Dear Diary…on the watch 14.-17.08.17

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IMMER BEI ANBRUCH DER NACHT verliert der liebe Dr. Bleecher die Kontrolle über sich, seit seine Tochter ihm aus Versehen statt der Migräne- die ominösen Tabletten aus Fledermausextrakt des nun toten Wissenschaftlers Campbell gegeben hat. Fortan kann er nicht mehr ohne die Dinger, giert jeden Abend nach ihnen wie der Junkie nach einem Schuss (der Film ist darin ähnlich penetrant). Es häufen sich nächtliche ungeklärte Todesfälle, allen Opfern gemein sind zwei kleine Punkte am Hals. Kann Bleecher sich kurieren, bevor es jemanden trifft, den er liebt?

Lustiges B-Movie aus den 50er-Jahren, dass den Vampirismus tatsächlich mit Drogensucht gleichsetzt, was zu teils sehr kuriosen Szenarien führt. 6,5/10

In DIE RÜCKKEHR DER VAMPIRE (eigentlich ist es nur einer) ist Bela Lugosi zum x-ten Mal in seiner Paraderolle als Vampir zu sehen. Da das ganze von Columbia und nicht Universal produziert wurde, heißt er auch nicht Dracula sondern Armand Tesla, der sich einen Werwolf hält. Der wird 1918 von Dr. Saunders und seiner Assistentin Jane gepfählt und vergraben. Am Ende des 2. Weltkriegs wird sein Leichnam wieder an die Oberfläche gesprengt. Als dann ein Totengräber den Pfahl aus der Brust entfernt, erwacht der Vampir zu neuem Leben und sinnt auf Rache…

Als Universal mit seinem Monster-Mashup begann, wollte Columbia ein Stück vom Kuchen abgreifen und konnte sich sogar die Dienste des mittlerweile 61-jährigen Lugosi sichern. Ersonnen hatte die, ehrlich gesagt recht fade, Story der Exil-Deutsche Kurt Neumann (DIE FLIEGE). Der Film ist recht stylish gefilmt, hat aber Mühe, seine knappe Stunde Laufzeit durchgehend unterhaltsam über die Bühne zu bringen. 5/10

Die finale Staffel THE STRAIN ist endlich da, und das passt ja wunderbar in meine Themen-Wochen „Vampire“. Ich finde es auch schön, dass solche Serien nur wenige Wochen nach US-Start auch hierzulande laufen. Die Strigoi haben die Macht in den USA an sich gerissen, unsere Helden sind in alle Himmelrichtungen verstreut worden. Nazi-Assoziationen kommen unweigerlich auf, was aber auch direkt angesprochen wird. Mal sehen, wie das ganze zu Ende geht.

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War ein schwacher Tag, nur ein Film. Dazu noch ein kurzer und schlechter. DEVIL GIRL FROM MARS war 1954 ein Schnellschuss, um an den Erfolg von SCHOCK aus den Hammer Studios anzuknüpfen. Es geht um einige Menschen in einem schottischen Pub, die Zeuge der Ankunft einer Frau vom Mars werden, die auf der Erde nach Zuchthengsten sucht. Der Film beinhaltet einige trashig-lustige Szenen, wenn sie z.B. die Power ihres Phasers demonstriert. Das bemerkenswerteste ist das Outfit der Lady, sie könnte glatt Pate für das ikonische Kostüm von Darth Vader gestanden haben. But it’s crap. 4/10

Danach noch die neueste Folge PREACHER reingeschoben, macht immer noch Spaß. Jesse hat jetzt in Herr Star auch wieder einen würdigen Widersacher gefunden.

The-Brain-from-Planet-Arous

Auf THE BRAIN FROM PLANET AROUS habe ich mich schon richtig gefreut. Der Film erschien in Deutschland als DIE AUGEN DES SATANS, Anolis wählte ihn als Nummer 10 der „Galerie des Grauens“. Aber das Teil ist jetzt natürlich sauteuer (ab 40 €), und so war ich froh, diesen Trash-Klassiker auf YouTube zu entdecken.

Ein verbrecherisches außerirdisches Gehirn vom Planeten Arous nistet sich im Wissenschaftler Steve March ein und will mit seinen allmächtien telepathischen Fähigkeiten die Weltherrschaft an sich reißen. Und ein bisschen mit Steves Freundin Sally rummachen, das versaute Ding. Doch ein Sheriff-Gehirn ist ihm gefolgt und besetzt den Körper von Sallys Hund. Kann das größenwahnsinnige Cerebrum noch gestoppt werden, bevor sich die Menschheit unterwirft und Sally sich ihm hingibt?

Ein herrlich bescheuerter Film, großartige Unterhaltung. Es werden Riesengehirne an Drähten durch’s Set gezogen, und John Agar, einer meiner liebsten B-Movie-Helden der 50er, schöpft als Steve aus den Vollen, er haut darstellerisch dermaßen auf die Kacke, dass es nur so eine Freude ist. Gerade in seinen Szenen, in denen er, von bösen Neuronen kontrolliert, sich an Sally ranschmeißt, oder er vor Vertretern der Großmächte herrische Reden schwingt, bleibt kein Auge trocken. Ein Muss für jeden Trash-Fan! 8/10

In den 80er waren englische Verleihtitel auf dem deutschen Markt en vogue, und so wurde aus einem italienischen Psychothriller, der einfach „Nichts unterm Kleid“ auf Deutsch geheißen hätte, dann der ungleich unspektakuläre Titel THE LAST SHOT. Aber, passt schon.

Parkaufseher Bob glaubt, dass seine Zwillingsschwester Jessica, die als Model arbeitet, in Gefahr ist, und reist vom beschaulichen Wyoming in die Mode-Metropole Mailand. Und tatsächlich fehlt von Jessica jede Spur. Bald schon stolpert Bob in eine Model-Mordserie. Kann er mit Commissario Danesi dem Täter auf die Spur kommen?

Nicht wirklich ergiebiger Thriller, der zumindest mit ein paar bekannteren Popsongs, einigen schönen Frauen, die bevorzugt wenig bis gar nichts anhaben, sowie Donald Pleasance als Ermittler aufwarten kann. So lala. 5/10

WIE SCHMECKT DAS BLUT VON DRACULA? Ja, wie schmeckt das wohl? Blutig, mit bitterem Nachgeschmack. Jedenfalls für ein paar gelangweilte Herrschaften, die im Bordell an den jungen, aber verarmten Lord Courtley treffen, der sich bei den Huren großer Beliebtheit erfreut. Sie finanzieren ihm eine schwarze Messe, bei der Courtley Graf Dracula wieder erweckt. Die werten Herren sind not amused, und der arme Lord läßt durch ihre Hand sein Leben. Doch nun ist Dracula hinter ihnen her. Er unterwirft ihre Töchter, um sie einen nach dem anderen zu erledigen…

Regisseur Peter Sasdy drehte Anfang der 70er eine Handvoll Filme für die Hammer Studios, und er lieferte immer souveräne Arbeit ab. So auch hier, denn TASTE THE BLOOD OF DRACULA ist der letzte wirklich gute Film der Reihe und auch recht originell aufgezogen. Christopher Lee hat hier nicht viel Text, ist halt in der Rolle eine Bank. Hier war ich mal wieder froh, Freunde zu haben, die sowas damals von Pro7 aufgenommen haben, da brauchte ich mich nicht wieder in Unkosten zu stürzen. Mein Dank geht an Holger für seine VHS! 7/10

Die RAKETE MOND STARTET, durch einen unglücklichen Zwischenfall läßt man aber den Erdtrabanten links liegen und landet gleich auf dem Mars. Dort stößt man sogar auf intelligentes Leben, allerdings gestaltet sich der Rückflug als schwierig. Kurt Neumanns Science-Fiction-Film von 1950 ist flott in Szene gesetzt und hält sich nicht zu sehr mit technischen Einzelheiten auf. In der Hauptrolle ist Lloyd Bridges zu sehen. 6,5/10

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Wes Cravens Erstling gehört für mich zu den größten Exploitation-Klassikern, an das Remake habe ich mich lange nicht herangetraut. THE LAST HOUSE ON THE LEFT Anno 2007 schlägt zwar auch recht rüde Töne an, Erniedrigung, Vergewaltigung, Folter und blutiges Handgemenge erfreuen den Gorehound, doch er erreicht nie die Intensität des Originals in seiner eher banalen Zurschaustellung seiner Grobheiten. Und David Hess als Krug bleibt einfach unerreicht. Davon ab ist der Film recht flott, spannend und immer noch alles andere als ein harmloser Spaß. 7/10

FRANKENSTEINS UNGEHEUER liegt unter einer Eisschicht begraben. Der Baron taut ihn auf und erweckt ihn zu neuem Leben. Aber der Funke will nicht überspringen, also heuert er den Hypnotiseur Zoltan an. Und tatsächlich stapft die Monstrosität wieder durchs nächtliche Karlsbad, von Zoltan zu Diebstählen und Morden missbraucht…

Freddie Francis Beitrag zur Frankenstein-Franchise von Hammer Films kann leider nicht mit den Filmen Terence Fishers mithalten. Er widmet sich zwar der Tragik der missbrauchten Kreatur, der Charakter des Baron, der hier mal nicht der Bösewicht der Geschichte ist, gestaltet sich eher diffus. Nichtsdestotrotz geht mein Dank für die Bereitstellung der VHS-Aufzeichnung von RTL2 wieder an Holger! 5/10

Sie sind Models und sie sind TOO BEAUTIFUL TO DIE. Aber dennoch schlachtet ein geheimnisvoller Mörder ein hübsches Mädel nach der anderen mit einer scharfen Requisite aus einem Musik-Video. Alle waren zugegen, als die junge Sylvia auf einer kokain-geschwängerten Party vergewaltigt wird und danach bei einem Autounfall ums Leben kommt…

Hier ist zum zweiten Mal „Nichts unterm Kleid“. Dem ersten Teil wurde schon ein englischer Titel hierzulande zuteil, also warum es nicht so mit dem zweiten halten. Inhaltlich haben die Filme auch rein gar nichts miteinander zu tun, außer, dass sie in der Mode-Welt Mailands spielen und die Opfer Models sind. Dieser hier ist etwas besser und bietet nach etwas behäbigen Auftakt eine recht flotte und spannende Slasher-Plotte. Auch in diesem Film werden drei bekannte Popsongs verbraten, ich persönlich freute mich über Huey Lewis & the News mit „Perfect World“. Man kann durchaus schlechter die Zeit totschlagen. 6/10

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