Hinterwäldlern als eine Hexe gilt, ins Visier der Ermittler. Doch die vermeintliche Hexe ist wie vom Erdboden verschwunden. Nach einem dritten Mord schnappt die Polizei Maciara, die angibt, den Kindern den Tod gewünscht zu haben, weil sie sich wiederholt auf ihr Grundstück geschlichen haben. Man ist sich sicher, dass sie unschuldig ist und setzt sie wieder auf freien Fuß. Aber während Reporter Martelli einer neuen Spur nachgeht, entlädt sich der Frust und der Hass der Bewohner auf grausame Weise…

Duckling007

Kindermorde und Selbstjustiz im ländlichen Hinterland Roms; Lucio Fulcis Giallo greift unangenehme Themen auf, die er in genauso unangenehme Bilder kleidet. Die geistig verwirrte Außenseiterin Maciara (großartig: Florinda Bolkan) muss dafür büssen, weil die Hinterbliebenen und auch die gesamte Dorfgemeinschaft unbedingt ein Ventil braucht. Überzeugend ist vor allem das Porträt der pubertierenden Dorfjugend, also der Jungen des Dorfes, die schon am Anfang des Films gespannt die Huren dabei beobachten, wie sie ihre Freier in eine Hütte im Wald lotsen. Die erwachende Sexualität der Jungen ist hier auch das Hauptthema und letztendlich auch das Motiv hinter den Morden. Fulci rückt seine Darsteller immer ins rechte Licht, selbst Barbara Bouchet kann als Ex-Junky Patrizia überzeugen. Nur Tomas Milians Martelli wirkt etwas verschwendet, weil er immer nur da ist, wenn man ihn zur Fortschritt des Falles benötigt, sein Charakter selbst bleibt eher blass. Der Film ist sehr sorgfältig inszeniert, auch optisch wirkt der wie aus einem Guss (von der am Ende die Klippe herunterstürzenden Puppe mal abgesehen). Wohl der beste unter Fulcis Gialli, aber auch für sich genommen ein mehr als beachtlicher Vertreter des Sub-Genre. 8/10

img

DON MARIANO WEISS VON NICHTS (Damiano Damiani, 1968)

An einer Straßenbaustelle wird ein Mann ermordet. Capitano Bellodi verhört die Anwohnerin Rosa, deren Mann angeblich unterwegs ist, irgendwo als Tagelöhner zu arbeiten. Sie selbst behauptet, nichts gehört zu haben, obwohl in den Morgenstunden zwei Schüsse die Ruhe zerrissen haben müssen. Er glaubt ihr nicht, und es schimmert durch, dass sie nicht weiß, wo ihr Mann ist und ob er was gesehen hat. Dadurch gerät sie in Bedrängnis durch den Bauunternehmer und Mafiapaten Don Mariano, den Bellodi als Drahtzieher des Mordes vermutet…

Don_Mariano_weiss_von_nichts10

Mit Claudia Cardinale und Franco Nero als Rosa und Bellodi kann Damianis Krimi-Drama mit richtiger Starpower aufwarten. Er spiegelt hier sehr eindringlich die Rolle einer verlassenen, also schutzlosen, Frau in der von Männern dominierten Domäne von Verbrechen und Verbrechensbekämpfung wieder und wie die Mauer des Schweigens, die aus Angst entsteht, die die Arbeit der Behörden lähmt. Einer von Damianis besten Mafiafilmen. 8/10

51cncUTutcL._SY445_

OPERATION: ENDGAME (Fouad Mikati, 2010)

Am ersten Tag des Agenten Fool wird der Direktor Devil ermordet und das Protokoll „Operation: Endgame“ tritt in Kraft. Plötzlich fallen die Leute der Omega-Truppe um die Anführerin Empress über ihre Kollegen des Alpha-Teams, dem Fool angehört, her…

OPERATION-ENDGAME-Pic2

Recht dämliche Action-Klamotte, die seine Gaststars wie Ving Rhames und Maggie Q großteils als Kanonenfutter verheizt. Dazu gesellen sich Action-Szenen, bei denen immer weggeblendet wird, wenn’s ans Eingemachte geht. Ellen Barkin gibt die Antagonistin Empress, Zach Galifianakis einen verrückten Einzelgänger. 4/10

51fZP5f+zRL._SY445_

DER NEW YORK RIPPER (Lucio Fulci, 1982)

Ein brutaler Frauenmörder, der die Polizei und Lt. Williams mit einer Donald Duck Stimme am Telefon. Mit dem Psychiater Dr. Davis haftet er sich auf die Fährte des Schlächters, doch ihre Spuren führen entweder in Sackgassen oder zu neuen Opfern…

New-York-Ripper-1240x620

Schmuddeliger und hyper-brutaler Giallo-Slasher, der mit seinen Verstümmelungen weiblicher sekundärer und primärer Geschlechtsmerkmale den guten Geschmack weit hinter sich lässt, aber in seiner Übertreibung die blutrünstige Verquickung von Sex und Gewalt, die im Laufe der vorangegangenen Jahre im Genre Überhand nahm, auf ein neues Niveau hebt und gleichzeitig mit galligen Humor persifliert. 7,5/10

8 Kommentare zu „Dear Diary… on the watch 09.-16.04.18

Gib deinen ab

  1. “Barracuda“ hab ich vor tausend Jahren auch mal gesehen. Und komplett seine Existenz verdrängt. Spricht nicht gerade für den Film.

    “Piranha 3D“ fand ich nebenbei richtig scheiße. Schlechte Gags, der Film zieht sich wie Kaugummi und das CGI ist natürlich auch für die Tonne. Einzig die komplette Chaos Szene war ganz cool. Teil 2 ist auch nicht viel besser.
    Hast du von Alexandre Aja mal das “The Hills Have Eyes“ Remake gesehen? Das ist ziemlich gut gelungen.

    Liken

    1. Zu Barracuda habe ich auch noch ein paar Zeilen mehr für den „Nature’s gone wild“-Monat auf Evil-Ed.de geschrieben: https://evil-ed.de/kritik/56-kritiken/963-barracuda-1978
      Ajas „The Hills have Eyes“ war ganz okay, auch wenn er sich manchmal zu ernst nimmt, was ihn an manchen Stellen (die Entführung des Babys speziell) unfreiwillig komisch ausschauen lässt. Eines der besseren Horror-Remakes der 2000er, auch wenn ich immer noch mehr auf Cravens Original abfahre, gerade wegen des famosen Michael Berryman.

      Liken

      1. Originale sind ja fast immer besser. Aber Aja hat das ganze meiner Meinung nach ziemlich gut übertragen und noch ein paar eigene Ideen eingebracht, wodurch es nicht wie eine simple Kopie wirkt. Finde beide auf ihre Art unterhaltsam.

        „Barracuda“ muss ich mir echt mal wieder angucken. Klingt nach der absoluten Potentialverschwendung und somit perfekt für den Filmschrottplatz.

        Liken

      2. Das blöde bei „Barracuda“ ist, dass er nur geschnitten erhältlich ist. Auf DVD und im TV sind alle Gewalttaten der verrückten Fische herausgekürzt, auf der VHS das depperte Bad End um die großangelegte Verschwörung. Und alle Versionen sind ab 12 Jahren freigegeben…

        Liken

  2. die romeros könnte ich auch mal wieder schauen, schon länger her. aber das kostet wieder, da ich danach vermutlich nicht um ein upgrade herumkommen werde. bei den DVDs von astro und co. werde ich nach aktuellen maßstäben sicher augenkrebs bekommen…

    Liken

    1. Oh, Upgraden bei den DEADS, das ist ja immer so eine Sache. Von NIGHT OF THE LIVING DEAD gibt es jetzt eine tolle Criterion Ausgabe, kostet rund 20 € auf eBay (nach Zoom suchen), die werde ich demnächst auch hier vorstellen. Von DAWN OF THE DEAD gibt es gerade eine geile Box von XT, die zwar 60 € kostet, dafür aber auch US-, Euro-, Extended- und Ultimate-Final-Cut enthält (mit 15 € pro Fassung aber immer noch alles andere als billig). Aus Italien gibt es eine VÖ mit dem Euro-Cut, 4K-remastered, dazu noch den US- und den Extended-Cut als alte HD-Master auf Blu-ray (gibt es mit und ohne 4K-Blu-ray vom Euro-Cut); Kostenpunkt 30-45 € je nach Ausführung, die einzelnen Amarays von NSM kosten wahrscheinlich mehr. Bei DAY OF THE DEAD bleibt wohl nur der Griff zu NSM oder XT, die je mindestens 18 € als Amaray oder bis zu 35 € als Mediabook zu Buche schlagen. Wäre Dir das schon vor 3-4 Jahren eingefallen, hättest Du Dir die Sachen auch aus England bestellen können, Arrow Films ist immer sehr empfehlenswert, aber heute leider schon lange oop. Ich empfehle gerade bei DAWN… dringend zum O-Ton, da alle Uncut-Fassungen auf der Tonspur der UFC-Fassung, also des teils nachsynchronisierten Fan-Cuts basieren, was gerade bei Romeros US-Fassung gar nicht geht, weil auch die Musik an den meisten Stellen nicht stimmt. Ja, ist durchaus ein heikles Thema. 😉

      Liken

      1. hatte schon schon befürchtet, dass das eine komplizierte angelegenheit wird – speziell beim dawn. romero und argento cut würden mir eigentlich schon reichen. die bekommt man zwar auch einzeln für je unter 15, allerdings die alten mpeg2 encodes von NSM :/
        also eher entweder italien, oder auf eine neuauflage von arrow hoffen…

        Liken

      2. Dann greif am besten zur italienischen VÖ von Koch Media, die Preise sind noch einigermaßen moderat und Du hast noch den Extended-Cut dabei, der ja auch interessant ist. Auf Arrow würde ich da nicht warten, die alte Special Edition von denen ist jetzt auch schon einige Jahre alt, und sofern sie kein neues Master einkaufen oder anfertigen, ist da nicht mit einer neuen Auflage zu rechnen.
        Es könnte aber auch sein, dass im Laufe des Jahres auch die Koch noch nach Deutschland kommt; ich hab da was läuten gehört, dass versucht werden soll, das Ding endlich von der Beschlagnahmeliste zu holen…

        Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

Bloggen auf WordPress.com.

Nach oben ↑

Mothersdirt

Nachrichten - hart aber ehrlich

Corlys Lesewelt

Lesen genießen ...

Apokalypse Film

Schaut vor der Apokalypse keine schlechten Filme!

GREIFENKLAUE - BLOG

Rollenspiel ^ Fanzines ^ Podcast ^ RPG-Szene ^RPG-News ^LARP ^ Tabletops ^ Dungeons ^Maps ^Minis

moviescape.blog

Texte über Filme, Serien, Popkultur, Laufen und das Vatersein.

Parkwelten

Freizeitparks, Kirmes & Co

Blaupause7

die Pause zur blauen Stunde

filmlichtung

There are no rules in filmmaking. Only sins. And the cardinal sin is dullness. (Frank Capra)

Mein Traum vom eigenen Buch

Der erste Schritt ... und hoffentlich viele danach

%d Bloggern gefällt das: