Dear Diary…on the watch 28.-31.08.17

lifeforce

Am Montag ging es gleich weiter mit meiner Tobe Hooper Werkschau. LIFEFORCE – DIE TÖDLICHE BEDROHUNG mochte ich schon immer sehr gerne. Mathilda May als nackte Alien-Vampirin, die in die Körper anderer Menschen schlüpfen kann; Steve Railsback, der telepathisch mit ihr verbunden ist, auf ihrer Spur; Patrick Stewart kotzt Blut, viel Blut – what’s not to like? Hooper schuf hier einen flotten und eigensinnigen Horror-Thriller, der seinesgleichen sucht. Wollte 1985 nur kaum jemand im Kino sehen, schade. 8/10

Mit DAS UNGEHEUER VON LOCH NESS habe ich jetzt den letzten Film der Galerie des Grauens gesichtet, den ich noch nicht kannte.

Vor der Küste Englands verschwinden Fischerboote, an einem Strand wird eine verkohlte Leiche entdeckt. Urheber ist das Monster Behemoth, das durch die radioaktive Verseuchung der Gewässer erweckt wurde und sich nun auf direkten Weg nach London befindet…

Ein billiger Monsterfilm, der solange gut ist, bis das Monster auftaucht. Die Miniaturen von King-Kong-Vater Willis H. O’Brien sind sehr schlecht gealtert und versprühen nicht wirklich nostalgischen Charme, zu stark schwankt hier die Qualität. Wer alte Filme mit Stop-Motion-Monstern mag, wird das nicht groß stören. 5,5/10

In der Nacht gab es hier die neueste Folge THE STRAIN. Bisher gibt es keine großen Überraschungen, es gibt den Widerstand, Goodweathers Sohn ist immer noch schwer uninteressant, und Dutch muss alleine klarkommen. Den richtigen Paukenschlag erwarte ich hier irgendwie auch gar nicht mehr. Aber mal schauen…

Der Dienstag fiel aus, mir ging es nicht gut.

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BLUTGERICHT IN TEXAS (der deutsche Titel ist gar nicht mal so, aber es geht halt nichts über THE TEXAS CHAINSAW MASSACRE) kann ich immer wieder sehen, mich immer wieder erschrecken und immer wieder mitfiebern. Tobe Hooper hält sich in seinem Meisterwerk nicht damit auf, den Zuschauer in Sicherheit zu wiegen, oder zwischendurch Ablenkung zu bieten, man startet hier gleich mit einem flauen Gefühl im Magen. Man weiß gleich, dass es schlimm wird. Auch das Happy End bietet keine Erlösung, das Martyrium hat zwar ein Ende, aber der Schrecken ist noch da, das Böse nicht besiegt. Eine tolle Schluss-Einstellung. Diese Unbarmherzigkeit erhebt ihn dann sogar über Filme wie Wes Cravens ebenfalls tollem THE LAST HAUS ON THE LEFT. 10/10

DAS DUNKEL DER NACHT war der einzige Film von Christopher Lees eigener Produktionsfirma Charlemagne Productions (daraus läßt sich wohl schliessen, dass der Film nicht besonders erfolgreich lief). An Lees Seite spielte Peter Cushing, Regie führte Peter Sasdy.

Col. Bingham ermittelt im Falle eines Busunglücks, das vielen Waisenkindern aus einem Heim der reichen Van-Traylen-Stiftung sowie Mitglieder dieser fast in den Tod gerissen. Eines der Kinder leidet seitdem unter Alpträumen, und die Heimleitung setzt alle Hebel in Bewegung, um das traumatisierte Mädchen zurück in das auf einer Insel gelegene Heim zurückzuholen. Da schon mehrere Mitglieder der Stiftung in kurzer Zeit das Zeitliche gesegnet haben, vermutet Bingham eine wie auch immer geartete Verschwörung dahinter. Als der behandelnde Arzt Haynes getötet wird und das Mädchen verschwindet, macht sich Bingham mit seinem Freund und Kollegen, dem Pathologen Ashley, auf den Weg zur Van-Traylen-Stiftung, doch dort gibt man sich nicht sehr kooperativ. Unterdessen stößt die hartnäckige Reporterin Forster auf ein schreckliches Geheimnis…

Man fühlt sich hier gleich heimelig, wie bei einem gemütlichen Familientreffen. Lee und Cushing spielen recht zurückgenommen, doch die Chemie zwischen ihnen ist einfach fantastisch. Der Film ist nicht besonders spektakulär, ein Krimi mit Grusel-Elementen. Sasdys Regie ist dem angemessen, etwas bieder, aber immer ereignisreich genug, um die Spannung aufrecht zu halten. Kein vergessenes Kleinod, aber ein netter Film für Lee/Cushing-Fans. 6/10

Bei PREACHER geht es langsam aber sicher Richtung Staffelfinale. Man stößt in höchste kirchliche Kreise vor, wo allesamt nur Handlanger höherer Mächte (oder mächtigerer Menschen) zu sein scheinen.

bela-lugosi-plan

Edward D. Wood Jr.`s PLAN 9 FROM OUTER SPACE galt lange Zeit gemeinhin als schlechtester Film aller Zeiten (eine romantische Verklärung) und konnte deswegen über die Jahre eine riesige Kultgemeinde generieren. Natürlich gibt (und gab es damals schon) schlechtere Filme, und ganz bestimmt auch langweiligere. Der billige Horror-Film um Aliens, Ghoule und Vampire vermag in einer Runde mit (am besten bedüdelten) Gleichgesinnten nicht unerhebliche Freude verbreiten, ohne Freunde und/oder Alkohol ist er einfach nur ein netter Trashfilm (solange man nicht zu den Hardcore-Fans gehört, die auch alleine sämtliche Dialoge von vorne bis hinten mitspricht). Es gibt, wie gesagt, schlechteres und langweilig ist er keinesfalls, aber es ist eher ein Partyfilm. 6/10

Danach gab es mal wieder eine Jess Franco, VAMPYROS LESBOS. In dem von psychedelischem Surrealismus durchtränkten Film verfällt die biedere Ewa Strömberg der blutsaugenden Vampirin Soledad Miranda. Oder passiert das nur in ihrer Einbildung, eine Manifestation ihrer erotischen Träume, die sie seit geraumer Zeit heimsuchen? So erwacht sie später im Sanatorium von Dr. Seward (Dennis Price, der hier mal wieder in ein Tagebuch kritzeln und dazu aus dem Off erzählen darf).

Einer der besten Filme Jess Francos aus den 70er. Er drehte zu der Zeit quasi am Fließband (78 Filme bis einschließlich 1980), wobei er dann auch oftmals die nötige Sorgfalt vermissen ließ. Doch hier ist schon ein roter Faden, der Gedanke dahinter, erkennbar, die Verbindung des Vampirismus mit der Sehnsucht nicht nur nach Sex, die Verwirklichung erotischer Fantasien, sondern der Suche nach ewiger Verbundenheit und Liebe. Franco selbst spielt hier einen Hausmeister, der gerne Frauen zu Tode foltert. Und der Soundtrack ist super, keine Frage. 7,5/10

Zwischendurch hatte ich noch eine Pause eingelegt, um mit zwei Parteimitgliedern von badmovies.de ein wenig zu schwofen und DIGITAL MAN zu glotzen, einem billigen, aber lustigen Sci-Fi-Actioner mit Matthias Hues als amoklaufenden Cyborg aus dem 3D-Drucker (sah jedenfalls anfangs so aus). Der Film präsentierte Versatzstücke aus Robocop, Aliens, Terminator und auch Nemesis und konnte so durchaus seine anderthalb Stunden über die Runden bringen, auch wenn ihm im Finale doch etwas die Puste ausging. 5,5/10

Eigentlich wollte ich mit Horst noch einen zweiten Film nachschieben und kippte deshalb noch einen Energydrink. Doch wir entschieden uns nach einigen Musik-Videos (Rappin‘ for Jesus ftw!)dagegen, und so schlug ich den Rest der Nacht mit zwei Folgen KOBRA, ÜBERNEHMEN SIE tot.

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