Dear Diary…on the watch 21.-24.08.17

dracula1974

Ich presche mir ja derzeit alles, was ich an Filmen zum Thema Dracula und Vampire in die gierigen Finger bekomme, rein, aber etwas derart dröges und langweiliges wie DRACULA (1974) von Dan Curtis ist mir dieses Jahr wohl noch nicht untergekommen. Jack Palance gibt in dieser Version von Stokers klassischer Vampir-Geschichte den blutsaugenden Grafen, und er passt ganz und gar nicht in die Rolle. Traurig ist zudem, dass dann auch noch seine Dracula im Vergleich mit den anderen Protagonist, die eher wie Zombies agieren (abgesehen von Van Helsing, den Nigel Davenport gibt), wie das pure Leben wirkt. Der Film ist für’s Fernsehen entstanden (Curtis arbeitete ja auch schon an der Vampir-Soap DARK SHADOWS), aber muss er deswegen gleich so lethargisch rüberkommen? 3/10

DIE HERRSCHERIN DES BÖSEN ist Oliver Stones Spielfilm-Debut, das lassen wir mal als Ausrede gelten, denn der Film ist scheiße. Ein arroganter und selbstsüchtiger Horror-Autor lädt Familie und Freunde in sein Landhaus ein, und in der Nacht erwachen seine Roman-Figuren, angeführt von Martine Bestwick (die ich in DR. JEKYLL & SISTER HYDE recht knorke fand), zum Leben und zwingen alle Anwesenden zu einem Spiel mit tödlichem Ausgang. Stone wollte augenscheinlich eine alptraumhafte Atmosphäre etablieren, wusste aber nicht wirklich, wie. Die Kameraführung ist unfokussiert, der Schnitt sehr sprunghaft. Ein roter Faden ist in der Geschichte kaum erkennbar, so kommt dann auch nicht wirklich Spannung auf. Neben der Bestwick ist auf den Seiten der Horror-Figuren auch noch Hervé Villachaize zu sehen, der ist auch hier über jeden Zweifel erhaben. Dann gibt es noch einen großen, stummen Farbigen mit einer Axt. Das ganze läuft leider fast komplett unblutig ab, Nudity braucht man hier auch nicht zu erwarten, der Streifen lief „Parental Guided“ in den Kinos. Alles in allem auch als Trash kaum brauchbar. 4/10

Die neue Staffel LONGMIRE überrascht mich immer noch, als Bösewicht kristallisiert sich der Vorabeiter einer Ölfirma heraus, der 2 Vergewaltiger aus den Reihen seiner Leute rausgeboxt hat. Aber leider stehen nur noch 2 Folgen aus.

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Ein weiteres meiner Steckenpferde sind die verschiedenen Versionen des tragischen Monsters aus Mary Shelleys berühmten Roman. FRANKENSTEINS TOCHTER ist ein B-Movie aus den 50er-Jahren, der bei einem altem Wissenschaftler und seiner Nichte, die er anzugraben versucht, haust. Hinter dessen Rücken werkelt er an einem selbstgebastelten Monster, doch irgendwie klappt es nicht mit einer Schädelspende, da infrage kommende Unfallopfer zu sehr beschädigt sind. Da kommt ein Flirt mit der Nichte besten Freundin, die ihn nicht ranlassen will gerade recht.

Aberwitzig schlechte Masken und ein unhöflicher, arroganter und genauso bösartiger wie hinterhältiger Frankenstein-Nachkomme sorgen dafür, dass einem nicht langweilig wird und heben den Film ein wenig aus dem Gros der 50s-Trasher heraus. 6/10

NUR VAMPIRE KÜSSEN BLUTIG (der deutsche Verleih fand sich hier mal wieder sehr witzig) ist der mittlere Teil der Karnstein-Trilogie aus dem Hause Hammer Films.

Autor LeStrange, spezialisiert auf Vampire, gibt sich als Lehrer aus, um in einem Mädchen-Internat eine Stellung zu erhalten (höhöhö). Dort verfällt er dem bezaubernden Vampir Carmilla.

Jimmy Sangsters sleaziger Vampirfilm entpuppt sich als flott und unterhaltsam. Er ist besser als der vorangegangene, etwas träge DIE GRUFT DER VAMPIRE (der allerdings mit Ingrid Pitt punkten konnte), aber erreicht natürlich nie die Klasse des tollen DRACULAS HEXENJAGD. 6,5/10

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Am Mittwoch war mal wieder ein Trash-Stream-Abend mit ein paar Badmovies.de-Kumpels angesagt. Wir starteten spät, aber dafür spektakulär mit Filmarks COUNTER DESTROY, dem Nachfolger zu ROBOVAMPIRE (es soll sogar noch einen dritten Teil geben).

Der Film sprüht nur so vor Irrwitz: Zwei Tussen sollen in einem abgelgenen Haus ein Drehbuch schreiben, werden aber von einem Vampir (natürlich hüpfend), der zwei Freddy-Krüger-Gedächtnis-Handschuhe trägt. Die Produzenten sehen sich allerdings durch Anschläge auf Leib und Leben in ihrem Vorhaben sabotiert, weswegen díe wohl dämlichste Detektivin Hongkongs einen Gangster ausfindig machen, beschatten und töten soll. Die hirnrissige Trash-Granate von Godfrey Ho bietet nicht nur einen Freddy-Hüpf-Vampir, sondern auch seinen teleportierenden und pissenden Nachwuchs und eine Mischung aus Ninja und Cyborg. Großes Kino für Trashfans, hier implodieren die Neuronen. 7,5/10

THE WIZARD OF MARS war genau das Gegenteil. 4 Leute reisen auf den Mars (in Form des Great Basin Nationalparks) und treffen am Ende auf John Carradines Kopf, der zehn Minuten pseudo-philosophisches Geschwafel absondert. Billiger, langweiliger Müll. 3/10

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Am Donnerstag gab es dann endlich bei meinem Bruder LOGAN, den Abgesang des von Hugh Jackman zum bereits neunten (und letzten) Mal verkörperten X-Man Wolverine. Der muss sich hier nicht nur mit einem alten und kranken Mastermind Xavier, sondern auch einem einer experimentellen, ihm sehr ähnlichen Kindersoldatin, die von Söldnern des Konzerns, der sie erschaffen hat, gejagt wird, herumschlagen. Und, holla die Waldfee, geht das hier zur Sache! Die beiden Krallenträger schlitzen sich durch die Gegner, dass es nur so eine Freude ist. Der Film krankt allerdings auch an diversen Doofheiten und ist recht vorhersehbar; trotzdem ist LOGAN der mit Abstand beste Wolverine-Film, und ein gutes Beispiel dafür, dass die Millionen-Dollar-Industrie Hollywood so gefällig-hartes Superhelden-Kino für Erwachsene auch kann, wenn sie nur will. 7,5/10

THE ASPHYX ist ein Geist, der kommt, um die Menschen zu holen, wenn sie Todesangst haben. Ein Wissenschaftler schafft es, mittels der neuen Errungenschaft der Filmkamera, diesen sichtbar zu machen. Mithilfe seines Ziehsohns will er seinen persönlichen Asphyx einfangen und so unsterblich werden. So etwas selbstsüchtiges, allem wissenschaftlichen Forscherdrang zum Trotz, ist natürlich selten eine gute Idee, und so endet alles in einer Katastrophe. Erinnerte mich vom Storyverlauf her ein wenig an RE-ANIMATOR, gleichwohl der Film von 1972 weit weniger blutrünstig ist. 7/10

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